Utah in den USA

Faszinierende Landschaften, beeindruckende Nationalparks und jede Menge Outdoor-Aktivitäten machen den US Bundesstaat Utah zu einem absoluten Geheimtipp für alle, die Amerika von einer neuen Seite kennenlernen wollen. Vor allem dann, wenn ihr einen Roadtrip im Westen Amerikas plant, solltet ihr Utah nicht rechts liegen lassen.

Kommt mit auf eine Erkundungstour durch die schönsten Regionen des Staates. Hilfreiche Infos, Ausflugstipps und die sehenswertesten Orte findet ihr hier.

Utah wird euch überraschen

Inhaltsverzeichnis

Wofür ist Utah allgemein bekannt?

  • Naturwunder: Utah ist bekannt für seine fotogenen und beeindruckenden Nationalparks mit den majestätischen roten Felslandschaften und Naturwunder. Besonders beliebt ist der Zion Nationalpark, der Bryce Canyon und der Arches Nationalpark. Diese Sehenswürdigkeiten ziehen pro Jahr mehrere Millionen Besucher aus dem In- und Ausland an.
  • Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage: Weiterhin kennen wir den Bundesstaat vor allem wegen seiner großen Glaubensgemeinschaft. Der Hauptsitz der „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“ befindet sich in der Hauptstadt Salt Lake City. Die Glaubensgemeinschaft prägt das kulturelle, religiöse und wirtschaftliche Leben des Bundesstaats auf jeden Fall mit.
  • Sternen-Parks: Bei Astronomie-Fans gilt Utah als eine der besten Regionen der Welt, um komplexe Sternenbilder am nachtschwarzen Himmel zu entdecken. Es gibt derzeit 24 von der International Dark Sky Association zertifizierte Dark Sky Parks in Utah, in denen ihr beste Chancen habt, Galaxien, Sterne und Monde zu betrachten. Utah hat nämlich die höchste Konzentration an von der International Dark Sky Association zertifizierten Orten, darunter Gemeinden, Parks und Schutzgebiete. Mittwochs bietet euch die University of Utah’s South Physics Observatory in Salt Lake City sogar öffentliche sogenannte „Star Partys“ an.
  • Spitzname Bienenstock Staat: Utahs Spitzname lautet: The Beehive State – übersetzt also Bienenstock Staat. Der Bienenstock symbolisiert harte Arbeit, Ausdauer und Industrie und findet sich zum Beispiel in der Flagge des Bundesstaats wieder.

Wissenswertes zu Utah

Der amerikanische Bundesstaat Utah befindet sich im Südwesten der USA, zwischen Nevada im Westen und Colorado im Osten, Idaho und Wyoming im Norden und Arizona und New Mexico im Süden. Mit Arizona, Colorado und New Mexico teilt sich Utah sogar eine Staatsgrenze, wo sich alle vier Bundesstaaten treffen, das sogenannte Four Corners National Monument, einzigartig in den USA. Wenn man etwas gelenkig ist, kann man hier zeitgleich in 4 Bundesstaaten sein.

Die Hauptstadt Salt Lake City kennen die meisten von euch noch von den Olympischen Winterspielen 2002. Der Bundesstaat ist bekannt für seine unglaubliche Natur, tolle Roadtrip-Möglichkeiten und jede Menge Outdoor-Aktivitäten.

Der Name Utah geht auf das Volk der Ute zurück – jene Ureinwohner Amerikas, die seit Jahrhunderten in der Region leben. Ute (/juːt/; „yoot“) bedeutet übersetzt in etwa „hoch oben“ oder „Land der Sonne“. Details über die Stammeskultur der Tribes der Region könnt ihr -> hier nachlesen.

  • Lage: Südwesten der USA, umrahmt von Nevada, Colorado, Idaho, Wyoming und Arizona
  • Fläche: ca. 220.000 km²
  • Hauptstadt: Salt Lake City
  • Einwohneranzahl: ca. 3.200.000 Einwohner
  • Internationaler Flughafen: Salt Lake City International Airport
  • Währung: US Dollar ($)
  • Sprache: Englisch
  • Zeitzone: UTC/GMT -7 Stunden zu Deutschland

Karte des Bundestaats Utah in den USA inkl Regionen

Einreise in die USA und Coronahinweis

Die Einreise in die USA ist für Geimpfte und Genesene einfach und unkompliziert möglich. Ihr benötigt einen negativen Antigentest, der bei Abreise nicht älter als einen Tag sein darf. Weiterhin benötigt ihr ein bestätigtes ESTA-Formular. Alle Details findet ihr hier:

Neuer Direktflug ab Frankfurt

Ab Ende Mai 2022 könnt ihr Utah noch viel unkomplizierter erreichen als bisher. Eurowings Discover fliegt Salt Lake City dann ab Frankfurt gleich dreimal pro Woche an. Mit der neuen Direktverbindung erspart ihr euch Stopover in anderen amerikanischen Städten und könnt die Zeit vor Ort viel länger genießen. Stöbert am besten direkt bei Eurowings nach passenden Angeboten für euren Roadtrip.

Klima und Temperaturen in Utah

Utah besticht allgemein durch ein eher kontinentales Klima und zeichnet sich durch alle vier Jahreszeiten aus. Während es im Sommer sehr warm und sonnig werden kann, ist der Winter häufig knackig kalt. Im Sommer könnt ihr euch auf 12 Sonnenstunden freuen, im Winter auf Minustemperaturen und Schnee. Je nachdem, wo ihr euch befindet, unterscheiden sich die Wetterbedingungen aber durchaus nochmal. Die beste Reisezeit für sommerlichen Aktivurlaub ist in den Monaten April, Mai, Juni, September und Oktober. Aber auch im Frühjahr und Herbst kann man Utah auf einem Roadtrip wunderbar erkunden. Winterurlaub könnt ihr von Mitte/Ende Dezember bis Mitte März machen. Besonders bei Skifahrern ist der pulvrig leichte Schnee in Utah bekannt und beliebt. Nicht umsonst trägt dieser den Beinamen “The Greatest Snow on Earth”.

Klimatabelle Salt Lake City

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur in °C 3 7 10 16 22 28 34 32 27 20 10 4
Min. Temperatur in °C -7 -4 -1 3 17 12 17 15 10 4 -2 -6
Sonnenstunden pro Tag 4 6 7 9 11 12 12 11 10 8 6 4
Regentage pro Monat 6 6 8 7 7 4 3 4 4 5 6 5

Karte: Utah Sehenswürdigkeiten und Highlights

Beliebte und sehenswerte Regionen in Utah

Utahs Hauptstadt Salt Lake City

Salt Lake City ist die Hauptstadt des Bundesstaates Utah. Mit rund 180.000 Einwohnern gehört die Stadt zu den kleineren Hauptstädten des Landes. Umso größer ist die Vielfalt an Sehenswürdigkeiten und Ausflugsmöglichkeiten in und um Salt Lake City. Die Stadt befindet sich im Salt Lake Valley in der Nähe des Great Salt Lake (Großer Salzsee), der der Stadt ihren Namen gab. Beachtet dabei nur: Der Salzgehalt liegt zwischen 15% und 27%. Damit ist der Salt Lake an einigen Stellen bis zu sechs mal so salzig wie das Meer.

Die Stadt ist umgeben von den malerischen Berggipfeln der Wasatch Mountains, die zu ausgiebigen Wanderungen und Skitouren einladen. Die Infrastruktur hier ist wie gemacht für Outdoor-Aktivitäten zu jeder Jahreszeit.

Salt Lake City in Utah
Salt Lake City und der Temple Square

Temple Square

In Downtown Salt Lake City findet ihr den vier Hektar großen Temple Square (Tabernakel). Auf einer Fläche von fünf Blocks findet ihr geschichtsträchtige Sehenswürdigkeiten, Ausstellungen, zwei Besucherzentren und den Salt Lake Tempel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (engl. Church of Jesus Christ of Latter-day Saints). Ein Besuch hier gehört unbedingt auf eure Bucketlist. Beachtet, dass der Tempel selbst nur von Anhängern der Glaubensgemeinschaft betreten werden kann.

  • Adresse Temple Square: 50 N. West Temple Street, Salt Lake City, Utah
  • Öffnungszeiten: täglich
  • Eintritt: kostenlos

Natural History Museum

Weiterhin solltet ihr euch einen Besuch des Natural History Museums nicht entgehen lassen, das euch die Geschichte der Region näher bringt. Die Geschichte der Native Americans ist mithilfe der Stammesmitglieder der Region gut aufgearbeitet. Ihr findet das Museum etwas außerhalb des Stadtzentrums am Fuße der Wasatch Mountains. Der Balkon des Museums bietet einen atemberaubenden Blick auf Salt Lake City.

  • Adresse Natural History Museum: Rio Tinto Center, 301 Wakara Way, Salt Lake City, Utah
  • Öffnungszeiten: täglich von 10 Uhr bis 17 Uhr, mittwochs bis 21 Uhr
  • Eintritt: 19,95$ für Erwachsene | 14,95$ für Kinder | Rabatte für Junge Erwachsene und Senioren

Utah Valley

Das Utah Valley ist DAS Paradies für Outdoor-Fans ungefähr eine Stunde vor Salt Lake City. Am Fuße der majestätischen Wasatch Range der Rocky Mountains gelegen, bietet das Utah Valley für jeden Geschmack etwas zu sehen und zu tun. Jede Jahreszeit bringt eine neue Vielfalt an Freizeitmöglichkeiten mit sich, für Bewegung an der frischen Luft ist hier garantiert gesorgt. Ihr könnt wandern, Vögel beobachten, Ski fahren oder angeln gehen, mit dem Mountainbike die Gegend erkunden oder Rafting ausprobieren und Abenteuer abseits der ausgetretenen Pfade erleben. Überall werdet ihr wunderbare Aussichten genießen.

Legendär und wunderschön: das Sundance Mountain Resort

Ihr könnt euch im Utah Valley übrigens eine Auszeit in Robert Redfords Sundance Mountain Resort gönnen. Der Hollywood Schauspieler kaufte das Land bereits im Jahr 1969 mit der Vision, einen Raum für Kunst, Nachhaltigkeit und soziales Miteinander zu schaffen. Das ist ihm bis heute gelungen und wird so weiter fortgeführt. Sundance bietet einige der schönsten Gebiete der Welt für Skifahrer, Snowboarder, Mountainbiker, Wanderer und Reiter sowie geführte Fliegenfischer von Weltklasse.

Außerdem ist das von der Natur inspirierte Spa in Sundance ein Eco-Spa, in dem die natürliche Umgebung ein komplettes Wellness-Menü bietet, um das innere Gleichgewicht wiederherzustellen. Die Gästeunterkünfte sind eine Sammlung von malerischen, luxuriösen Bergsuiten und Häusern, die sich an den Mt. Timpanogos schmiegen. Die Sundance-Köche verwenden bei der Zubereitung ihrer Gerichte nur die frischesten Zutaten, die es gibt, sowie lokale Bio-Produkte. Ob im Sommer oder im Winter, Sundance Mountain Resort ist immer einen Besuch wert – für einen Tag oder ein paar Nächte.

Hotelzimmer Ansicht im Robert Redfords Sundance Mountain Resort
Sundance Mountain Resort | Foto: trips.urlaubsguru.de

Ein Abstecher nach Provo

Wenn ihr nach ausgiebigen Ausflügen in die Natur eine städtische Abwechslung sucht, dann bietet sich dafür zum Beispiel Provo an. Die historische Innenstadt des Ortes ist klein, fein und sehr fotogen. Kulinarisch zu empfehlen ist hier das salvadorianische Restaurant El Mexsal und das kleine, sehr beliebte Café Hruskas’s Kolaches, das Black Sheep, ein modernes Restaurant der amerikanischen Ureinwohner aus dem Südwesten, das Communal, das saisonale amerikanische Gerichte aus der Region serviert, und nicht zu vergessen das Restaurant Mozz Pizza in Provo.

Uintah Valley

Von ganz besonderer historischer Bedeutung ist das Uintah Valley. Hier wurden in den vergangenen Jahrzehnten mehr als 1500 Dinosaurier-Fossilien entdeckt. In Vernal, am Dinosaur National Monument, habt ihr die Chance, auf die Spuren der faszinierenden Saurier zu gehen. Die Region rund um das Ausgrabungsgebiet Dinosaur Quarry ist mittlerweile riesig und befindet sich sowohl in Utah als auch im Nachbarstaat Colorado.

Fußabsruck eines Dinosauriers in Utah
Eine Dinosaurierspur in Utah

Auf den Spuren der Dinos am Dinosaur National Monument

Bereits im Jahr 1909 entdeckte der Paläontologe Earl Douglass bei Ausgrabungen in der Wüste von Utah erste Teile von insgesamt acht Dinosaurier-Skeletten. Nach und nach legte Douglass zahlreiche Teile eines enormen Apatosaurus (Laien wohl besser bekannt als Langhals-Dino) frei. Heute könnt ihr ihn im Carnegie Museum of Natural History in Pittsburgh bewundern.

Dieser Fund war jedoch nur der Anfang. Seither wurden mehr als 1500 Fossilien ausgegraben und geprüft. Startet euren Besuch am Quarry Visitor Center, von dort könnt ihr dann mit fachkundigen Rangern auf Erkundungstour gehen. Das lohnt sich vor allem, weil diese euch auf zahlreiche Fossilien und Fundstücke aufmerksam machen werden, die ihr ohne Hinweis kaum bemerken würdet. Rund um die Ausgrabungsstätte gibt es einige Campingplätze und die Möglichkeit, Raftingtouren auf dem Green- und Yampa River zu buchen. Plant also am besten einige Tage für die Erkundung der Region ein.

  • Adresse Quarry Visitor Center: 11625 E 1500 S, Jensen, Utah
  • Öffnungszeiten: täglich von 9 Uhr bis 17 Uhr
  • Eintritt: 25$ pro privatem Fahrzeug, 20$ für Motorräder und 15$ für Fußgänger

Historische Felsmalereien: Die McConkie Ranch Petroglyphs

Utah und auch das Uintah Valley ist Heimat von mehr als 60.000 Ureinwohnern, die seit vielen Jahrhunderten hier leben und deren Land ihr bei eurer Rundreise gerne besuchen könnt, sofern ihr euch respektvoll verhaltet.

Ein sehenswertes Ausflugsziel sind die McConkie Ranch Petroglyphen. Die mehr als tausend Jahre alten Wandmalereien zeugen davon, dass in dieser Region schon lange vor der Ankunft der ersten Siedler die Einwohner der Fremont-Kultur beheimatet waren. Diese waren in erster Linie Jäger, Sammler und Farmer, wohnten in Lehmhäusern und hinterließen auf dem Gelände der heutigen McConkie Ranch beeindruckende Wandmalereien.

McConkie Ranch in Utah Wandmalereien
Wandmalereien auf der McConkie Ranch

Die gut erhaltenen Felszeichnungen geben euch einen Einblick in Lebensweise und Kultur der Fremont, zeigen euch traditionelle Kleidung und Schmuck, aber auch mögliche Stammesstrukturen. Es gibt in den USA nur sehr wenige so gut erhaltene historische Stätten, die euch einen detaillierten Einblick in das Familienleben und in kämpferische und religiöse Traditionen der Native People geben. Allein deshalb ist ein Besuch hier eigentlich ein absolutes Muss.

  • Adresse McConkie Ranch Petroglyphs: Im Dry Fork Canyon, 6228 McConkie Rd, Vernal, Utah
  • Öffnungszeiten: täglich geöffnet
  • Eintritt: es wird um eine Spende von ca. 4$ gebeten – Cash only.

Moonshine Arch Trail

Solltet ihr neben dem Besuch der beiden historischen Fundstätten außerdem eine kleine Wanderung machen wollen, dann solltet ihr den Moonshine Arch Trail wandern. Er führt euch zu einem der typischen Steinbögen, die ihr in Utah wirklich häufig finden werdet. Parkt einfach an der Straße und spaziert die knappe Meile bin hin zum Moonshine Arch. Rund herum befindet sich Privatland, deshalb solltet ihr darauf achten, auf den Wegen zu bleiben.

Logan im Cache Valley

Neben Salt Lake City solltet ihr unbedingt auch das kleine Städtchen Logan auf dem Zettel haben, wenn ihr eure Reiseplanung macht. Hier findet ihr die Utah State University und einige schöne Sehenswürdigkeiten, die ihr bei einem Spaziergang erkunden könnt. Die Stadt liegt im Tal und ist umgeben von den majestätischen Bergen, deren dichte Wälder von Frühjahr bis Herbst zu Wanderungen einladen und in der kalten Jahreszeit zahlreiche Wintersportaktivitäten möglich machen.

Logan in Utah im Cache Valley
Geheimtipp Logan

Sehenswerte Altstadt und nette Locals

Besonders sehenswert ist der Logan Utah Temple, dessen Fassade von außen an die Burgen und Schlösser Schottlands erinnert. Bitte beachtet, dass das Innere des Tempels für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist, aber das Gelände und die Architektur sind ein Must Do. Von dort aus sind es nur wenige Schritte bis ins historischen Zentrum der Stadt, in dem ihr Restaurants und Geschäfte findet, durch die ihr gemütlich schlendern und ein paar Mitbringsel oder lokale Spezialitäten wie Honig oder Schokolade erstehen könnt.

Egal zu welcher Jahreszeit, hier geht es entspannt und freundlich zu. Deshalb solltet ihr hier mindestens eine Übernachtung einplanen, um euren Abend in einem der Restaurants ausklingen zu lassen und mit den Locals ins Gespräch zu kommen. Diese werden euch einige coole Geschichten über die Region erzählen und einige Geheimtipps mit euch teilen.

In der Region Cache Valley rund um Logan könnt ihr wirklich fantastisch wandern gehen oder im Winter mit Motorschlitten und Langlaufskiern die Gegend erkunden. Besonders beliebt für Outdooraktivitäten ist der Logan Canyon National Scenic Byway, der euch das Valley in seiner ganzen Schönheit präsentiert.

Plant für Logan unbedingt mindestens eine Übernachtung ein.

Die fünf Nationalparks in Utah

In Utah findet ihr fünf der schönsten Nationalparks der USA, die “The Mighty 5®”. In der Regel kostet der Besuch der Nationalparks Eintritt. Mit diesen Eintrittsgeldern werden zum Beispiel Wanderwege, Hinweisschilder und Besucherzentren instand gehalten.

Unser Tipp: Wenn ihr innerhalb eines Jahres vorhabt, mehr als 2 Parks zu besuchen, dann könnte sich der „America the Beautiful“-Jahrespass für euch lohnen. Der kostet 80$ pro Person und kann online erworben werden.

Arches Nationalpark

Der Arches Nationalpark ist vor allem wegen seiner beeindruckenden Steinbögen berühmt und zieht pro Jahr über 1.6 Millionen Besucher:innen an. Auf einer Fläche von 310 Quadratkilometern könnt ihr wandern gehen, campen und die Aussichten auf die faszinierende Umgebung genießen. Es gibt mehr als 2000 natürlich geformte Steinbögen, die ihr überall im Park verteilt findet. Sie formten sich innerhalb der letzten grob geschätzten 56 Millionen Jahre und erzählen die Geschichte der langsamen aber stetigen Veränderung des Erscheinungsbildes dieser außergewöhnlichen Landschaft. Sogar Dinosaurierspuren wurden hier bereits gefunden.

Infos für euren Besuch:

  • Anfahrt: 5 Meilen nördlich von Moab – hier findet ihr den Parkplatz beim Visitors Center
  • Zeitpunkt: Von 3. April bis 3. Oktober müsst ihr vor Anreise ein Zeitfenster zwischen 6:00 – 17:00 Uhr für den Besuch auswählen (“Timed Entry”). Spontane Besuche sind nicht möglich, da Besucherströme reguliert werden müssen, um lange Staus und überfüllte Wanderwege zu vermeiden. Die Online-Reservierung ist auf recreation.gov möglich. Jeder Besucher benötigt eine Reservierung, eine Eintrittskarte / Nationalpark-Pass sowie einen Lichtbildnachweis.
  • Eintritt: Ihr müsst vor der Anreise oder vor Ort eine Besuchserlaubnis erwerben, diese kostet euch 30$ pro Auto inkl. aller Insassen, oder 15$ für Personen ohne Fahrzeug.

Arches Nationalpark
Der Arches Nationalpark

Bryce Canyon Nationalpark

Der Bryce Canyon Nationalpark im Süden von Utah ist bekannt für seine einzigartigen, spitz zulaufenden Felsformationen, die sogenannten Hoodoos und sein natürliches Amphitheater, dessen Felswand sich im Laufe der vergangenen Jahrmillionen hier geformt hat.

Auf einer Höhe von 2400 bis 2700 Meter über dem Meeresspiegel könnt ihr hier im Winter sogar ausgiebige Schneespaziergänge machen, den Canyon im Sommer auf Pferden erkunden und außerdem unter dem Sternenhimmel übernachten. Es gibt 14 Aussichtspunkte auf diversen Wanderwegen zu entdecken. Besonders beliebt bei Tagesausflüglern ist der Navajo Loop Trail, der euch auf 2,4 Kilometern zu einigen der schönsten View Points führt. Es lohnt sich allerdings, mehr als einen Tag hierzubleiben und im Park oder in der Nähe im Hotel zu übernachten.

Ihr werdet sehen – der Bryce Canyon Nationalpark ist absolut faszinierend und empfehlenswert.

Infos für euren Besuch:

  • Anfahrt: Parkt am besten im kleinen Örtchen Bryce und lasst euch vom kostenlosen Shuttle-Service zum Eingang des Parks bringen
  • Zeitpunkt: Das ganze Jahr über geöffnet.
  • Eintritt: Ihr müsst vor der Anreise oder vor Ort eine Besuchserlaubnis erwerben, diese kostet euch für 7 Tage 30$ pro Auto inkl. aller Insassen, oder 15$ für Personen ohne Fahrzeug.

Der Bryce Canyon
Der Bryce Canyon

Canyonlands Nationalpark

In Moab, direkt neben dem „Arches“, befindet sich ein weiterer sehenswerter Ausflugsort – der Canyonlands Nationalpark. Hier ist der Name Programm, denn hier könnt ihr die Wildnis Utahs bei abenteuerlichen Wanderungen und Klettertouren durch unzählige Canyons und Schluchten erleben. Vor allem die drei Parkregionen „Island in the Sky“, „The Maze“ und „The Needles“ gehören hier auf die Bucketlist. Am besten startet ihr euren Besuch im Besucherzentrum, um euch darüber zu informieren, mit welcher der drei Ecken des Parks ihr starten solltet. Von dort aus könnt ihr dann auch direkt zum ersten Highlight der Canyonlands aufbrechen. Fahrt dafür zum Mesa Arch Parkplatz, der sich sechs Meilen entfernt befindet. Von der Straße sind es nur wenige hundert Meter bis zum berühmten und sehr fotogenen Steinbogen Mesa Arch.

Auch für die Canyonlands könnt ihr gut und gerne mehrere Tage einplanen. Jede der oben genannten Regionen könnt ihr als eigenes Tagesausflugsziel einplanen. Der Bereich Island in the Sky ist der bekannteste und am besten zugängliche Teil des Parks. Für die beiden Bereiche The Maze und The Needles benötigt man entsprechende Vorbereitung sowie Fahrzeuge, um hierhin zu gelangen.

Infos für euren Besuch:

  • Anfahrt: Je nach Region wählt ihr am besten einen passenden Parkplatz in eurer gewählten Region des Nationalparks aus. Beachtet nur, dass nicht alle Wege für normale Fahrzeuge ausgelegt sind. Teilweise könnt ihr nur mit ATVs zu bestimmten Trails und Canyons gelangen. Last euch im Visitor Center beraten, wenn ihr unsicher seid.
  • Zeitpunkt: Das ganze Jahr über geöffnet.
  • Eintritt: Ihr müsst vor der Anreise oder vor Ort eine Besuchserlaubnis erwerben, diese kostet euch für 7 Tage 30$ pro Auto inkl. aller Insassen, Radfahrer und Fußgänger zahlen 15$ pro Person.

Der Canyonlands Nationalpark
Der Canyonlands Nationalpark

Capitol Reef Nationalpark

Das nächste Highlight steht schon in den Startlöchern. Der Capitol Reef Nationalpark ist riesig und bietet sich für ausgiebige Wanderungen perfekt an. Im Vergleich zu den anderen Nachbarparks ist es hier vor allem die schiere Größe in Kombination mit der steinigen, beinahe weltfremden Mondlandschaft, die euch beeindrucken wird. Viele Besucher beschreiben begeistert, wie leer und unberührt die Landschaft erscheint und wie schön der Scenic Drive bis zum Pioneer Register ist. Hier findet ihr entlang der Felswände eingeritzte Inschriften der frühen europäischen Siedler, die um 1880 herum mit ihren Planwagen auf dem Weg von einem Ort zum anderen durch den Canyon wanderten. Wichtig: Lasst euch nicht dazu hinreißen, selbst etwas in den Felsen zu ritzen. Die Parkaufsicht hat ein Auge auf euch und das Malen an die Felswände wird mit Geldstrafen geahndet. Zudem sollte allen Besuchern daran gelegen sein, diese natürliche Schönheiten für die Nachwelt weiterhin zu erhalten.

Die Wanderung zum Pioneer Register ist easy, doch es geht auch deutlich anspruchsvoller, wenn ihr fit seid und genug Zeit mitbringt. Wandert zum Beispiel den Wanderweg „Navajo Knobs„, der insgesamt 15 Kilometer lang ist und euch fantastische Aussichten auf den Capitol Reef Nationalpark beschert. Die Route findet ihr hier.

Infos für euren Besuch:

  • Anfahrt: Fahrt am besten zunächst den Scenic Drive im Capitol Reef Nationalpark, um euch einen Überblick über die Schönheit der Gegend zu verschaffen. Parkt am Hickman Bridge Rim und startet von dort eure Wanderung.
  • Zeitpunkt: Das ganze Jahr über geöffnet.
  • Eintritt: Ihr müsst vor der Anreise oder vor Ort eine Besuchserlaubnis erwerben, diese kostet euch für 7 Tage 20$ pro Auto inkl. aller Insassen, Radfahrer und Fußgänger zahlen 10$ pro Person.

Der Capitol Reef Nationalpark
Der Capitol Reef Nationalpark

Zion Nationalpark

Von allen Parks, die ihr in Utah finden könnt, ist der Zion Nationalpark vermutlich der bekannteste und vielleicht auch der, den die meisten von euch sowieso schon auf dem Zettel haben.

Was ihn so besonders macht? Vor allem seine massiven Felswände, die sich auf einigen Wanderwegen rechts und links von euch auftürmen, aber auch seine beeindruckenden und schwierigen Pfade und tolle Aussichtspunkte mit Namen wie Angels Landing, Three Patriarchs, West Temple oder Great White Throne.

Es gibt zahlreiche Motels und Lodges im Örtchen Springdale und mitten im Nationalpark, in denen ihr in der Nebensaison preiswert wohnen könnt. Von dort aus sind es nur wenige Fahrminuten bis zu den schönsten Wanderwegen des Parks. Besonders empfehlenswert ist die abenteuerliche Wanderung Richtung Aussichtsplattform Angels Landing, ein Spaziergang durch die ausgehöhlten Bergmassive mit dem Namen „The Subway“ und ein entspannter Wanderweg zu den Lower und Upper Emerald Pools.

Bitte beachtet: Für Angels Landing benötigt ihr ab dem 01. April 2022 einen Permit, um auch den letzten Teil ab Scout Lookout zu wandern. Je nachdem, wie viel Zeit ihr mitbringt, solltet ihr euch im Zion Nationalpark Visitor Center in Springdale nochmal informieren, welche Wanderwege sich für eure Ansprüche besonders anbieten.

Infos für euren Besuch:

  • Anfahrt: Osteingang : Highway 9 via über Mt. Carmel oder Südeingang: Highway 9 via Springdale. Für viele Touren bietet sich der Emerald Trail Parkplatz an. Hier findet ihr ihn auf der Karte.
  • Zeitpunkt: Das ganze Jahr über geöffnet.
  • Eintritt: Ihr müsst vor der Anreise oder vor Ort eine Besuchserlaubnis erwerben, diese kostet euch für 7 Tage 35$ pro Auto inkl. aller Insassen, Radfahrer und Fußgänger zahlen 10$ pro Person.

Der Zion Nationalpark
Der Zion Nationalpark

Dark Sky Parks

In einigen Regionen Utahs könnt ihr unglaublich gut in die Sterne schauen, weil die Lichtverschmutzung so gering ist wie nirgends sonst. Wenn ihr die Chance habt, an einem wolkenlosen Abend einen Ausflug zu machen, dann sucht euch einen der Nationalparks oder eine Aussichtsplattform aus, nehmt euch ein Picknick mit und schaut ein paar Stunden in den Himmel.

Ihr findet einige der 24 zertifizierten Dark Sky Parks Utahs oben in der Karte mit dem dunkelgrauen Stern gekennzeichnet.

Sternenbeobachtung in Dark Sky Parks
Sternenbeobachtung in Dark Sky Parks

10 Orte in Utah, die ihr euch merken solltet

  1. Angels Landing, Zion Nationalpark
  2. Downtown Logan
  3. Temple Square, Salt Lake City
  4. Mesa Arch, Canyonlands Nationalpark
  5. Dinosaur National Monument, Vernal
  6. Robert Redford’s Sundance Mountain Resort, Utah Valley
  7. McConkie Ranch Petroglyphs (Felsmalereien) nahe Vernal
  8. Dark Sky Parks in allen Teilen des Bundesstaats
  9. Downtown Provo
  10. Bryce Canyon

Diverse abwechslungsreiche Aktivitäten könnt ihr übrigens im Reisemagazinartikel nachlesen, den wir für euch erstellt haben.

Lust bekommen? Stöbert hier nach Flügen, Hotels und Rundreisen

Organisierte Rundreise Angebote

Ein Bild des Nationalparks in Utah mit Logo