Jeder kennt das: Die Urlaubstage sind bereits aufgebraucht, man hat ständig etwas Wichtiges zu tun und eigentlich gar keine Zeit für Urlaub. Wie gut, dass man nicht immer viel Zeit braucht, um neue Orte zu entdecken und die eigene Freizeit zu genießen. Ich zeige euch heute, wie ihr den Zauber von Paris in nur 24 Stunden erleben könnt.

Paris ist wohl jedem von euch ein Begriff. Berühmt für den Eiffelturm, die Notre Dame oder die gruseligen Knochen-Katakomben, gibt es fast nichts, was man hier nicht erleben kann. Was also tun, wenn man nur 24 Stunden für einen Aufenthalt in Paris zur Verfügung hat? Nicht verzagen, Urlaubsguru fragen. Ich habe für euch die Hotspots von Paris herausgesucht und einen Tagesablauf erstellt, in dem ihr bequem die Stadt kennen lernen könnt. Ihr müsst lediglich den Akku eurer Kamera überprüfen und dann kann es auch schon losgehen. Ein unvergesslicher Tag in der Hauptstadt Frankreichs erwartet euch.

Paris in 24 Stunden erleben

Frühmorgens | Mittags | Am Abend

Lust auf Paris?

Eiffel tower, Paris , 24 stunden

Da das Pariser U-Bahn Netz sehr gut ausgebaut ist, könnt ihr fast überall mit der Metro hinfahren. Besorgt euch also vor eurem Trip eine Tageskarte, um an dieser Stelle schon mal ein bisschen Geld zu sparen. Alternativ könnt ihr auch alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen, allerdings werdet ihr dann ein paar Punkte des Tagesablaufs aussparen müssen. Ideen für euren Spaziergang durch Paris findet ihr hier.

Bonjour Paris!

8:00 Da die Franzosen nicht allzu großen Wert auf ihr Frühstück legen, fällt das Frühstücksbuffet in den Hotels meist recht klein aus. Also kauft euch lieber unterwegs beim Bäcker ein frisch gebackenes Croissant und einen herrlich duftenden und frisch gebrühten Coffee to go. Damit könnt ihr euch im Parc du Champs de Mars, der sich direkt vor dem Eiffelturm erstreckt, niederlassen. Wie kann der Tag besser starten als mit einem Frühstück mit dem Blick auf den Eiffelturm?

9:00 Direkt vor Ort bietet es sich natürlich an, das Wahrzeichen Frankreichs, den Eiffelturm zu besichtigen. Da dieser bereits um 9 Uhr öffnet, seid ihr zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Trotzdem solltet ihr euer Ticket vorab im Internet bestellen, um nicht doch noch von einer langen Schlange überrascht zu werden. Habt ihr keine Lust, den Eintrittspreis für die Auffahrt zu bezahlen, schaut euch meinen nächsten Tipp an, dort findet ihr eine tolle Alternative, Paris von Oben zu betrachten.

9:30 Nehmt am besten an der Haltestelle Trocadéro die Metro Linie 6 und fahrt drei Stationen bis zur Haltestelle Charles de Gaulle. Hier wartet ein weiteres Wahrzeichen Frankreichs auf euch – der Triumphbogen. Diesen könnt ihr als EU-Bürger zwischen 18 und 25, im Gegensatz zum Eiffelturm, ganz umsonst hinaufsteigen. Er bietet ebenfalls eine wunderbare Aussicht über Paris und auf euren Panoramabildern ist sogar der Eiffelturm mit drauf.

Arc de Triomphe and blurred traffic at sunset

10:30 Von hier aus könnt ihr ganz entspannt die Champs-Élysées entlang flanieren und nach Lust und Laune euer Geld in teuren Geschäften verprassen. Ob Louis Vuitton, Sephora oder der Fanshop von Paris St. Germain – alles, was das Herz begehrt, wird hier angeboten. Am Ende der Straße erreicht ihr den Place de la Concorde.

11:30 Hier könnt ihr im Vorbeigehen den Obelisk mit goldener Spitze betrachten. Nach einem schnellen Selfie solltet ihr durch den Jardin des Tuileries spazieren und am Ende eures Weges auf die Pyramide des Louvre treffen. Der Spaziergang durch den Park dauert ungefähr 15 Minuten und gibt euch die Möglichkeit, kurz zu entspannen und die grüne Schönheit um euch herum zu betrachten. Am Louvre angekommen, könnt ihr eure Kamera vor der Glaspyramide noch einmal zum Glühen bringen, bevor ihr in die Metro 7 Richtung Notre Dame steigt. Ein Besuch des berühmten Louvre Museums ist natürlich ebenfalls ein Highlight in Paris, aber aufgrund der eingeschränkten Zeit solltet ihr euren Besuch dort verschieben und für einen ganzen Tagesausflug wiederkommen. Schließlich möchte man die Mona Lisa in Ruhe betrachten und nicht im Stress an ihr vorbei hetzen.

Louvre, paris, 24 stunden
Foto: iStock.com/Andrey Krav

12:30 Mit der Metro fahrt ihr zwei Stationen und steigt an der Haltestelle Châtelet aus. Von hier aus sind es noch ca. 7 Minuten Fußweg bis zur Île de la Cité und der Heimat von Quasimodo. Nachdem ihr die Kathedrale Notre Dame von außen bewundert habt, solltet ihr auf jeden Fall auch einen Blick in das Innere der Kathedrale werfen. Die Architektur ist unglaublich und auch die bunt verglasten Fenster sind mehr als nur einen Blick wert. Lasst euch ruhig etwas Zeit und genießt die Ruhe des heiligen Ortes.

Urlaubsguru-Tipp: Links neben der Kathedrale befindet sich ein Aufstieg zu den 69 Meter hohen Türmen der Kathedrale. Wappnet euch kurz für die vielen Treppenstufen, die es zu erklimmen gilt, und dann nichts wie nach oben. Denn von hier habt ihr wieder einen tollen 360° Ausblick über die Stadt und ihr könnt die berühmten Wasserspeier von ganz nah betrachten.

Paris Notre-Dame, 24 stunden

Mittagszeit – Essen, Luxus und noch vieles mehr

13:30 Zeit für das Mittagessen. Wie wäre es mit der besten Falafel von Paris? In der Nähe von Notre Dame befindet sich das jüdische Viertel Marais und damit die bekannte Rue de Rosiers. Hier könnt ihr bei „L’as du Fallafel“ die lecker gefüllten Pitabrote für Pariser Verhältnisse sehr preisgünstig erstehen und euch schmecken lassen. Möchtet ihr lieber die französische Küche genießen, gibt es umliegend genügend kleine Restaurants, in denen ihr euch zum Mittagessen niederlassen könnt. Die Probierfreudigen unter euch können sich hier an Schnecken und Froschschenkel versuchen – alternativ könnt ihr euch aber auch ein leckeres belegtes Baguette beim Bäcker kaufen und den Sonnenschein am Flussufer der Seine genießen.

14:30 Frisch gestärkt solltet ihr euch so langsam auf den Weg in die Galeries Lafayette machen. Gesäumt von luxuriösen Auslagen unterschiedlichster Designer, ist die traditionsreiche Warenhauskette weltbekannt. Mit ihrer funkelnden, glitzernden Architektur und überspannt von einer riesigen Glaskuppel, ist die Galerie auch für Leute mit einem schmalen Geldbeutel einen Besuch wert. Hier könnt ihr ein wenig durch die sieben Etagen schlendern und euch dem Luxus hingeben.

Urlaubsguru-Tipp: Jeden Freitag um 15 Uhr gibt es eine halbstündige Modenschau mit professionellen Models. Ihr könnt sie euch umsonst anschauen und euch dabei von den Modetrends von morgen begeistern lassen. Denkt aber daran, frühzeitig zu reservieren, dafür müsst ihr das Anmeldeformular auf der Webseite ausfüllen.

Paris in 24 stunden, galerie lafayette
Foto: Shutterstock.com/ Botond Horvath

16:00 Als kleinen Zwischensnack könnt ihr bei Ladurée, dem traditionellen Macaron-Hersteller, ein paar leckere und weltberühmte Macarons erstehen. Der Laden befindet sich in der ersten Etage der Galerie Lafayette und ist wirklich schön eingerichtet. Hier könnt ihr die unterschiedlichsten Sorten, wie Salzkaramell, Schokolade, Minze oder Pomme Tatin, probieren. Habt ihr selbst keine Lust auf etwas Süßes, sind die kleinen, bunten Macarons auch immer ein schönes Mitbringsel für die Lieben zu Hause. Nach eurer Verschnaufpause geht es mit dem Terminplan weiter – schließlich bleiben jetzt nur noch wenige Stunden, um die Stadt der Liebe zu entdecken.

Macarons of France

16:30 Der Cimetière de Montmartre, also der Friedhof von Montmartre, ist sehr schön angelegt und bietet sich nach dem ganzen Trubel in der Galerie an, um kurz innezuhalten und die Ruhe zu genießen. Erreichen könnt ihr ihn von der Galeries Lafayette aus mit dem Bus 68 in Richtung Place de Clichy. Dort steigt ihr aus und geht noch wenige Schritte zu Fuß. Euer Spaziergang führt euch durch eine Allee von Ahornbäumen, Linden und Kastanien hindurch und lädt mit zahlreichen Bänken zum Verweilen ein. Unterwegs kommt ihr an vielen hübsch geschmückten Gräbern vorbei, die unter anderem zu Ampère, Heinrich Heine oder Foucault gehören. Von hier aus könnt ihr euch dann auf den Weg zur Sacré-Coeur machen. Entweder lauft ihr zu Fuß und erreicht die Basilika nach ca. 25 Minuten, oder ihr steigt an der Haltestelle Blanche ein und fahrt zwei Stationen mit der Metrolinie 2 nach Anvers – das dauert ca. 15 Minuten.

18:00 Weiß hebt sie sich vom blauen Himmel ab und ist schon von Weitem gut zu sehen: Hoch oben auf ihrem Hügel thront die Basilika Sacré-Coeur und ist schon von hier unten ein beeindruckender Anblick. Habt ihr keine Lust, die 237 Stufen hinauf zur Kirche zu laufen, könnt ihr alternativ die Seilbahn benutzen. Welchen Weg ihr wählt, ist dabei ganz egal – wichtig ist nur, dass ihr hinauf geht. Nicht nur die Basilika an sich ist einen Besuch wert, sondern auch die außergewöhnlichen Erfahrungen, die man hier zum Beispiel bei einem spontanen Konzert am Sacré-Coeur machen kann. Bevor ihr euch wieder an den Abstieg macht, genießt noch einmal den unglaublichen Ausblick, der sich euch hier oben bietet. Paris liegt euch wortwörtlich zu Füßen.

Paris Basilika Sacre Coeur de Montmartre, 24 stunden

Am Abend den Zauber der Stadt einfangen

20:00 Tun euch die Füße weh und der Hunger macht sich mit unangenehmem Bauchgrummeln bemerkbar, aber ihr habt das Gefühl, noch nicht genug gesehen zu haben? Dann solltet ihr euer Abendessen am besten mit einer Bootstour auf der Seine verbinden. Bei dieser könnt ihr ein leckeres 3-Gänge Menü genießen und gleichzeitig an den beleuchteten Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbeifahren. Schließlich heißt Paris nicht umsonst „Die Stadt der Lichter“.

Urlaubsguru-Tipp: Zu jeder vollen Stunde wird der Eiffelturm nach dem Sonnenuntergang für 5 Minuten in glitzerndes Licht getaucht. Also vergesst nicht, einen Blick nach draußen zu werfen.

Paris, Seine, 24 stunden

22:30 Möchtet ihr den Abend eher entspannt ausklingen lassen, könnt ihr euch am Flussufer in einer der zahlreichen kleinen Bars einen Wein gönnen oder einfach im Supermarkt eine Flasche kaufen. Es gibt hier sogar teilweise kleine Weinflaschen direkt mit einem Glas dazu – total praktisch. Besonders im Sommer wird an zahlreichen Stellen am Flussufer Musik gespielt und ihr könnt unter dem Sternenhimmel durch die Nacht tanzen. Möchtet ihr den Abend noch aufregender gestalten, könnt ihr euch ein Stück im wohl berühmtesten Kabarett der Stadt, dem Moulin Rouge, anschauen oder ihr stürzt euch selbst ins Nachtleben. Rund um die bekannte rote Windmühle, im Viertel Montmartre, gibt es zahlreiche Bars und Bistros, die auf euren Besuch warten. Alternativ könnt ihr einem ziemlich hippen „neuen“ Viertel an der Rue Oberkampf einen Besuch abstatten. Hier gibt es besonders für junge Leute eine Vielzahl an angesagten Bars und Clubs, in denen ihr bis zum Morgengrauen durchtanzen könnt.

moulin rouge, paris, 24 Stunden
Foto: istock.com/ atm2003

Paris wartet auf euch!

Um alle Facetten dieser wunderschönen und bezaubernden Stadt zu entdecken, sind 24 Stunden natürlich nicht genug. Viele weitere Sehenswürdigkeiten, wie das Schloss von Versailles, die Katakomben oder die Opéra Ganier, warten darauf, von euch entdeckt zu werden. Aber das eigentlich Wichtige ist, dass man nicht immer viel Zeit für einen Urlaub einplanen muss. Schaufelt euch 24 Stunden in eurem vollgestopften Terminkalender frei und genießt einen wunderbaren Tag in Paris – fernab vom Alltagsstress.

Einen letzten Tipp habe ich noch für euch: Legt euch am besten den Paris City Pass zu. In diesem ist nicht nur die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln inklusive, sondern auch der Eintritt für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Diese könnt ihr mit dem City Pass dann bequem und einfach und meist ohne lange Wartezeit betreten. Perfekt für alle, die wenig Zeit haben, aber viel sehen möchten.

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