Ihr leidet unter Reisekrankheit und seid genervt von den immer wiederkehrenden Symptomen wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Co.? Was genau der Grund für eure Beschwerden ist und wie ihr diese vorbeugen könnt, erfahrt ihr hier.

Kopfschmerzen, Schweißausbrüche und Übelkeit sind die klassischen Anzeichen von Reisekrankheit. Die Kinetose, so der Fachbegriff, wird in der Regel durch ungewohnte Bewegungsreize ausgelöst, beispielsweise im Auto, Flugzeug oder auf dem Schiff. Seid ihr auch von den unangenehmen Beschwerden auf Reisen betroffen? Lest hier alles Wichtige, was ihr über Reisekrankheit wissen müsst und was ihr dagegen tun könnt.

Was tun bei Reisekrankheit?

Entstehung | Symptome

Vorbeugen | Mittel gegen Reisekrankheit

Seid ihr betroffen?

Resginierter Mann am Bahnhof17458290

Wie entsteht Reisekrankheit?

Nicht jeder von uns leidet unter Reisekrankheit, doch die Betroffenen stellen bei Weitem keine Minderheit dar. Wer im Auto, beim Lesen während der Fahrt in der Bahn, auf dem Schiff oder gar bei Flugreisen zu Unwohlsein und Übelkeit neigt, der zählt leider zu denjenigen, deren Vorfreude auf die bevorstehende Reise von typischen Symptomen der Reisekrankheit gebremst wird.

Reisekrankheit (Kinetose):

Darunter versteht man durch ungewohnte Bewegungen, beispielsweise in Verkehrsmitteln ausgelöste Beschwerden wie Schwindel und Übelkeit.

Doch warum leiden eigentlich einige Menschen unter Reisekrankheit und andere wiederum nicht? Diese Frage ist leider nicht immer ganz einfach zu beantworten, dennoch weiß man sich in der Medizin den Grund dieser Erkrankung zu erklären: Schuld an den auftretenden Symptomen ist unser Gleichgewichtsorgan, das im Innenohr sitzt. Dieses reagiert je nach Bewegungsreizen, denen es ausgesetzt ist, von Mensch zu Mensch unterschiedlich empfindlich.

Frau leidet unter Flugangst

Was sind typische Symptome?

Angefangen bei Kopfschmerzen, Müdigkeit und Blässe, können diese Symptome je nach Intensivität der Reisekrankheit auch in Übelkeit und Erbrechen übergehen. Typisch sind außerdem Schwindel, Herzrasen, Schweißausbrüche und Hyperventilation. Manchmal kommt es vor, dass unser Gehirn überfordert ist, bestimmte Bewegungen zuzuordnen, wie zum Beispiel das Schaukeln eines Schiffes. Ist dies der Fall, nimmt der Körper eine Art Fehlermeldung wahr, die sich durch die eben genannten Symptome bemerkbar macht. Was wir für selbstverständlich halten, ist für unser Gehirn oft eine komplexe Aufgabe: Dieses muss sowohl bewusste als auch unbewusste Bewegungen koordinieren, um im Gleichgewicht zu bleiben. Wenn das nicht richtig funktioniert, fühlt ihr euch seekrank. Die Seekrankheit ist eine der am meisten verbreiteten Reisekrankheiten.

Kinder leiden sehr häufig an Reisekrankheit

Erwiesen ist auch, dass vor allem Kinder sehr häufig an Reisekrankheit leiden, da ihre Bewegungsreize noch nicht vollständig ausgebildet sind. Vor allem im Frühkindesalter bis zu zwei Jahren ist mit Reisekrankheit zu rechnen. Je älter ein Mensch jedoch wird, desto unempfindlicher wird er auch. Daher kann es vorkommen, dass man die Beschwerden mit etwas Glück spätestens im Teenageralter wieder los ist.

Kinder leiden unter Übelkeit im Auto

Wie kann man der Reisekrankheit vorbeugen?

Wisst ihr bereits im Vorfeld, dass eure Reise möglicherweise unangenehme Beschwerden mit sich bringen könnte, dann habe ich hier noch ein paar Tipps für euch, um eure Reisekrankheit so gut es geht vorzubeugen.

  • Auf Alkohol verzichten: Meidet am Tag eurer Abreise, im besten Fall sogar einen Tag zuvor, Alkohol und fettige Mahlzeiten. Diese sind bei Beschwerden wie Unwohlsein und Übelkeit nicht gerade förderlich.
  • Koffein möglichst meiden: Auch Koffein solltet ihr nicht unbedingt konsumieren, es sei denn, ihr könnt partout nicht auf euren Kaffee am Morgen verzichten. Ist dies der Fall, beschränkt euch wenigstens auf eine kleine Tasse.
  • Selbst fahren: Je nachdem, mit welchem Transportmittel ihr reist, könnt ihr das Steuer im wahrsten Sinne selbst in die Hand nehmen. Denn wer selbst Auto fährt, dem wird meist nicht schlecht. Da ihr als Fahrer euren Blick auf den Horizont richtet, dürfte euer Bewegungsreiz nicht aus dem Gleichgewicht kommen. Bei voller Konzentration kann aber auch der Beifahrersitz Abhilfe schaffen – und zwar indem ihr es dem Fahrer gleichtut und euren Blick geradeaus dem Horizont entgegen richtet. Meidet es am besten, während der Fahrt zu lesen – ganz gleich, ob es ein Buch, Tablet oder Smartphone ist.
  • Im Bus vorne sitzen: Reist ihr hingegen mit dem Bus, kann ich euch auch hier einen Platz in den vorderen Reihen empfehlen. Aber auch die Sitze in der Mitte des Busses können wahre Wunder bewirken: Hier sind die Pendelbewegungen weitaus weniger zu spüren als im hinteren Teil.
  • Im Flugzeug in der Mitte und am Gang sitzen: Ähnlich sieht es im Flugzeug aus, sucht euch hier am besten einen Sitz auf Höhe der Tragflächen. Wählt ihr sogar einen Platz am Gang, so könnt ihr zwischendurch problemlos aufstehen und ein wenig hin- und herlaufen.
Duty Free an Bord eines Flugzeugs

Was hilft bei Reisekrankheit?

Falls ihr im Bus oder Flieger keine Möglichkeit mehr für eine freie Platzwahl habt, dann versucht trotzdem so konzentriert wie möglich den Blick in Richtung Horizont zu richten. So haben eure Augen keine Chance, die Orientierung zu verlieren. Wenn das nicht hilft, könnt ihr die Augen auch schließen und versuchen zu schlafen. So bekommt ihr nämlich am wenigsten von dem Trip mit und der Gleichgewichtssinn muss dementsprechend keine Arbeit leisten.

Natürlich gibt es ähnlich wie für Reisende mit Flugangst auch spezielle Medikamente und Arzneimittel, um beispielsweise Symptome wie Übelkeit oder Kopfschmerzen während der Reise zu lindern. Sowohl chemische als auch pflanzliche Mittel versprechen Wirkung. Am besten wirken sie bei einer Einnahme zwischen 30 und 60 Minuten vor Beginn der Reise. Wenn möglich, solltet ihr am besten immer erst den Weg über pflanzliche Heilmittel wählen, denn die Natur weiß uns oft zu helfen. Vor allem der Einsatz von Ingwer bewirkt wahre Wunder bei Übelkeit.

Reisekrankheit tipps Medikamente

Reisekrankheit sollte nicht am Reisen hindern

Ganz egal, für welche Variante ihr euch entscheidet – das Wichtigste ist, dass ihr trotz Reisekrankheit niemals die Lust am Reisen verliert. Dafür gibt es einfach viel zu viele wunderbare Orte, die noch darauf warten, von euch entdeckt zu werden. Falls ihr tatsächlich auch unter Reisekrankheit leidet oder vielleicht in der Vergangenheit mal darunter gelitten habt, dann teilt eure Tipps und Tricks gerne in den Kommentaren. Und wenn ihr einige der genannten Tipps gleich ausprobieren wollt, dann stöbert doch direkt in meinen Angeboten und bucht eure nächste Reise. Ich glaube fest an euch!

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