Neuseeland ist doch wohl ein Traumurlaubsziel für die meisten von uns. Aber was das Land der Kiwis wirklich alles zu bieten hat, wisst ihr bestimmt noch nicht. Also seid gespannt und spitzt die Lauscher, denn heute geht es um die Südinsel!

Auf Neuseelands Südinsel könnt ihr aufregende Bootsfahrten durch Fjorde machen, Gletscher erkunden, Wale beobachten und vieles mehr. Die größere der beiden neuseeländischen Inseln besticht Reisende vor allem mit Abgeschiedenheit, Actionsport und purer Wildnis. Auf der Südinsel wohnen nur 1 Millionen Menschen, dafür aber 40 Millionen Schafe. ;) Es gibt einfach so viele Naturhighlights in Neuseeland zu entdecken, dass man das eigentlich gar nicht alles während nur eines Urlaubs schaffen kann. Damit ihr trotzdem die besten Sachen seht und einen einmaligen Urlaub habt, habe ich meine neuseeländische Freundin Maggie nach Insidertipps gefragt. Sie ist von der Südinsel total angetan.

Ich liebe die Südinsel. Hier bin ich besonders gerne, weil es hier so viel zu entdecken gibt. Die Südinsel unterscheidet sich sehr von der Nordinsel und ist ein Paradies für Skifahrer und Snowboarder. Die Landschaft ist zu jeder Zeit des Jahres spektakulär. Angefangen von der schönen Stadt Blenheim an der Nordspitze der Insel bis nach Bluff, der berühmten kleinen Halbinsel ganz im Süden.“

Die Nordspitze der Südinsel

Strände und Buschwälder | Wandern und Naturerlebnisse an der Nordspitze

Cheerful young woman hiking reaches the lake Marian, arms outstretched

Traumstrände und Berghänge mit Regenwald im Norden

Wenn man von der Nordinsel mit der Fähre zur Neuseelands Südinsel übersetzen will, kommt man nach knapp 3 Stunden Fahrt in Picton an. Der kleine Küstenort ist der perfekte Ausgangspunkt für Ausflüge in die Marlborough Region. Ganz im Norden der Südinsel liegt hier nämlich eines der schönsten Küstengebiete der Welt. Traumhafte goldene Sandstrände grenzen an unberührte Buschwälder mit Nikaupalmen und Riesenfarnen, umgeben von zerklüfteten Bergketten. Die zwei malerischen Küstenstädte Nelson und Blenheim in der sonnigsten Region Neuseelands haben beide ihren ganz eigenen Charme. In Blenheim kann man die lokale Wein- und Esskultur am besten bei einer Radtour durch die Weinberge erleben. Beim größten lokalen Weinproduzenten in Blenheim, dem Brancott Estate Wines, gibt es im Februar sogar ein großes Wine-Food-Festival. Nelson hingegen bietet eher ein Eldorado für Kunstliebhaber. Über 350 Künstler und Handwerker leben in der Stadt und bieten von traditionellen Maori Kunstwerken bis zu moderner Kunst so ziemlich alles zum Verkauf an.

Marlborough Wine Crop
Marlborough Weinberg

Im Abel Tasman Nationalpark, ein Stück westlich von Nelson, werden auch die sonst eher nicht so begeisterten Wanderer sich enthusiastisch die Wanderschuhe anziehen und losziehen. Der Abel Tasman Coast Track entlang der exotischen Küste bietet nämlich wunderbare Ausblicke auf die paradiesischen Buchten und ist super einfach zu bewandern. Alternativ kann man den Park auch mit dem Kayak oder dem Wassertaxi vom Meer aus erforschen. Viele der malerischen Strände sind nämlich ausschließlich vom Wasser aus erreichbar. Für den Nationalpark gibt es sogar extra eine „Abel Tasman Visitor App„, die euch über Wetter, Gezeiten, Führungen usw. informiert. Zwischen den beiden Nationalparks der Nordspitze findet ihr die einmalige „Golden Bay“, oft als Herz des Parks bezeichnet. Der SH 60 in die Golden Bay ist eine Sackgasse, das heißt, man muss immer die ca. 100 Kilometer vom Farewell Spit bis nach Motueka hin- und zurückfahren, wenn man der Bucht einen Besuch abstatten will. Ein Besuch lohnt sich aber allein wegen der bizarren Felsformationen im Meer vor dem Wharariki Beach am Cape Farewell. Hier kann man auch traumhaft am Strand reiten und am Meer entlang galoppieren oder surfen. Die ca. 30 km lange Landzunge „Farewell Spit“ bildet die nördliche Spitze der Südinsel, ständig wird neuer Sand angespült und die hakenförmige Sandbank wird so jeden Tag ein bisschen größer.

Coquille Bay, Abel Tasman, New Zealand

Wandern und Naturerlebnisse im Kahurangi Nationalpark

Auf der anderen Seite der Golden Bay befindet sich der Kahurangi National Park. Die unbeschreiblich wilde Natur des Parks kann man am allerbesten auf einer mehrtägigen Wanderung durch die Wildnis erleben. Auf dem „Heaphy Track“ können erfahrene Wanderer auf einer 4-6-tägigen Tour subtropische Regenwälder, Tussockgras-Landschaften, Flusstäler, herrliche Gipfelaussichten und Küstenlandschaften erleben. Über 4.000 Leute wagen sich jährlich an diese uralte Route durch eine der schönsten Naturlandschaften Neuseelands. Für Hobby-Höhlenforscher hat der Kahurangi Nationalpark beeindruckende Höhlensysteme zu bieten. Die Schönsten befinden sich unter dem Mount Owen, sind aber bis heute größtenteils unerforscht. Manche von euch sollten sich vorher gut überlegen, ob sie einen Fuß in diese Höhlen setzen, denn in der Dunkelheit haust die Kahurangi Höhlen Spinne, eine der seltensten Spinnenarten der Welt, die mit bis zu 12 cm langen Beinen eine beeindruckende Größe erreicht. Im Rahmen einer organisierten Tour der Nationalparksverwaltung kann man die atemberaubenden „Honeycomb Hill Caves“ im Oparara Basin besuchen.

Die Westcoast 

Westport und Greymouth | Natur pur in Hokitika | Gletscher und Bergseen

Die unberührte „West Coast“ von Neuseelands Südinsel

Die Westküste von Neuseelands Südinsel wird von den Einheimischen einfach nur “The Coast” genannt, sie ist ein wilder Ort mit reißenden Flüssen und Gletschern sowie ursprünglichem Regenwald. Die weitläufige Küstenregion bietet sehr viele optische Highlights und einmalige Fotomotive. Nahe der Stadt Westport kann man eine Seelöwenkolonie am Cape Foulwind beobachten. Auf den Spuren der Vergangenheit wandeln kann man auf dem „Coal Mining Heritage Trail“, der zu historischen Kohleminen in Denniston und Stockton führt. Abenteuer-Touren gibt es hier ohne Ende: Wildwasserrafting, Rafting in unterirdischen Höhlen, Schnellbootfahren, Pferdetrekking, Mountainbiken, Unimog Touren, Windsurfen und Kayaktouren sind nur einige der angebotenen Aktivitäten.

New Zealand Fur Seal sleeping

Der Ort Greymouth ist der Größte an der Westküste. Von hier aus kann man neben dem Besuch mehrerer ehemaliger Minenstädte, wie Shantytown oder Blackball, am Lake Brunner mit wunderbarer Aussicht Forellen fischen.

Naturparadiese rund um Hokitika

Es gibt so einiges zu sehen und zu tun im kleinen Örtchen Hokitika an der „Coast“. Im Aquarium der Westland’s WaterWorld tummeln sich Haie und der prähistorische Fisch Kokopu sowie Süßwasser-Aale. Eine ganze Reihe Kunstgalerien stellen von mundgeblasenem Glas über Gold-Nuggets bis Holzschmuck alles mögliche aus. Im März findet in Hokitika das Wildfoods Festival statt – tausende Besucher strömen dann in die Stadt, um das traditionelle Maori Bushfood zu probieren. Auf dem Menü stehen neben traditionellem „Billy Tee“ auch Würmer, Schnecken, Kängurufleisch, Torfmoos-Zuckerwatte, Austern, Bambi Burger, Aal und der bekannte West Coast Weißbarsch. Bei einer Wanderung zur Hokitika Gorge, 30km außerhalb des Ortes, wandert man durch wunderschönes Waldgebiet über spektakuläre Hängebrücken entlang des türkisblauen Flusses. Den wunderschönen Regenwald kann man am besten beim West Coast Tree Top Walk von oben erleben.

New Zealand Hokitika Clock Tower and town center in winter
Foto: iStock.com / g01xm

Im Paparoa Nationalpark besonders auffällig sind die „Pancake Rocks„, Felsformationen, die wie aufgestapelte Pfannkuchen aus dem Meer aufragen. Am spektakulärsten sind die Steine während der Flut, wenn das Wasser durch die Spalten und Kammern gepresst wird und in die Höhe spritzt. Im Arthur’s Pass Nationalpark kann man super wandern und eine der spektakulärsten Zugfahrten der Welt führt von Greymouth nach Christchurch über den Pass mit dem TranzAlpine Express.

Westland Tai Poutini Nationalpark

Über 60 mehr oder weniger große Gletscher befinden sich im Westland Tai Poutini Nationalpark. Auf jeden Fall solltet ihr, wenn ihr schon in der Gegend seid, eine geführte Tour auf den Franz Josef oder Fox Gletscher machen. Bei einer Führung taucht man in die eisige Gletscherwelt ein und erlebt auf den höchsten Bergen Neuseelands einmalige Naturspektakel. Die starken Kontraste der Insel werden hier besonders toll sichtbar, wo riesige Gletscherzungen auf tropische Regenwälder treffen. Das 117.547 Hektar große Gebiet beinhaltet auch den zweithöchsten Berg Neuseelands, den 3.498 m hohen Mount Tasman und eine hohe Tiervielfalt. Im White Heron Sanctuary in Whataroa könnt ihr die einzige auf der Insel nistende Silberreiher-Kolonie beim Brüten beobachten.

Franz Josef Glacier
Franz Josef Glacier

Weiter im Landesinneren liegt der Mount Cook/ Aoraki Nationalpark mit dem höchsten Berg des Landes: dem 3,724m hohen Aoraki Mount Cook. Auf dem Hooker Valley Track könnt ihr dem Berg nahe kommen und tolle Blicke auf die umliegenden 3000er werfen. Man läuft die 12 km zum Hooker-Gletschersee in ca. 3 bis 4 Stunden und genießt eine tolle Aussicht auf den Mount Cook. Wem der Berg aus der Ferne nicht genügt, der kann ihn zum Beispiel auf einem Helikopterrundflug von oben betrachten. Wenn man in Richtung Süden die Westcoast entlang fährt, gelangt man über den spektakulären Haast Pass durch das Gebirge auf die Ostseite der Insel. Die Straße führt durch die verschiedensten Landschaften, vorbei an Regenwald, Feuchtgebieten, gewaltigen Bergen, Seen und Gletscherflüssen. Entlang der Strecke durch den Aspiring Nationalpark liegen auch Ausgangspunkte für einige der beliebtesten Kurzwanderungen. Auf gut markierten Pfaden kann man zum Beispiel zu den Blue Pools laufen. Ein Stück nördlich der Stadt Makarora beginnt der Weg spektakulär mit einer Hängebrücke über den Makarora River. In den kristallklaren Blue Pools am Ziel des Treks, einer Reihe von beeindruckenden Wasserbecken, tummeln sich Forellen – ein wunderbarer Ort, um die Seele baumeln zu lassen.

Wenn man den Haast Pass überquert hat, wartet im Tal schon die nächste Attraktion auf euch! Im Zentrum der Insel liegt nämlich der blaue Lake Wanaka – im Sommer ein Paradies zum Schnellbootfahren, Segeln und Kayak fahren, im Winter trifft man hier auf Skifahrer und Snwoboarder. Die abwechslungsreiche Landschaft lockt das ganze Jahr über mit einer Reihe an Aktivitäten wie Angeln, Canyoning, Klettern und Fallschirmspringen.

Southland Region 

Fiordland Nationalpark | Naturparadies Stewart Island

Fiordland Nationalpark und Umgebung

Die Stadt Queenstown liegt idyllisch am Lake Wakatipu in den Südalpen. Beliebt ist die Stadt  vor allem wegen des riesigen Angebots an Outdoor-Aktivitäten. Vom Ort aus kann man mit der Seilbahn (Skyline Gondola) auf den Bob’s Peak fahren und eine grandiose Aussicht auf die Stadt und den See genießen. Die wunderbare Bergwelt kann man ebenso gut bei einer Schifffahrt über den Wakatipu-See bestaunen und vielleicht anschließend auf der andere Seite des Sees die Walter Peak High Country Farm besuchen.

Queenstown New Zealand
Queenstown

Der Fiordland Nationalpark Neuseelands ist eine der spektakulärsten Regionen der Erde. Tosende Wasserfälle rauschen hier über Klippen und Kaskaden in den Fjorden direkt ins Meer. An den steilen Hängen wuchert wilder Regenwald. Kaum ein Mensch traut sich in die Granitsteingebirge, die Natur hat hier die Oberhand. Eine Fahrt mit dem Kayak duch die zauberhaften Fjorde lässt euch die Naturgewalten hautnah erleben.

Der wohl bekannteste Fjord der Region ist der „Milford Sound“. Allein die Anreise ist schon ein Highlight. Von Queenstown aus fährt man entlang des Te Anau Sees bis zum in den Fels geschlagenen „Homer Tunnel“. Von dort schlängelt sich die Straße wieder hinab bis zur gleichnamigen Ortschaft Milford Sound. Da beginnt dann das richtige Abenteuer an der Bootsanlegestelle: Hier starten nämlich die aufregenden Bootstouren in den Fjord. Entweder mit dem Kayak oder Motorboot kann man ganz nah an die herabstürzenden Wasserfälle und Felswände fahren. Um die Unterwasserwelt des Sounds zu erleben, kann man das Unterwasser-Observatorium besuchen, wo man Korallen, Seesterne und Anemonen zu sehen bekommt.

Milford Sound
Milford Sounds

Auch Wanderer werden in der Fjordlandschaft garantiert ihr Glück finden. Drei der sogenannten „Great Walks“ liegen in diesem ursprünglichen Teil des Landes – der Milford, der Kepler und der Routeburn Track. Der Berühmteste ist der in Te Anau beginnende Milford Track, der auf über 53 Kilometer durch die Berglandschaft bis zu den Sutherland Falls, den größten Wasserfällen Neuseelands führt. Entlang des Weges gibt es mehrere Wanderhütten, die mit einem ebenso ursprünglichen Feeling begeistern. Toll ist vor allem der Ausblick vom 1692m hohen Mitre Peak, dem höchsten Berg des Gebiets.

Stewart Island – kleiner Garten Eden für Tierliebhaber

Die drittgrößte Insel Neuseelands, die Stewart Island, ist ein wahres Naturjuwel. Ein Großteil der Insel ist nämlich geschützter Nationalpark. Im Südwinter kann man hier besonders toll die bekannten Polarlichter über dem Meer bewundern. Auch bei einem kürzeren Aufenthalt kann man dort viel erleben, zum Beispiel bei einem Bootsausflug zur Vogelschutz-Insel Ulva Island, wo ihr die neuseeländischen Wappentiere Kiwis in ihrer natürlichen Umgebung sehen könnt. Die meisten Besucher kommen aber zum Wandern hierher. Der 3-tägige Rakiura-Track lässt einen die Insel in all ihren Facetten am besten erleben. Die einzige Siedlung der Insel hat rund 400 Einwohner, dort findet man auch einige Unterkünfte.

Aurora Australis in New Zealand

Die Ostküste 

Otago-KüsteMetropole ChristchurchCanterbury Region

Von Dunedin bis Oamaru: Die Otago-Küste im Osten

Die südliche Ostküste vom Gebiet Otago erstreckt sich vom Clutha River südlich von Dunedin bis Oamaru im Norden. Dunedin, nach dem Vorbild von Edinburgh erbaut, ist eine der schottischsten Städte Neuseelands. Hier kann man das einzige Schloss Neuseelands besichtigen. In exponierter Lage thront das Lanarch Castle auf einem Hügel mit Blick auf den Otago Hafen. In der Speights Brauerei könnt ihr das Lieblingsbier der Südinsel auf einer Tour kennenlernen. Ein Highlight für Naschkatzen ist die Cadbury World Fabrik Tour, bei der man diverse Schokoladensorten probieren kann. Auch ein Tag an den schönen Stränden der Stadt kann sehr schön sein. Mit Namen wie Tomahawk, Tunnel oder Pyramid laden sie im Sommer zum Baden ein. Wer es gerne gruselig mag, der kann auf einer „Hair Raiser Ghost Tour“ durch verfluchte viktorianische Gebäude der Stadt seinen Nervenkitzel finden.

Dunedin railway station, New Zealand
Foto: iStock.com / Jacques van Dinteren

Neben all diesen kulturellen Aktivitäten kann man auf der Otago Peninsula auch Natur pur erleben. Für Tierfreunde ein absolutes Muss ist das Royal Albatross Centre in Taiaroa Head, wo die einzige auf dem Festland brütende Königsalbatross-Kolonie lebt. Auf den versteckten Stränden der Halbinsel am Südpazifik trifft man leichtsam auf Seehunde und Pinguine. Auf dem Weg in die Stadt Oamaru an der Küste sollte man unbedingt bei den „Moreaki Boulders“ eine Pause machen und die riesigen am Strand liegenden Steinkugeln anschauen, die bei Ebbe zum Vorschein kommen. Den besten Käse der Insel gibt es entlang der Küste in der Whitestone Cheese Factory, wo es auch einige Steampunk Ausstellungen gibt. Zudem gibt es hier den ältesten öffentlichen Garten Neuseelands, die historische Farm im Totara Estate, und im „Cycleworks“ kann man lernen, ein „Hochrad“ zu fahren. Wie ihr seht, gibt es auch hier wieder eine Menge zu tun.

Two Yellow Eyed Penguins standing on the rock

Weiter im Norden lohnt sich auf jeden Fall ein Abstecher in das landschaftlich sehr abwechslungsreiche Waitaki Tal, das von grünen Feldern an der Küste zu  trockenen Ebenen im Hochland der Berge reicht. Auf der Reise ins Gebirge sollte man unbedingt einen Stopp bei den „Elephant Rocks“ machen, die zum Abseiling oder Klettern einladen. Ein Stück weiter lohnen sich die „Earthquakes“, eine bizarre Klippenformation aus Kalkstein mit Felszeichnungen der Maori ganz in der Nähe.

The Waitaki Valley at Dawn, Otago, New Zealand.

Wenn man dem Highway weiter folgt, kommt man nach Kurow, einem kleinen Bauerndorf mit vielen schönen historischen Gebäuden, das vor allem für Jäger und Angler interessant ist. Die schneebedeckten Berggipfel und glitzernden Seen bieten einen zauberhaften Kontrast zu den schroffen braunen Hügeln. Am Westende des Waitaki Valley liegt der Ort Omarama, der sich wegen der Thermalwinde super als Ausgangspunkt zum Segelfliegen und Paragliding eignet. Von dort aus kann man auch wunderbar Wanderungen in die Umgebung unternehmen, zum Beispiel zu den Omarama Clay Cliffs. Hier ist gutes Schuhwerk Pflicht, wenn man zwischen den Lehm-Steinformationen herumkraxeln will, denn es gibt keine angelegten Wege. Das neuseeländische Landleben kann man zum Beispiel bei einem der Schafscherwettbewerbe der Wrinkly Rams Farm, wo man auch gut essen kann, miterleben.

Christchurch – Erdbebenzerstörte Touristenstadt

Die Stadt Christchurch wurde bei einem verheerenden Erdbeben im Jahr 2011 fast vollständig zerstört. Die Katastrophe hatte auch schwerwiegende Folgen für den Tourismus. Über 75% der Hotelzimmer gingen verloren und die Besucherzahlen sanken dramatisch. Langsam hat sich die größte Stadt der Südinsel aber wieder erholt und sprüht vor Abenteuerlust und Optimismus. Mehr und mehr Sehenswürdigkeiten eröffnen wieder im Stadtzentrum und die Stadt ist alle Fälle eine Reise wert. Um sich einen Überblick über die Stadt zu verschaffen, sollte man die 10-minütige Gondelfahrt auf den Cavendish Mountain machen und die tolle Aussicht genießen. In der Innenstadt werden diverse Führungen angeboten, unter anderem eine „Guided Bike Tour„, bei der man die Highlights der Metropole mit dem Fahrrad erkundet.

Christchurch Cathederal
Christchurch

Gut einkaufen kann man im „Re:START“ Shopping Areal und in der „Cashel Mall“. Das Nightlife der Stadt kann man wohl am besten in einer der „Pop Up City“ Bars erleben. Im „International Antarctic Centre“ könnt ihr alles zur Antarktis erfahren und die kühle Eiswelt hautnah erleben. Besonders schön zur Entspannung oder für ein kleines Picknick sind der Hagley Park oder der 150 Jahre alte „Christchurch Botanic Garden“. Coole Action für Jungs gibt’s im „Tanks for everything“, wo ihr echte Militärfahrzeuge fahren könnt. The Adrenalin Forest ist ein Funpark etwas außerhalb der Stadt, wo ihr, wie der Name schon sagt, sicher einen schönen Adrenalinkick im gigantischen Klettergarten erleben werdet. Auch toll ist eine Heißluftballonfahrt entlang des Pazifik, die von den umliegenden Farmen aus startet.

Canterbury Gebiet an der wilden Ostküste

In der Umgebung der Stadt Christchurch kann man auch so einiges entdecken. Eineinhalb Stunden südöstlich der Stadt liegt die Banks Peninsula mit hübschen Buchten, die zum Spaziergang und gemütlichen Kaffeetrinken einladen. Die von französischen Siedlern gegründete Stadt Akaroa versprüht auch heute noch etwas französischen Charme und lässt sich ganz leicht zu Fuß erkunden. Die örtliche Touristeninformation ist dazu ein guter Ausganspunkt, hier findet ihr alle nötigen Infos. Schwimmen mit Delfinen kann man hier zum Beispiel das ganze Jahr über in der Bucht vor Akaora, die neugierigen Hektor-Delfine gesellen sich gerne zu badenden Menschen und können hautnah erlebt werden. Die Okains Bay und Le Bons Bay zählen zu den sichersten Stränden zum Schwimmen auf der Südinsel. An der Okains Bay kann man auch ein tolles Maori Museum besuchen. Auch eine einzigartige Tiervielfalt ist hier zu finden, zum Beispiel der bedrohte Gelbaugen-Pinguin in der Flea Bay. Über 2000 Exemplare der seltenen Tiere sind hier Zuhause. Nur im Zuge einer geführten Tour kann man die Kolonie, die auf privatem Land lebt, besuchen. Im Waipara Tal kann man neben den Weinen ausgezeichneter Winzer auch lokal angebaute Haselnüsse, Oliven und Lavendel kosten. Besonders schön kann man die Weinberge auf einer Fahrt mit der Kutsche gezogen von schweren Clydesdale Pferde genießen. Auch Maggie ist von der Ostküste angetan.

Clarence River

Im Nordosten mag ich besonders den kleinen Ort Hamner Springs. Er ist zwar relativ klein, aber wirklich ein besonderer Ort. Hier kann man in den Thermalquellen baden und einfach mal einen Tag so richtig relaxen. Etwas weiter südlich liegt die kleine Stadt Kaikoura. Die Stadt ist berühmt dafür, dass man hier perfekt Seelöwen beobachten und ihnen dabei zusehen kann, wie sie sich in der Sonne aalen. Ein tolles Ziel, wenn man einen entspannten Tag am Wasser verbringen und gutes Essen genießen will.“

Im kleinen Ort Kaikoura dreht sich tatsächlich alles nur um die Meeresbewohner. Der Ort ist bekannt für Pottwal- und Delfinbeobachtungen, von Oktober bis April hat man hier die perfekten Gegebenheiten zum Whale Watching. Auch das Schwimmen mit Robben und Delfinen oder das Beobachten der vielen Vögel sind beliebte Beschäftigungen. Und wenn es um das Verspeisen von Meerefrüchten geht, steht Kaikoura ganz oben auf der Liste. Von Langusten über Aale gibt es hier so ziemlich alles, was ein Fischliebhaber essen will.

Bei einer Reise nach Neuseeland ist es natürlich immer das Beste, wenn man genug Zeit mitnimmt, um sowohl Neuseelands Südinsel als auch die Nordinsel zu besuchen. Ihr werdet hier so viel sehen und garantiert jeden Tag denken: „Wahnsinn, ist das schön hier!“

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