Mitten ins Nirgendwo habe ich mich gestürzt, um euch einen Ort zu zeigen, der unbedingt auf eurer Bucketlist stehen sollte. Kommt mit ins kleine Dörfchen Mörsdorf, wo eine Menge Adrenalin gemischt mit Abenteuer und Sport auf euch wartet. Bitte nicht gleich bei dem Wort Sport zusammenzucken, denn so anstrengend wird es nicht – und dieser Ausflug ist wirklich einmalig schön!

Ich liebe Deutschland – vor allem für seine tollen Ausflugsziele! Etwa 1,5 Stunden von Frankfurt und eine Stunde von Koblenz entfernt, findet ihr den Ort des heutigen Geschehens. Wobei – bis 2015 gab es keinen Grund für Touristen, hierher zu pilgern, es gab einfach nicht besonders viel zu sehen. Das bemerkte auch der Bürgermeister der kleinen Stadt Mörsdorf, die nur knapp 700 Einwohner zählt, und entschloss kurzerhand, daran etwas zu ändern. Ein Highlight musste her – und das musste so besonders sein, dass die Menschen sich nur dafür in seine geliebte Kleinstadt verirren würden. Nach 10 Jahren intensiver Planung war es nun so weit: Die Geierlay Brücke wurde eröffnet – und übertraf alle Erwartungen!

Hängeseilbrücke Geierlay

Nichts für schwache Nerven | Tipps für euren Ausflug zur Geierlay | Infos

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Die Geierlay Hängebrücke – nichts für schwache Nerven

Die Geierlay Hängebrücke ist nach der Titan RT an der Rappbode-Talsperre die zweitlängste an Stahlseilen hängende Brücke in Deutschland. Mit ihren 360 Metern verbindet sie die beiden Orte Mörsdorf und Sosberg miteinander und erfüllt nicht nur einen praktischen Zweck, sondern sieht auch verdammt schick dabei aus.

Manchmal ist man hier ganz allein, manchmal laufen 500 Leute gleichzeitig über die Brücke – beides ist wirklich atemberaubend

100 Meter über dem Mörsdorfer Bachtal spazieren – das ist sicher nichts für diejenigen unter euch, die Höhenangst haben, aber ihr solltet euch überwinden und den sagenhaften Ausblick genießen. Ich denke, die Bilder sprechen für sich. Über 500.000 Besucher haben sich seit der Eröffnung im Oktober 2015 bereits auf den Weg gemacht, um sich das Spektakel aus nächster Nähe anzusehen und zu testen, wie sehr ihre Nerven einem Drahtseil gleichen – bei diesem Drahtseilakt, gehalten von Drahtseilen… ihr versteht schon. ;-)

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Tipps, mit denen euer Ausflug perfekt wird

Generell muss ich Mörsdorf und die Geierlay Brücke loben, denn ein Tagestrip hierher macht wirklich Spaß! Parken könnt ihr sehr gut am Besucherzentrum in Mörsdorf, wo ihr auch nur 2€ für 2 Stunden bezahlt.

Adressen der Parkplätze:

  • Kastellauner Straße 23, 56290 Mörsdorf
  • Kirchweg 11, 56858 Sosberg

Außerdem gibt es zahlreiche Parkplätze auf den Feldern in der Umgebung oder – als Geheimtipp – am Gemeindehaus der Gemeinde Sosberg, auf der anderen Seite der Brücke. Dort ist es besonders an warmen Sommertagen und am Wochenende leerer als in Mörsdorf. Aus beiden Orten habt ihr einen Fußweg von ungefähr 1,5 bis 2 km vor euch, bis ihr den Einstieg der Brücke erreicht. Wer gut zu Fuß ist, sich einen Tag Zeit genommen und Lust auf eine schöne Wanderung hat, der kann sich den 6,4 km langen Rundweg vornehmen: die sogenannte Geierlayschleife. Diese könnt ihr am südlichen Dorfrand oder am Brückenkopf starten. Verlaufen ist nahezu unmöglich, da bereits der gesamte Ort mit kleinen Schildern versehen wurde, um den Besuchern den Weg zur neuen Attraktion zu weisen. Eurem Besuch sind sozusagen keine Grenzen gesetzt, denn das Betreten der Brücke ist komplett kostenlos und 365 Tage im Jahr möglich.

Noch Fragen? Ich habe Antworten für euch!

Ihr wisst immer noch nicht alles, um euch ideal auf den Tagesausflug ins Hunsrück vorzubereiten? Dann habe ich die wichtigsten Informationen kurz und knapp zusammengefasst, damit ihr so schnell wie möglich aufbrechen könnt.

  • Darf ich einen Kinderwagen mit auf die Brücke nehmen?

    Ja, Kinderwagen sind erlaubt, da die Brücke allerdings nur zwischen 85 und 125 cm breit ist, könnte sich der Weg mit einigen Buggys schwierig gestalten. Natürlich ist die Aussicht um die Brücke herum lohnenswert genug, um einen Ausflug hierher zu machen!

  • Gibt es Toiletten?

    Nein, in direkter Umgebung gibt es keine Toiletten. Wenn eure Blase oft Theater macht, dann geht lieber, bevor ihr zu eurer Wanderung aufbrecht, auf das stille Örtchen im Besucherzentrum.

  • Wo kann man in der Nähe etwas essen?

    Es gibt einige Möglichkeiten, um in der Umgebung an eine Stärkung zu kommen. Direkt am Besucherzentrum gibt es ein Restaurant, was den Namen der Brücke trägt und euch schmackhafte Mahlzeiten zaubert – das habt ihr euch nach der Wanderung verdient.

  • Kann man sein Fahrrad mit auf die Brücke nehmen?

    Ja, das ist grundsätzlich möglich, allerdings ist Schieben angesagt!

  • Sind Hunde erlaubt?

    Ja, euren Vierbeiner dürft ihr natürlich mitnehmen. Er wird den schönen Spaziergang durch die umliegenden Wälder genießen. Allerdings gab es schon so einige Hunde, die die Brücke komplett gemieden und sich keinen Schritt über die Holzbalken in luftiger Höhe getraut haben.

  • Schwankt die Brücke sehr?

    Also ich hätte mir 360 Meter Stahlseile, die über ein Tal gespannt wurden, wackeliger vorgestellt! Keine Panik, ihr könnt in Ruhe und ohne Stolper-Zwischenfälle über den Abgrund schlendern.

  • Kann man dort Geocaching machen?

    In der Tat! Im gesamten Gebiet und auch auf der Geierlayschleife könnt ihr eine digitale Schnitzeljagd starten und euren ohnehin schon tollen Tag noch aufregender gestalten.

  • Wo kann ich in Mörsdorf übernachten?

    Es gibt natürlich einige Hotels, Ferienwohnungen und Gasthäuser in den beiden Dörfern, die euch eine tolle Unterkunft zur Verfügung stellen. Schaut doch mal bei Airbnb vorbei. Für die Camper unter euch gibt es einen tollen Stellplatz für Wohnmobile (Breitwies), an dem ihr gebührenpflichtig übernachten könnt. Nur 1,5 km habt ihr es von dort bis zur Brücke.

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