In Berlin ist immer was los – das verwundert nicht, zählt die deutsche Hauptstadt doch zu den Top-Reisezielen unter den Metropolen der Welt. Ob Geschichte zum Anfassen, wildes Club-Leben oder ausgedehntes Shoppen – ein Wochenendtrip ins lebendige, trendige Berlin lohnt sich immer!

Da es so unglaublich viel zu entdecken und zu erleben gibt, habe ich für euch ein paar Tipps für zwei fantastische Tage zusammengestellt. Damit ihr in kurzer Zeit die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Berlin sehen und auch ein wenig von dem echten Flair der Hauptstadt genießen könnt.

Neben den wichtigsten Highlights, die ihr euch auf jeden Fall anschauen solltet, verrate ich euch auch noch meine Geheimtipps für euren Berlin-Trip – wenn ihr abseits von den Massen coole Locations erleben möchtet. Wie wäre es beispielsweise mit einem Besuch der Ehemaligen Jüdischen Mädchenschule in der Auguststraße 11-13 in Mitte? Schaut mal vorbei und lasst euch begeistern von dem tollen Konzept: köstliches Essen, gemütliche Bars, ein wunderschöner Innenhof, interessante Galerien und Museen – und das alles vereint in dem aufwendig und beeindruckend sanierten historischen Gebäude!

Übersicht meiner Berlin Tipps

Berlin-Panorama mit Fernsehturm

Berlin: Auf geht’s in die pulsierende Metropole!

Alle Wege führen bekanntlich nach Rom, doch auch nach Berlin gibt es viele Möglichkeiten: So könnt ihr die Metropole mit ihren knapp 3,5 Millionen Einwohnern mit dem Auto, dem Bus, der Bahn und dem Flieger gut erreichen. Egal, von wo ihr anreist, Berlin ist aus allen Himmelrichtungen mit dem Zug komfortabel zu erreichen: Es gibt schnelle InterCityExpress-, InterCity-, EuroCity- und InterRegio-Züge. Und der moderne Hauptbahnhof liegt mitten im Zentrum Berlins, ganz in der Nähe vom Parlaments- und Regierungsviertel. Wer lieber mit dem Auto oder dem Fernbus – es gibt wirklich preiswerte Angebote – anreisen möchte, muss etwas mehr Zeit einplanen.

Wenn ihr allerdings nur ein Wochenende in Berlin habt, empfehle ich euch zu fliegen. Das ist meist die schnellste und auch oft eine recht günstige Anreise. Und schon beim Anflug könnt ihr einen grandiosen Blick von oben auf die Stadt genießen: Der Fernsehturm auf dem Alexanderplatz – mit 368 m übrigens das höchste Gebäude Berlins – heißt euch schon von Weitem willkommen. Die beiden Berliner Airports Tegel und Schönefeld sind super an das öffentliche Nahverkehrsnetz angebunden, so dass ihr nach einer guten Stunde Flugzeit schnell und gut in die City kommt.

Vom Flughafen Schönefeld, ca. 18 km vom Stadtzentrum entfernt, bringt euch der RE in ca. 22 Minuten zum Alexanderplatz. Und mit der Buslinie 171 geht’s vom Flughafen aus direkt zur U-Bahn-Station Rudow. Die fünf Kilometer vom Flughafen Tegel bis zur City West könnt ihr bequem mit Bus und U-Bahn zurücklegen: Die Buslinien 109 und 128 bringen euch direkt zu den Stationen Kurt-Schumacher-Platz (U6) oder Jakob-Kaiser-Platz (U7). Oder ihr nehmt den JetExpressBus TXL, der euch besonders schnell in die Stadt, beispielsweise zum Hauptbahnhof fährt. Wer in Richtung Zoologischer Garten möchte, der sollte in den Expressbus X9 steigen, der auf dem Weg nur an ausgewählten Stationen Stopp macht.

Artikelbild_Berlin_Alex_Umgebung_Sonne

Sehenswürdigkeiten in Berlin – die Highlights

Bevor ihr eure Entdeckungstour startet, holt euch die Berlin WelcomeCard. Das Rundum-Sorglos-Paket für euer Wochenende beinhaltet freie Fahrt mit Bus und Bahn, Rabatte bei kulturellen und touristischen Angeboten und einen Kurzreiseführer inklusive Stadtplan. Die Card bekommt ihr u.a. bei den Tourist Infos und an Fahrkartenautomaten.

Sehenswürdigkeiten gibt es in Berlin jede Menge – an einem Wochenende könnt ihr die nicht alle abklappern. Mein Tipp für einen ersten, wunderbaren Eindruck: Nehmt den Bus 100, ein ganz normaler Linienbus, und fahrt an den wichtigsten Highlights der Bundeshauptstadt, beispielsweise Staatsoper, Reichstag, Schloss Bellevue etc., vorbei. Eine tolle Berliner Stadtrundfahrt, die nicht teuer ist.

Bei eurem Trip in die Hauptstadt solltet ihr aber auf jeden Fall das Brandenburger Tor am Pariser Platz und den Reichstag nebenan am Platz der Republik besichtigen. Am Brandenburger Tor könnt ihr den Blick nach Westen zur Siegessäule und nach Osten auf den Pracht-Boulevard „Unter den Linden“ genießen. Wer flanieren möchte oder ein Café sucht – dort ist beides möglich. Geht auf jeden Fall mal ein paar Schritte weg vom Brandenburger Tor, denn hoch oben auf dem bekannten Wahrzeichen thront die Quadriga – beeindruckend! Ein absolutes Muss: Den wunderbaren Blick von oben auf Berlins City von der Dachterrasse des Reichstags genießen – spektakulär auch die Glaskuppel des geschichtsträchtigen Gebäudes. Und wenn ihr schon mal in der Gegend seid: Das Holocaust Mahnmal sollte man gesehen haben. Ich empfehle euch: einfach langsam durchgehen und wirken lassen!

Berlin Brandenburger Tor

Einplanen solltet ihr von dort auch einen Abstecher zum Checkpoint-Charlie an der Friedrichstraße, der bekannteste Kontrollpunkt im geteilten Berlin. Vom Original ist heute nichts mehr übrig, allerdings erinnert eine Kopie der 1990 abgerissenem Kontrollbaracke an den einstigen Grenzübergang zwischen Ost und West. Lasst euch auf eine Reise in die Vergangenheit mit dem Künstler Yadegar Asisi ein: Auf einem 900 Quadratmeter großen Mauer-Panorama-Bild zeigt Asisi das geteilte Berlin an einem fiktiven November-Tag in den 1980er Jahren.Von einem vier Meter hohem Podest aus könnt ihr hautnah in die Geschichte eintauchen.

Von der Berliner Mauer ist heute nicht mehr viel zu sehen, eines der letzten Stücke findet ihr zwischen Ostbahnhof und Oberbaumbrücke in der Mühlenstraße. Der Abschnitt der Mauer, 1990 kurz nach dem Mauerfall von mehr als 100 internationalen Künstlern bemalt, ist eine riesige Open Air-Galerie: die East Side Gallery. Steigt einfach in die U- oder S-Bahn (bis Warschauer Straße bzw. Ostbahnhof), holt euch ein Getränk am Bahnhof und schlendert gemütlich an den 106 Mauer-Kunstwerken entlang. Mehr zur Geschichte der Berliner Mauer gibt’s im Berlin Wall Memorial in der Bernauer Straße 111.

streetart_berlin_mauer_deutschland_225925231

Direkt von der East Side Gallery aus könnt ihr zu einer herrlichen Spreefahrt starten, Anleger und Anbieter gibt es viele. Vielleicht steigt ihr in der Nähe der Museumsinsel aus? Denn für Kulturfreunde unter euch ist der Besuch des Komplexes im Zentrum ein Muss. Dort reiht sich – eingerahmt von der Spree – ein Museum ans andere. Ihr habt die Qual der Wahl! Mein Tipp für euch: Schaut mal im DDR-Museum vorbei – langweilig und verstaubt ist anders – hier gibt’s Geschichte zum Anfassen! Zu den beliebtesten Museen Berlins gehört das Pergamonmuseum, das seinen Namen seinem bekanntesten Ausstellungsstück, dem gigantischen, 35 m breiten Altar, verdankt. Mit der Berlin WelcomeCard ist der Eintritt in den Museen übrigens vergünstigt!

Berlin Museumsinsel

Wenn ihr jetzt noch ein wenig schlendern möchtet: die Hackeschen Höfe bieten sich an. Ein Besuch des Komplexes mit acht Hinterhöfen in der Spandauer Vorstadt (S-Bahn Hackescher Markt) ist vor allem am Abend, wenn die Fassaden beleuchtet sind, besonders schön. Eng verzahnt gibt es in dem Areal kleine Geschäfte und Boutiquen, Ateliers und Galerien, Kino und Varieté, Restaurants und Nachtclubs, Wohnungen und Büros.

Essen in Berlin – Eine kulinarische Vielfalt

Berlin bietet eine riesengroße kulinarische Vielfalt. Überall sieht man Restaurants, von denen viele einzigartig sind. Aus jedem Land der Welt kann man in Berlin etwas zu Essen finden. Berlin ist halt einfach Multikulti und das ist eines der Dinge, die Berlin so cool und auch einzigartig macht. Von Mustafa’s Gemüse Kebab, wo es den besten Döner der Stadt gibt, über Zsa Zsa Burger, wo ihr saftige Burger bekommt, bis hin zu Taleh Thai, das definitiv einen Besuch Wert ist, wenn ihr auf Thai-Essen steht und und und… Die Liste für Berlins Köstlichkeiten ist zuuuu lang. Aber eins ist extrem wichtig, denn was wäre ein Berlin Besuch ohne Currywurst zu essen? Geht einfach der Nase nach und achtet darauf, wo es die längsten Schlangen vor der Würstchenbude gibt. Da kann die Currywurst doch nur am Besten schmecken. ;)

Berlin – Ein wahres Shoppingparadies

Für die meisten Touristen in Berlin steht ein Abstecher ins  KaDeWe in Schöneberg auf dem Programm, das ist schon ein beeindruckender Konsumtempel. Als Kontrastprogramm empfehle ich euch: Secondhand in der Garage. Dort gibt es Klamotten zu individuellen Preisen. Probiert es aus: Ahornstraße 2 in Schönefeld.

KaDeWe_Berlin_267320795

Typisches Berliner Flair gewünscht? Dann schaut doch einfach auch mal auf dem Boxhagener Platz in Friedrichshain vorbei. „Boxi“, wie die Berliner ihren Platz nennen, liegt im berühmten Kiez rund um die Simon-Dach-Straße. Der Flohmarkt am Sonntag bringt „Boxi“ fast zum Platzen. Zwar ist dieser nicht so groß wie der Flohmarkt am Mauerpark, aber definitiv charmanter und individueller mit seiner Melange aus Künstlern, Straßenmusikern, Einheimischen und Touristen.

Direkt am Alexanderplatz befindet sich das Einkaufszentrum Alexa, welches mit der Anzahl ihrer Läden das Größte der Stadt ist. Neben den Einkaufsläden, gibt es hier auch einen Food-Court mit 17 gastronomischen Einrichtungen. Zudem ist das Einkaufszentrum nicht nur ein Shopping- und Foodparadies, sondern auch eine Unterhaltungsoase mit einer Freizeit- und Unterhaltungsfläche.

Sommer in Berlin – Schön, schöner, Berliner Sommer

Berlin im Sommer ist schon lange kein Geheimtipp mehr, jedoch wissen trotzdem immer noch viele Besucher nicht, wie wundervoll Berlin im Sommer ist. Wenn die Temperaturen steigen, wird Berlin noch cooler und schöner, als es sonst schon ist. Alle Menschen sind draußen im Park und grillen, liegen an einem der vielen Badeseen, sitzen in den Cafés und Restaurants und feiern bis in die Morgenstunden. Morgens, wenn man dann die lila Wolken sieht und den Sonnenaufgang betrachtet, erlebt man Berlin von seiner schönsten Seite. Bevor ich euch drei Sommer-Locations vorstelle, noch ein kleiner aber sehr feiner Tipp: Wenn ihr in Berlin seid, stattet dem Tanne B einen Besuch ab. Das Café, in dem es sogar veganes Eis gibt, ist wirklich richtig toll, auch für Nicht-Veganer!

Tempelhofer Feld

Der ehemalige Flughafen Tempelhof ist heute ein Freizeit- und Erholungspark und liegt mitten in der Stadt. Auf 303 Hektar erstreckt sich das Tempelhofer Feld, auch Tempelhofer Freiheit oder Tempelhofer Park genannt. Der Park bietet jede Menge Platz für Erholung und zahlreiche Aktivitäten, wie Fußball, Minigolf, Badminton, Radfahren, Skaten. Es gibt drei sehr saubere und ausgewiesene Bereiche, die sich ideal zum Grillen eignen. Hier kann man definitiv einen schönen Sommer-Mittag verbringen! Am besten ihr nehmt die S-Bahn und steigt an der Station Tempelhof aus. Von hier aus braucht ihr nur drei Minuten zum Eingang am Tempelhofer Damm. Von 7.30 Uhr bis 17 Uhr ist der Park jeden Tag geöffnet. :-)

tempelhofer feld
Quelle: Tempelhof Projekt GmbH, www.thf-berlin.de

Badesee in Berlin

Der Wannsee ist Europas größtes Binnenseebad und lockt jedes Jahr zahlreiche Sonnenanbeter und Badewillige aus der Hauptstadt an. Einen 1000 Meter langen Sandstrand, viele Strandkörbe zum Entspannen und sogar einen Bootsverleih gibt es am Wannsee. Ob ihr mit Freunden, dem Partner oder der Familie kommt, hier ist für jeden Platz. Es kann zwar auch sehr voll werden, aber schließlich befindet sich dieser See auch inmitten einer Metropole. Doch auch wenn es mal etwas voller wird, kann man hier ein paar sehr schöne Sommerstunden verbringen. :-) Der Eintritt liegt bei 5,50€ pro Person.

Haubentaucher Open-Air Club

Das ist DIE neue Sommerlocation in Berlin! Neben dem 20 Meter langen Pool, der tagsüber genutzt werden kann, kommen hier ein Biergarten und eine Lounge-Area zum Chillen hinzu. Außerdem finden immer wieder verschiedene Veranstaltungen statt. Eine sehr gute Alternative zum Badeschiff Berlin.

Haubentaucher
Foto: facebook.com/haubentaucher.berlin

Berliner Nachtleben – Feiern bis in die Morgenstunden

Dass die pulsierende Metropole auch nachts nicht schläft, ist längst kein Geheimnis mehr. Szene-Lokale wie „Zur letzten Instanz“, als eine der ältesten Gaststätten versteckt gelegen am Ende der Parochialstraße, aber auch angesagte Clubs, beispielsweise das Ritter Butzke in einem großen Gebäudekomplex in Kreuzberg (Ritterstraße 24) gibt es in Berlin in nahezu jedem Stadtteil.

Berlin Clubszene

Als Geheimtipp möchte ich euch das Cassiopeia in Friedrichshain ans Herz legen. Aus dem ehemaligen Zugdepot ist ein einmaliger Ort entstanden: Zwei Clubs mit Live-Musik, Partys und Festivals versprechen kurze Nächte, im Biergarten könnt ihr hier gemütlich chillen. Cineasten unter euch kommen im Freiluftkino Insel auf ihre Kosten. Und wer noch Power hat, kann wählen zwischen Skaterhalle oder dem „Kegel“: Im ehemaligem Wasserturm könnt ihr nämlich sogar klettern.

Solltet ihr dann früh am Morgen immer noch nicht ins Bett wollen: Im Club Golden Gate könnt ihr am Wochenende noch bis der Morgen graut weiter Party machen (S-Bahnhof: Alexanderplatz oder Jannowitzbrücke)! Und eins darf natürlich nicht fehlen: Eine Bar mit Dachterrasse, von denen es mittlerweile immer mehr gibt. Mein Favorit ist das Roof Graden des House of Weekend. Hier kann man sich auf der 26 Meter langen Dachterrasse, mit verspiegelter Bar, schonmal auf die Partynacht in der 15. Etage (Im House of Weekend Club) einstimmen oder aber einfach einen entspannten Abend verbringen. Sogar bei kühleren Temperaturen kann man hier mit einer hammer Aussicht verweilen, denn die Bänke haben eine Sitzheizung.

Und wenn es euch nach diesem gelungenen Wochenende auch so wie mir nach meinem ersten Berlin-Trip geht, dann haltet es doch einfach mit der Sängerin Marlene Dietrich: „Ich hab‘ noch einen Koffer in Berlin, deswegen muss ich da nächstens wieder hin“:  Eine Reise in die quirlige Metropole Berlin lohnt sich immer wieder!