Nach Maras Reise ins wunderschöne Marrakesch ging es für sie weiter auf die sonnigen Kanaren. Ihr erster Stopp: Gran Canaria. Hier erfahrt ihr, wie ihr die kanarische Insel und das Hotel Escuela Santa Brigida gefallen haben.

Nach drei wunderbaren Tagen in Marrakesch ging es also weiter und ich saß für das Praktikum meines Lebens wieder im Flieger. Diesmal sollte es auf die Kanaren gehen, genauer gesagt nach Gran Canaria. Dort übernachtete ich in dem 4 Sterne Hotel Escuela Santa Brigida in einem kleinen Vorort von Santa Brigida, abseits der Touristenhochburgen.

 

Santa Brigida (1)

Lage nicht am Meer, aber in einer schönen ruhigen Gegend

Das Hotel ist circa 15 Autominuten vom Flughafen entfernt und zur Hauptstadt Gran Canarias, Las Palmas, dauert es 15 bis 20 Minuten. Es liegt in einer sehr ruhigen, etwas ländlicheren Gegend und ist somit ideal für alle, die einen Erholungsurlaub geplant haben und es etwas langsamer angehen wollen. Das Bussystem Gran Canarias ist gut ausgebaut, somit kann man vom Hotel aus sämtliche wichtige Ziele im Umkreis mit dem Bus erreichen, allerdings dauert dies natürlich immer länger als mit einem eigenen Auto. Deshalb halte ich es für sehr empfehlenswert, für ein paar Tage oder sogar den ganzen Aufenthalt ein Auto zu mieten, wenn man die Gegend erkunden will!

Zimmer mit eigenem Balkon perfekt zum Sonnen

Das Hotel hat bereits ein paar Jährchen auf dem Buckel und der alte Stil ist noch klar erkennbar. Die Zimmer sind auf den ersten Blick weitgehend sauber, bei genauerem Hinsehen konnte ich jedoch etwas Staub und sogar vereinzelte Haare entdecken, was nicht weiter dramatisch für mich war, aber definitiv nicht dem Standard eines 4 Sterne Hotels entspricht. In den Zimmern, von denen die meisten über einen eigenen Balkon mit Liegestühlen verfügen, ist eine Kombination aus Alt und Neu vorhanden. Während der Boden sehr schön neu verlegt wurde und auch die Möbel neu sind, wirkt das Bad dagegen etwas altbacken. Wer hier auf eine Amazonasdusche hofft, hat Pech gehabt. Und wenn ich gerade dabei bin, auf höchstem Niveau zu meckern, muss ich auch noch die äußerst mutige Farbwahl bei der Zimmereinrichtung erwähnen (siehe Foto): Knalliges Orange mit einem grellen Grün und dazu noch ein kräftiges Lila – diese Kombination habe ich so noch nicht gesehen. Meinen Geschmack hat sie zumindest nicht getroffen.

Pool, Fitnessstudio, Sauna:

Das Hotel verfügt über einen Pool, einen Fitnessraum und sogar eine eigene kleine Sauna, die auf Wunsch vom Hotelpersonal angeschaltet wird.

Freundlicher Service
Mit dem Service des Hotels war ich weitgehend zufrieden. Kurz nach meiner Ankunft erklärte mir eine der freundlichen Empfangsdamen sogar auf Deutsch, wie ich mit dem Bus am besten in die Hauptstadt Las Palmas kommen würde, gab mir verschiedene Restauranttipps und nahm sich bestimmt 20 Minuten Zeit, um mich ausführlich zu beraten.

Kleines Ärgernis – eine defekte Dusche
Am nächsten Morgen kam in meinem Zimmer beim Duschen plötzlich kein Wasser mehr aus der Brause. Etwas gestresst, da mein Flieger keine drei Stunden später ging, versuchte ich die Rezeption telefonisch zu kontaktieren. Allerdings war die Nummer des Empfangs nirgends zu finden und das Ausprobieren verschiedener simpler Zahlen wie 0 oder 1 führte ebenfalls nicht zum gewünschten Erfolg. So blieb mir nichts anderes übrig als mich, in ein Handtuch gewickelt und noch mit Shampoo in den Haaren, zur Rezeption zu begeben und die defekte Dusche zu reklamieren. Da ich nun wirklich nicht mehr viel Zeit hatte, beschloss ich kurzerhand, in einer der Duschen des Fitnessstudios zu duschen. Dort musste ich aber feststellen, dass diese wohl länger nicht mehr benutzt worden waren, da die Sauberkeit zu wünschen übrig ließ. Außerdem kam kein warmes Wasser aus der Dusche. Vielleicht habe ich an diesem Tag einfach nur Pech gehabt! Als ich dann kurz darauf wieder in mein Zimmer kam, war die Dusche aber bereits repariert und funktionierte wieder, was wiederum für den schnellen Service spricht.

Frühstück à la carte – klein aber fein
Zum Frühstück konnte man aus einer Frühstücksmenükarte verschiedene Gerichte auswählen. Die Portionen waren hier jeweils verhältnismäßig klein, wenn man sich aber einmal quer von süß bis salzig durch die Karte aß, wurde man garantiert mehr als nur satt. Vereinzelte Sonderwünsche wie beispielsweise Räucherlachs konnten ebenfalls bestellt werden, waren aber im Preis nicht inbegriffen.

Fr++hst++ck +á la carte (2)

…und wer im Hotel noch nicht satt geworden ist
Ihr seid Tapas Fans?! Dann müsst ihr unbedingt der Tapasbar „Pinchobar La Pelotita“ in Las Palmas einen Besuch abstatten. Die Bar ist unheimlich beliebt bei Spaniern, was nicht nur an der Qualität und Auswahl der Tapas, sondern auch an den vergleichsweise erschwinglichen Preisen liegt. Außerdem solltet ihr unbedingt das landestypische Dessert „Mousse De Gofio“ probieren. Ich will hier nicht zu viel verraten, was es damit auf sich hat – einfach überraschen lassen. Mir hat es jedenfalls sehr gut geschmeckt!

Mein Fazit

Bevor ihr das Hotel Escuela bucht, solltet ihr euch im Klaren darüber sein, ob ihr eher einen Entspannungsurlaub oder einen aktiven Urlaub wollt, und dementsprechend eventuell gleich noch einen Mietwagen dazubuchen.

BEWERTUNG:
Lage ★ ★
Hotel & Zimmer ★ ★ ★
Sauberkeit ★ ★ ★
Service ★ ★ ★ ★
Essen ★ ★ ★ ★
Preisleistungsverhältnis ★ ★ ★

Übrigens: Weitere tolle Tipps für einen gelungenen Urlaub auf Gran Canaria findet ihr in meinem Reisemagazin.