Das Burning Man Festival in Nevada ist ein Mythos. Von einer „life changing experience“, einer wirklich lebensverändernden Erfahrung, sprechen Festival-Besucher. Das Burning Man Festival ist außergewöhnlich, gewaltig und unglaublich krass.

Wer zum Burning Man in die Wüste Nevadas kommt, wird Teil einer vielfältigen und ungewöhnlichen Community auf Zeit – organisiert und erschaffen von den Festival-Besuchern selbst. Jedes Burning Man Festival wird nur so gut und außergewöhnlich wie die Teilnehmer selbst. Künstler, Träumer, Musiker und alle, die eine Auszeit vom Alltag suchen, kommen hierher und kehren als neue Menschen wieder nach Hause zurück. Stimmt das? Wie ist das Festival entstanden und was kann man als Besucher erwarten? Antworten auf alle wichtigen Fragen findet ihr hier.

Party beim Burning Man Festival

Foto: flickr.com/reevej (CC BY-NC-ND 2.0)

Burning Man Festival  – Ein Mekka der Selbstdarsteller, Träumer und Poeten

Acht ganze Tage verwandelt sich die Black Rock Wüste in die temporäre Stadt Black Rock City. Rund 70.000 Teilnehmer werden in diesem Jahr zwischen dem 28. August und dem 5. September 2016 beim Festival erwartet. Die Karten kosten zwischen 800$ und 190$, je nachdem für welchen Sale man sich entscheidet. Anders als bei üblichen Ticketverkäufen werden die Karten für das Burning Man Festival nicht immer teurer, sondern in der Tat sogar günstiger. Wer sich für den Pre-Sale im Januar anmeldet, hat die Chance auf sechs 800$ teure Tickets pro Person. Im Februar gibt es dann die Möglichkeit, sich auf Tickets zum Preis von 390$ zu bewerben. Ein tolles Angebot machen die Veranstalter all jenen mit einem geringen Einkommen. Es gibt ein eigenes „Low Income Ticket Program„, das es Teilnehmern mit einem geringen Einkommen ermöglicht, für nur 190$ ebenfalls dabei zu sein.

Burning Man Festival Nevada 2016

Foto: flickr.com/waynerd (CC BY-NC-ND 2.0)

Wie der Phönix aus der Asche

Wir schreiben das Jahr 1986 – Veranstalter Larry Harvey hat Liebeskummer. Um sich abzulenken, baut er einen zweieinhalb Meter hohen hölzernen Mann und brennt diesen gemeinsam mit Freunden zur Sommersonnenwende ab. Das Burning Man Festival ist geboren. 30 Jahre und viele, viele brennende Männer später strömen jedes Jahr wieder  70.000 Menschen in die Wüste. Larrys Ideale gelten bis heute – 10 Leitlinien hat er verfasst, jede davon fördert das Ausleben des eigenen Ichs, die Selbstfindung und vor allem Suche nach dem eigenen Glück, aber auch die Erfahrung, alle gefundenen Glücksmomente mit anderen zu teilen. Es gibt keine Grenzen – was den anderen Festivalbesuchern nicht schadet, ist erlaubt. Familien mit Kindern sind übrigens genauso eingeladen, wie alle anderen Menschen, die Lust haben, eine gute Zeit zu erleben.

Burning Man Festival 2016

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Eine Woche in der Wüste von Nevada

Das Burning Man Festival ist keine Tagesveranstaltung, sondern eher ein einwöchiges Happening. Eine ganze Zeltstadt entsteht hier, inklusive fantasievoller Kunstinstallationen, Zelte, Jurten und Camper. Organisiert ist die im Halbkreis angelegte Stadt in einzelnen Wohnblocks, die geteilt werden von Straßen mit phantasievoll lautenden Namen wie Illusion, Hanky Pank oder Laffing Sal. In der Stadt dürfen keine Autos fahren, stattdessen radeln die Festivalbesucher mit ihren Fahrrädern durch die Zeltreihen hinüber bis ins Zentrum der Stadt, dem „Best Place on Earth„. Gekocht wird entweder vor dem eigenen Zelt, im eigenen Camper oder auch in Gemeinschaftsküchen. Allerdings gibt es in der Zeltstadt auch einige Restaurants, Bars und Coffeeshops, das Pancake Playhouse und viele weitere kleine Snackbars. Sanitäre Anlagen findet man natürlich auch, doch nicht überall gibt es ausreichend Duschen, und wer nicht im eigenen Camper anreist, muss sich im Normalfall mit Dixi-Klos zufrieden geben. Festival-Vibes kommen auf… Das Burning Man ist anders – die Zeit beim Schlange stehen vor den Toilettenhäuschen vertreibt man sich hier gerne mal beim Bowlen auf der eigens aufgebauten Bahn. Auf der offiziellen Seite des Festivals heißt es: „Burning Man isn’t your usual festival. It’s a city wherein almost everything that happens is created entirely by its citizens, who are active participants in the experience.“

Burning Man Festival 2016

Foto: flickr.com/thomashawk (CC BY-NC 2.0)

Eine fabelhafte Zeit auf dem Burning Man Festival

Ähnlich wie beim Tomorrowland oder dem deutschen Ableger Parookaville gilt auch beim Burning Man: Die Zeit hier wird nur so gut, wie man sie selbst gestaltet. Wer sich auf die 8 Tage in der Wüste, die Sandstürme, die Sonne und die Hitze nicht ordentlich vorbereitet, kommt schnell an seine physischen Grenzen. Auf der Webseite der Veranstalter gibt es extrem gute und hilfreiche Tipps für die Zeit in Black Rock City. Wer sich im Vorfeld gut informiert, wichtige Hinweise zu Wasserreserven, zum Leben im Zeltdorf und dem allgemeinen Miteinander beachtet, wird hier garantiert eine unglaubliche Zeit haben. Das haben Festivals an sich – sie geben uns die Möglichkeit, einfach mal auszubrechen, den drögen Alltag zu vergessen und inmitten einer eigenen Community eine fabelhafte Zeit zu erleben. Ob eine Reise hierher das eigene Leben verändert, muss jeder selbst herausfinden. Möglich ist es auf jeden Fall. Jetzt bin ich neugierig: Wer von euch war schon einmal auf dem Burning Man Festival oder möchte unbedingt mal hin? Ich kann mir vorstellen, dass man den Besuch beim Burning Man gut mit einer USA Reise kombinieren kann. Ich freue mich auf eure Kommentare!

Die Wüste Nevadas ist zu weit entfernt? Schaut euch doch mall diese Festivals in Deutschland an: