Der Zika Virus macht Ungeborene krank und sorgt deshalb gerade in Südamerika für Aufregung. Was es mit dem Erreger auf sich hat und wie ihr euch bei einer geplanten Reise vor den aufdringlichen Moskitos schützt, lest ihr hier.

Immer wieder hören wir derzeit davon in den Medien: In Süd- und Mittelameria werden immer mehr Fälle einer außergewöhnlichen Viruserkrankung bekannt. Zika nennt sich der ansteckende Virus, der in Ländern wie Brasilien und Venezuela derzeit ebenso die Schlagzeilen regiert wie in den USA und Europa. Grund dafür ist vor allem eine mögliche extreme Spätfolge der Erkrankung: Immer mehr Babys leiden nach ihrer Geburt an Deformierungen.

Was ist der Zika Virus?

Der Zika Virus wurde erstmals im Urwald von Uganda entdeckt. Übertragen wird der Visus offenbar von Mücken, gerade die Art Aedes aegypti soll für die Verbreitung verantwortlich sein. Erkennbar sind diese Mücken an den weißen Flecken auf den Beinen. Häufig verläuft die Krankheit unspektakulär, ähnlich wie bei einer Grippe zeigen Patienten Symptome wie Ausschlag, Bindehautentzündung, Fieber oder Kopf- und Muskelschmerzen. Das ist gerade im Winter für die meisten von uns kein Grund zur Beunruhigung. Bei einigen Betroffenen gibt es gar keine sichtbaren Anzeichen.

Genau das ist tückisch, denn vor allem Schwangere und ihre ungeborenen Kinder sind gefährdet. Diese können bei der Erkrankung der Mutter erheblichen Schaden nehmen. Es scheint erwiesen, dass bei diesen Babys eine Mikrozephalie vorkommen kann. Bei dieser Erkrankung bleibt der Schädel der Kinder nach der Geburt sehr klein, das Gehirn kann nicht ordentlich wachsen und die Kinder bleiben geistig eingeschränkt. Weiterhin wird die Nervenkrankheit Guillain-Barré (ruft Muskelschwäche hervor) als mögliche Spätfolge einer Ansteckung mit dem Zika Virus genannt.

DTG warnt vor Reisen in betroffene Gebiete

Nicht zuletzt deshalb gibt es in einigen südamerikanischen Ländern offenbar schon den Hinweis an die Landsleute, geplante Schwangerschaften wenn möglich in die Zukunft zu verschieben. Die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin rät Schwangeren, Länder zu meiden, in denen der Zika Virus registriert wurde. Dazu zählen nach neusten Erkenntnissen Brasilien und Kolumbien, einige Regionen in Afrika sowie Mikronesien, Französisch Polynesien, Neu-Kaledonien, Cook-Inseln und einige Länder mehr. Hier könnt ihr nachlesen, welche Länder aktuell betroffen sind.

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Gutes Mückenspray ist in Südamerika Gold wert

Hilfreiche Tipps zum Schutz vor dem Zika Virus

Grundsätzlich ist der Zika Virus gar nicht so gefährlich, doch gerade Schwangere sollten Vorsicht walten lassen. Die DTG rät daher zu folgenden Maßnahmen:

Die konsequente Anwendung der Maßnahmen zur Vermeidung von Stichen kann das Risiko von durch Arthropoden übertragenen Erkrankungen (z.B. Malaria, Denguefieber, Chikungunyafieber, Filariosen etc.) erheblich verringern:

  • Anwendung von Moskitonetzen (Imprägnierung mit Permethrin z.B. mit Nobite® Verdünner)
  • Einreiben unbedeckter Hautstellen mit mückenabweisenden Mitteln mit den Wirkstoffen DEET (z.B. Nobite® Care Plus® , Anti Brumm ®) oder Icaridin (z. B. Autan®, Parazeet® Azaron before®).
  • Tragen von hautbedeckender, heller imprägnierter Kleidung ( z.B. mit Nobite®Kleidung einsprayen oder K-O TAB®  Kleidung waschen)
  • Aufenthalt in mückensicheren Räumen (Klimaanlage, Fliegengitter)

Die zusätzliche Verwendung von Insektiziden als Spray  in Verdampfern, als Räucherspiralen („mosquito coils“) u. ä. sowie zur Imprägnierung von Moskitonetzen und Kleidungsstücken kann einen zusätzlichen Schutz bieten. Die Kombination von imprägnierter Kleidung und einem Repellent bietet den höchstmöglichen Schutz gegen Stiche.

Die Expositionsprophylaxe gegen die vorwiegend nacht- und dämmerungsaktiven Anophelesmücken ist angesichts zunehmender Resistenzen der Malariaerreger gegen vorbeugend anwendbare Medikamente besonders wichtig. Auch bei Säuglingen und Kleinkindern ist sie sehr effektiv durchführbar (z. B. Moskitonetz über dem Bett).“   Quelle: DTG

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Moskito-Netze schützen in der Nacht

Wer diese hilfreichen Tipps befolgt, sollte vor Stichen so gut wie sicher sein. Ich kann euch nur raten, diese Vorschläge konsequent zu beherzigen, denn genau dies kann im besten Fall für den Schutz des eigenen ungeborenen Kindes sorgen.