Heute möchte ich euch einen ganz besonderen Ort in Kambodscha vorstellen, der mich vom ersten Augenblick an total fasziniert hat. Die berühmte Tempelanlange Angkor mit ihrem größten und bekanntesten Tempel Angkor Wat ist schon seit einigen Jahren einer der beliebtesten Sightseeing-Hotspots in Kambodscha und vielleicht sogar des gesamten südostasiatischen Raums.

Wer schon einmal Fotos von der Tempelanlage im Sonnenaufgang gesehen hat, weiß bestimmt, warum ich von der mystischen Umgebung so fasziniert bin. Wie ein einziges Kunstwerk erscheinen die Sandsteinfiguren und -anlagen mitten im Dschungel, die eines der größten religiösen Bauwerke der Welt sind. Bereits im Jahr 850 entstanden die ersten Tempel und es sollte bis um 1200 dauern, bis die letzten Handgriffe getan waren. Bekannt ist eigentlich nur der Tempel Angkor Wat, der auch das beliebteste Fotomotiv ist. Doch wenn man versucht, das gesamte Areal zu überblicken, weiß man gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Rund tausend Tempel und Gebäude sind mittlerweile wieder erfasst und teilweise freigelegt. Ich möchte euch heute einen kleinen Einblick in die Anlage geben und vor allem auf die schönsten und beeindruckendsten Plätze auf dem 200km² großen Areal hinweisen. Denn ihr wusstet doch bestimmt noch nicht, dass auch einer der Lara Croft Filme mit Angelina Jolie hier gedreht wurde, oder?

Angkor Ruinen

Wo liegt Angkor?

Wer einen Besuch von Angkor plant, kann entweder mit dem Bus oder aber mit dem Flugzeug in die Stadt Siem Reap reisen. Diese ist die Stadt, die den Tempelanlagen am nächsten liegt. Siem Reap verfügt über einen eigenen Flughafen, von Deutschland aus gibt es aber leider keine Direktflüge. Eine Zwischenlandung und eine Anreise von insgesamt etwa 20 Stunden stehen euch bevor, wenn ihr aus Deutschland anreist. Die Reise lohnt sich aber allemal und am besten verbindet ihr den Ausflug sowieso mit einer Reise durch das faszinierende Kambodscha. In Siem Reap angekommen, könnt ihr euch eines der vielen Hotels der Region aussuchen. Da Angkor eine der Sehenswürdigkeiten Südostasiens ist, haben sich mittlerweile viele große und kleine Hotels rund um die alte Tempelanlage angesiedelt. Besonders ins Auge gesprungen ist mir das neu eröffnete Resort Phum Baitang, in dem ihr euch nach einem langen Tag in den Ruinen im fantastischen Pool erholen könnt. Das Resort liegt abgeschieden im Grünen und bietet jede Menge Luxus. Der ideale Ausgangspunkt für eure Erkundungstour durch Angkor Wat!

PhumBaitang

Angkor Wat – eine magische Welt

Der archäologische Park von Angkor ist seit vielen Jahren UNESCO-Weltkulturerbe. Um die poröse Substanz der Stadt zu erhalten, wurde vom Auswärtigen Amt das deutsche Kulturerhalt-Programm ins Leben gerufen. Die vielen kleinen und großen Details an den Sandsteingebäuden sollen konserviert und restauriert werden. In Zusammenarbeit mit Spezialisten  des German Apsara Conservation Project wurden in der Region bisher insgesamt 25 Tempel restauriert. Hans Leisen, der deutsche Projektleiter von der Fachhochschule in Köln, ist regelmäßig vor Ort, teilweise sind sogar auch seine Studenten dabei. Diverse kambodschanische Konservatoren sind hier täglich bei der Arbeit, denn die riesige Tempelstadt ist den Witterungsbedingungen schon seit mehr als 800 Jahren ausgesetzt.

Öffnungszeiten und Preise

Das gesamte Areal ist so groß, dass es fast unmöglich ist, alle tollen Tempelanlangen im Detail anzuschauen. Wer sehr wenig Zeit hat, ist mit einem Tagesticket für circa 19€ gut bedient. Es gibt aber auch Tickets für drei oder sieben Tage, die dann 38€ und 58€ kosten. Am Eingang wird ein Foto von euch gemacht, das Ticket ist also nicht übertragbar. Aber ich bin mir sicher, dass ihr eure Eintrittskarte auch nicht mehr abgeben wollt, wenn ihr erst einmal auf dem archäologischen Areal gewesen seid. Angkor ist jeden Tag zwischen 5 Uhr morgens und 18.30 Uhr am Abend geöffnet.

Traumhafte Motive bei Sonnenaufgang

Macht euch am besten schon sehr früh morgens auf den Weg, um den Sonnenaufgang hautnah mitzuerleben. Ihr werdet zwar nicht die einzigen sein, das ändert aber nichts an der Schönheit dieses einen Augenblicks, wenn sich der Himmel durch die Sonne hinter dem Tempel rot und gelb verfärbt – magisch, sage ich euch! Wenn ihr durch die Stadt schlendert, werdet ihr kaum fassen können, wie imposant alle Gebäude sind. Die Bedeutung der Tempel lässt sich in etwa mit unserer heiligsten Kirche vergleichen. Stellt euch mal vor, jeder bedeutende Dom in Deutschland stünde in einem eigens dafür angelegten Areal und wir könnten dort hindurch schlendern und jeden einzeln besichtigen. So viel außergewöhnliche und einmalige Architektur auf einem Fleck ist kaum zu glauben. Und es ist für Besucher längst nicht alles sichtbar, denn Teile der Stadt liegen noch unter dem Erdboden verborgen.

Angkor Wat sonnenuntergang
Angkor Wat ist auch bei Sonnenuntergängen ein atemberaubendes Motiv!

Mit dem Rad durch Angkor

Es gibt einen kurzen und einen langen Rundweg über das Gelände und am besten erkundet ihr beide mit einem Fahrrad. So seht ihr in viel kürzerer Zeit viel mehr von den Anlagen. Wer lieber erst einmal klein anfängt, der kann mit dem 16 Kilometer langen Pfad beginnen. Hier seht ihr dann am Ta Prohm Tempel auch die einzigartige Kulisse, die echten Fans von Lara Croft und Angelina Jolie sicherlich bekannt vorkommen wird. Hier fanden nämlich die Dreharbeiten zu einem der Tomb Raider Filme statt. Besonders beeindruckend ist die Verschmelzung der alten, ehrwürdigen Gemäuer mit der Natur, denn die Ruinen sind mittlerweile wieder mit Bäumen und starken Wurzeln bewachsen und so ganz einfach zurückerobert worden. Wenn ihr Zeit habt, dann solltet ihr auch den großen Rundweg nicht scheuen. Denn hierher kommen nur noch ganz wenige Besucher. Wenn ihr Glück habt, könnt ihr Teile des Areals ganz allein erkunden und die Ruhe genießen, die dann über den Ruinen liegt. Besonders schön ist der auf dem Weg gelegene Tempel Preah Khan.

Angkor Wat

Ich hoffe, ich konnte eure Neugier auf Kambodscha und sein wunderschönes Weltkulturerbe Angkor wecken und ihr habt Lust, diese einzigartigen und magischen Orte einmal selbst zu besuchen. Es gibt für jeden von uns noch so viele tolle und außergewöhnliche Orte zu entdecken, dass wir eigentlich jeden Monat an einen anderen Ort reisen müssten, um alle sehenswerten Plätze der Erde einmal zu Gesicht zu bekommen. Nehmt euch frei, ich suche euch das passende Angebot für die schönsten Orte der Welt – schickt mir einfach eine persönliche Reiseanfrage!