Im Herzen von Nepal liegt eingerahmt von großen Bergen das Kathmandutal. Die Ebene bildet sozusagen das kulturelle Zentrum von Nepal – hier vermischen sich Stadtalltag und alte Andenken. Erlebt die uralten Königsstädte Nepals und erhaltet einen Einblick in die Kultur des Landes.

Das Kathmandutal in Nepal gleicht einem Ort aus einer längst vergessenen Welt und doch ist es heute auch Wohnort für über 1,5 Millionen Nepalesen. Hier treffen Vergangenheit und Moderne aufeinander. Jahrtausende alte Tempel, Schreine und Paläste warten hier auf euren Besuch. Auf circa 1.300 Metern Höhe erstreckt sich das Tal über etwa 950 km² und umfasst neben den drei Königsstädten Kathmandu, Patan und Bhaktapur noch einige weitere Orte. Entdeckt den Mittelpunkt Nepals und erkundet das wunderschöne Kathmandutal!

Kathmandutal in Nepal

Kathmandu | Patan 

Bhaktapur | Narayanthan | Thimi

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Einheimische in Nepal.

Nepals Hauptstadt Kathmandu

Die Hauptstadt Nepals ist zugleich die größte Stadt des Landes. Das ehemalige Königreich Kathmandu bietet heute etwa einer Millionen Einwohnern Platz und ist der pulsierende Mittelpunkt Nepals. In den engen Gassen ist es voll und laut, aber dennoch wunderschön. Uralte hinduistische und buddhistische Tempel verleihen der Stadt einen außergewöhnlichen Charme. Beim Schlendern durch die lebhaften Gassen könnt ihr Nepal von seiner schönsten Seite erleben. Probiert unbedingt das fantastische Street Food und erhaltet Einblicke in die Kultur Nepals!

Der Durbar Platz in Kathmandu.
Foto: Nick Fox/Shutterstock.com

Der Königspalast und Durbar Square

Als eine der drei ehemaligen Königsstädte im Kathmandutal findet ihr in Kathmandu ebenso wie in Patan und Bhaktapur einen alten Königspalast. Absolutes Highlight sind die angrenzenden Durbar Squares, die zum Palast gehören und auf denen es einiges zu sehen gibt. Auf dem Kathmandu Durbar Square tummeln sich über 50 Tempel, Schreine und Pagoden, die verschiedenen hinduistischen und buddhistischen Göttern gewidmet sind. Der Palast stammt etwa aus dem 16. Jahrhundert und kann teilweise besichtigt werden. Dieser Teil Kathmandus zählt außerdem zum Weltkulturerbe der UNESCO. Bestaunt die große Statue des hinduistischen Gottes Hanuman und die verschiedenen architektonischen Meisterwerke.

Viele alte Gebäude und Sehenswürdigkeiten wurden bei einem großen Erdbeben zerstört

Um den Platz und den Palast zu besichtigen, wird ein Eintritt von 1.000 NPR fällig, das sind etwa 8€. Das mag für asiatische Verhältnisse etwas teuer erscheinen, jedoch wurden viele alte Gebäude und Sehenswürdigkeiten im Kathmandutal bei einem großen Erdbeben im Jahr 2015 zerstört oder beschädigt. Das Eintrittsgeld dient der Erhaltung und Restauration der schönen Sakralbauten. Gegenüber vom Durbar-Platz könnt ihr eure Verhandlungskünste auf dem Basantapur-Platz auf die Probe stellen. Hier werden einheimische Waren und touristische Souvenirs angeboten. Außerdem gilt: Handeln ist Pflicht! Preisnachlässe von 30 bis 50 Prozent sind dabei realistisch.

Gebetsmühlen in Nepal.

Pashupatinath Tempel

Die Tempelanlage Pashupatinath gilt als wichtigster hinduistischer Pilgerort in Nepal und befindet sich am östlichen Rand Kathmandus. Sie zählt zum UNESCO Weltkulturerbe und kann von außen besichtigt werden. Zugang zum Inneren des Tempels erhalten nur Hindus, allerdings könnt ihr von außen einen Blick auf die Gaths erhaschen. Sie dienen für rituelle Bäder und sogar als Verbrennungsstätten. Die Gaths der unteren Kasten sind regelmäßig in Benutzung, während die der nepalesischen Oberschicht lediglich einen symbolischen Charakter besitzen.

Pashpatinath Tempel in Kathmandu.
Im Pashpatinath Tempel in Kathmandu finden regelmäßig Feuerbestattungen statt.

Der Swayambhunath Tempel

Besser bekannt als Affentempel gehört der Swayambhunath Tempel zu den beliebtesten Ausflugszielen in Kathmandu. Er liegt auf einem Hügel, von wo aus ihr einen schönen Blick über das Tal ergattern könnt. Aufgrund seiner tierischen Bewohner gilt er als ganz besonderes Highlight. Aber Vorsicht, die kleinen Makaken sind immer auf der Suche nach Essbarem. Ihr solltet eure Taschen gut verschlossen halten und besser keine losen Gegenstände wie zum Beispiel Sonnenbrillen bei euch tragen. Der buddhistische Tempel im Westen der Stadt gilt als einer der ältesten der Welt und wird auf circa 2.500 Jahre geschätzt. Charakteristisch ist die große Stupa mit den aufgemalten Augen. Von hier aus wacht Buddha über die Stadt.

Ausflug nach Boudhanath

Im Stadtteil Boudhanath, auch Bodnath genannt, thront die große Stupa von Kathmandu. Sie ist etwa 36 Meter hoch und von einer Ringmauer umgeben, in die überall kleine Statuen und Gebetsmühlen eingelassen sind. Dreht die Mühlen im Uhrzeigersinn (in Umlaufrichtung der Erde um die Sonne) und lasst euch von der eindrucksvollen Stupa verzaubern.

Die große Stupa von Bodnath in Nepal.

Das alte Königreich Patan

Die Stadt Patan gehört inzwischen, rein räumlich gesehen, zu Kathmandu. Sie werden zwar durch den Fluss Bagmati getrennt, aber von einem gemeinsamen Straßenring eingerahmt. Die älteste der drei Königsstädte im Kathmandutal zählt ebenfalls zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Königspalast und der Patan Durbar Square

Auch bekannt als Lalitpur war Patan einst ein Königreich und verfügt daher auch über einen eigenen Königspalast und den dazugehörigen Patan Durbar Square. Den dreiteiligen Königspalast mit seinen flankierenden Löwenstatuen könnt ihr teilweise besichtigen, zuvor müsst ihr aber etwa 8€ Eintritt bezahlen.

Etwas verwirrt?

Durbar Square bedeutet übersetzt so viel wie „königlicher Platz“ und beschreibt die angrenzenden Plätze der drei Königspaläste.

Aber lasst euch eines gesagt sein: Der Eintritt lohnt sich! Auf dem Platz findet ihr viele kleine Tempel und Schreine, die mit ihren aufwändigen Schnitzereien über einen ganz besonderen architektonischen Reiz verfügen. Vor allem den achteckigen Krishna Tempel und den Vishwanath Tempel solltet ihr euch nicht entgehen lassen.

Der Durbar Platz in Patan.
Die Löwen bewachen den Durbar-Platz von Patan.

Der Goldene Tempel von Patan

Die Tempelanlage Kwal Bahal, besser bekannt als Goldener Tempel, befindet sich im Stadtteil Kumbeshwar und sollte ebenfalls auf jeden Fall auf eurer Liste stehen. Seinen Namen erhielt der fünfstöckige, buddhistische Tempel durch seine zahlreichen Gold- und Kupferverzierungen. Mit seinen detaillierten Schnitzereien ist er ein ganz besonderes Schmuckstück und sogar der älteste Tempel in ganz Patan.

Der goldene Tempel in Patan.

Die Königsstadt Bhaktapur

Im östlichen Teil des Kathmandutals liegt Bhaktapur, die Stadt der Frommen. In der drittgrößten Stadt Nepals erwartet euch ein ähnliches Programm wie in Kathmandu und Patan.

Königspalast und der Bhaktapur Durbar Square

Als letzte der drei Königsstädte des Tals könnt ihr auch hier wieder den Königspalast und den Bhaktapur Durbar Square besichtigen. Bhaktapur ist ein wenig beschaulicher als die anderen beiden Königsstädte. Es herrscht deutlich weniger Trubel, allerdings sind die hübschen Tempel und Schreine auch ein bisschen schlichter. Hier zahlt ihr außerdem umgerechnet etwa 12€ um auf den Platz zu gelangen. Ob sich der Eintritt in die Stadt nach den Besichtigungen von Kathmandu und Patan noch lohnt, muss wohl jeder für sich entscheiden. Neben dem Königspalast könnt ihr hier den Changu Narayan Tempel, der zum UNESCO Weltkulturerbe zählt, und den kunstvoll verzierten Vishnu Tempel besuchen. Oder ihr stöbert über einen der Töpfer- und Kunsthandwerksmärkte.

Bhaktapur in Nepal.

Die Gemeinde Narayanthan

Der etwas kleinere Ort Narayanthan wird auch oft beim Namen seines berühmten hunduistischen Tempels, dem Budhanilkantha, gerufen. Highlight des Tempels ist die rund sechs Meter große, liegende Statue des schlafenden Gottes Vishnu. Gebettet ist er auf der neunköpfigen Schlange Ananta und ganzjährig mit Blüten geschmückt. Ins Innere des Tempels gelangen zwar nur Hindus, von außen macht der Tempel aber einiges her und auch den schlafenden Vishnu könnt ihr bewundern.

Der Schlafender Hindu Gott Vishnu in Nepal.
Vishnu auf seinem Schlangenbett | Foto: iStock/mds0

Das beschauliche Thimi

Thimi, auch Madhyapur genannt, ist ein sehr kleines Dörfchen im Kathmandutal. Hier könnt ihr Nepal fern des Tourismus erleben. An diesem ursprünglichen Ort scheint es, als sei die Zeit stehen geblieben. Erlebt das Dorfleben der Nepalesen hautnah, ergattert frisch geerntetes Obst und Gemüse und bewundert den traditionellen Baustil.

Markt in Nepal.
Erlebt das ursprüngliche Nepal in Thimi.

Das Kathmandutal – Ein faszinierendes Kulturgut

Das Kathmandutal ist ein wichtiges Andenken an längst vergangene Zeiten. Eindringlich erzählt es von den ehemaligen politischen Strukturen des Landes und scheint mit seinen unzähligen, aufwändig verzierten Tempeln einem fernen Märchen zu entspringen. Manch einer wird sich wohl fragen, ob man sich an all den Stupas, Tempeln und Schreinen nicht satt sehen kann. Ich für meinen Teil war so begeistert von den nepalesischen Bauten, wie ich es selten an einem anderen Ort war. Zwischen stillen Hochebenen und endlosen Landstrichen scheint das Kathmandutal ein Ort des Lebens und der Geschichte zu sein, eingerahmt und beschützt von den mächtigen Bergen des Himalaya. Eine Reise nach Nepal solltet ihr euch daher nicht entgehen lassen!

 

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