Die Hauptstadt Malaysias, Kuala Lumpur, bietet Besuchern so einiges: Lebendige Viertel, die atemberaubenden Petronas Twin Towers, unzählige Shoppingmalls und die beeindruckenden Batu Caves, die es bestimmt auch schon einmal in eure Facebook Timeline oder euren Instagram Feed geschafft haben. Wo sich die heiligen Höhlen befinden und was euch dort erwartet, lest ihr in meinem Reisemagazin.

Nur rund 15 Kilometer von Malaysias pulsierender Hauptstadt Kuala Lumpur entfernt, befindet sich eine der Hauptattraktionen des ganzen Landes, die Batu Caves. Auch mich beeindruckten die Bilder der großen, goldenen Statue des Hindugottes Murugan, der den steilen Zugang zu den Höhlen zu bewachen scheint, so sehr, dass ich beschloss, selbst nach Kuala Lumpur zu reisen, um die Batu Caves mit eigenen Augen zu sehen.

Zu Besuch in den heiligen Batu Caves

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Batu Caves Malaysia, Kuala Lumpur, Tipps

Die Batu Caves – Ein Ausflug, der beeindruckt

Schon als ich aus dem Taxi steige, fällt mein Blick automatisch auf die riesige Statue, die die Batu Caves erst so richtig bekannt gemacht hat. Fast 43 Meter groß ist das Abbild des Gottes Murugan, das nach seiner Erbauung im Jahr 2006 zum Aushängeschild der Höhlen wurde und sie seitdem zu einem noch beliebteren Ausflugsziel in Malaysia gemacht hat.

Wissenswertes

Batu ist malaiisch und heißt Stein. Auch das kleine Dorf, das sich in der Nähe der Höhlen befindet, trägt den Namen Batu Caves.

Mit mir laufen ein paar andere Touristen und hunderte Gläubige über den großen Platz zum Haupteingang der Höhlen, magisch angezogen von dem glänzenden Gold der Statue. Die über 270 Stufen, die direkt in die Haupthöhle führen, sehe ich bereits von Weitem – dass der Aufstieg bei rund 30 Grad und an die 90% Luftfeuchtigkeit nicht leicht wird, wird mir mehr und mehr bewusst.

Am Fuße der Treppen angekommen, wird mir nicht nur ein Sarong gereicht, den ich mir umwickeln muss, bevor ich die Höhlen betreten darf, sondern ich werde außerdem von einem freundlichen Inder gebeten, doch gleich noch einen Eimer Sand mit hochzunehmen, der für den stetigen Ausbau des Heiligtums gebraucht wird. Seinem nahezu zahnlosen, breiten Lächeln kann ich kaum widerstehen und so kommen zu der schwülen Hitze auch noch zwei Kilo Sand, die den Aufstieg zu den Batu Caves erschweren. Einen Eintritt muss ich, dank der tatkräftigen Unterstützung der vielen Helfer, nicht zahlen.

Batu Caves Tipps

Immer wieder mache ich auf dem Weg in die Höhlen Rast, verschnaufe und genieße den Ausblick, der mit jeder erklommenen Stufe besser wird. Jede meiner Bewegungen wird aufmerksam von den zahlreichen Makaken verfolgt, die flink über die Geländer huschen und den Besuchern neben ihrem Essen auch schon mal Smartphones, Selfiesticks und andere Wertsachen klauen. Ich drücke meinen Gurubeutel noch etwas enger an mich und quäle mich die nächsten Stufen hoch, innerlich verfluche ich mich etwas dafür, den Eimer voller Sand mitgenommen zu haben. Doch dann ist es geschafft, die 272 Stufen liegen hinter mir, während sich vor mir bereits der mit bizarren Kalksteinformationen umgebene Eingang auftut. Dass mir jemand dankend auf die Schulter klopft, merke ich schon fast gar nicht mehr, zu groß ist die Faszination, die ich in diesem Moment empfinde.

Die bis zu 100 Meter hohen Höhlen sind einfach nur beeindruckend

Vor mir liegt der Eingang zur riesigen Haupthöhle, von der bis zu 100 Meter hohen, mit Pflanzen bewachsenen Decke tropft es, immer wieder sehe ich Fledermäuse, die von einer in die andere Höhle sausen. Mehrere Schreine, Tempel und bunte Figuren des Hinduismus stehen in den Batu Caves, werden von Gläubigen aufgesucht und angebetet. Ich halte mich im Hintergrund und beobachte die mir fremde Zeremonie mit Neugier, noch immer vollkommen überwältigt von der Größe der Höhlen. Einen Moment lang halte ich noch inne und lasse die nahezu mystische Atmosphäre auf mich wirken. Ich habe Glück, momentan sind neben mir nur ein Dutzend andere Touristen in der Höhle.

Die Dark Caves

Beim Aufstieg zu den Haupthöhlen ist mir ein kleiner Zugang aufgefallen, in dem es zu den sogenannten Dark Caves geht. Gegen einen Eintritt von 35 MYR (7,20€) darf ich mich einer geführten Tour anschließen, die in das System von Höhlen führt, das seinem Namen wirklich alle Ehre macht. Ausgestattet mit einer Taschenlampe und Gummistiefeln, die ich mir zum Glück am Eingang ausleihen kann, wandere ich mit 10 weiteren Teilnehmern durch die Höhle, die wohl der Alptraum eines jeden Spinnenphobikers sein dürfte. Sogar die zu der Familie der Vogelspinnen zählenden Falltürspinnen können hier beobachtet werden, eine Begegnung bleibt mir am heutigen Tag – zum Glück – erspart. Aller Angst zum Trotz: Die Dark Caves sind nicht weniger beeindruckend als die weltbekannten Haupthöhlen.

Highlight des Jahres: Thaipusam Festival

Immer wieder raten mir die Hindus, die ich an diesem Tag treffe, dass ich unbedingt im Januar, zum großen Thaipusam Fest, wiederkommen soll. Thaipusam ist ein Hindufest, an dem des Geburtstages des Gottes Murugan, der über die Batu Caves wacht, gedacht wird.

Thaipusam 2018

Seid dabei: 2018 findet das Thaipusam am 31. Januar statt.

Mit einer großen Prozession beginnt das Spektakel mitten in Kuala Lumpur und führt tausende Gläubige und interessierte Touristen schließlich zu den Batu Caves, wo die Feierlichkeiten ihren Höhepunkt erreichen. An den Tagen des Festes sind die heiligen Batu Caves der Mittelpunkt der in Malaysia lebenden Hindus, ein Erlebnis, das man so schnell nicht vergessen wird, da bin ich mir sicher. Für mich nur ein Grund von vielen, nach Malaysia zurückzukehren.

Wie kommt man zu den Batu Caves?

Ihr möchtet euch wie ich mit eigenen Augen von der Einmaligkeit der Batu Caves überzeugen? Seid ihr schon in KL und habt meine Kuala Lumpur Tipps getestet, sollten die heiligen Höhlen sowieso auf eure Must-See Liste wandern und auch ein Zwischenstopp während eurer Südostasienreise lohnt sich allemal. Von Kuala Lumpur erreicht ihr die Batu Caves unkompliziert mit der Port Klang Linie des KTM Komuters, dessen Endstation den Namen eures Ziels, Batu Caves, trägt. Für wenige Ringit erreicht ihr so die beeindruckenden Höhlen innerhalb einer knappen halben Stunde. Alternativ könnt ihr euch auch ein Taxi, UBER oder Grab rufen, das euch günstig zu den Batu Caves fährt. Das solltet ihr euch nicht entgehen lassen!

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Beitragsbild: Vincent St. Thomas/Shutterstock.com

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