Wie wäre es mit einem Besuch des weltgrößten Flohmarkts? Der Marché aux Puces de Saint-Ouen in Paris ist ein Muss für jeden Antiquitäten-Fan! Hier erfahrt ihr, was euch auf diesem riesigen Flohmarkt noch alles erwartet.

An einem Sonntag gemütlich über den Flohmarkt schlendern, dem Treiben der Menschen zusehen und vielleicht das ein oder andere Sammlerstück zum Schnäppchenpreis ergattern, das klingt doch gar nicht mal so übel, oder? Jetzt packt nochmal einen oben drauf und stellt euch das Ganze in der wundervollen französischen Hauptstadt Paris vor – auf dem berühmten und weltgrößten Flohmarkt „Marché aux Puces de Saint-Ouen“. Was euch dort alles erwartet und wieso dieser Flohmarkt ein dickes Muss für jeden ist, das erfahrt ihr hier.

Les Puces de Paris
Foto: facebook.com/MAP-350664554943956

Der weltgrößte Flohmarkt in Paris hat einiges zu bieten

Gelegen am nördlichen Rand von Paris, im 18. Arrondissement, findet ihr auf diesem weltbekannten Flohmarkt eigentlich alles, was das Herz begehrt: Von Kleidungsstücken über Leckereien bis hin zu wertvollen Antiquitäten ist alles mit dabei. Der Flohmarkt Paris Saint-Ouen ist mit seinen über 3000 Ständen auf einer Fläche von 12.000m² der weltweit größte Flohmarkt und besteht aus insgesamt 15 verschiedenen Teil-Märkten, von denen jeder mit einem einzigartigen Ambiente lockt. Dazu gehören unter anderem die Märkte:

  • Marché Antica (kleiner Markt mit vielen antiken Sammlerstücken)
  • Marché Biron (Möbelstücke, Schmuck, Kunststücke aus dem 17. Jahrhundert)
  • Marché Cambo (Einrichtung aus dem 18. und 19. Jahrhundert, Musikinstrumente, Deko, etc.)
  • Marché Dauphine (einer der größten Märke mit hochwertigen Möbeln und Einrichtungsstücken aus dem 17. und 18. Jahrhundert sowie Kunstwerken aus dem 19. und 20. Jahrhundert)
  • Marché Jules Vallès (sehr traditioneller Markt mit Einzelstücken wie zum Beispiel alten Waffen, Bronzefiguren, Büchern, CDs, etc.)
  • Marché Malik (unterschiedlichste Second-Hand-Kleidung, darunter auch Sportbekleidung)
  • Marché Vernaison (Ursprung und Erfolg des Marché aux Puces geht auf diesen 9000m² großen Markt zurück, auf dem es von Kleidung über Schmuck bis hin zu wertvollen Sammlerstücken alles zu kaufen gibt)

Die Geschichte des Marché aux Puces de Saint-Ouen geht bis in das Jahr 1885 zurück, als der damals erste Teil des Marktes, der Marché Vernaison, seine Besucher willkommen hieß und somit den vermutlich ersten Flohmarkt des Landes darstellte. Darüber hinaus wird auch die Herkunft des Begriffs „Flohmarkt“ auf Paris zurückgeführt. Seit dem späten Mittelalter war es in Paris nämlich üblich, dass arme Lumpenhändler Kleidung von reichen Bürgern abkauften, um diese schließlich weiter zu verkaufen. Da die hygienischen Bedingungen zu dieser Zeit allerdings alles andere als gut waren, wurde die Kleidung gerne auch mal mit dem ein oder anderen Floh verkauft. Nach einer großen Flohplage wurden die Händler schließlich in den Norden von Paris verbannt, und voilà, so entstand der erste „Marché aux Puces“, was übersetzt eben Flohmarkt bedeutet.

ST-OUEN MARCHE AUX PUCES
Foto: STAFF / AFP

Stöbern und fündig werden – Auf geht’s durch das Getümmel

Wie auf vielen anderen Märkten findet ihr natürlich auch hier den ein oder anderen Stand, der nicht unbedingt sehr einladend aussieht. Doch da solltet ihr euch einfach nicht von stören lassen, denn schließlich gehört dieser bunte, ja sagen wir sogar malerische Flohmarkt in Paris nicht nur zu den größten der Welt, sondern auch zu den wohl beliebtesten Flohmärkten – und das nicht ohne Grund. Waren aus den verschiedensten Epochen und Ländern werden auf diesem Markt teils zu echten Schnäppchen-Preisen angeboten, was dazu führt, dass hier jährlich bis zu 11 Millionen Besucher gezählt werden.

Wie ihr es vielleicht bei einem Blick auf die verschiedenen Teil-Märkte bereits feststellen konntet, gibt es hier für jeden Geschmack den passenden Stand. Stoffe, Second-Hand-Kleidung, edle Sammlerstücke, alte Waffen, Schmuck, Geschirr, Kunstwerke, und und und… All das und noch vieles mehr gibt es hier zu kaufen. Was ihr jedoch auf keinen Fall vergessen dürft: das Feilschen. So toll und günstig euch ein Stück auch vorkommen mag, ein bisschen verhandeln gehört auf einem Flohmarkt doch einfach dazu, oder? 2€, nein 1,20€, okay, wir treffen uns bei 1,50€. ;)

Erreichen könnt ihr den Flohmarkt in Paris am besten mit der Métrolinie 4, indem ihr bis zur Endhaltestelle „Porte de Clignancourt“ fahrt und von dort aus noch knapp zehn Minuten in Richtung Norden lauft. Der Flohmarkt hat jeden Samstag von 9 bis 18 Uhr, Sonntag von 10 bis 18 Uhr und Montag von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Wer gerne mehr Informationen rund um den Flohmarkt und deren Stände erhalten möchte, der kann sich gerne an der Touristeninformationen des Flohmarktes informieren. Und solltet ihr vom ganzen Stöbern und Kramen zwischendurch auch mal Hunger bekommen, dann kann ich euch das gemütliche Livemusik-Bistro „Chez Lousiette im Herzen des Marktes nur wärmstens empfehlen, das euch mit echten französischen Leckereien verwöhnt. Genießt ein leckeres Mahl mit traditionellen Chansons im Hintergrund und schaut dabei dem Treiben der Pariser zu.

Der Marché aux Puces de Saint-Ouen – er ist ein berühmter und zugleich auch weltgrößter Flohmarkt in Paris, der ein wahres Eldorado für jeden Antiquitäten-Fan darstellt. Solltet ihr noch mehr von dieser prächtigen Stadt sehen wollen, dann schaut doch mal in meinem Reisemagazin-Artikel „Paris: Tipps für einen Kurztrip in die Stadt der Liebe“ nach, was es dort noch alles zu sehen und erleben gibt. Ich wünsche euch jedenfalls viel Spaß! :)