Es ist nicht nur die Tatsache, dass sich diese hinreißende französische Hafenstadt im Süden des Landes befindet. Nein, es ist noch viel mehr als das. Prächtige Bauwerke, malerische Gässchen, die sich hinter jeder noch so kleinen Ecke verstecken und das einzigartige Flair am alten Hafen – all diese Gegebenheiten machen Marseille zu einem ganz besonderen Ort…

Wer an den Süden Frankreichs denkt, dem kommen häufig als erstes die Städte Nizza, Monaco oder auch St. Tropez in den Sinn. Begibt man sich jedoch etwas weiter in Richtung Süden, kurz vor Aix-en-Provence, so erreicht man Marseille – eine Stadt, die mit ihrem Charme zu verzaubern weiß. Umgeben vom Meer, herrlicher Natur, kleinen Hügeln und Felsbuchten wird es einem leicht gemacht, sich hier vom ersten Moment an wohl zu fühlen. Kommt mit auf einen kleinen Rundgang durch Marseille!

Marseille

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Trip nach Marseille

Basilique Notre-Dame de la Garde, Marseille Harbour, France iStock_000091451759_Large-2

So erreicht ihr Marseille

Viele Wege führen nach Marseille. Um die südfranzösische Stadt, die gerne auch als „Frankreichs Tor zum Mittelmeer“ bezeichnet wird, selbst zu erkunden und sich von ihrem Charme verzaubern zu lassen, solltet ihr am besten eine Anreise mit dem Flugzeug planen. Am Flughafen angekommen, könnt ihr entweder mit dem Bus, Taxi oder aber mit dem Mietwagen weiterfahren. Am flexibelsten seid ihr natürlich mit einem Mietwagen, wer den chaotischen Verkehr der Franzosen allerdings vermeiden möchte, sollte am besten auf die öffentlichen Verkehrsmittel zurückgreifen. Seid ihr lieber ohne Flugzeug unterwegs, so bietet sich eine Reise mit dem Zug oder Kreuzfahrtschiff an. Doch eigentlich ist es ganz egal, wie ihr anreist – sobald man sich der Hafenstadt nähert und erste Einblicke erhascht, ist es um einen geschehen.

Erkundet die Highlights von Marseille

Am besten startet ihr eure Sightseeingtour vom Hauptbahnhof aus, dem Gare de Marseille Saint Charles. Allein der Bahnhof ist eine Attraktion für sich, denn dieser liegt etwas oberhalb der Stadt und führt euch über eine riesige Treppe mitten ins Herz von Marseille hinein. Hinzu kommt die atemberaubende Aussicht, die euch bereits einen ersten Blick auf die über Marseille thronende Basilika Notre-Dame de la Garde beschert.

Basilika Notre-Dame de la Garde

Begebt euch einfach in Richtung Westen, folgt der nahezu majestätisch wirkenden Treppe und lauft in Richtung „Vieux Port„, zum alten Hafen. Dieser Weg führt euch vorbei an trubeligen Einkaufsstraßen und wenn man sich genau umschaut, erblickt man hier und da immer wieder ein imposantes Bauwerk. Eines davon ist die beeindrucke Kirche Église Saint-Vincent-de-Paul, die sich auf der linken Seite verbirgt und mit ihren zwei gigantischen Kirchtürmen zu beeindrucken weiß.

Sobald man sich dem Alten Hafen von Marseille nähert, wird es immer bunter und lebendiger. Die Leute sitzen gemütlich in den Cafés und Brasserien, schauen den Booten beim An- und Ablegen zu und flanieren über den Hafen. Wer möchte, kann sich bei gutem Wetter eine Runde aufs Riesenrad schwingen und die bezaubernde Stadt von oben aus bewundern. Noch wichtiger ist es aber, eine Abstecher zum Wahrzeichen der Stadt zu machen – der Notre-Dame de la Garde. Diese beeindruckende Basilika erreicht ihr mit der Buslinie 60, die alle 20 Minuten verkehrt, oder natürlich auch zu Fuß, was jedoch etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt. Einmal an dieser beliebten Attraktion angekommen, könnt ihr hier nicht nur eine herrliche Aussicht über die zweitgrößte und älteste Stadt Frankreichs genießen, sondern auch noch ein wahres Meisterwerk aus dem 19. Jahrhundert bewundern.

Eindrücke aus Marseille

Wer keine berühmte Sehenswürdigkeit von Marseille verpassen möchte, der kann sich zum Beispiel ein Fahrrad mieten und mit einer Stadtkarte eine ausgiebige Sightseeingtour starten. Bringt ihr genügend Zeit mit, so solltet ihr neben den bereits genannten auch noch folgende Attraktionen unbedingt besucht haben:

Wunderschöne Strände laden zum Entspannen und Erkunden ein

Ihr wollt eine kleine Pause einlegen und einfach mal die Seele baumeln lassen, die Sonne genießen und euch ein wenig Meeresluft um die Nase wehen lassen? Dann ist ein Besuch der malerischen Strände von Marseille unabdingbar. Im Süden der Stadt, etwa eine halbe Stunde vom Bahnhof entfernt, befindet sich der Plage du Prado, der wohl beliebteste und zugleich auch bekannteste Strand von Marseille. Wer möchte, kann hier entspannen und an einer der vielen Strandbars Cocktails schlürfen, Fans des Wassersports hingegen erwarten diverse Aktivitäten wie etwa Kitesurfen, Kajak fahren oder auch Schnorcheln. Je nachdem, zu welcher Zeit ihr vor Ort seid, werden hier außerdem auch tolle Events organisiert, wie zum Beispiel Volleyball- und Beachsoccerturniere oder auch sommerliche Beachpartys.

Wer lange Strandspaziergänge schätzt, der findet etwas weiter im Süden den schönen Plage de la Pointe Rouge, der nur einen etwa 30-minütigen Spaziergang vom Plage du Prado entfernt ist. Dieser feinsandige Strand ist vor allem bei Familien beliebt, nur wenige Schritte entfernt befindet sich eine Vielzahl schicker Strandrestaurants und Bars, in denen man den Strandtag entspannt ausklingen lassen kann. Läuft man die Küste in Richtung Norden entlang, so erreicht man nach knapp einer Stunde den Plage des Catalans, der deutlich kleiner ist und an dem es dementsprechend auch etwas ruhiger zugeht. Unbezahlbar ist der Blick vom diesem Strand aus auf die vorgelagerten Frioul Inseln, ein kleines Archipel, das aus vier Kalksteininseln besteht. Mein Tipp: Wenn ihr euren Strandtag mit etwas Sightseeing kombinieren wollt, dann plant doch einfach einen kleinen Ausflug zu den Frioul Inseln mit ein. Das Highlight ist hier zweifelsohne das kleine Schlösschen Château d’If auf der gleichnamigen Île d’If, das man entweder von den verschiedenen Stränden aus bewundern oder per Fähre erreichen und vor Ort besichtigen kann. Strand und Sightseeing perfekt kombiniert!

Shoppen, genießen & mehr – Eine Stadt zum Verlieben!

Wer durch die pulsierende Hafenstadt schlendert, wird gleich merken, wieso die Marseillais solch eine Lebensfreude ausstrahlen. Das sogenannte „Tor zum Mittelmeer“ kann nämlich nicht nur mit seinen entzückenden Stränden punkten: Weitläufige Einkaufsstraßen laden zum Bummeln ein, an beinahe jeder Ecke versteckt sich außerdem ein schönes Gässchen mit kleinen Boutiquen, die sich abwechseln mit gemütlichen Cafés und Brasserien. Macht es wie die Franzosen und gönnt euch zwischendurch mal ein Croissant mit einem Café au Lait. Anschließend könnt ihr wieder eure Kamera zücken und weitere tolle Fotomotive ablichten. Besonders lohnenswert ist übrigens ein Spaziergang am Abend, wenn die Basilika und viele weitere kleine Attraktionen romantisch beleuchtet sind. Zwei bis drei Tage Zeit solltet ihr für diese wunderschöne Hafenstadt unbedingt einplanen, um keines der Highlights zu verpassen.

City centre of Marseille, France

EM 2016 – So erreicht ihr das Stadion von Marseille

Als idealer Ausgangspunkt eignet sich in Marseille der zentral gelegene Hauptbahnhof. Von hier aus verkehren zwei Metrolinien, die S1 und S2. Das Stade Vélodrome de Marseille erreicht ihr mit der S2 in Richtung Sainte Marguerite Dromel. Nach einer nur 10-minütigen Fahrt, die euch gerade mal 1,55€ kostet, steigt ihr am Rond-Point du Prado aus und folgt dem Ausgangsschild „Sortie“. Sobald ihr die Treppe hinauf gelaufen seid, braucht ihr nur noch knapp zwei Minuten geradeaus laufen, bis ihr das Fußballstadion auf der linken Seite bereits erblickt. Für die EM wurde das Vélodrome umgebaut und restauriert, sodass mittlerweile mehr als 60.000 Fußballfans reinpassen. Auch um das Stadion herum merkt man schnell, dass sich die Stadt auf die EM vorbereitet: Hotels werden erbaut, renoviert und rausgeputzt. Das Gastgeberland legt sich ordentlich ins Zeug und scheint jetzt schon bestens vorbereitet zu sein – wir dürfen also gespannt sein!

Stade Vélodrome de Marseille - EM 2016

Marseille, du schöne Stadt!

Ihr habt nun Lust bekommen, eine Reise ins wunderschöne Marseille zu unternehmen? Meinen Segen habt ihr! Besucht die vielen Highlights der Stadt und haltet stets die Augen offen, denn es sind vor allem auch die kleinen und zunächst noch unbekannten Dinge, die einen bei einem Besuch dieser prächtigen Hafenstadt ins Schwärmen bringen. Am besten empfiehlt sich, die Stadt zu Fuß oder mit dem Vélo auf zwei Rädern zu erkunden, da ihr auf diesem Wege immer wieder aufs Neue von schönen Eindrücken überrascht werdet. Schaut den Einwohnern beim Joggen entlang des Strandes zu, seht, wie sie genüsslich über den alten Hafen flanieren und lasst euch von der südfranzösischen Lebensfreude anstecken. Marseille, du schöne Stadt – ich komme auf jeden Fall wieder!

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