Scharf, aromatisch, exotisch und einfach super lecker. Die thailändische Küche stellt auf vielfältige Weise einen perfekten Genuss dar und ist für mich immer wieder ein ganz besonderes Highlight bei einer Reise nach Thailand.

Thailändisches Essen erweckt in mir stets ein Gefühl von Urlaub und müsste ich mich für ein Gericht entscheiden, das ich jeden Tag esse, dann wäre das definitiv ein köstliches Thaicurry. Wenn es euch da ähnlich geht, dann solltet ihr unbedingt weiter lesen, denn in diesem Artikel stelle ich euch meine persönlichen Highlights der thailändischen Küche vor und zeige euch, welche Restaurants ihr euch bei eurem nächsten Thailand Urlaub nicht entgehen lassen dürft. Mir läuft jetzt schon das Wasser im Mund zusammen!

So lecker schmeckt thailändisches Essen

Lieblings Thai-Gerichte | Thailändische Gewürze & Kräuter 

 Street Food & Garküchen | außergwöhnliche Restaurants

7 Thai Food Highlights

Wenn ihr an thailändisches Essen denkt, kommen euch vermutlich direkt scharfe Thaicurrys, einfache Reisgerichte und frische Früchte in den Sinn. Wie vielfältig die thailändische Küche tatsächlich ist und was meine persönlichen Highlights sind, habe ich mal für euch zusammengefasst.

1. Der Klassiker: Thaicurry

Beginnen wir doch direkt mit meinem absoluten Lieblingsgericht: dem Thaicurry. Es gibt zahlreiche verschiedene Varianten des Klassikers, das mit Abstand leckerste ist jedoch das Massaman Curry.

Good to know: Im Unterschied zum indischen Curry wird beim Thaicurry eine Currypaste verwendet anstatt der gemahlenen Gewürze. Außerdem wird es nicht in Fett angebraten sondern in Kokosmilch gekocht.

In der internationalen Top 50 Liste der besten Gerichte der Welt des amerikanischen Nachrichtensender CNN steht dieses Curry sogar auf dem ersten Platz, und das muss schon was heißen. Doch was gehört in das Massaman Curry hinein? Die wichtigste Zutat ist natürlich die Curry Paste, die aus Aromen von Kaffirlimettenblättern, Zitronengras, Thai Chillis, Kardamon, Koriandersamen und Kümmel besteht. Klassischerweise wird das Curry mit Hähnchenfleisch, Kartoffeln und Thai Schalotten in Kokosmilch gekocht, man kann es aber je nach Geschmack anpassen. Diese Art des Currys ist übrigens die mildeste Variante, genau das Richtige, wenn ihr es nicht so scharf mögt. Die schärfste Variante hingegen ist das Grüne Curry, welches ebenfalls mit Hähnchenfleisch und verschiedenem Gemüse gekocht wird. Weitere beliebte Currys sind das Rote und Gelbe Curry sowie das Panang Curry, das etwas süßlicher ist und klassisch mit Schweinefleisch gegessen wird.

Bei dem Anblick des grünen Thai Currys läuft mir sofort das Wasser im Mund zusammen!

2. Für alle Suppenkasper: Tom Yam

Tom Yam ist eine super leckere sauer-scharfe Suppe aus Thailand mit den Hauptzutaten Brühe, Fischsoße, Schalotten, Zitronengras, Kaffernlimettenblättern, Galgant und Pilzen. Tom Yam Gai ist eine Variante der Suppe mit Hähnchenfleisch und Tom Yam Gung eine weitere Variante mit Garnelen, die ebenfalls sehr beliebt ist. Dieses Gericht schaffte es übrigens auch in die Top 50 Liste der besten Gerichte und erreichte dort den achten Platz.

Für alle Suppenfans: Die thailändische Tom Yam Suppe

3. Der Papayasalat Som Tam

Suppe ist euch zu warm und ihr wollt lieber einen frischen Salat? Dann solltet ihr unbedingt diese thailändische Spezialität probieren. Der Papayasalat ist der Klassiker schlechthin beim thailändischen Street Food.

Schon gewusst? Eine reife Papaya ist saftig, mild und süß und erinnert an einen Mix aus Melone und Aprikose. Die unreife Papaya schmeckt eher herb.

Die Hauptbestandteile sind vor allem – wie der Name schon vermuten lässt – unreife Papayafrüchte, Chillis, Knoblauch, Limetten, Palmzucker, Fischsoße, Thai Tomaten und Schlangenbohnen. Som Tam Thai ist eine Variante mit getrockneten Garnelen und Erdnüssen und Som Tam Phooh eine weitere Variante mit gesalzenen Krabben.

Ein köstlicher Papayasalat!

4. So simpel und doch so gut: Pad Thai

Das Bratnudelgericht Pad Thai wird auch häufig als das Nationalgericht von Thailand bezeichnet und ist so gut wie in jeder Garküche zu finden. Auch in Europa ist dieses Gericht inzwischen sehr beliebt und das obwohl – oder vielleicht gerade auch weil – es so einfach und schnell zubereitet ist. Auch von diesem Gericht gibt es wieder zahlreiche Varianten und je nach Geschmack wird Pad Thai mit Fleisch, Tofu oder Garnelen zubereitet. Was aber in keiner Variante fehlen darf, sind die Reisnudeln, Fischsoße, Erdnüsse, Tamarindenpaste und Eier. Mit Knoblauch und Chili wird das ausgewogene Aroma aus süßen, scharfen, sauren und salzigen Komponenten verfeinert. Einfach Lecker!

5. Fried Rice: Kao Phad

Neben den gebratenen Glasnudeln zählt aber auch vor allem gebratener Reis zu einem beliebten thailändischen Essen. Generell wird Reis so gut wie zu jeder Mahlzeit in Thailand gereicht und ist eines der wichtigsten Lebensmittel der thailändischen Küche, nicht zuletzt weil Reis ziemlich preiswert und so vielseitig einsetzbar ist.

Kao Pahd wird zu jeder Tageszeit gegessen, egal ob zum Frühstück, Lunch oder Dinner.

Eine der beliebtesten Varianten des Fried Rice ist die mit Hähnchenfleisch. Allerdings gibt es Kao Phad auch in jeder anderen erdenklichen Variation, ob mit Schweine- oder Rinderfleisch, mit Krabben oder anderem Seafood, mit Tofu oder nur mit Gemüse ist dabei völlig eurem persönlichem Geschmack überlassen. In der klassischen Version wird zum Reis immer die Prik Nam Pla Soße gereicht, eine Mischung aus Chilli und Fischsoße. Das Gericht ist einfach, günstig aber es schmeckt hervorragend und geht einfach immer.

Kao Phad, der gebratene Reis sieht nicht nur gut aus, sondern schmeckt auch so.

6. Exotische Früchte

In Südostasien und vor allem in Thailand kommt ihr nicht drumherum, die frischen und exotischen Früchte zu probieren. Auch wenn man Ananas, Mango und Co. auch in europäischen Supermärkten kaufen kann, wird euch bei ebenselben Früchten in Thailand ein völlig neues Geschmackserlebnis erwarten. Frischer, süßer, einfach besser! In Thailand gibt es allein über 20 Bananensorten, die unter anderem gerne gekocht oder gebraten gegessen werden. An besonders heißen Tagen müsst ihr unbedingt einen leckeren Javaapfel essen, der durch seinen hohen Wasseranteil sehr erfrischend ist. Eine bei uns eher unbekannte Frucht ist die Lansi Frucht. Die kleinen, gelb-braunen Kugeln schmecken süß-säuerlich mit einem bitteren Kern, der allerdings nicht zum Verzehr geeignet ist.

Besonders spannend ist zudem die thailändische Jackfrucht, die in unreifer Form von Vegetariern oft als Fleischersatz verwendet wird. Ist die Frucht gereift erinnert sie an einen Mix aus Ananas und Banane. Hier sind auch die Kerne essbar und haben etwas von Esskastanien.

Wenn ihr mutig und experimentierfreudig seid, dann solltet ihr euch auch die Durian nicht entgehen lassen. Die Durian, oder auch häufig Kotzfrucht genannt, hat einen sehr intensiven Geruch… beziehungsweise Gestank. Selbst Menschen, die diese Frucht gerne essen, empfinden ihren Gestank häufig als schlimm. Aber ihr Geruch hat zum Glück nichts mit dem Geschmack zu tun, also lasst euch nicht abschrecken und probiert trotzdem. Das Fruchtfleisch ist sehr cremig und erinnert im Groben an süßen, butterähnlichen Wackelpudding mit Mandelnote.

Ein Teller mit frischen Früchten ist doch der perfekte Snack für zwischendurch.

7. Das Beste kommt zum Schluss: Sticky Rice mit Mango

Also ich hätte jetzt Lust auf ein süßes Dessert, seid ihr dabei? Wenn ihr in Thailand seid, dann kommt ihr an diesem Gericht definitiv nicht vorbei, denn Klebereis mit frischer Mango ist die mit Abstand beliebteste Süßspeise der Thailänder. Der gedämpfte Sticky Rice wird mit Kokosmilch und Zucker gekocht und mit geröstetem Sesam garniert. Dazu gibt es eine süße Mango und wenn man mag eine Kugel Eis. Ich bin sicher – wenn ihr dieses Dessert erst einmal probiert habt, wollt ihr so schnell nichts anderes mehr essen!

Das beliebteste Dessert in Thailand: Sticky Rice mit Mango.

Das darf bei keinem Thai Food fehlen

Das thailändische Essen ist berühmt für seine einzigartigen und köstlichen Aromen. Damit die einzelnen Gerichte ihren leckeren Geschmack erhalten, dürfen so manche Zutaten nicht fehlen:

  • Zitronengras: Frisch duftend und super aromatisch gehört es vor allem in so gut wie jedes Stir-Fry Gericht. Auch bei der Zubereitung von Suppen erfreut sich das Zitronengras großer Beliebtheit.
  • Ingwer: Die Wurzel hat einen sehr intensiven aber vor allem frischen Geschmack, der sich in vielen Soßen aber auch im Curry gut macht. Die angenehme Schärfe verleiht den Gerichten die richtige Würze. Doch auch als Tee schmeckt Ingwer nicht nur hervorragend, sondern ist zudem noch richtig gesund.
  • Thai-Basilikum: In Thailand gibt es verschiedene Formen des Basilikums. Das Horapa hat eine süße Anis-, Lakritznote und wird vor allem zum Würzen von Suppen und Soßen verwendet. Maenglak hingegen hat einen intensiven Zitronengeruch und passt hervorragend zu Fisch, Suppen oder auch in Getränke. Kaprao ist ein Basilikum mit rötlichen Blättern und einem Nelken-, Pimentgeruch. Perfekt für Wok- und Fleischgerichte.
  • Koriander: Wenn eines in der asiatischen Küche nicht fehlen darf, dann ist es Koriander. Der köstliche Duft des Krauts verleiht so gut wie jedem Gericht einen aromatischen Geschmack.
Diese Gewürze dürfen in der thailändischen Küche nicht fehlen.

Die besten Spots für leckeres thailändisches Essen

Nachdem ihr jetzt gelesen habt, welche Gerichte ihr euch in eurem nächsten Urlaub nicht entgehen lassen dürft, habe ich jetzt noch ein paar Tipps, wo ihr das köstliche Thai Food in besonders schöner Atmosphäre probieren könnt. Neben klassischen und außergewöhnlichen Restaurants stehen vor allem Street Food Märkte aber auch Imbisse in den Food-Courts der Shoppingmalls hoch im Kurs der Thailänder und Touristen.

Street Food und Garküchen

Wenn irgendwas in Thailand an so gut wie jeder Ecke zu finden ist, dann sind es Street Food Märkte und offene Garküchen. Ihr kommt also quasi gar nicht drumherum, mindestens einmal auf einem dieser Märkte gegessen zu haben. Auch wenn die Stände im ersten Moment nicht so aussehen als würden sie irgendwelchen hygienischen Standards entsprechen – in den meisten Fällen müsst ihr euch um die Sauberkeit und Qualität keine Sorgen machen. Wenn die Stände und Restaurants gut besucht sind, ist das eigentlich schon immer ein gutes Qualitätskriterium.

Street Food Stände und offene Garküchen sind in Thailand sehr beliebt

Seid ihr in Phuket, solltet ihr dem Naka Market unbedingt einen Besuch abstatten. Neben den oben genannten Klassikern erhaltet ihr hier zudem frischen Zuckerrohrsaft oder einen knusprigen Insektensnack. In Bangkok hingegen solltet ihr euch den Rod Fai Market nicht entgehen lassen. Der Nightmarket ist nicht auf Touristen ausgelegt und verkörpert somit eine sehr authentische Seite von Thailand. Außerdem ist der Markt mit seinen kleinen Bars der perfekte Ausgangspunkt für eine legendäre Partynacht in Bangkok. Kein Wunder also, dass diese beiden Streetfoodmärkte zu den schönsten Märkten weltweit gehören, oder? Ein weiteres Street Food – beziehungsweise „Bootfooderlebnis“ bilden in Thailand die schwimmenden Märkte. Von kleinen Booten verkaufen die Händler hier traditionell ihre Ware, so wie es schon vor Hunderten von Jahren gehandhabt wurde.

Die schwimmenden Märkte in Thailand
Die schwimmenden Märkte in Thailand | Foto: c-sa-bum / Shutterstock.com

Außergewöhnliche Restaurants

Zugegeben, die Street Food Märkte und Garküchen sind schon recht außergewöhnlich und bei uns in Deutschland so nicht zu finden, aber ich garantiere euch es geht noch außergewöhnlicher: Wie wäre es zum Beispiel mit einem köstlichen Dinner im Tree Pod Dining? Gäste des Luxushotels Soneva Kiri Eco Resort bekommen hier ein Gourmetessen der Extraklasse serviert und zwar wortwörtlich aus der Vogelperspektive. Denn die einzelnen Vierertische sind einem Vogelnest nachgebaut und werden mit einem Fahrstuhlmechanismus einen Baum hochgezogen, wo ihr dann bei atemberaubender Aussicht euer köstliches Dinner genießen könnt – eben wie ein Vogel im Nest. Ihr könnt euch bestimmt schon denken, dass so ein Erlebnis seinen Preis hat und nicht mit einem Gericht von einem Street Food Stand zu vergleichen ist. Umgerechnet müsst ihr etwa 400€ für zwei Personen auf den Tisch blättern… aber wer kann auch schon behaupten, mal in einem Vogelnest gespeist zu haben?

 

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Ein weiteres Highlight erwartet euch in Bangkok, denn überall in den Hochhäusern der Stadt gibt es spannende Skyrestaurants. In den obersten Stockwerken der Skyscraper könnt ihr dann euren Cocktail und das leckere Thai Food bei grandiosen Aussichten über die Millionen Metropole genießen. Was haltet ihr da zum Beispiel von der Vertigo Grill and Moon Bar? Schlürft euren Cocktail und probiert von der grandios gegrillten Seafoodplatte während um euch herum die Lichter der Stadt glänzen. Auch dieses Restaurant ist für die thailändischen Verhältnisse ziemlich teuer, aber ich garantiere euch – es ist jeden Cent wert.

Dier Vertigo Grill and Moon Bar über den Dächern von Bangkok
Die Vertigo Grill and Moon Bar über den Dächern von Bangkok | Foto: Stasis Photo/shutterstock.com

Zu guter Letzt habe ich noch ein ganz besonderes Restaurant der Extraklasse für euch: The Grotto im Resort Rayavadee. In der thailändischen Provinz Krabi könnt ihr euer Lunch in einzigartiger Atmosphäre zu euch nehmen, denn ihr befindet euch in einer Höhle direkt am Phranang Beach, mit dem Sand unter euren Füßen. Genießt den malerischen Blick über das Meer zur einen und die faszinierenden Felsformationen zur anderen Seite. Ob ein leichter Snack zu Mittag oder ein leckerer Cocktail beim Sonnenuntergang – The Grotto ist in jedem Falle einen Besuch wert, wenn ihr in der Provinz Krabi seid.

Na, hungrig?

Also mein Hunger ist inzwischen riesengroß, geht es euch da ähnlich? Dann packt doch am besten gleich euren Backpack und macht euch auf ins wunderschöne Thailand. Wem das zu lange dauert, der kann sich ja mal selbst an der thailändischen Küche versuchen und das ein oder andere Gericht nachkochen oder aber ihr besucht den Thailänder eures Vertrauens und stimmt euch so schon einmal auf euren nächsten Urlaub ein. So oder so, ich wünsche guten Appetit!

 

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