Kappadokien ist ein wahres Märchenland, welches mit seiner einzigartigen Schönheit und Historie beeindruckt. Überwältigt von den Bildern der wahnsinnig kunstvollen Landschaft und der über ihr fliegenden Heißluftballons, machte ich mich auf den Weg zu diesem wundervollen Ort…

Vor Millionen von Jahren lagerte sich hier Tuffasche ab, die durch Vulkanausbrüche in die Luft gestoßen wurde. In unterschiedlichen Farben und Härtegraden ergaben sich dann mehrere neue Schichten. Wind und Wetter spülten das weiche Material aus und das Härtere blieb übrig. Durch diesen natürlichen Vorgang entstanden einst atemberaubende Täler mit sogenannten Feenkaminen. Eben jene, durch die man sich wie in ein Märchenland versetzt fühlt. „So etwas habe ich nirgendwo sonst auf der Welt gesehen“, ist nur eine der vielen Aussagen von Kappadokien-Reisenden, die ich immer wieder zu hören bekomme. Und tatsächlich ist die Art von Gesteinsformationen, die wir in Kappadokien wiederfinden, einzigartig und schlichtweg faszinierend.

Kappadokien – Ein Ort zum Verlieben

Faszinierende Geschichte | Die schönsten Orte 

 Wandern durch Kappadokien  | Ballonfahrt | Außergewöhnliche Unterkünfte

Mekka der Instagramer

Kappadokien

Eine faszinierende Geschichte – Die ersten Siedlungen

Wenn ich an die in den Fels geschlagenen, kunstvollen Höhlentempel zurückdenke, ergreift mich immer noch ein Gefühl der Faszination. Eine Besiedlung des Gebiets gab es wohl schon 7500 vor Christus und die Besiedlungen verschiedener Völker und Herrschaften änderten sich im Laufe der Zeit. Eine sehr wichtige und deutlich erkennbare Besiedlung ist die der Christen, denn Kappadokien war eines der wichtigsten frühchristlichen Zentren und stand bis 1071 unter byzantinischer Herrschaft. Und sogar bis ins 20. Jahrhundert lebten hier Christen. Die christliche Vergangenheit wird vor allem an den 3000 Kirchen deutlich. Da viele Christen verfolgt und auch die in dem Gebiet lebenden Menschen oft überfallen wurden, höhlten die Bewohner das Tuffgestein aus, um sich quasi darin zu verstecken. So entstanden die Höhlenwohnungen und Höhlenkirchen, die entweder in die Felsen gehöhlt oder sogar teilweise unterirdisch sind und bis zu zehn Stockwerke tief gehen. Ein solch einmaliger Bau kann zum Beispiel seit der Entdeckung der unterirdischen Stadt Derinkuyu in Kappadokien bestaunt werden. Die Höhlen, die zufällig entdeckt wurden, zählen zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Region.

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Faszinierende Orte in Kappadokien

Einer der bekanntesten Orte in Kappadokien und gleichzeitig ein Nationalpark ist Göreme – ein Ort, der wie kein anderer von einer einzigartigen Höhlenarchitektur geprägt ist. In Göreme gibt es das Open Air Museum, welches ihr besichtigen könnt. Darin befinden sich rund 150 Höhlenkirchen mit Fresken sowie die in die Felsen gebetteten Wohnräume. Letztere sollte man unbedingt gesehen haben, denn  etwas derartiges findet man sonst nirgendwo auf der Welt und es ist wirklich unfassbar, dass bis vor geraumer Zeit noch Menschen in diesen Höhlen gewohnt haben sollen.

In Kappadokien werden noch weitere, unentdeckte Hölensysteme vermutet

Neben dem Nationalpark Göreme gibt es noch ein weiteres Open Air Museum in Zelve. Der Unterschied zu Göreme ist, dass Zelve fast ausschließlich aus Höhlen besteht. Drei Täler befinden sich in dem weitläufigen Areal – dort könnt ihr Kirchen, Wohnungen und einen großen Klosterkomplex bestaunen. Derinkuyu, die bekannteste unterirdische Stadt, und Kaymakli sind große unterirdische Städte mit vielen Etagen, in die ihr teilweise sogar hinabsteigen könnt. Neben diesen beiden unterirdischen Städten werden noch etwa 50 weitere solcher Städte vermutet – dass also immer wieder neue Höhlensysteme gefunden und freigelegt werden, ist mehr als wahrscheinlich.

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Täler und Schluchten – Wanderwege in Kappadokien

Nahe des Nationalparks Göreme liegt das Gebiet Rose Valley. Den Namen Rose Valley erhielt dieser Ort aufgrund der vielen rosaroten Felsformationen, die die Reisenden so verzaubern. Ein gut begehbarer Wanderweg führt durch Rose Valley bis in die sogenannte rote Schlucht. Das Ihlara Valley bietet ebenfalls eine märchenhafte Kulisse und ist hervorragend zum Wandern geeignet. Der Weg ist etwa 15 Kilometer lang und es geht bis zu 150 Meter tief in die Schlucht hinein. Das Tal liegt im Südwesten von Kappadokien und beherbergt 50 Felsenkirchen und zahlreiche Höhlenbauten. Zudem war das Tal ein Siedlungsgebiet byzantinischer Mönche. Das Tolle an den Wanderwegen in Kappadokien ist, dass ihr die märchenhafte Landschaft aus ganz anderen Perspektiven kennenlernt und ihr außerdem den Touristenmassen der Hauptsehenswürdigkeiten entflieht. Eine Wanderung will gut vorbereitet sein, denn viele Wege sind unzureichend beschildert und einmal unterwegs, werdet ihr selten auf andere Wanderer treffen. Ein echtes Abenteuer!

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Ballonfahrt in Kappadokien

Ich muss zugeben: So sprachlos war ich bisher selten auf meinen Reisen! Ich muss wirklich sagen, dass eine Ballonfahrt in Kappadokien eines der schönsten Erlebnisse war, die ich auf meiner Reise durch die weite Welt erlebt habe. So erstaunlich, so faszinierend, so einmalig.

Am frühen Morgen geht es mit dem Ballon hoch hinauf, den lila Wolken entgegen und schon schwebt man mit zahlreichen weiteren Ballons im weltweit größten Fluggebiet für Heißluftballons über den Felsformationen und hat eine spektakuläre Sicht über die gesamte Region.

Kappadokien ist das weltweit größte Fluggebiet für Heißluftballons

Egal, wo man hinschaut, man ist einfach nur von dem Anblick, der sich aus dem Ballon heraus bietet, gefesselt. Der Himmel ist übersät von bunten Ballons und die Sonne geht langsam auf. Nach ungefähr einer Stunde endet die Fahrt schließlich. Unvergessliche, herzbewegende Erinnerungen bleiben aber ein Leben lang. Ich empfehle in meinen Artikel ja ganz schön viele faszinierende Orte, doch dieses Erlebnis steht definitiv ganz weit oben auf meiner persönlichen Empfehlungsliste!

Kappadokien, Ballonfahrten
Foto: istock.com/KenanOlgun

Außergewöhnliche Unterkünfte in Kappadokien

Eines der vielen Dinge, die an Kappadokien so schön und erlebnisreich sind, sind die Unterkünfte, denn einige von ihnen befinden sich tatsächlich in richtigen Höhlen. Zudem gibt es wunderschöne Restaurants mit Aussicht auf die Täler, in denen ihr einen romantischen Abend mit euren Liebsten verbringen könnt. Tolle Wohnhöhlen mit einmaligen Ausblicken findet ihr zum Beispiel bei Airbnb, eine Auswahl habe ich euch bereits zusammengestellt.

airbnbs in Kappadokien

Kappadokien als Lieblingsziel der Instagramer

Wie ihr seht, bietet das Märchenland Kappadokien viele schöne Orte und einmalige Fotomotive. Kein Wunder also, dass die Region in Zentralanatolien nicht nur Touristen, sondern auch Fotografen und Blogger in ihren Bann zieht. Die schönsten Bilder können wir auf Instagram bewundern, hier entführen Pilotmadeleine und Co. in die magische Welt aus Tuffstein:


Hach…Wer würde diese Aussicht nicht gerne cocktailschlürfend in einem Whirlpool genießen?


…Oder bei einem romantischen Essen über den Dächern Kappadokiens…

Am besten lässt sich die traumhafte Landschaft doch zu zweit genießen: 


Oder mit so süßen Hunden

Vielleicht steht Kappadokien ja auch schon auf eurer Liste der Orte, die ihr unbedingt sehen möchtet? Ich zumindest kehre jedes Mal gerne wieder nach Kappadokien zurück, um mich von der Schönheit der Landschaft und der Herzlichkeit der Menschen verzaubern zu lassen.

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