Weißer, feiner Sandstrand soweit das Auge reicht. Dazu tropische Regenwälder und faszinierende Wasserfälle, die mit Erfrischung locken. Baden, Schnorcheln und danach mit einer Kokosnuss im Schatten einer Palme liegen und einfach nur das Leben genießen – Willkommen auf den Fidschi Inseln.

Bula! Oder auch Hallo, wie es auf den Fidschi Inseln heißt. Die traumhafte Republik Fidschi befindet sich am anderen Ende der Welt, genauer gesagt östlich von Australien und rund 2000 Kilometer nördlich von Neuseeland im Südwesten des Pazifischen Ozean. Der aus 332 Inseln bestehender Inselstaat ist für viele ein absolutes Traumziel und lockt Europäer trotz der Entfernung fast einmal um den Erdball. Kein Wunder, denn das tropische Paradies mit den endlosen Stränden, blauen Lagunen und den farbenprächtigen Korallenriffen mit einer außergewöhnlichen Unterwasserwelt, scheint fast wie aus einem Bilderbuch. Aber das Archipel ist vielseitiger, als ihr vielleicht zuerst vermutet und besitzt neben seinen exotischen Regenwäldern auch felsige Gebirgslandschaften. Lest weiter und lernt die wundervolle Gastfreundschaft der Fidschianer kennen.

Die Fidschi Inseln – 332 Eilande zum Verlieben

Fakten über die Fidschi Inseln | Städte | Buntes, fröhliches Fidschi

Ein Naturparadies | Inselgruppen

Vor eurer Reise 

Wissenswertes über Fidschi

Die meisten großen Inseln der Fidschis sind vulkanischen Ursprungs, nur die kleineren sind ursprünglich aus Korallenriffen entstanden. Da ist es keine Überraschung, dass die Unterwasservielfalt enorm groß ist. Insgesamt locken die Fidschis mit einer Küstenlänge von 1129 Kilometern und 18.333 Quadratkilometern an wundervoller Landschaft, die es zu entdecken gilt. Die Hauptinseln Viti Levu und Vanua Levu umfassen fast neun Zehntel der Landesfläche. Auf diesen beiden Inseln findet ihr zerklüftete Gebirgsketten, die sich gewaltig über die schmalen Küstenebenen mit ihren vorgelagerten Korallenriffen erheben und einfach nur sprachlos machen. Auf Viti Levu findet ihr außerdem den mit 1324 Metern höchsten Berg der Fidschis, den Tomanivi.

Schon gewusst?

Die Insel Rotuma besitzt aufgrund der Distanz zu den restlichen Inseln ihre eigene Sprache und Kultur.

Die Anreise nach Fidschi erfolgt immer über einen der beiden Flughäfen auf der Hauptinsel, Nadi Airport im Westen und dem Nausori Airport im Südosten. Von dort aus könnt ihr die umliegenden Inseln erreichen. Auch die Insel Rotuma und das Ceva-i-Ra Atoll, die jeweils mehrere Hundert Kilometer entfernt liegen, gehören zu den Fidschi Inseln.

Städte auf den Fidschi Inseln

Besonders viele große Städte gibt es auf den Fidschi Inseln nicht. Aber falls ihr auf eurer Reise an einer vorbeikommen solltet, lohnt sich ein kleiner Abstecher.

Rund ein Zehntel der Bevölkerung der Fidschis wohnt in der Hauptstadt Suva, die auf Fidschis größter Insel Viti Levu liegt. Wenn ihr durch die belebten Straßen streift, findet ihr euch in einem hübschen Mix aus modernen Bauten und Gebäuden der englischen Kolonialzeit wieder. Auf dem zentralen Markt der Stadt bieten Händler tropische Früchte und Fische an, Imbisse und Verkäufer locken euch mit heimischen Gerichten und Souvenirs. Von Suva aus könnt ihr mit den verschiedenen Fähren in Richtung der Nachbarinseln starten, oder ihr bleibt noch ein Weilchen und erfreut an den Sandstränden direkt an der Stadt.

Ihr wollt einen Eindruck von den traditionellen Dörfern der Fidschi Inseln erhalten? Dann schaut auf jeden Fall in dem süßen Dorf Navala vorbei. Hier stehen noch Bambushütten und die Bewohner kochen in ihren traditionellen Erdöfen.

Das traditionelle Dorf Navala

Viele von Menschenhand geschaffene Sehenswürdigkeiten gibt es auf den Fidschi Inseln nicht. Deshalb solltet ihr, wenn es passt, eure Anreise in Nadi nutzen und den farbenfrohen Tempel Sri Siva Subramaniva, den größten hinduistischen Schrein der südlichen Hemisphäre, bestaunen. Erst 1976 wurde er in seiner jetzigen Form eingeweiht und steht seitdem für die indische Minderheit auf den Fidschi Inseln. Seine leuchtenden, bunten Farben passen auf jeden Fall zu der positiven Stimmung, die auf den Inseln herrscht.

Buntes, fröhliches Fidschi

Neben der unberührte Natur mit faszinierenden Wasserfällen und romantischen Sonnenuntergängen wartet eine einzigartige Kultur auf den Fidschi Inseln auf euch. Denn hier treffen indische, polynesische, melanesische, chinesische und europäische Traditionen harmonisch aufeinander.

Tanz der Traditionen

Der traditionelle Tanz Meke wird bei festlichen Anlässen aufgeführt und soll die Emotionen der Fidschianer vermitteln.

So ist das Essen, das oft in traditionellen Erdöfen zubereitet wird, eine köstliche Mischung aus indischer, polynesischer, chinesischer und westlicher Küche. Probiert euch am besten durch die kulinarischen Köstlichkeiten. Die tropischen Früchte, Meeresfrüchte und Fischgerichte und in Bananenblätter gehüllte Speisen werden euch  begeistern. Außerdem gehören die Fidschianer zu den fröhlichsten und enspanntesten Völkern, denen ich auf meinen Reisen je begegnet bin. Immer ein Lächeln auf den Lippen, ein Lied zum Anstimmen parat und bereit für den traditionellen Tanz Meke. Da kann man den Alltag besonders schnell hinter sich lassen. Wundert euch bei eurem Aufenthalt auf Fidschi nicht über die Unpünktlichkeit der Einwohner. Hier gilt nämlich die „Fidschi-Time„, wie die Bewohner immer mit einem Schmunzeln zu sagen pflegen. Zeitangaben sind eher ein Vorschlag und nur selten lässt sich jemand stressen. Überraschend pünktlich hingegen fahren die Busse und Fähren, also seid hier lieber zeitig vor Ort.

Frauen führen den Meke Tanz auf

Die Inseln sind ein Naturparadies

Die Naturfreunde unter euch kommen auf den Fidschi Inseln voll auf ihre Kosten. Viele der Inseln, wie die Yasawa Islands, sind ein wahres Paradies zum gemütlichen Wandern und Entspannen. Die Insel Taveuni, die auch als Garteninsel bekannt ist, lockt mit ihrer einzigartigen Natur. Ihr könnt hier die wunderschönen Bouna Fälle bestaunen und im Rainbow Reef in die Unterwasserwelt eintauchen. Die Coral Coast im Süden der Insel beherbergt ein faszinierendes Korallenriff, das ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen solltet. Die Pflanzenwelt der Fidschi Inseln zeichnet sich aus durch Mangroven an der Küste und Regenwald oder Savannen im Inneren der größeren Inseln. Auch viele Zuckerrohrplantagen befinden sich hier. Durch die isolierte Lage der Inseln beherbergt Fidschi eine eigenständige Pflanzen- und Tierwelt, die sich aus den Arten zusammensetzt, die über den Ozean hierher kamen. Auf Fidschi könnt ihr besonders viele Frosch- und Vogelarten finden, die es nur hier gibt. Vielleicht entdeckt ihr zwischen den Bäumen ja sogar eine Orangtaube.

Doch auf den Inseln könnt ihr nicht nur relaxen und die einmalige Natur genießen: Auch werden an den Stränden diverse Sportarten angeboten, die ein wenig Abwechslung in euren entspannten Urlaub bringen. Surfen, Tauchen, Schnorcheln, Rafting, Segeln und Kitesurfen stehen hier auf dem Programm.

Die verschiedenen Inselgruppen der Fidschis

Natürlich sind die Fidschis durch und durch ein wahres Paradies. Da kann man sich gar nicht so recht entscheiden, an welchem wunderschönen Strand man seinen Urlaub verbringen möchte. Deswegen möchte ich euch noch drei Inseln bzw. Inselgruppen vorstellen, die es mir besonders angetan haben und die ich euch ans Herz legen möchte. Aber egal für welche der Inseln ihr euch entscheidet: wunderschön mit herrlichem, feinen Sand und traumhaften Bademöglichkeiten sind sie alle!

Yasawa Inselgruppe

Nordwestlich von Viti Levu liegt die Yasawa Gruppe, die aus einer Kette vulkanischer Inseln besteht und sich wunderbar für Inselhopping per Katamaran eignet. Die Inseln Yasawas sind wenig besiedelt, oft befindet sich nur ein einzelnes Hotel auf einer der Inseln. Vereinzelt haben sich lokale Gemeinschaften und kleine Orte entwickelt, doch wer eine Infrastruktur sucht, der ist hier fehl am Platz. Hier solltet ihr euch einfach entspannen. Vor den Stränden liegen gewaltige, wunderschöne Korallengärten und locken Urlauber mit ihrer Artenvielfalt. Eine der wohl bekanntesten Inseln der Yasawas ist Nanuya Levu, oder auch Turtle Island, die durch den Kinohit „Die Blaue Lagune“ berühmt wurde. Nach den Dreharbeiten entschied sich der Besitzer, die Insel in ein Resort umzubauen. Heute findet ihr 14 luxuriöse Buren, die traditionellen Hütten der Fidschis, mit jeweils einem eigenen Strandabschnitt und Whirlpool auf der Insel. Wer einen einmaligen Urlaub inmitten tropischer Vegetation, weißen Sandstränden, Korallenriffen direkt vor der Tür und tiefblauem Wasser im puren Luxus haben will, der ist hier (mit der ausreichend großen Geldbörse) genau richtig.

Mamanuca Inselgruppe

Ebenfalls ein wunderschöner Ort zum Entspannen und zum Entdecken der Unterwasserwelt sind die Mamanuca Inseln. Die Mamanuca-Gruppe umfasst 20 kleine Inseln vulkanischen Ursprungs. Zwischen den Inseln findet ihr vereinzelnd kleine Koralleninseln, die wunderschön von feinem, weißem Sand umgeben und von tropischen Palmen bewachsen sind.

Auf Mamanuca erwarten euch ein wunderbares Klima und traumhafte Korallenriffe.

Im Ozean rund um die Mamanucas sind Seeschildkröten noch relativ häufig anzutreffen und mit etwas Glück trefft auch ihr bei einem Badegang auf die sanftmütigen Kreaturen. Aber auch Delfine, Rochen und Haie könnt ihr hier bestaunen. Das trockene Klima der Insel mit vergleichsweise vielen Sonnenstunden und wenigen Regentage zusammen mit dem angenehmen, stetigen Wind machen euren Aufenthalt besonders angenehm. Ebenfalls erwähnenswert ist die winzige Insel Monuriki, die begeistert, schließlich wurde hier der Kinofilm „Cast Away“ mit Tom Hanks gedreht. Besonders entspannt könnt ihr euren Urlaub in einem der vielen Luxusresorts verbringen und bei einer frischen Kokosnuss die Füße hochlegen.

Taveuni

Diese wunderschöne Insel wird nicht ohne Grund Garteninsel genannt. Mit 442 Quadratkilometern ist sie die drittgrößte der Fidschi Inseln, die Heimat von 12.000 Menschen und noch dazu hält sie eine unglaublich schöne Natur für euch bereit. Ganze 60% dieser paradiesischen Insel sind mit Regenwald bedeckt, der dank der hohen Niederschlagsmenge wunderschön blüht und grünt. Die Insel gilt sogar als eine der regenreichsten Regionen der Erde.

Zeitreise

Auf Taveuni könnt ihr zwischen den Tagen hin und her springen – die Insel liegt auf dem 180. Längengrad, der Datumsgrenze.

Das sollte euch aber nicht von einer Reise hierher abhalten. Schließlich kommt so eine Erfrischung bei einer Wanderung doch wie gerufen, oder? Inmitten der tropischen Wildpflanzen könnt ihr die schönsten Wasserfälle der Fidschis, die Bouna-Fälle, finden. Ein traumhafter Anblick, wie das Wasser zwischen dem Grün hinunterrauscht. Es gibt hier sogar eine natürliche Wasserrutsche, die ich auch sofort testen musste. Die Taucher und Schnorchler unter euch können auf Taveuni an einem der beliebtesten Riffs im Südpazifik tauchen. Das „Rainbow Reef“ strahlt mit seiner unglaublichen Farbenpracht und Artenvielfalt. Wirklich berühmt wurde Taveuni, als hier 1991 der Film „Rückkehr zur blauen Lagune“ gedreht wurde. Aber am besten überzeugt ihr euch selbst, wieso dieser paradiesische Ort für den Film ausgewählt wurde.

So plant ihr eure Reise auf die Fidschis

Solltet ihr euch für einen Traumurlaub auf den Fidschi Inseln entscheiden, sind hier noch ein paar Anmerkungen, die ihr vor eurer Reise beachten solltet.

  • Auf die Fidschi Inseln gelangt ihr über die zwei internationalen Flughäfen in Nadi Airport und Nausori Airport auf Vita Levu.
  • Aus Deutschland gibt es aufgrund der gewaltigen Distanz keine Direktflüge auf die Fidschis, weswegen die Anreise etwas umständlicher werden kann. Trotzdem ist das Flugnetz über Australien hierher gut ausgebaut und ihr solltet keine Probleme haben, die passenden Füge für euch zu finden.
  • Ihr müsst mit einer Flugdauer von mindestens 24 Stunden rechnen. Solange euer Aufenthalt kürzer als vier Monate sein soll, braucht ihr übrigens kein Visum. Ihr müsst bei eurer Ankunft nur ein Rückflugticket und genügend finanzielle Mittel für die Reisedauer vorweisen können.

  • Das ganze Jahr über herrscht auf den Fidschi Inseln ein tropisches Klima mit durchschnittlichen Temperatur von etwa 25 bis 30 Grad. In den niederschlagsreichen Sommerzeiten von November bis April kann es vorkommen, dass tropische Wirbelstürme an die Küsten Fidschis prallen, wobei es durchaus auch zu schweren Schäden kommen kann. Diese sind aber äußerst selten. Das Reisen auf den Inseln ist also zu jeder Zeit überwiegend sehr angenehm. Selbst in der Regenzeit bleibt es tagsüber meistens trocken. Erst abends oder in der Nacht fängt es an zu regnen, dann aber richtig!
Ein Fidschianer begrüßt auf traditionelle Weise
Foto: ChameleonsEye / Shutterstock.com

Das Paradies ruft euch!

Ich hoffe, dass ich euch einen Eindruck von den wunderschönen Fidschi Inseln vermitteln konnte. Mich hat dieses Paradies sofort begeistert! Was würde ich nicht alles dafür geben, jetzt wieder mit einer Kokosnuss im Schatten einer Palme zu sitzen und meine Füße im Sand zu vergraben. Einfach herrlich! Wart ihr bereits auf den Fidschi Inseln und wenn ja, wie hat es euch gefallen? Ich freue mich auf eure Kommentare.

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