Während des Praktikums ihres Lebens bereist Mara unter anderem Sri Lanka und dieses faszinierende Land hat es ihr einfach angetan. Nach ihrer ersten Reise ist sie sich absolut sicher: Sri Lanka – ich komme wieder!

Selten habe ich mich so sehr von den ersten Minuten an in ein neues Land verliebt wie in Sri Lanka. Die ersten Eindrücke, die sich bei mir eingebrannt haben, waren zum einen die außerordentlich freundlichen und offenen Einwohner Sri Lankas, denen ich bei der Beantragung meines Visums und vor dem Flughafen bereits begegnet bin, und zum anderen das Palmenmeer, das beim Blick aus dem Autofenster auf der Fahrt zum Hotel an meinen Augen vorbeizog. Was für ein grünes Land! Spätestens als der Himmel dann langsam anfing sich rot zu färben und ich einen spektakulären Sonnenuntergang beobachten konnte, war es um mich geschehen.

Erste Sri Lanka Impressionen 

Stelzenfischer am Koggala Beach

Eine meiner ersten Unternehmungen in Sri Lanka war, die berühmten „Stelzenfischer“ aufzusuchen. An der Küste zwischen Unawatuna und Weligama im Süden Sri Lankas findet man zahlreiche Fischer, die noch diese traditionelle Methode des Fischens betreiben. Ich habe von meinen beiden Chefs, Daniel und Daniel (die offiziell nicht Chef genannt werden wollen), eine Aufgabe für Sri Lanka bekommen, nämlich ein Foto auf einer dieser Stelzen in der Urlaubsguru Pose zu schießen. „Nichts leichter als das.“, dachte ich mir und bin losgezogen – Pustekuchen.

Stelzenfischer

Mit meinen Überredungskünsten gelang es mir zwar in kurzer Zeit, einen Fischer davon zu überzeugen, dass ich eine Nationalturnerin aus Deutschland und es für mich deshalb kinderleicht sei, eine der Stelzen zu erklimmen und dort trotz des starken Wellengangs sitzen bleiben zu können. Allerdings waren die Wellen doch höher und die Strömung deutlich stärker als gedacht, so dass es sich als größte Schwierigkeit herausstellte, überhaupt zu einer der Stelzen zu gelangen. Egal – ab wie Rambo ins Wasser, zu den Stelzen durchgekämpft, hochgeklettert und die berühmte Guru Pose und auch die eine oder andere Verrenkung gemacht.

Graue Riesen im Kaudulla Nationalpark

Ein weiteres Highlight meiner Zeit, in Sri Lanka war der Besuch des Kaudulla Nationalparks, welcher etwa 22 km nördlich von Habarana liegt. Wer wie ich Elefanten liebt und kein Fan des klassischen Elefantentourismus wie zum Beispiel Elefantenreiten ist, der sollte dem Kaudulla unbedingt einen Besuch abstatten.

Elefanten in Sri Lanka1

Sigiriya – „Löwenfelsen“ – How to avoid the crowds

Aber auch einer der touristischen Hauptattraktionen wollte ich einen Besuch abstatten, und zwar Sigiriya, auf Deutsch „Löwenfelsen“. Eigentlich meide ich solche Touristenattraktionen eher, bei denen gefühlt mehr Selfie-Sticks als Besucher vorprogrammiert sind, allerdings sah Sigiriya, dieser majestätische riesige Gesteinsblock, auf Fotos bereits so beeindruckend aus, dass ich beschloss, den von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärte Felsen, mit eigenen Augen sehen zu wollen. Um genau zu sein ist Sigiriya ein Monolith = ein natürlich entstandener oder bearbeiteter Gesteinsblock, der komplett aus einer einheitlichen Gesteinsart besteht.

Sri Lanka Impressionen5

Dort angekommen war ich dann aber doch etwas überrumpelt und ernüchtert von dem Ausmaß der Touristenströme, die allesamt den Felsen besteigen wollten. Ich beschloss schließlich auf halbem Weg Halt zu machen und verbrachte einige Zeit auf einer Aussichtsplattform, von der man einen fantastischen Ausblick über den umliegenden Regenwald hatte.

Sri Lanka Löwenfelsen

Während ich die Aussicht genoss, quälten sich hunderte Touris die zahlreichen Stufen bis zum Gipfel hoch und nahmen auch teilweise ein mehrstündiges Warten auf halbem Weg in der Schlange auf sich, nur um den obersten Punkt des Felsens zu erreichen. Warum soll man sich das antun, wenn man auf halber Höhe eine fast genauso tolle Aussicht hat? Generell finde ich Sigiriya dennoch allemal sehenswert, da dieser riesige Gesteinsblock eine ganz besondere Aura hat. Allerdings würde ich euch empfehlen, früh am Morgen und nach Möglichkeit unter der Woche zu kommen und nicht wie ich am Wochenende. So kann man den schlimmsten Ansturm ganz einfach vermeiden und dort einige tolle Stunden verbringen!

Ich komme wieder!

Wie ich bereits in meinem vorherigen Blogpost zum Koggala Beach Hotel erwähnt habe, hat es mir das Land Sri Lanka unheimlich angetan und mich auf eine ganz besondere Art und Weise fasziniert. So sehr, dass eines für mich feststeht: Sri Lanka – ich komme wieder.