Uganda ist für die meisten von uns nicht viel mehr als ein unbekannter Fleck auf der Landkarte. Das sollte sich nun aber schleunigst ändern! Das Land in Ostafrika hat neben quirligen und aufregenden Städten vor allem atemberaubende Landschaften und eine wunderschöne Tierwelt zu bieten. Wo und weshalb ihr in Uganda nicht mehr aus dem Staunen herauskommt, verrate ich euch in meinem Artikel.

„Uganda? Ist das nicht irgendein Land in Afrika?“ Nein, Uganda ist nicht nur irgendein Land – der Staat auf dem zweitgrößten Kontinent der Welt wurde nicht umsonst von Winston Churchill als Perle Afrikas bezeichnet. Wo sonst könnt ihr mit seltenen Gorillas durch die Berge ziehen oder gleichzeitig auf der Nord- und Südhalbkugel der Welt stehen? Uganda ist ein unglaublich vielseitiges Land, das euch vor allem mit seiner atemberaubenden Natur in den Bann ziehen wird. Wenn ihr es schaffen solltet, euch von einzigartigen Ausblicken auf Wasserfälle und Regenwälder loszureißen, erfahrt ihr in meinem Artikel, was ihr in Uganda noch alles erleben könnt.

Entdeckt das unglaubliche Uganda

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Natur | Städte | Kulinarisches

Armut in Uganda | Los geht’s

Wissenswertes über Uganda

Damit ihr wisst, wo wir uns überhaupt befinden und was Uganda grundsätzlich für ein Land ist, fangen wir erstmal mit eine paar grundlegenden Informationen an. Die Republik Uganda ist ein Staat in Ostafrika und grenzt an den Südsudan, Kenia, Tansania, Ruanda und die Demokratische Republik Kongo. Die Grenzen zu Kenia und Tansania ziehen sich teilweise durch den Victoriasee. Uganda hat etwa 41,49 Millionen Einwohner (Stand 2016), davon leben etwa 1,5 Millionen Menschen in der Hauptstadt Kampala, die in der Nähe des Victoriasees im Südosten des Landes liegt. In Uganda wird offiziell Englisch und Swahili gesprochen, daneben noch etwa weitere 40 Sprachen, mit eurem Schulenglisch solltet ihr euch aber gut verständigen können.

Uganda auf einen Blick:

  • Größe: 241.040m²
  • Einwohner: 41,49 Millionen
  • Hauptstadt: Kampala
  • Staatsoberhaupt: Yoweri Museveni
  • Sprache: Englisch und Swahili
  • Währung: Uganda Schilling
  • Zeitzone: UTC+3

Politisch gesehen hat das Land ein dunkles Kapitel hinter sich: Uganda musste lange unter dem berüchtigten und gewalttätigen Diktator Idi Amin leiden, 400.000 Menschen sind während seiner Gewaltherrschaft zu Tode gekommen. Die politische Lage in Uganda hat sich aber nach dem Amtsantritt von Präsident Yoweri Kaguta Museveni im Jahr 1986 beruhigt. Das Land ist außerdem seit 1962 unabhängig vom Vereinigten Königreich und aktuell Mitglied des Commonwealth of Nations. Damit ihr schonmal einen Blick in euer Sparschwein werfen könnt: In Uganda bezahlt man mit dem Uganda-Schilling (U.Sh.), ein Euro entspricht im Moment in etwa 4.269 U.Sh. Zur Orientierung: Ein 0,5 Liter großes Bier kostet in Uganda etwa 1,20€. Ihr wisst, der Wetterbericht kommt immer zum Schluss: In Uganda ist es eigentlich das ganze Jahr über recht beständig, hier herrschen tagsüber Temperaturen von 25 bis 30 Grad, nachts sind es meistens knapp unter 20 Grad. Dafür sorgt auch der Äquator, der sich mitten durch das Land zieht, ihr könnt also gleichzeitig auf der Nord- und der Südhalbkugel stehen, beispielsweise Kasese an der Äquator Skulptur. Von Dezember bis Februar und von Juni bis August ist die Regenwahrscheinlichkeit geringer als in den anderen Monaten und die Temperatur insgesamt auch etwas kühler, weshalb sich diese Monate besonders gut für eure Reise eignen.

Uganda Kampala Stadt
Ugandas Hauptstadt Kampala. Foto: Pecold / Shutterstock.com

Urlaub in Uganda

So weit, so gut. Was müsst ihr aber genau tun und beachten, wenn ihr euren nächsten Urlaub in Uganda verbringen wollt? Grundsätzlich braucht ihr, um ugandisches Staatsgebiet betreten zu dürfen, neben eurem noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass natürlich auch ein Touristenvisum. Das könnt ihr vor eurem Urlaub bequem durch das Hochladen bestimmter Dokumente online beim Direktorat für Staatsangehörigkeit und Einwanderung beantragen.

Sicherheit geht vor!

Auch wenn es für die Einreise nach Uganda nicht zwingend nötig ist, solltet ihr vor eurer Reise nochmal euren Impfpass überprüfen und euch von einem Arzt beraten lassen!

Das Ausfüllen des Antrags geht recht schnell und ist auch nicht kompliziert, ihr müsst eine Kopie eures Reisepasses, ein Passfoto und eine Bestätigung für eine Impfung gegen Gelbfieber hochladen, die fälligen 50 Dollar zahlt ihr erst bei eurer Ankunft im Flughafen und schon sollte eurem Uganda-Abenteuer nichts mehr im Wege stehen. Denkt daran, dass ihr vor Ort mit dem Uganda Schilling zahlen müsst. Alternativ werden auch gerne US-Dollar angenommen.

Eure Anreise

Sobald ihr euch um euer Visum gekümmert habt, braucht ihr natürlich die passenden Flüge: Der Flughafen, den ihr ansteuern müsst, ist der Entebbe International Airport, der in der gleichnamigen Stadt liegt. Entebbe befindet sich am Victoriasee und ist nur etwa eine Autostunde von der Hauptstadt Kampala entfernt – bei dem Verkehr in Uganda können daraus aber mal schnell drei Stunden werden. Direktflüge aus Deutschland gibt es leider nicht, entweder ihr macht zum Beispiel einen Umweg über Dubai oder ihr fliegt direkt von Amsterdam oder Brüssel aus in euren Abenteuerurlaub.

Uganda Kuh Hörner
Auf der Straße kann euch auch mal eine Kuh Herde begegnen.

Eure Unterkunft

Vor Ort fehlt dann noch eine passende Unterkunft. Empfehlen kann ich euch das 5 Sterne Kampala Serena Hotel mitten in der Hauptstadt, hier könnt ihr neben einem 24-Stunden-Zimmerservice auch noch das hoteleigene Spa nutzen. Ein wirklich beeindruckendes und komfortables Hotel, das euch umhauen wird – leider genau wie die Preise: Ein Doppelzimmer kostet pro Nacht knapp 300 Euro. Wem das zu viel ist und wer seine Uganda Erfahrung zu etwas ganz Besonderem machen möchte, der kann zum Beispiel eine private Unterkunft über Airbnb buchen.

Vor Ort

Bleibt noch eine für Uganda recht knifflige Frage: Wie bleibt ihr vor Ort mobil? Zunächst einmal kann ich euch die öffentlichen Verkehrsmittel nicht empfehlen. Die Busse fahren leider nur los, wenn sie voll sind, ihr könnt also nie genau sagen, wann ihr wirklich an eurem Ziel ankommt. Wenn ihr also vorher einen Plan für den Tag gemacht habt, verlasst euch lieber nicht auf die ugandischen Busse. Das gilt allerdings nicht, wenn ihr nette Gespräche führen wollt, für soziale Kontakte kann ich euch die Busse aus meiner persönlichen Erfahrung nur empfehlen, man kommt schnell – und lange – mit den Einheimischen ins Gespräch. ;-) Auch von den Motorradtaxis (Boda Bodas) und Taxibussen (Matatus) rate ich euch ab, da die Fahrer wirklich sehr halsbrecherisch fahren, im wahrsten Sinne des Wortes! Bleibt noch die Möglichkeit eines Mietwagens.

Achtung!

Wenn ihr mit einem Mietwagen unterwegs seid, denkt daran, dass in Uganda Linksverkehr herrscht!

Selber Fahren ist in Uganda kein leichtes Unterfangen. Zwar wird das Straßennetz immer weiter ausgebaut, aber bei Regenfällen wird es teilweise sehr schwierig, sicher von A nach B zu kommen. Falls ihr euch doch für diese Variante entscheiden solltet, lasst die Fenster immer verriegelt, wenn ihr unterwegs seid, und besorgt euch unbedingt einen internationalen Führerschein. Die sicherste Variante für die Fortbewegung innerhalb Ugandas ist, zu eurem Mietwagen für etwa 40 Dollar pro Tag einen Fahrer dazu zu buchen.

Uganda Motorräder Boda
Boda Bodas in Kampala. Foto: emre topdemir / Shutterstock.com

Ihr habt gemerkt, es ist nicht alles ganz einfach in Uganda, aber glaubt mir: Eine Reise zur Perle Afrikas ist ein unvergessliches Erlebnis, von dem ihr noch euren Enkelkindern erzählen werdet! Wem das bis jetzt alles ein wenig zu kompliziert war, der sollte am besten auf eine Pauschalreise zurückgreifen, bei der ihr eure Ausflüge meistens sogar schon  im Voraus organisieren könnt. Stellt mir doch einfach eine kostenlose Reiseanfrage.

Sicherheit in Uganda

Kommen wir nun zu einem Thema, das euch bestimmt Bauchschmerzen macht – die Sicherheit in Uganda. Verständlich, da es um ein eher unbekanntes Land im von Unruhen gebeutelten Osten Afrikas geht. Ganz sicher ist aber: Aktuell liegt vom Auswärtigen Amt keine Reisewarnung für Uganda vor. Allerdings für die angrenzenden Länder Südsudan und Demokratische Republik Kongo, weshalb ihr euch nicht in den Grenzregionen zu diesen Ländern aufhalten solltet. Allgemein gilt: Die Sicherheit in Uganda hat sich in den letzten Jahren sehr stark verbessert. Damit ihr einen unbeschwerten Aufenthalt habt, solltet ihr aber – auch aus Respekt den Einheimischen gegenüber – während eurer Reise einige wichtige Dinge beachten:

  • Gleichgeschlechtliche Partnerschaften sind in Uganda strafbar, es gab zwar seit über 50 Jahren keine Verurteilung mehr deswegen, trotzdem ist Homosexualität in Uganda immer noch ein Tabuthema. Verhaltet euch also zurückhaltend, was Körperkontakt in der Öffentlichkeit angeht.
  • Wie bereits erklärt, solltet ihr eure Autotüren immer verschlossen halten, auf Nachtfahrten solltet ihr lieber verzichten.
  • Generell solltet ihr in der Nacht nicht alleine draußen herumlaufen – nutzt euren Urlaub doch einfach für gemütliche Abende in eurer Unterkunft.
  • Militärische Einrichtungen oder Regierungsgebäude zu fotografieren, ist verboten. Wenn ihr euch nicht sicher seid, fragt einfach vorher nach, um unnötigen Ärger zu vermeiden.
  • Die Raucher unter euch sollten in der Öffentlichkeit auf ihre Zigaretten verzichten, das Rauchen in öffentlichen Bereichen ist seit 2004 verboten.
  • Tragt zu eurem eigenen Schutz lange, imprägnierte Kleidung, um euch vor Mückenstichen zu schützen, da die Malaria-Übertragungsrate in Ostafrika natürlich viel höher ist als in Europa.
  • Wie in jedem Urlaub gilt grundsätzlich: Passt gut auf euch und eure Reisedokumente auf.

Unvergleichliche Natur

Genug von der Theorie, jetzt ist Zeit zum Staunen: Ich zeige euch, warum Uganda so faszinierend ist und was ihr vor Ort unbedingt sehen müsst. Vor allem die beeindruckenden Nationalparks des Landes werden euch mit ihrer unvergleichlichen Pflanzen- und Tierwelt den Atem rauben. Das Beste: Uganda ist bis jetzt für Touristen ein eher unbekanntes Land, nutzt also die Zeit für einen Urlaub, bevor sich die Schönheit dieses Fleckchens in Afrika herumgesprochen hat!

Uganda Bwindi Nationalpark
Der Bwindi Impenetrable Nationalpark.

Atemberaubende Flora und Fauna in den Nationalparks

Gleich der erste Nationalpark, den ich euch vorstelle, wird euch umhauen – die Rede ist vom Bwindi Impenetrable National Park im Südwesten des Landes, in der Nähe der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo. Ich weiß, ich habe euch gesagt, dass die Grenzregionen nicht ganz ungefährlich sind, die Nationalparks sind allerdings immer sehr gut bewacht – also keine Angst! Der Nationalpark ist ein einziger riesiger Regenwald und wurde nicht umsonst 1994 zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt. Der Wald macht seinem Namen „impenetrable“ (dt.: undurchdringlich) wirklich alle Ehre: Überall wachsen dichte Büsche, Sträucher, Bäume und Farne – ohne Buschmesser kommt ihr hier nicht weit.

Die letzten Berggorillas beobachten – einer der schönsten Momente eures Lebens!

Falls ihr beim Durchschlagen durch den Dschungel noch nicht so professionell wie Indiana Jones seid und euch eure Sicherheit am Herzen liegt, solltet ihr, um den Park zu erkunden, besser eine geführte Tour buchen. Was den Park zu einem der einzigartigsten auf der ganzen Welt macht, sind die tierischen Bewohner. Der Bwindi Park beheimatet nämlich die Hälfte der letzten lebenden Berggorillas der Welt und in Uganda könnt ihr sie aus unmittelbarer Nähe beobachten – das wird definitiv einer der schönsten Momente eures Lebens sein! Ihr braucht dazu allerdings ein sogenanntes Gorilla Permit, das ihr unbedingt vor eurer Reise bei der Uganda Wildlife Authority (UWA) beantragen müsst. Für Permit, Parkeintritt, Guides und Tour zahlt ihr etwa 600 Dollar und dürft eine Stunde mit den riesigen Affen verbringen. Ich weiß, das ist unglaublich viel Geld, aber dafür lohnt es sich, zu sparen! Neben einer unvergesslichen Erinnerung helft ihr mit dem Geld auch noch, die Tiere zu schützen. Bucht am besten gleich eine Unterkunft im Nationalpark, um zeitlich flexibler zu sein.

Nicht weniger faszinierend ist der Murchison-Falls-Nationalpark, der im Nordwesten des Landes liegt. Hier findet ihr im Norden eine für Afrika typische Savanne mit allem, was dazu gehört: Löwen, Büffel, Elefanten, Giraffen Antilopen – und natürlich erfahrene Guides für eure Safari Tour, die hier Game Drive heißt. Aber nicht nur die Tiere bescheren euch einen unvergesslichen Aufenthalt – auch der Namensgeber des Parks hat es in sich: Die riesigen Murchison Falls werden euch mit ihrer unglaublichen Naturgewalt in den Bann ziehen! Durch einen gerade mal sechs Meter breiten Spalt fließen hier pro Sekunde rund 300 Kubikmeter Wasser in den Victoria-Nil. Ihr könnt den Wasserfall vom Land aus oder bei einer Bootstour durch den ganzen Park beobachten. Egal, wie ihr euch dem Wasserfall nähert – allein das ohrenbetäubende Dröhnen der Wassermassen wird euch total ehrfürchtig machen. Aber Achtung: Ihr befindet euch hier immerhin am Nil, am Fuße des Wasserfalls lauern natürlich Krokodile. Der Murchison-Falls-Nationalpark ist während eurer Uganda Reise unbedingt einen Besuch wert! Nehmt euch nur vor den fiesen Tsetsefliegen in Acht, die sind ziemlich aggressiv und können die Schlafkrankheit übertragen. Denkt deshalb an die dicke, lange Kleidung und Imprägnierspray, dann seid ihr sicher!

Neben diesen beiden wirklich faszinierenden Gebieten, hat Uganda noch viele weitere Nationalparks zu bieten, von denen einer schöner ist als der andere. Die seltenen Berggorillas könnt ihr übrigens nicht nur im Bwindi Nationalpark sehen, sondern auch im Mgahinga-Gorilla-Nationalpark an der Grenze zu Ruanda und im Kibale-Nationalpark. Ich habe euch alle Nationalparks in Uganda aufgelistet – wo sie sich befinden, seht ihr auf meiner Karte weiter oben.

  • Bwindi Impenetrable National Park
  • Murchison-Falls-Nationalpark
  • Kibale-Nationalpark
  • Queen-Elizabeth-Nationalpark
  • Rwenzori-Mountains-Nationalpark
  • Kidepo-Valley-Nationalpark
  • Lake-Mburo-Nationalpark
  • Mgahinga-Gorilla-Nationalpark
  • Mount-Elgon-Nationalpark
  • Semliki-Nationalpark

Mystische Gewässer und hohe Berge

Das war natürlich noch nicht alles, was Uganda in puncto Natur zu bieten hat. Beeindruckend sind auch die Seen und Flüsse, die sich durch das Land ziehen. Da wäre natürlich der Victoriasee, der größte See Afrikas und der drittgrößte der Welt. Mit einer Fläche von fast 70.000m² liegt der See nicht nur in Uganda, sondern gleichzeitig auch in Tansania und Kenia. Neben Flusspferden gibt es hier auch über 250 verschiedene Fischarten. Entweder ihr besucht die kleinen Fischerdörfchen rund um den See oder macht einfach nur einen Spaziergang und beobachtet die vielen Vögel.

Uganda Victoria See
Victoriasee

In Uganda findet ihr außerdem den Weißen Nil, einen der beiden Hauptquellflüsse des Nils. Er fließt vom Victoriasee aus durch mehrere Länder bis er sich im Sudan mit dem blauen Nil zum Nil vereinigt. Den Nil könnt ihr, wie ich euch bereits erzählt habe, bei einer Bootstour durch den Murchison Nationalpark erkunden oder – für die Wilden unter euch – beim Rafting! Ja, ihr habt richtig gelesen, der Nil eignet sich in Uganda perfekt, um zu raften, vor allem direkt in der Nähe des Ursprungs am Victoriasee in Jinja. Das ist aber nichts für schwache Nerven und ich kann euch jetzt schon sagen, dass ihr mehr als einmal Nilwasser schlucken werdet. ;-)

Bujagali Falls, Uganda – rafters
Foto: iStock.com / mtcurado

Ihr findet auf eurer Reise durch die Perle Afrikas aber nicht nur Regenwälder, Seen und Tiere, sondern auch verschneite Berggipfel. Zum Beispiel auf dem Margherita Peak, dem höchsten Gipfel des Mount Stanley in einer Höhe von 5109 Metern. Der Berg ist der dritthöchste in ganz Afrika und liegt an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo.

Aufregende Städte

Wenn ihr während eures Urlaubs in Uganda mal genug von der Natur habt – was ich mir eigentlich nicht vorstellen kann – dann könnt ihr euch von den bunten Massen durch die quirligen Städte Ugandas tragen lassen. Dieses Gefühl, in den typischen afrikanischen Großstädten im Gedränge einer riesigen Menschenmenge unterwegs zu sein, muss man einfach erlebt haben.

Durch eine afrikanische Großstadt spazieren – ein einmaliges Erlebnis

Am besten könnt ihr das natürlich in der Hauptstadt Kampala. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Besuch auf dem Owino Markt? Hier könnt ihr alles bekommen, was ihr braucht, von Lebensmitteln über Fernseher und Medizin bis hin zu Kleidung. Ihr müsst euch zwischen Verkäufern durchschieben, die ihre Waren mitten auf dem Bürgersteig oder der Straße anbieten, die Leute rufen wild durcheinander und an allen Ecken dröhnt unterschiedliche Musik – ein einmaliges Erlebnis! Passt nur immer gut auf eure Sachen auf.

In Kampala gibt es aber natürlich noch viel mehr zu entdecken: Zum Beispiel die Kasubi Tombs, also die Grabstätten der Könige von Buganda, ein Königreich mitten in Uganda – die Grabmäler wurden 2001 zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt. Nicht nur Menschen, sondern auch Religionen aus aller Welt treffen in Kampala aufeinander, symbolisch dafür stehen der Hindutempel, die Kibuli Moschee und die Rubaga Kathedrale – alle drei sind sehenswerte Gotteshäuser. Überhaupt findet ihr in der Hauptstadt Symbole und Gebäude zahlreicher unterschiedlicher Religionen. Wer sich für die Geschichte Ugandas interessiert, kann sich außerdem den alten Königspalast des Diktators Idi Amin anschauen. Offiziell ist der Eintritt nicht gestattet, gegen ein wenig Bargeld werdet ihr aber gerne hereingelassen. Vor dem Palast gibt es außerdem einen schönen kleinen Park.

Ihr merkt – Kampala hat viel zu bieten. Aber nicht nur in der Hauptstadt findet ihr faszinierende Sehenswürdigkeiten. In Entebbe (zur Erinnerung: die Flughafenstadt am Victoriasee) gibt es einen wunderschönen Botanischen Garten, in dem ihr neben tropischen Pflanzen auch Affen und Vögel entdecken könnt. Für die Filmkenner unter euch: Hier wurde auch der erste Tarzan Film mit Johnny Weissmüller gedreht. Kleiner Tipp für all diejenigen, die sich das Geld für eine teure Safari sparen wollen: In Entebbe gibt es auch einen Zoo, das Uganda Wildlife Education Center, in dem ihr Afrikas Tierwelt von Nahem bestaunen könnt. Wenn ihr Glück habt und es nicht so voll ist, gesellt sich auch gerne mal ein Zoo-Mitarbeiter zu euch und gibt euch interessante Infos rund um die Tiere.

Auch andere Städte in Uganda halten einiges für euch bereit: In Fort Portal im Westen könnt ihr beispielsweise die Crater Lakes oder aber auch eine Teefabrik besuchen, im Gebiet um Orungo herum findet ihr fast an jeder Straßenecke eine Kirche. Dadurch, dass Uganda eben noch kein Touristenmagnet ist – was meiner Meinung nach aber nicht mehr lange andauern wird – könnt ihr in den Dörfern noch viele Sachen entdecken, über die es bis jetzt keinerlei Beschreibungen oder Bilder gibt. Nutzt den Zeitpunkt und werdet selbst zu Pionieren und Entdeckern!

Kulinarisches

In internationalen Hotels bekommt ihr natürlich auch in Uganda internationale Gerichte aus aller Welt. Auf den Märkten könnt ihr euch ebenfalls alles zusammenkaufen, was wir auch hier aus Deutschland kennen, vor allem Gemüse und Obst findet ihr in riesigen Mengen.

Uganda Markt Früchte

Wenn ihr allerdings mal in ein einheimisches Restaurant geht oder euch traut, auf dem Markt traditionellere Sachen zu kaufen, werdet ihr um Kochbananen nicht herumkommen. Damit wird das in Ostafrika übliche Gericht Matooke zubereitet. Die Bananen werden geschält und zusammen mit Bananenblättern in einem Kochtopf gedämpft. Danach wird die Masse zu einem Brei gestampft und mit einer Erdnusssoße serviert. Guten Appetit! Das ist aber natürlich noch lange nicht alles, was es im kulinarischen Uganda zu entdecken gibt: Auf den Märkten werdet ihr jeden Tag was anderes entdecken, lasst euch einfach von den netten Verkäufern beraten und traut euch mal, etwas Neues auszuprobieren! Genau das Gleiche gilt für Restaurants, deshalb empfehle ich euch nichts Spezielles. Nehmt also euren Mut zusammen und setzt euch in die kleinen Restaurants am Straßenrand – hier werdet ihr die richtige ugandische Küche kennenlernen. ;-) Ein besonderes Café steht dann aber doch auf meiner Empfehlungsliste: Das AidChild’s Equation Café & Gallery in Kayabwe, südwestlich von Kampala. Hier könnt ihr beim Kaffeeschlürfen afrikanische Kunst bewundern und tut mit eurem Geld auch noch etwas Gutes für Waisenkinder in Uganda. Und wer vom ganzen sozialen Engagement Hunger bekommt, stärkt sich am besten mit den Zimt-Bananen-Pfannkuchen – die sind hier einfach göttlich!

Armut in Uganda

Zum Abschluss meines Berichtes möchte ich euch noch etwas mit auf den Weg – oder auf die Reise – geben, was mir sehr am Herzen liegt. Uganda zählt nämlich zu den ärmsten Ländern der Welt – das Durchschnittseinkommen liegt bei knapp 500 US-Dollar im Jahr, viele Menschen leben weit unter der Armutsgrenze. In den letzten Jahren hat sich die Situation aber für viele Bürger verbessert, auch weil vor Ort viele engagierte Menschen aus Europa, unter anderem aus Deutschland, den Bürgern Ugandas mit verschiedensten Projekten helfen. Ich habe euch dazu bereits vom Muskathlon und vom Projekt Hoffnung spenden e.V. berichtet. Die Armut sollte euch nicht von eurer Reise abschrecken, sondern eher ermutigen! Denn mit eurem Urlaub vor Ort helft ihr den Menschen mit jedem Cent, den ihr in Supermärkten, Restaurants oder beim Besuch eines Nationalparks ausgebt.

Uganda Schule Kinder
Foto: Anjo Kan / Shutterstock.com

Los geht’s!

Wenn ihr jetzt mit offenen Mündern vor den Bildschirmen sitzt, dann verliert keine Zeit und bucht die Reise eures Lebens! Und ich verspreche euch, die wunderschönen Bilder in meinem Artikel sind nichts im Vergleich zur Realität. Mit Gorillas durch die Berge wandern, im Nil schwimmen, am Äquator stehen, Regenwald und Wasserfälle bewundern – all das erwartet euch in Uganda. Schickt mir am besten sofort eine Reiseanfrage und ich stelle euch eure Traumreise zur Perle Afrikas zusammen, los geht’s!

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