Ihr wollt euren Vierbeiner unbedingt mit in den Urlaub nehmen, wisst aber nicht, wie das mit dem Fliegen funktionieren soll? Hier bekommt ihr hilfreiche Tipps rund ums Thema Fliegen mit Hund.

Ihr wollt den nächsten Urlaub unbedingt mit eurem geliebten Vierbeiner verbringen? Bei vielen Reisezielen ist ein Flug unvermeidbar und plötzlich stellen sich viele Fragen. Darf mein Hund überhaupt mitfliegen und was muss ich sonst noch wissen? Ich kläre für euch heute, worauf ihr unbedingt achten solltet, um eurer Fellnase den Flug so angenehm wie möglich zu gestalten.

Mit dem Hund fliegen – So klappt’s!

Fliegen mit Hund | Transportbox | Planung | Airlines

Fliegen mit Hund

Fliegen mit Hund – Ist das überhaupt möglich?

Ob die Mitnahme eures Hundes erlaubt ist, ist von Airline zur Airline unterschiedlich. Auch die jeweiligen Bestimmungen werden von jeder Fluggesellschaft individuell festgelegt, allgemein gültige Vorschriften gibt es leider nicht.

Achtung!

Für einige Hunderassen ist ein Flug besonders anstrengend. Dazu gehören zum Beispiel Boston Terrier, Boxer, Bulldoggen, Pekinesen und Shi Tzus. Einige Airlines verbieten deshalb sogar den Transport.

Was das Ausmaß der Regelungen angeht, liegt also immer im Ermessen der Fluggesellschaft. Während sich einige nur auf das Gewicht der Vierbeiner inklusive Transportbox beschränken, boykottieren andere sogar das Mitführen von Kampfhunden und stumpfnasigen bzw. kurzköpfigen Hunden – sowohl zur Sicherheit des Menschen als auch des Tieres. Kurzköpfige Hunderassen neigen nämlich in temperaturbedingten Stresssituationen schnell zu Atemnot. Daher solltet ihr euch besser zweimal überlegen, ob ihr eurem Hund die Reise zumuten wollt.

Fliegen mit Hund
Für manche Hunde kann der Flug eine echte Herausforderung sein.

Die richtige Transportbox

Einige Airlines bieten an, kleine Hunde mit in die Kabine zu nehmen, wohingegen größere Hunde im Frachtraum untergebracht werden. Auch hier kommt es auf die Fluggesellschaft an, ob spezielle Transportboxen vorhanden sind oder vom Fluggast mitgebracht werden müssen.

Eine sichere Transportbox ist das A&O.

Die Fluggesellschaft  Lufthansa hat zum Beispiel die Bedingungen auf ein Gesamtgewicht von acht Kilogramm und dem maximalen Maß von 55x40x23cm beschränkt. Der Hund darf keineswegs die Box verlassen oder den Kopf herausstrecken. Falls ihr mit dem Gedanken spielt, einen zusätzlichen Sitzplatz für euren Liebling zu buchen, vergesst die Idee besser schnell, denn die Transportbox darf nicht auf den Sitz gestellt werden. Und auch wenn es noch so schön in der Buisness Class ist: Fliegt euer Hund in der Kabine mit, bleibt euch das Upgrade versagt. Was nahezu alle Airlines fordern, ist eine wasserdichte, ausbruchssichere, stabile und luftdurchlässige Transportbox. Im Vordergrund steht nämlich die Sicherheit des Hundes – zwei Seiten sollten daher luftdurchlässig sein und die gesamte Box eine Verletzungsgefahr ausschließen. Ein Wasser- und Fressnapf sollten in der Transportbox ebenfalls Platz haben – vor allem auf Langstreckenflügen ist das enorm wichtig.

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Die Transportbox darf nicht auf einen Sitzplatz gestellt werden.

Zwar unterliegt die Größe den Bestimmungen der Fluggesellschaft, ihr solltet aber unbedingt darauf achten, dass euer Liebling genug Bewegungsfreiheit hat, um stehen, liegen und sich drehen zu können. Verseht die Box zudem sowohl mit eurem als auch mit dem Namen eures Hundes, eurer Adresse und führt für den Fall der Fälle eine Kopie der Transportpapiere, des EU-Heimtierausweises und der Einfuhrpapiere mit euch.

Plant eure Reise so früh wie möglich

Habt ihr euch für das Fliegen mit Hund entschieden, solltet ihr der Airline die Mitnahme auf jeden Fall frühzeitig bekannt geben. Teilweise liegt die Frist sogar bei 72 Stunden vor Abflug, also überprüft rechtzeitig die Bedingungen eurer Fluggesellschaft.

Blinden- und Behindertenhunde reisen kostenlos und stets in der Kabine mit.

Auch über die Ein- und Ausfuhr sowie Tierschutzbestimmungen eures Reiseziels solltet ihr euch bereits im Vorfeld informieren – nicht, dass es vor Ort zu Problemen kommt. Seid ihr in Begleitung eines Hundes, der keine Blinden- oder Behindertenführung für euch übernimmt, variieren die Kosten für die Mitnahme meist nach Größe und der Flugzone – zwischen 35 und 300 Euro kann euch die Mitnahme kosten. Um eurem Vierbeiner die Angst vor der Reise zu nehmen, solltet ihr ihn bereits einige Tage vor Abflug an seine Box gewöhnen. Nimmt er darin freiwillig Platz und legt sich sogar zum Schlafen hin, sollte auch auf dem Flug eigentlich nichts mehr schief gehen. Am besten verwöhnt ihr ihn mit seinem Lieblingstrockenfutter und einem Spielzeug, dass nach euch riecht. Außerdem solltet ihr die Box gut verkleiden, damit euer Hund im Schlaf nicht auskühlt.

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Größere Hunde reisen im Frachtraum mit.
Sinnvoll ist es auch, die Reise mit dem Tierarzt zu besprechen – sicherlich kann er euch noch wertvolle Tipps geben und euch über die Risiken und Nebenwirkungen von Beruhigungsmitteln aufklären.
Ganz wichtig: Geht vor dem Abflug so oft wie möglich mit eurem Hund Gassi!
Entscheidet ihr euch dazu, eurem Hund etwas zu verabreichen, bedenkt bitte, dass die Wirkung durch die enorme Höhe des Fluges viel stärker ist. Auch die Verträglichkeit solltet ihr besser noch zuhause testen, damit es keine bösen Überraschungen gibt.

Diese Airlines bieten die besten Bedingungen an

Wollt ihr euch einen Überblick verschaffen, wie die einzelnen Bestimmungen der verschiedenen Fluggesellschaft aussehen, findet ihr eine tolle Auflistung auf der Seite Skyscanner. Lässt sich eine gemeinsame Flugreise nicht vermeiden, könnt ihr dort vorab nachschauen, welche Airline die besten Bedingungen für das Fliegen mit Hund anbietet. Schaut am besten auch, welche Airline die Strecke ohne Zwischenstopps fliegt – nicht, dass euer Vierbeiner bei der Gepäckverlagerung verloren geht.

Hier wird der Transport kniffelig oder sogar unmöglich:

  • Flugverbot für Vierpfoten: Fluggesellschaften wie z.B. easy Jet, Ryanair und Wizz Air lassen euren Hund nicht mit in den Urlaub fliegen. Die einzige Ausnahme stellen ausgewiesene Begleithunde dar, jedoch gibt es auch einige Einschränkungen zu beachten.
  • Kein Kabinentransport: Flüge mit dem Ziel Dubai nehmen keine Tiere in der Kabine mit, hier ist nur der Transport im Fracht- oder Gepäckraum möglich.
  • Länderspezifische Regelungen: Achtet auf die aktuellen Ein- und Ausreisebestimmungen, in einigen Ländern ist die Beförderung von Tieren nicht gestattet (zum Beispiel Großbritannien, Island und Jamaika).
Fliegen mit Hund
Ist der Flug erst einmal überstanden, kann es auf Entdeckungstour gehen.

Tierische Flugbegleiter

Ihr merkt, Fliegen mit Hund ist zwar möglich, bedarf aber einer gründlichen Vorbereitung – und selbst dann bedeutet der Flug eine enorme Belastung für die Fellnasen. Überlegt euch daher gut, ob ihr für euer nächstes Reiseziel wirklich in den Flieger steigen wollt. Auch die Haustierexpertin Christina Nielsen von mein-haustier.de rät, sich über die möglichen Konsequenzen bewusst zu sein – schließlich gibt es auch tolle Reiseziele in näherer Umgebung für einen Urlaub mit Hund. Falls die Wahl dann wirklich auf die Flugreise fällt, ist eine gute Vorbereitung das A und O für einen reibungslosen Ablauf. 

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