Klar, der Cristo Redentor ist das Wahrzeichen von Rio de Janerio. Warum die Christusstatue aber zu einem der sieben neuen Weltwunder gekürt wurde, wissen die Wenigsten. Lest hier, was es mit der Statue auf sich hat und Besucher aus aller Welt anzieht.

Sie ist groß, beeindruckend und zweifelsohne DAS Wahrzeichen von Rio de Janeiro – die Rede ist natürlich von der weltberühmten Christusstatue in Rio, auch bekannt als Cristo Redentor. Die 30 Meter hohe Erlöserstatue liegt auf dem Corcovado, einem mehr als 700 Meter hohen Berg, von wo aus ihr einen atemberaubenden Blick über die brasilianische Metropole habt. Einmal hoch oben auf dem Berg angekommen, wissen viele Besucher ganz genau, wieso die auf den Zuckerhut blickende Christusstatue zu einem der sieben neuen Weltwunder auserkoren wurde. Ein Besuch hierher wird schlichtweg zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Cristo Redentor in Rio de Janeiro

Monumentale Christusstatue thront hoch über den Dächern Rios

Es ist wohl die Kombination aus einer beeindruckenden Christusstatue und einer überragenden Panoramaaussicht, die diesen Ort, gelegen im Süden von Rio de Janeiro, zu einem der beliebtesten Orte der Welt macht. Ob Touristen oder Pilger, jung oder alt – die monumentale Christusstatue wird das ganze Jahr über von Millionen Menschen aus aller Welt besucht. Erbaut wurde diese imposante Statue, die sich auf einem acht Meter hohen Sockel befindet, in dem eine eigene Kapelle untergebracht ist, im Jahr 1931, rund neun Jahre später als zunächst geplant. So sollte sie eigentlich im Jahr 1922 zum 100. Jahrestag der Unabhängigkeit Brasiliens eingeweiht werden, da es allerdings zu finanziellen Problemen kam, wurde sie erst knapp zehn Jahre nach Baubeginn fertiggestellt.

Für das Innere der Statue wurde Stahlbeton genutzt, das Äußere besteht aus einer Schicht Speckstein, damit das Ganze vor Umwelteinflüssen geschützt ist. Doch es ist nicht nur die beeindruckende Statue selbst, die einen Besuch absolut lohnenswert macht, sondern auch die vielen Details rund um die Statue. Bereits während einer 20-minütigen Fahrt mit der Zahnradbahn, die euch auf den etwa 710 Meter hohen Corcovado Berg bringt, der mitten im Tijuca Nationalpark liegt, kommen Besucher nicht mehr aus dem Staunen heraus. Spektakuläre Blicke auf die Copacabana, auf Rios Häusermeer und die prächtig grüne Naturlandschaft – dies und vieles mehr erwartet euch bereits auf dem Weg zur Statue. Wer sich fit genug fühlt und ein wenig sportlich betätigen möchte, der kann den Berg natürlich gerne auch selbst erklimmen, beispielsweise bei einer Wanderung durch den Regenwald von Tijuca. Hier könnt ihr unterwegs die einzigartige Regenwaldlandschaft und ihre faszinierende Tierwelt bewundern. Und dann, nach einer gemütlichen Fahrt oder einer aufregenden Wanderung, erblickt ihr sie, die hoch über Rio de Janeiro thronende Christusstatue, die ihre Arme über der Metropole auszubreiten scheint.

Rio de Janeiro, Brazil : Aerial view of Christ and Botafogo Bay

Romantische Hochzeiten und waghalsige Selfies

Viele Touristen bezeichnen den Ort rund um den Cristo Redentor als magischen Ort, und nutzen ihn darüber hinaus als Orientierung, um sich in dieser pulsierenden Metropole zurechtzufinden. Doch die berühmte Statue ist nicht nur im geografischen Sinne eine Art Wegweiser, da ist sich Pater Omar Raposo, Rektor der monumentalen Christusstatue, sicher. Zum 80-jährigen Jubiläum des Cristo Redentor erklärte er das Heiligtum wie folgt: „Der Cristo breitet seine Arme aus. Er steht für Leben, Liebe, Hoffnung. Dieses Monument ist ein besonderes Heiligtum – die Wände sind der Horizont, das Dach ist der Himmel.“ Erst im Jahr 2006 wurde das Wahrzeichen Rios zum katholischen Wallfahrtsort erklärt. In der Kapelle finden täglich Messen statt, häufig auch Taufen und Hochzeiten. Einige bereits verheiratete Paare nutzen diesen einzigartigen Ort sogar, um ihr Eheversprechen nach mehreren Jahren zu erneuern.

Wer hierher kommt, will jedoch nicht unbedingt den perfekten Ort für die bevorstehende Hochzeit finden, sondern viele besuchen die Statue eben auch, um einen fantastischen Ausblick auf Rio und Umgebung zu genießen. Besonders bei guten Wetterbedingungen, wenn der Himmel wolkenlos ist, könnt ihr hier herrliche Aussichten genießen. Und wenn man schonmal oben ist, muss man diesen genialen Moment natürlich auch festhalten. Das dachte sich wohl auch Globetrotter Lee Thompson, dem nur die Aussichtsplattform allein nicht ausreicht, sodass er tatsächlich ganz oben auf der berühmten Christusstatue von Rio de Janeiro für ein Selfie posiert, während sich hinter ihm ein atemberaubender Ausblick über die brasilianische Metropole bietet. Lebensmüde oder beneidenswert? Naja, das müsst ihr selbst wissen, ich jedenfalls würde mich da wohl eher nicht drauf trauen. ;)

Einfach faszinierend, diese monumentale Christusstatue in Rio de Janeiro, findet ihr nicht? Wer einmal in der brasilianischen Metropole unterwegs ist, darf sich einen Besuch hierher keineswegs entgehen lassen, schließlich gehört Cristo Redentor zu den sieben neuen Weltwundern.

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