Der Cristo Redentor ist das unverkennbare Wahrzeichen von Rio de Janeiro, ja, sogar eines der neuen Weltwunder. Lest hier, was es mit der Statue auf sich hat und warum sie Besucher aus aller Welt anzieht.

Sie ist groß, beeindruckend und zweifelsohne DAS Wahrzeichen von Rio de Janeiro – die Rede ist natürlich von der weltberühmten Christusstatue in Rio, auch bekannt als Cristo Redentor. Die 30 Meter hohe Erlöserstatue liegt auf dem Corcovado, einem mehr als 700 Meter hohen Berg, von dem ihr einen atemberaubenden Blick über die brasilianische Metropole habt. Einmal hoch oben auf dem Berg angekommen, wissen viele Besucher ganz genau, wieso die auf den Zuckerhut blickende Christusstatue zu einem der sieben neuen Weltwunder auserkoren wurde. Ein Besuch wird schlichtweg zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Cristo Redentor – Die berühmte Christusstatue in Rio

Cristo Redentor | Touristenhighlight | Hochzeiten & Selfies

Cristo Redentor in Rio de Janeiro
Foto: iStock.com/Ksenia Ragozina

Faszinierendes Bauwerk Cristo Redentor

Es ist wohl die Kombination aus einer beeindruckenden Christusstatue und einer überragenden Panoramaaussicht, die diesen Ort, gelegen im Süden von Rio de Janeiro, zu einem der beliebtesten Orte der Welt macht. Ob Touristen oder Pilger, jung oder alt – die monumentale Christusstatue wird das ganze Jahr über von Millionen Menschen aus aller Welt besucht. Erbaut wurde diese imposante Statue, die sich auf einem Sockel befindet, in dem eine eigene Kapelle untergebracht ist, bereits im Jahr 1931, rund neun Jahre später als zunächst geplant. So sollte sie eigentlich im Jahr 1922 zum 100. Jahrestag der Unabhängigkeit Brasiliens eingeweiht werden, welche auch der Anlass für den Bau der Statue war. Da es allerdings zu finanziellen Problemen kam, wurde sie erst knapp zehn Jahre nach Baubeginn fertiggestellt und am 12. Oktober 1931 offiziell eingeweiht.

Heitor da Silva Costa war der Bauingenieur und fertigte die Entwürfe der beeindruckenden Statue an. Für das Innere der Statue wurde Stahlbeton genutzt, das Äußere besteht aus einer Schicht Speckstein, damit das ganze Monument vor Umwelteinflüssen geschützt ist. Auf dem 710 Meter hohen Corcovado Berg gelegen, stehend auf einer acht Meter großen Grundlage, ragt „Christus der Erlöser“ sagenhafte 30 Meter in den Himmel. Ein wahrhaftig faszinierendes Bauwerk, dem ganz Rio zu Füßen liegt.

Ein absolutes Touristenhighlight über Rio

Es ist nicht nur die beeindruckende Statue selbst, die einen Besuch absolut lohnenswert macht, sondern auch die vielen Details rund um die Statue. Bereits während einer 20-minütigen Fahrt mit der Zahnradbahn, die euch auf den Corcovado Berg bringt, der mitten im Tijuca Nationalpark liegt, kommen Besucher nicht mehr aus dem Staunen heraus. Wer sich fit genug fühlt und ein wenig sportlich betätigen möchte, der kann den Berg natürlich gerne auch selbst erklimmen, beispielsweise bei einer Wanderung durch den Regenwald von Tijuca. Hier könnt ihr unterwegs die einzigartige Regenwaldlandschaft und ihre faszinierende Tierwelt bewundern.

Guru Tipp: Um mit der Zahnradbahn auf den Corcovado zu fahren, müsst ihr frühzeitig ein Ticket buchen und könnt nicht am selben Tag zur Christusstatue hochfahren. Alternativ bringt euch ein Van auf den Berg hoch, den ihr auch spontan am Morgen noch buchen könnt. Und die Tour solltet ihr auch in jedem Fall so früh wie möglich starten, denn je später ihr kommt, desto überlaufener wird es.

Sobald ihr auf dem Corcovado angekommen seid und die Stufen zur Statue hochlauft, bleibt zwischendurch stehen und haltet inne, werft einen Blick nach oben und genießt den Anblick! Als ich den Cristo Redentor zum ersten Mal wahrhaftig vor mir erblickte, war ich absolut überwältigt. Die Christusstatue ist einfach gigantisch: Hoch über Rio de Janeiro thronend, die Arme über der Metropole ausgebreitet. Habt ihr die letzten Stufen bis zur Terrasse erklommen, bietet sich euch ein atemberaubender Ausblick: Spektakuläre Blicke auf die Copacabana, auf Rios Häusermeer, die prächtig grüne Naturlandschaft Brasiliens und das blauschimmernde Meer.

Romantische Hochzeiten und waghalsige Selfies

Viele Touristen bezeichnen den Ort rund um den Cristo Redentor als magischen Ort, und nutzen ihn darüber hinaus als Orientierung, um sich in dieser pulsierenden Metropole Brasiliens zurechtzufinden. Doch die berühmte Statue ist nicht nur im geografischen Sinne eine Art Wegweiser, da ist sich Pater Omar Raposo, Rektor der monumentalen Christusstatue, sicher. Zum 80-jährigen Jubiläum des Cristo Redentor erklärte er das Heiligtum wie folgt: „Der Cristo breitet seine Arme aus. Er steht für Leben, Liebe, Hoffnung. Dieses Monument ist ein besonderes Heiligtum – die Wände sind der Horizont, das Dach ist der Himmel.“ Erst im Jahr 2006 wurde das Wahrzeichen Rios zum katholischen Wallfahrtsort erklärt. In der Kapelle finden täglich Messen statt, häufig auch Taufen und Hochzeiten. Einige bereits verheiratete Paare nutzen diesen einzigartigen Ort sogar, um ihr Eheversprechen nach mehreren Jahren zu erneuern.

Ein Selfie vom Gipfel des Cristo Redentor…

Wer hierher kommt, will jedoch nicht unbedingt den perfekten Ort für die bevorstehende Hochzeit finden, sondern viele besuchen die Statue eben auch, um einen fantastischen Ausblick auf Rio und Umgebung zu genießen. Besonders bei guten Wetterbedingungen, wenn der Himmel wolkenlos ist, könnt ihr hier herrliche Aussichten genießen. Und wenn man schon mal oben ist, muss man diesen genialen Moment natürlich auch festhalten. Das dachte sich wohl auch Globetrotter Lee Thompson, dem nur die Aussichtsplattform allein nicht ausreicht, sodass er tatsächlich ganz oben auf der berühmten Christusstatue von Rio de Janeiro für ein Selfie posiert, während sich hinter ihm ein atemberaubender Ausblick über die brasilianische Metropole Rio de Janeiro bietet. Lebensmüde oder beneidenswert? Naja, das müsst ihr selbst wissen, ich jedenfalls würde mich da wohl eher nicht drauf trauen.

Lust auf Rio?

Einfach faszinierend, diese monumentale Statue des Cristo Redentor in Rio de Janeiro, findet ihr nicht? Wer einmal in Brasilien unterwegs ist und Rio de Janeiro einen Besuch abstattet, darf sich einen Ausflug hierher keineswegs entgehen lassen, schließlich gehört Cristo Redentor seit einer internationalen Abstimmung durch eine Jury aus hochgeachteten Architekten, zu den sieben neuen Weltwundern!

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