Die Rakotzbrücke

Eine atemberaubende Brücke in Sachsen

Atemberaubende Brücken müssen immer so groß sein wie die Golden Gate oder die Brooklynbridge. Falsch gedacht! Es geht auch klein und fein aber dafür umso mysteriöser und magischer. Eine der wohl schönsten und mystischsten Brücken findet ihr sogar in unserem schönen Heimatland. Sicher seid ihr im Internet schon über das ein oder andere Bild der Rakotzbrücke gestolpert. Auch ich war sofort von der perfekten Geometrie, die die Brücke mit ihrem Spiegelbild ergibt, begeistert und habe mich deswegen für euch etwas schlau gemacht. Erfahrt hier, was es mit dieser märchenhaften Brücke auf sich hat, die im Internet und auf Instagram einen regelrechten Hype ausgelöst hat.

 

Die Rakotzbrücke

Was aussieht wie eine Szene aus Herr der Ringe, befindet sich gar nicht mal so weit weg von uns. Ihr findet die Rakotzbrücke nämlich in unserem Heimatland. Genauer gesagt im Kromlauer Rhododendronpark in der sächsischen Gemeinde Gablenz im Landkreis Görlitz, nah an der Grenze zu Polen. Dieses kleine Bauwunder wurde von 1863 bis 1882 aus Feld- und Basaltsteinen unter der Anleitung von Friedrich Hermann Rötschke errichtet. Die im Volksmund auch als „Teufelsbrücke“ bezeichnete Konstruktion führt einmal über den etwa 35 Meter breiten Rakotzsee. Jetzt steht sie unter Denkmalschutz und darf nicht mehr betreten werden. Doch schon bald soll sie saniert werden, damit sie uns auch in Zukunft erhalten bleibt.

 

Das erwartet euch

Die Rakotzbrücke mit dem darunter liegenden Rakotzsee gibt das perfekte Fotomotiv und ist dadurch besonders in den letzten Jahren auf der ganzen Welt bekannt geworden. Das steinerne Bauwerk spiegelt sich im Wasser und bildet so einen perfekten Kreis, der schon von vielen Fotografen und Bloggern, die aus aller Welt anreisen, abgelichtet wurde.
Am besten stattet ihr der Brücke im Herbst einen Besuch ab. Dann ist der See mit viel Wasser gefüllt und das Spiegelbild kommt am besten zur Geltung. Bei gutem Wetter, wenn der See windstill daliegt, ist der Kreis, den das Spiegelbild ergibt, perfekt und bietet euch eine wirklich zauberhafte Kulisse. An der Brücke selbst und aus dem See ragen dazu auch noch dutzende Basaltsäulen in die Höhe. Wenn im Herbst noch das bunte Laub hinzukommt, wirkt dieser Ort wie aus einem Traum. Vom Ende des Sees aus könnt ihr das einmalige Spiegelbild am besten bestaunen und die wahr gewordene Märchenkulisse ablichten.

So kommt ihr zur Rakotzbrücke

Wenn ihr mit dem Auto zum Park anreist, könnt ihr dieses direkt vor dem Eingang auf dem großen Parkplatz stehen lassen und gemütlich zu Fuß zu der Brücke spazieren. Der Park, in dem sich die Brücke befindet, ist täglich kostenlos zugänglich. Dafür müsst ihr beim Parken zwar mindestens zwei Euro bezahlen. Dieser Betrag ist bei dem Anblick aber zu verkraften, oder? In knappen fünf Minuten erreicht ihr zu Fuß den See und könnt die mystische Kulisse, welche sich euch ergibt, bestaunen. Wenn ihr genügend Bilder geschossen habt, könnt ihr einmal um den See spazieren und dabei das Bauwerk von jeder Perspektive aus bewundern.
Von Dresden oder Berlin aus könnt ihr perfekt einen Tagesausflug hierher unternehmen. Wenn ihr allerdings erfahrene Fotografen seid, die hier wirklich den perfekten Moment knipsen wollen, dann würde ich euch einen etwas längeren Aufenthalt empfehlen, damit ihr die Brücke zu jeder Tageszeit seht und so den besten Zeitpunkt für euer Foto auf keinen Fall verpasst.

Natur in der Oberlausitz

Ein Besuch in der Oberlausitz lohnt sich also, wie ihr seht! Doch nicht nur allein wegen der Rakotzbrücke könnt ihr eure Bucketlist um einen Punkt ergänzen. Die östlichste Ferienlandschaft Deutschlands, welche an Polen und die Tschechische Republik grenzt, bietet euch noch mehr an Erholung und saftiger Natur. Entdeckt zum Beispiel das Biospährenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft mit seiner wunderbaren Naturlandschaft. Erkundet die unzähligen Wälder, Moore und Teiche auf einem der vielen Rad- und Wanderwege und lasst einfach die Seele baumeln. Auch den Fürst-Pückler-Park mit seinem markanten roten Schloss in Bad Muskau solltet ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen. Es ist der größte Landschaftspark in Kontinentaleuropa und UNESCO-Welterbe. Das klingt doch nach besten Voraussetzungen, um dem Alltag in der Stadt zu entfliehen.

Was sind Teufelsbrücken?

Eine solch perfekte Brücke, die der Schwerkraft trotzt, kann nur durch einen Packt mit dem Teufel entstanden sein, oder? So heißt es jedenfalls in alten Volkssagen. Die sogenannten Teufelsbrücken finden sich überall in Europa. In den meisten Legenden über diese Brücken heißt es, dass der Brückenbauer und der Teufel einen Packt schließen. Der Teufel baut die Brücke und bekommt im Gegenzug dafür die Seele des ersten Lebewesens, das diese Brücke überquert. Meistens überlisteten die Brückenbauer den Teufel allerdings und ließen ein Tier über die Brücke laufen, sodass kein Menschenleben geopfert werden musste. Bei der Rakotzbrücke soll dies aber anders gewesen sein. Hier ging der Brückenbauer nach der Fertigstellung selbst als Erster über die Brücke und gab so sein Leben dafür. Der Legende nach kostet die Brücke fünfzigtausend Dollar und ein Menschenleben.

Los geht's

Bei deutschlandLiebe habt ihr sicherlich schon gesehen, dass unsere Heimat so einige schöne Ecken zu bieten hat. Die Rakotzbrücke in Sachsen bestätigt dies einmal mehr und gehört für mich auf jeden Fall mit zu den schönsten Orten Deutschlands und somit definitiv ganz oben auf eure Bucketlist. Worauf wartet ihr noch? Zieht los und erkundet die besonderen Ecken unseres schönen Landes und überzeugt euch selbst!

Unter dem Hashtag #Rakotzbrücke könnt ihr bei Instagram schon viele toll geknipste Bilder der Brücke bestaunen!