Massentourismus, Klimawandel, Plastikmüll – dies sind nur einige der Faktoren, die das Ökosystem der Philippinen immer mehr in Gefahr bringen. Wie man dagegen ankämpfen kann? Ein belgischer Architekt hätte da eine besondere Idee, von der sogar Touristen profitieren könnten.

Vincent Callebaut, ein junger Architekt aus Belgien, ist mittlerweile bekannt für seine außergewöhnlichen Projekte, die sich alle mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen. Gerade erst wird eines seiner Projekte – der Tao Zhu Yin Yuan Tower in Taipeh – fertiggestellt, da sorgt schon wieder ein neuer Entwurf für Aufmerksamkeit: das Nautilus Eco Resort. Was wir hier auf ersten Bildern zu sehen bekommen, ist eine attraktive Ferienanlage auf den Philippinen, die allein schon durch ihre eigenartige Form zu beeindruckenden weiß. Erfahrt im Folgenden, was es mit diesem besonderen Komplex auf sich hat.

Außergewöhnliches Hotel auf den Philippinen

Über das Nautilus Eco Resort | Der Hintergrund | Reiseziel Philippinen

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Nautilus Eco Resort auf den Philippinen

Schaut man sich die ersten Entwürfe des belgischen Architekten an, so fällt einem schnell die spiralförmige, Schneckenhaus-artige Form des Nautilus Eco Resorts auf, das in einer Sandbucht auf Stelzen im Meer erbaut werden soll. Genau genommen sollen es gleich mehrere Hotelgebäude werden. Auf den ersten Blick wirkt diese futuristische Anlage wie ein protziger Luxuskomplex – kleine Yachthäfen, riesige Pools, makellose Privatstrände und attraktive Grünflächen säumen die Anlage und dürften den einen oder anderen Gast hierher locken. Doch was Vincent Callebaut sich hier überlegt hat, ist keine gewöhnliche, luxuriöse Unterkunft, wie man sie vielleicht von anderen beliebten Urlaubszielen kennt.

Nautilus Eco Resort auf den Philippinen, Vincent Callebaut
Foto: ©Vincent Callebaut Architectures, Paris

Keine Emissionen, kein Müll, keine Armut: Ein zukunftsweisendes Ökoresort

Das Sterben von Korallen, das Zerstören von Mangrovenwäldern und Seegrasbetten, der Rückgang von Fischpopulationen und anderen Meeresarten und auch die existenzielle Bedrohung der Bewohner der Philippinen sollen endlich ein Ende haben. Es ist an der Zeit, diesen Umweltbedrohungen, denen dieses Inselparadies, das aus mehr als 7000 Inseln besteht, entgegenzuwirken – und genau aus diesem Grund hat Callebaut eine zukunftsweisende Ferienanlage entworfen, die weder Müll noch Emissionen erzeugen soll. Ganz nach dem Motto „Keine Emissionen, kein Müll, keine Armut“ möchte er auf der philippinischen Insel Palawan, auf einer 27.000 m² großen Fläche, das Nautilus Eco Resort erbauen lassen. Ein Ort, der nicht nur ethisch vertretbar und umweltfreundlich ist, sondern auch neue Arbeitsplätze schaffen und zugleich eine attraktive Wohngegend bieten soll.

Die Anlage soll mehr Energie produzieren, als sie verbraucht.

Die 12 im Osten stehenden Türme, in denen insgesamt 162 Apartments untergebracht sind, bestehen aus dreieckigen Etagen, die um die eigene Achse rotieren. Jeder dieser Türme hat ein eigenes Solardach, das Energie produziert. Das Ziel soll sein, dass die Anlage mehr Energie produziert als sie verbraucht. Doch das ist längst noch nicht alles. Auf der Westseite befinden sich die Schneckenhaus-artigen Hotelgebäude, die neben Gästezimmern auch Ausstellungsflächen bieten. An den Wänden dieser Gebäude wachsen Pflanzen, die in der Region vor dem Aussterben bedroht sind. Das gesamte Resort soll ausschließlich alternative Energien nutzen, beispielsweise durch die Sonne oder Kälte aus dem Meer, und sich selbst mit aufbereitetem Regenwasser versorgen.

Nautilus Eco Resort auf den Philippinen, Vincent Callebaut
Foto: ©Vincent Callebaut Architectures, Paris

Mitten im Herzen der Anlage, findet man außerdem ein weiteres Gebäude in runder Form. Dieses soll unter anderem als wissenschaftliches Forschungszentrum dienen, aber auch eine riesige Badelandschaft, eine Schule und diverse Sporteinrichtungen beherbergen. Auf dem Dach des Gebäudes wachsen Obstbäume und Gemüse – und das alles in einer natürlichen, umweltfreundlichen und absolut umwerfenden Umgebung.

Vincent Callebaut liegt es am Herzen – und das möchte er mit diesem, aber auch mit vielen anderen seiner Projekte bezwecken – dass die Menschen die Welt entdecken, ohne sie zu zerstören, dass sie die Ökosysteme revitalisieren anstatt sie zu verschmutzen und auszuzehren und, dass sie aktiv daran teilnehmen, das Kulturerbe wieder herzustellen. Jeder Reisende sollte sich seiner Meinung nach durch ein umweltbewusstes Handeln mit den örtlichen Gemeinden austauschen und von ihnen lernen. Ja, das klingt nach einem guten Ansatz, oder was meint ihr?

Philippinen – auch ein Ziel für euch?

Auch wenn bisher noch unklar ist, ob und wann dieses Resort überhaupt existieren wird, so bin ich schon jetzt ganz begeistert vom Ansatz dieses Projekts. Schließlich sollten wir alle irgendwie einen Beitrag für den Umweltschutz leisten, und wenn sich das auch noch mit einem Aufenthalt in einem wunderbaren Resort auf den Philippinen vereinen lässt, ist es doch umso schöner, oder? Doch auch ohne einen Besuch dieses Resorts sind die Philippinen unbedingt eine Reise wert. Stöbert einfach mal durch meine Artikel im Reisemagazin, die sich alle mit diesem wunderschönen Inselstaat in Südostasien befassen. Vielleicht wollt ihr ja bald eine Reise dorthin planen und sucht noch etwas Inspiration? Falls ihr Hilfe bei der Reiseplanung braucht, dann schicke mir gerne eine kostenlose Reiseanfrage, damit ich ein passendes und individuell für euch zusammengestelltes Angebot heraussuchen kann.

 

Lust auf die Philippinen?

Beitragsbild: Vincent Callebaut Architectures, Paris

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