Die amerikanische Metropole New York ist unglaublich. Wer hierherkommt, findet sich in einem Straßendschungel wieder, in dem hinter jedem Block ein neues Highlight zu finden ist.

Nicht umsonst gibt es gefühlt Hunderte von Liedern, die den Big Apple besingen und ein Loblied auf die Weltstadt singen. Am besten beschreibt es Frank Sinatra: „New York, New York – it`s  a hell of a town!“ Und das ist gar nicht negativ gemeint. Wer schon einmal an einer roten Ampel an einer der tausend Kreuzungen gestanden und versucht hat, die Sekunden mitzuzählen, in denen nicht gehupt wird, kommt nicht weit. Ich habe gerade drei Sekunden geschafft. Dann ging die Kakophonie wieder los.

Jeder, der in die Stadt kommt, hat das Gefühl, sich schon auszukennen, denn in diversen Filmen ist die Stadt Kulisse. Bestes Beispiel ist der Film Harry und Sally. Das Café Katz’s weist mit einem Schild  auf den Drehort der pikanten Szene zwischen Meg Ryan und Billy Crystal hin und noch immer strömen Scharen von Schaulustigen hierher und genießen ein Pastrami-Sandwich. Das Flatiron Building am Ende der Fifth Ave. war Kulisse für Actionfilme wie Spiderman, Godzilla oder auch Armageddon. Allein durch die vielen Filme hat man also das Gefühl, einige Orte wiederzuerkennen.

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New York – Alle Sehenswürdigkeiten auf einen Blick

Spectacular sunset view of lower Manhattan skyline from Brooklyn

Wenn Ankommen zum Highlight wird

Je nachdem mit welcher Airline ihr nach New York fliegt, landet ihr an den unterschiedlichsten Flughäfen. Egal, ob nun vom John F. Kennedy Airport, von La Guardia (beide im Stadtteil Queens) oder doch von Newark (New Jersey) – in die Stadt kommt ihr sehr leicht. Es fahren die unterschiedlichsten Shuttelbusse regelmäßig nach Manhattan, je nach Flughafen und Unternehmen kostet eine Fahrt zwischen 7€ und 18€ pro Person. Ich kann euch aber eine Fahrt mit den legendären gelben Taxis (Kosten pro Strecke rund 52$)  nur dringend empfehlen. Wenn ihr auf den leicht durchgesessenen Rücksitzen Platz nehmt, vorne die ersten amerikanischen Hits aus dem Radio kommen, und ihr euch durch die Vororte auf den Weg Richtung Manhattan macht, dann scheint die Fahrt fast surreal.

Immer wieder seht ihr die Flagge der USA an Masten wehen und plötzlich könnt ihr den ersten Blick auf die Skyline von Manhattan werfen. Dann fahrt ihr irgendwann in den Tunnel und kommt in einer völlig anderen Welt wieder zum Vorschein. Wie eine riesige Kulisse erscheinen die Wolkenkratzer und ihr fühlt euch erst einmal wie Zwerge. Und wenn ihr den ersten Spaziergang durch die Häuserschluchten unternehmt, wird die Ehrfurcht noch viel größer. Überall schallt das Hupen durch die Straßen, es sausen die bekannten Kurierfahrer an euch vorbei und es dampft aus den Rohren, die an vielen Kreuzungen für Verwunderung sorgen. Hier werden dann gerade die zentralen Fernwärmeleitungen der Stadt repariert. Der Duft der Stadt ist einzigartig, denn überall stehen kleine Foodtrucks, die Hot Dogs, African Food, Waffeln oder Burger verkaufen. Sucht euch einfach aus, worauf ihr Lust habt!

Taxies in Manhattan

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten New Yorks auf einen Blick

Um einen guten Überblick über die Stadt zu erhalten, ist es sinnvoll, sich einen guten Stadtplan zuzulegen oder eine App herunterzuladen, auf der ihr auch offline die Straßenkarte nutzen könnt. Denn WLAN gibt es zwar in vielen Cafés und auch an manchen öffentlichen Plätzen, aber längst nicht immer dort, wo man es am dringendsten braucht. Wer einige Tage Zeit hat, die Stadt zu erkunden, für den lohnt sich ganz sicher der New York Pass, der schnellen und freien Eintritt zu mehr als 80 Attraktionen im Stadtgebiet gewährt. Je nachdem wie viele Tage man den Pass nutzen möchte, kostet er zwischen 119$ (1 Tag/Erwachsene) und 299$ (7 Tage/Erwachsene). Dafür gibt es eine Chipkarte, auf der alle wichtigen Daten gespeichert sind. So kommt ihr dann ohne noch etwas zu bezahlen in alle Sehenswürdigkeiten und häufig könnt ihr gleich schnell an der langen Schlage vorbei schlüpfen und direkt mit der Besichtigung beginnen. Der Preis hört sich zunächst vielleicht hoch an, doch allein Madame Tussauds mit den berühmten Wachsfiguren und der Besuch des Empire State Building kosten zusammen fast 70$. Wer das Glück hat, eine ganze Woche oder sogar noch länger in der Stadt bleiben zu können, kann mit dem New York Pass alle Sehenswürdigkeiten ganz entspannt abklappern.

Rockefeller Center und Top of the Rocks

Für einen ersten Überblick über die Halbinsel von Manhattan empfehle ich euch nicht das Empire State Building, sondern die Aussichtsplattform auf dem Rockefeller Center (45 Rockefeller Plaza). Das „Top of the Rock“ eignet sich deshalb besonders gut, weil ihr hier schon die ersten Erinnerungsfotos mit der Skyline im Hintergrund machen könnt und dabei habt ihr ein Wahrzeichen der Stadt gleich schon perfekt im Visier. Von hier aus könnt ihr nämlich prima das Empire State Building in den Sucher bekommen. Der Vorteil gegenüber dem großen Bruder ist vor allem, dass es hier keine Gitter gibt, durch die ihr durchfotografieren müsst. Hier sind die Schutzwände verglast.

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Wieder unten angekommen könnt ihr, je nach Jahreszeit, vielleicht sogar den berühmten Weihnachtsbaum am Fuße des Gebäudes sehen. Seit 1931 wird dieser Anfang Dezember feierlich erleuchtet. Die Feierlichkeiten werden immer von Auftritten bekannter Künstler begleitet. Der Anblick ist einfach herrlich. Doch nicht nur im Winter ist New York mit seiner kunstvollen Beleuchtung eine Augenweide. Auch zu jeder anderen Zeit werdet ihr euch fühlen wie in einem Film.

Die sehenswertesten Museen in New York

Nur einige Blocks vom Rockefeller Center entfernt findet ihr das Museum of Modern Art (11 West 53rd Street zwischen 5. Und 6. Avenue) . Egal, ob ihr Kunstliebhaber seid oder nicht – dieses Museum ist einfach ein Muss. Hier findet ihr die größte Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst und es gibt einige wirklich tolle Kunstwerke und Objekte zu sehen.

Wer sich für Naturkunde interessiert, sollte unbedingt Zeit für das Museum of Natural History (Central Park W & 79th St) einplanen. Hier könnt ihr echte Dinosaurierskelette sehen und eine Menge über die Naturgeschichte der Erde lernen. Immer wieder gibt es neue spannende Wechselausstellungen. Das Museum ist nicht nur für Kinder spannend, auch Erwachsene werden hier viel Neues entdecken. Das Gebäude an sich ist wunderschön, werft also auf jeden Fall einen Blick auf die beeindruckende Fassade.

Museum of Natural History

Eine ganz andere Besichtigung steht euch im Metropolitan Museum of Art (1000 5th Ave, New York) bevor. Das größte Kunstmuseum präsentiert eine der wichtigsten kunsthistorischen Sammlungen der Welt. Es gibt jede Menge echte altertümliche Objekte zu sehen, die aus allen Teilen der Welt hierher nach New York gebracht wurden. Von Musikinstrumenten über Bilder und Kleider könnt ihr hier alles Mögliche finden. Langweilig wird euch hier auf keinen Fall.

Natürlich gibt es noch sehr viel mehr Museen zu besichtigen, sucht euch einfach aus, worauf ihr Lust habt und macht euch auf den Weg.

Central Park

Für eine Pause zwischen den Besichtigungen bietet sich ein Abstecher in den Central Park an. Vorher könnt ihr euch ein leckeres Mittagessen im Whole Foods Market am Columbus Circle besorgen. Hier gibt es eine Bäckerei, diverse kleine Stores und einige große Theken, an der ihr euch euer Mittagessen aus einer riesigen Auswahl an Salaten und warmen Gerichten zusammenstellen könnt. Probiert euch einfach durch das Sortiment, es ist für jeden etwas dabei.

Central Perk Friends Anniversary

Für ein Picknick im Grünen ist der Central Park perfekt geeignet. Macht es euch einfach auf einer der Bänke bequem oder sucht euch ein Plätzchen unter den Bäumen. Von dort aus könnt ihr Joggern, Dog-Walkern und Künstlern zuschauen. Im Sommer verbringen Familien ihre Tage ihr auf den Wiesen und im Winter schnallen sie sich die Schlittschuhe unter die Füße und drehen ihre Runden auf der Eisbahn. Wenn ihr könnt, solltet ihr euch auf jeden Fall ein Fahrrad leihen und so den ganz Park erkunden. Vielleicht schafft ihr es ja in Richtung Conservatory Garden, denn hier ist es wirklich besonders schön. Es gibt wunderschöne Gartenanlagen und viele Seen. Hier könnt in all dem Großstadttrubel zur Ruhe kommen und euch ein paar Stunden Entspannung gönnen.

Hier findet ihr alle Infos zu New York mit dem Citi Bike.

Grand Central Station

Völlig unkompliziert und natürlich kostenlos könnt ihr die wunderschöne Halle der berühmten Grand Central Station besichtigen. In vielen Hollywood-Romanzen und diversen Actionfilmen spielt der Bahnhof eine zentrale Rolle. Hier landet ihr unweigerlich, wenn ihr die Stadt mit der Subway erkundet. Im Bahnhof könnt ihr fein dinieren, ein Eis essen oder doch ein bisschen shoppen gehen. Und das alle in einer wunderschönen Kulisse.

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Wall Street und Trinity Church

Von der Grand Central Station fahren die Subway-Linien 4 und 5 in Richtung Wall Street. In etwa 20 Minuten seid ihr in Lower Manhattan und könnt die berühmte Wall Street und den Bullen im  Bowling Green Park besuchen. Der Finanzdistrikt ist voller Leben, den hier schlägt das finanzielle Herz der Stadt.

SPENCER PLATT / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / AFP
Foto: Spencer Platt / Getty Images North America / AFP

Inmitten dieser hektischen und geschäftlichen Atmosphäre hat mich ein Gebäude besonders beeindruckt. Zwischen den Wolkenkratzern findet ihr die wunderschöne Trinity Kirche, die sogar ein kleiner verfallener Friedhof umgibt. Hier findet ihr die Gräber einiger berühmter Persönlichkeiten der US-Geschichte. Die Kirche war ein wichtiger Rückzugsort für die Helfer und Rettungskräfte während und nach den Anschlägen vom 11. September 2001. Heute kann man hier tolle Konzerte besuchen und dem Grammy-nominierten Chor lauschen. Nehmt euch die Zeit dafür – das Ambiente ist einfach unglaublich.

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9/11-Museum und Gedenkstätte

Innerhalb weniger Blocks seid ihr am 9/11 Museum und an der Gedenkstätte. Das Motto des Museums ist so einfach wie eindringlich: Erinnern – Erziehen – Ehren. Wo in anderen Museen vielleicht aus Respekt oder auch aus Berührungsängsten heraus darauf verzichtet wird, echte Artefakte und Überbleibsel einer derartigen Katastrophe auszustellen, haben die Architekten hier viele Teile der Türme in den Bau des Gebäudes integriert. So stützt eine riesige Stahlstrebe aus dem World Trade Center das Dach des Glas-Pavillons und im Inneren laufen die Besucher immer wieder an den zerstörten Feuerwehrwagen oder an durch die Hitze verbogenen Stahlstreben vorbei, die man nach den Aufräumarbeiten unter den Trümmern der Türme gefunden hat.

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Hartgesottene können sich die letzten Anrufe der Opfer kurz vor dem Einsturz der Türme anhören und sich unterschiedliche Videos der Stunden nach den Anschlägen anschauen. Der Besuch lohnt sich sehr, mich haben die vielen realen Eindrücke noch einige Stunden beschäftigt. Besonders beeindruckt hat aber mich der Mut und auch der Wille der New Yorker, gerade in einer so schweren Stunde zusammen zu stehen und neue Stärke und Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln.

Ellis Island und Freiheitsstatue

Der Anblick der Statue of Liberty war für Millionen von Menschen vor vielen Jahren das Zeichen für den Beginn eines neuen Lebens. Nach mehreren strapaziösen Wochen auf hoher See hatten sie die neue Welt erreicht. Die Einreise erfolgte über Ellis Island, denn hier war die Immigranten-Sammelstelle untergebracht. Heute findet ihr hier ein Museum. Von Ellis Island aus habt ihr einen tollen Ausblick auf die Freiheitsstatue. Sowohl das Museum als auch die Statue sind mit der kostenpflichtigen Fähre vom Battery Park schnell erreicht. Mit dem New York Pass ist auch diese Attraktion kostenlos.

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Das Beste an der Fahrt mit der Fähre ist aber, dass ihr so einen überragenden Ausblick auf die Skyline von Manhattan habt. So wird erst klar, wie beeindruckend New York ist. Denn nicht nur die Sehenswürdigkeiten an sich, sondern auch die ganze Stadt ist einfach ein Traum. Wer einmal im Big Apple war, wird mir zustimmen, dass ein Besuch nicht reicht, um die Großstadtsehnsucht zu befriedigen. Sie wird eher noch schlimmer…

New York ist eine Stadt für alle Sinne! Deshalb zeige ich euch in einem zweiten Teil weitere tolle Insidertipps für New York. Denn es gibt viele Märkte im gesamten Stadtgebiet, die luxuriöse Fifth Avenue, den buten Times Square und hippe Szenen in Brooklyn. Diese unglaubliche Vielfalt kann man ganz nebenbei entdecken.