Er gilt als schönster Strand der Türkei – Ölüdeniz, die Blaue Lagune, malerisch schön wie in einem Bilderbuch. Leider ist sie schon lange kein Geheimtipp mehr, sodass tausende Touristen in der Hochsaison ihren Urlaub dort verbringen. Erfahrt jetzt mehr über den Traumstrand, der seit 1988 unter Naturschutz steht.

Angekommen auf dem Berg Babadağ werden die Sicherheitsgurte an Bein und Brust festgezogen und in die Karabiner eingehakt. Ein letztes Mal tief durchatmen, bevor sich die Füße erst langsam, dann immer schneller voreinander bewegen. Ihr rennt den Berg hinunter und merkt, wie euer Körper den Boden verlässt und in die Höhe schnellt. Mit einer gefühlten Leichtigkeit hebt ihr immer weiter ab und gleitet mit eurem Schirm durch die warme Luft. Um euch herum die grenzenlose Freiheit, unter euch die bilderbuchhafte Kulisse des Ölüdeniz Strandes. Umgeben von Pinienwäldern und Berglandschaften erspäht ihr aus unglaublicher Höhe das Meer, das in den verschiedensten Farben von Türkis bis Aquamarinblau glitzert und in dunkle Blau- und Grüntöne übergeht. So ruhig, dass sich nicht einmal die kleinste Welle übers Wasser zu huschen traut, hat die Blaue Lagune zu Recht ihren Namen Ölüdeniz, zu deutsch Totes Meer, verdient. Während ihr euren Blick über dieses Paradies schweifen lässt, verliert ihr langsam an Höhe und landet sicher und sanft in der Nähe des weißen, wunderschönen Strandes, der die Lagune ziert.

Ölüdeniz schreibt Geschichte

Dass dieses Paradies nicht lange unentdeckt bleibt, war sicherlich vorauszusehen. Obwohl die türkische Region Lykien, insbesondere das Dorf Belceğiz, nicht immer von großer Bekanntheit zeugten, sind sie spätestens seit der Entdeckung der Blauen Lagune einem jedermann Begriff. Naja, das Dorf wird vielleicht nicht jeder von euch unter dem Namen Belceğiz kennen – aber mit der Bezeichnung Ölüdeniz könnt ihr bestimmt etwas anfangen. Da es der Strand ist, der die Stadt berühmt gemacht hat, hat sie sich der Einfachheit halber des Namens bedient. Unzählige Touristen reisen jährlich von April bis Dezember in die Türkei, um in dem glasklaren Wasser zu baden und sich am Kies- und Sandstrand zu entspannen. Denn das kann man hier am besten: Relaxen und die Unberührtheit der Natur genießen. Durch den Pinienwald sind sowohl Strand als auch Meer von Wind und Wetter bestens geschützt. Zudem schmückt sich der Strand mit der Auszeichnung der blauen Flagge, die für besondere Wasserqualität steht. Keine große Überraschung also, dass Teile der Lagune dem Naturschutz unterliegen, um dieses schöne Fleckchen Erde in seinem Urzustand zu erhalten.

Ölüdeniz

Schönheit zieht Touristen an

Dadurch, dass jährlich so viele Touristen nach Ölüdeniz reisen, bleiben Massentourismus und die daraus resultierenden Folgen natürlich nicht aus. Was früher ein kleines, ruhiges Dörfchen war, gleicht heute einer Touristenhochburg. Um trotzdem ein Gleichgewicht zwischen Naturschutz und Tourismus zu schaffen, hat man sich darauf geeinigt, in direkter Strandlage sowie im Nordwesten keine Hotels zu bauen, während im südöstlichen Gebiet von Ölüdeniz ein Gebäude am anderen klebt. Zwar sind die unbebauten Strandteile ebenfalls für Besucher zugänglich, allerdings wird hier eine kleine Gebühr am Tag erhoben, die wiederum dafür verwendet wird, den Strand sauber zu halten. Aus diesem Grund solltet ihr euch überlegen, ob sich ein günstigeres Hotel in weiter Entfernung wirklich rentiert, denn auch, wenn die strandnahen Hotels meist höhere Preise für die Dauer eures Aufenthalts verlangen, so ist die Benutzung des Strandes meist inklusive.

Ölüdeniz

Sicherlich ahnt ihr schon, dass Ölüdeniz aufgrund seiner Schönheit ganz schön überlaufen ist. Mit dieser Vermutung habt ihr auch leider recht. Wollt ihr dennoch unbedingt eine ruhige Minute erwischen, in der ihr die Natur fast ganz für euch alleine habt, so bieten sich die frühen Morgenstunden an – der Anblick des Sonnenaufgangs über Ölüdeniz ist nämlich unbezahlbar und auch nur schwer in Worte zu fassen.

Anreise

Seid ihr begeisterte Türkeiurlauber, dann solltet ihr euch Ölüdeniz auf keinen Fall entgehen lassen. Bucht ihr Flüge bis nach Dalaman oder Antalya, ist die Anreise ins Paradies ganz unkompliziert. Und dann könnt ihr euch ja überlegen, ob ihr lieber ein Hotel in Strandnähe oder eins im ebenfalls beliebten Ferienort Fethiye buchen möchtet. Falls euch keine der beiden Varianten zusagt, habe ich auch wunderschöne Privatunterkünfte bei airbnb gefunden. So sollte mit Sicherheit für jeden Geschmack das Richtige dabei sein. Und wenn ihr Hilfe bei der Suche braucht, wisst ihr ja wo ihr mich findet: in meinem Reisebüro 2.0!