Wie eine wohlwollende Hand formt sich die Bergkette um die wunderschöne Stadt im Süden Afrikas. Vor ihr der weite Horizont, dahinter steile Felsen. Meine Kapstadt Tipps werden euch überzeugen, diesem einmaligen Ort zu verfallen. Kommt mit auf eine Reise in eine der spektakulärsten Städte der Welt.

Wo soll man bloß anfangen? Bei der atemberaubenden Natur? Den unfassbar freundlichen Einwohnern? Dem tollen Charme der Stadt, dem Essen, das ihr nie wieder vergesst, oder der aufregenden Fauna, die ihr hautnah erlebt? Ich weiß es nicht – diese Stadt ist einfach rundum zum Verlieben. Meine Kapstadt Tipps sind den Interessen nach geordnet – hier ist wirklich für jeden etwas dabei, um das reisende Herz höher schlagen zu lassen.

Kapstadt Tipps für jedermann

Natur- Freaks | Kultur-Anhänger | Tierliebhaber | Sportfans | Kulinarik | Leben-Genießer | Weltentdecker

Kapstadt

Landschaften zum Staunen

Wer seinen Blick über die Schönheit der Natur in Kapstadt schweifen lässt, kommt aus dem Staunen vermutlich nicht mehr heraus. Steile felsige, aber doch grüne samtige Berge zieren das Stadtbild, als wollten sie sich schützend um das Zentrum legen. Ihnen allen voran das Wahrzeichen: Nichts fasziniert mehr als der Tafelberg. Als habe Gott ihn persönlich geformt, thront er neben der Stadt. Seine aus Wolken geformte Tischdecke bringt aber so manchen Touristen zur Verzweiflung. Seht ihr ihn plötzlich ohne Wolken, heißt es loslaufen. Egal, was ihr gerade tut – unterbrecht es! Den Tafelberg wolkenfrei zu erleben, muss man sofort ausnutzen, also steckt die Gabel zurück ins Straußen-Steak, lasst euer Bier stehen oder duscht später – der Tafelberg ruft! Was euch dafür oben erwartet, versetzt euch in ein einmaliges Glücksgefühl. Mit der Seilbahn geht es hoch nach oben und bei einem Rundgang (nehmt den längeren) seht ihr die Stadt euch zu Füßen liegen, wie sie sich an den Ozean schmiegt, dessen Wellen an den Felsen der umliegenden Berge brechen.

Wollt ihr einen Sonnenuntergang erleben, an den ihr euch ein Leben lang erinnert, dann schnappt euch eure Liebsten, eine Flasche Wein und rauf auf den Lion’s Head – von dort habt ihr einen gigantischen Blick auf die Stadt, das Meer und den Tafelberg.

View from Table Mountain, Cape Town, South African
Blick auf den Lion’s Head

Während man an Kapstadt denkt, kommt einem im gleichen Atemzug natürlich auch das Kap der Guten Hoffnung in den Sinn. Nichts führt an einem Ausflug in die südliche Spitze der Stadt vorbei, um das sagenumwobene Kap selbst zu bestaunen. Am besten erreicht ihr es mit einem Mietwagen. Plant dafür ausreichend Zeit ein, denn bei der Anfahrt über den Chapman’s Peak Drive bleibt ihr vermutlich alle zehn Meter stehen, um die atemberaubende Aussicht zu genießen. Eintritt in den Nationalpark zahlt ihr am Eingang, zu Fuß geht es dann weiter zur berühmten Tafel und dem Leuchtturm mit wahnsinniger Aussicht.

Eine Hand voll Kultur & Geschichte

Kapstadt ist gezeichnet von Geschichte, die europäische Entdecker oftmals sehr unschön schrieben. Als im 17. Jahrhundert die Niederländer die Stadt einnahmen, Ureinwohner vertrieben und Einheimische versklavten, waren es die Briten, die Kapstadt im 19. Jahrhundert kolonialisierten. Die lange Geschichte europäischen Einflusses merkt man vor Ort überall. Gebäude, Menschen, ein Mix aus Kulturen und Traditionen machen diese Stadt ganz besonders. Jeder Reisende sollte sich mit der Geschichte, die das Land gezeichnet hat, auseinander setzen und mehr darüber erfahren:

  • Robben Island: In diesem Gefängnis war Nelson Mandela 18 Jahre lang inhaftiert. Die Insel ist ein besonderes Ausflugsziel bei Einheimischen, die ihrem Nationalhelden gedenken. Ein angemessenes Verhalten ist hier unabdingbar.
  • Castle of Good Hope: Diese ist eine von den Niederländern errichtete Festung.
  • District Six Museum: Erst 1994 wurde die Apartheid in Südafrika abgeschafft – ein beschämender Abschnitt unserer Zeitgeschichte. Im District Six bekommt ihr einen Einblick in diese Zeit.
  • Kunst findet ihr in der South African National Gallery, Naturgeschichte wird euch im South African Museum erzählt.
Prison Cell of Robben Island Prison
Robben Island

Tierische Einheimische

Wer Tiere – egal ob im Wasser oder an Land mag – hat in Kapstadt gute Karten. Ihr findet hier Robben, die in den Wellen spielen, Haie, die mit den Robben spielen, Pinguine, die an eurem gebräunten Po am Strand vorbeiwatscheln,
Wenn Haie aus dem Wasser springen, wird das „Breaching“ genannt. Die beste Zeit, um dieses Spektakel zu sehen, ist Juni bis August.
Paviane, die euch euren Rucksack klauen (kein Witz – aufpassen!) und Giraffen, die auf Streicheleinheiten warten. Wer kein Problem mit gigantischen weißen Haien hat, kann ihnen vor der Küste Kapstadt gerne die Flosse schütteln und in einen Käfig steigen. Will man nicht nass werden, wartet man einfach auf dem Boot – die netten Zeitgenossen des Meeres springen auch an die Wasseroberfläche. Sehr einladend. Wer lieber gefiederte Tiere mag, darf World of Birds nicht verpassen – Geheimtipp: Dort könnt ihr auch mit kleinen Totenkopfäffchen spielen.

Sportskanonen

Zu meinen Kapstadt Tipps gehören natürlich auch sportliche Aktivitäten und da wir schon bei den tierischen Locals sind: Ihr solltet beim Wassersport nicht allzu viel Angst vor Haien mitbringen, denn mit diesen teilt ihr dort nun mal das Wasser. Wen das nicht stört, der kann dort wunderbar Wellenreiten und Kite-Surfen. Dazu eignet sich am besten der Blouberg Strand, an dem ihr zudem auch noch eine traumhafte Aussicht auf den Tafelberg genießt. Auch Wanderwege gibt es unzählige in den umliegenden Bergregionen. Rugby ist dort Nationalsport und wer Zeit hat, sollte den strammen Jungs beim Kampf um den Ball zusehen.

Kitebarding near Table Mountain and Cape Town in South Africa iStock_000061255860_Large
Ausblick vom Blouberg Strand auf den Tafelberg

Kapstadt gustieren

Alles, was hier an euch vorbei läuft und in etwa eure Schulterhöhe übersteigt, landet am „Braai“ – dem südafrikanischen Grill. Nicht selten gehören Springbock, Strauß, Kudu, Warzenschwein & Co. zu den Nationalgerichten. Doch keine Sorge, vegetarische Gerichte finden ebenso ihren Platz auf der Speisekarte und sind von vielen kulturellen Diversitäten beeinflusst.

Besonders schön flaniert man an der V&A Waterfront. Im Hafen gelegen, gibt es unzählige Restaurants und Geschäfte, in denen ihr euch verlieren könnt, während ihr Kapstadt auf euch wirken lasst.

CAPE TOWN, SOUTH AFRICA shutterstock_241680982 EDITORIAL ONLY Delpixel
V&A Waterfront im Zentrum Kapstadts. Foto: Delpixel / Shutterstock.com

Stellenbosch

Kulinarisch geht es weiter – die berühmte Weinanbauregion Stellenbosch ist etwas für wahre Genießer. Überall könnt ihr den edlen Wein verköstigen und euch dabei in der traumhaften Landschaft verlieren. Hier, ca. 50 Kilometer von Kapstadt entfernt, ticken die Uhren etwas langsamer und das gemäßigte Leben breitet sich über euren Gemütern aus und eine Tiefenentspannung tritt ein, wenn ihr über die weiten Weingärten blickt. Hier lässt es sich definitiv aushalten.

Stellenbosch vineyards iStock_000019397934_Large
Wunderschönes Stellenbosch

Ausflüge rund um Kapstadt

Wer Zeit im Gepäck hat, hat eindeutig das goldene Los gezogen, denn rund um die schönste Stadt des Südens gibt es noch so viel zu entdecken. Wie wäre es mit der berühmten Garden Route? An dieser Straße findet ihr wunderschöne Orte, von denen aus ihr immer wieder einen Abstecher machen könnt. Oudtshoorn zum Beispiel: ein wirklich seltsam lustiger Ort, der von Straußenfarmen gezeichnet ist und ein tolles Bergpanorama hat. Dort sind auch die Cango-Caves, welche zum schönsten Höhlensystem der Welt zählen. Einst fanden sogar Konzerte in den Höhlen statt, die aber aufgrund von Vandalismus der Gäste aufgehört hatten. Mit etwas Glück kann aber euer Guide singen und gibt euch eine Hörprobe des unglaublichen Klanges, der im Inneren der Berge entsteht.

Limestone Cavern Formations
Spektakuläre Cango Caves in Outdshoorn

Für all jene, die eine Safari planen, habe ich einen Geheimtipp: das Scotia Safari Game Reservat. Hier könnt ihr Packages buchen: Ich empfehle euch, ein „One Night“ Angebot zu nutzen: Dabei reist ihr nachmittags an, euer Gepäck wird direkt in eure Unterkunft gebracht, die inmitten des Reservats ist, während ihr sofort mit eurer Safari startet. Abends esst ihr im Busch und werdet dann im Dunkeln zu eurer eigenen Hütte gebracht und könnt die nachtaktiven Löwen beobachten. Früh morgens holt euch der Ranger zum Frühstück ab, während es weiter zum nahe gelegenen Addo-Elephant Park geht. PS: Das Grunzen in der Nacht sind nicht irgendwelche Rinder, sondern Löwen. ;-) Das solltet ihr wissen, bevor ihr von komischen Geräuschen beim Frühstück redet und ausgelacht werdet.

Für Hang-Loose Praktizierende hat Südafrika natürlich auch ein Örtchen, indem man sofort einen Gang runter schaltet, seinen Blick auf die Wellen des Ozeans richtet und sich am liebsten sofort auf sein Surfboard schwingen möchte. Ein Geheimtipp zum Übernachten: Dreamland für nur 60€ die Nacht – beinahe direkt am Strand gelegen und mit Blick aufs Meer. Man kann entweder den oberen oder unteren Stock mieten und am Balkon sein eigenes Braai zubereiten, während man den Surfern zusieht.

Vielfältiges Südafrika

Ihr seht – Südafrika scheint an Schönheit, Abenteuer und Landschaft grenzenlos zu sein – diese Reise durch eines der spektakulärsten Länder könnte niemals aufhören. Hier findet ihr noch einen ausführlichen Reisebericht über das ganze Land. Bis dahin hoffe ich, dass ich mit meinen Kapstadt Tipps weiterhelfen konnte.

Falls ihr Hilfe bei der Planung braucht oder nach einem Schnäppchen sucht, schickt mir einfach eine Reiseanfrage und ich suche euch ein super Angebot raus!