Louvre? Ja klar, da klingelt doch bei jedem etwas, oder? Was es aber genau mit der kulturellen Goldgrube auf sich hat, haben die Wenigsten auf dem Schirm! Das und was ihr bei dem Besuch der gläsernen Pyramide beachten müsst, verrate ich euch hier kurz und knapp. Danach könnt ihr direkt euren Koffer packen – Paris ist schließlich immer eine gute Idee!

Ob abgedruckt im Magazin, als Live-Bild im Fernsehen oder als Anlaufstelle beim Besuch der französischen Hauptstadt – gesehen haben wir sie alle schon mal, die gläserne Pyramide in der Hauptstadt Frankreichs. Auch die Zugehörigkeit zum Namen „Louvre“ ist Vielen im Gedächtnis, schließlich ist er eines der Wahrzeichen von Paris. Trotzdem gibt es immer noch viele, die nichts mit dem Palais du Louvre und dessen Bedeutung anzufangen wissen. Und genau das möchte ich heute ändern – schließlich ist der Louvre nicht umsonst weltbekannt.

Alles über den Louvre in Paris im Überblick

Wer oder was ist das Louvre eigentlich? | Geschichte Louvre

Alle wichtigen Infos für euren Besuch | Was die Pyramide noch zu bieten hat

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Wer oder was ist eigentlich der Louvre?

Um die Spannung gleich vorweg zu nehmen und für alle, die bisher noch nie etwas vom Louvre gehört oder gesehen haben: Die Rede ist von einem Museum. Selbstverständlich aber nicht von irgendeinem Museum, sondern von einem weiteren Wahrzeichen von Paris, das sich internationaler Bekanntheit erfreut. Nicht selten ist der Louvre daher Anlaufstelle bei Touristen, die einen Städtetrip in die Stadt der Liebe planen. Rund 10 Millionen Besucher strömen jährlich in das Museum, das sich im Palais du Louvre (aha! – daher also der Name), der einstigen Residenz der französischen Könige, befindet. Auf einer Ausstellungsfläche von mehr als 60.000 Quadratmetern werden dort rund 380.000 Werke präsentiert. Wer nicht mit der Gabe des räumlichen Denkens gesegnet wurde: 60.000 Quadratmeter sind verdammt viel, genauer gesagt ist der Louvre das drittgrößte Museum auf der Welt. Was nun seit 2013 unter der Leitung des klassischen Archäologen Jean-Luc Martinez steht, will ich euch heute erzählen.

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Die Geschichte des Louvre

Wann genau der Palais du Louvre gebaut wurde, kann man heute nur schwer sagen. Schätzungen zu Folge ist das Louvre Bauhjahr aber wohl um das Jahr 1200 herum gewesen sein. Im Auftrag von König Philippe II Auguste sollte eine Festung errichtet werden, die als Schutz vor Eindringlingen und Feinden dienen würde. Bereits im 14. Jahrhundert ließ König Charles V le Sage das Konstrukt zu einem Palais umbauen, der wiederum ab dem 16. Jahrhundert als Residenz für die französischen Könige genutzt wurde. Im Laufe der Herrschaftsjahre, um genauer zu sein, zu jedem Thronwechsel, wurde der Palast sowohl umgebaut als auch erweitert, sodass wir heute Augenzeuge von einem 135.000 Quadratmeter großen Konstrukt werden. Nachdem der Königshof im 17. Jahrhundert nach Versailles verlegt wurde, übernahm die Stadt das Gebäude und besetzte es zwischenzeitlich auf unterschiedlichste Weise: Künstler, Kabarettisten und der Sitz der Académie Française profitierten unter anderem davon.

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Wann es nun endlich zum öffentlichen Museum wurde, fragt ihr euch? Das habt ihr der Französischen Revolution zu verdanken. 1793 wurden im Palais du Louvre zum ersten Mal von den Revolutionären beschlagnahmte Kunstwerke des Adels ausgestellt und der Öffentlichkeit präsentiert. Doch ich muss euch enttäuschen: Gerade mal elf Jahre wurde der Palast auf diese Weise genutzt, ehe Napoleon diesen zu seinem Wohnsitz machte und das Museum wieder geschlossen wurde. Erst 1873 eröffnete der Louvre erneut seine Pforten als Museum. Die letzte Renovierung fand in diesem Zuge in den 1980er Jahren statt, 1989 wurde die gläserne Pyramide errichtet und als Eingangshalle zum Museum genutzt.

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So kennen wir das Museum heute

Wie bereits erwähnt, findet ihr auf einer sagenhaften Fläche von 60.000 Quadratmetern, die das Museum besitzt, rund 380.000 Ausstellungsstücke. Einzig das New Yorker Museum of Art und der Ermitage in St. Petersburg begeistern ihre Besucher mit einer noch größeren Fläche. Verteilt liegen die Schätze im Louvre in insgesamt drei Gebäudeteilen (Sully, Richelieu, Denon) sowie auf vier Stockwerken – zieht euch also bequemes Schuhwerk an. Für all diejenigen, die einen Besuch im Louvre planen – hier kurz und knapp alle Kerninformationen auf einen Blick:

  • Öffnungszeiten: montags, donnerstags, samstags und sonntags: 9:00-18:00 Uhr | mittwochs und freitags: 9:00-21:45 Uhr
  • Außerplanmäßige Ruhetage: 1. Januar, 1.Mai, 1. November, 25. Dezember
  • Eintritt: 15€
  • Kostenloser Eintritt: Jugendliche unter 18 Jahren, EU-Bürger bis einschließlich 25 Jahren (mit Nachweis), Arbeitslose (mit Nachweis), Behinderte sowie deren Begleitperson, alle Besucher am jeweils ersten Sonntag eines Monats von Oktober bis März, alle Besucher am 14. Juli (Nationalfeiertag)

Wegweiser der Ausstellungen:

  • Zwischengeschoss: Geschichte des Louvre, islamische Kunst vom 7.-9. Jahrhundert, ägyptische Sammlung, Werke aus dem mediterranen Orient im Römischen Reich
  • Erdgeschoss: Skulpturen aus dem Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert, orientalische Sammlung ab 700 v. Chr., ägyptische/griechische/etruskische/römische Sammlung, afrikanische/asiatische/ozeanische/altamerikanische Kunst
  • 1. Stock: Teile der Gemäldesammlung vom 13.-15. Jahrhundert (unter anderem die Mona Lisa), Grafiken, Kunsthandwerk, ägyptische/griechische/etruskische/römische Sammlung
  • 2. Stock: Gemälde/Zeichnungen/Grafiken der französischen Meister, Werke von Malern aus Deutschland/Holland/Belgien/Skandinavien/Schweiz/Russland

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Mehr als nur ein Museum – der Louvre umringt von mehr Pariser Schätzen

Ihr müsst kein Rechenkünstler sein, um zu ahnen, dass bei einer Fläche von 135.000 Quadratmetern außer dem Museum noch weitere Institutionen ihren Platz im Palais du Louvre finden. Ebenso beherbergt der Palast nämlich auch die Ècole du Louvre, eine Hochschule für Kunstgeschichte, den Zentralverband der dekorativen Künste inklusive dessen Sammlungen und Bibliothek sowie das Zentrum für Forschung und Restaurierung von Museen. Bereits im Jahr 1993 wurde zusätzlich das Carrousel du Louvre eröffnet, eine Einkaufsmeile, die unterirdisch an den Louvre angeschlossen ist.

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