Blubberblasen unter einem gefrorenen See, Eiswände und eine knapp 8 Kilometerlange Eisbahn – all das hat der Winter in Kanada zu bieten. Doch macht euch selbst ein Bild davon, wie atemberaubend diese Naturphänomene sein können!

Wenn es langsam dunkel wird, die Sterne am Himmel aufblitzen und leichte Schneeflocken auf uns niederprasseln, ist der Winter perfekt. Überall sind Straßen und Bäume mit Lichterketten dekoriert, um uns den Weg zu erhellen, dick eingemummelt schlendern wir gemütlich umher und erfreuen uns an dieser wohligen Atmosphäre. Wenn der Schnee dann auch noch liegen bleibt und sich die ganze Stadt in eine einzigartige Winterlandschaft verwandelt, kommt jeder automatisch in eine besinnliche Stimmung. Aber habt ihr schon mal den Winter in Kanada erlebt? Der übertrifft bei Weitem alles, was ihr bereits an anderen Winterlandschaften bewundert habt. Warum, das zeige ich euch jetzt.

Das macht den Winter in Kanada so einzigartig

Abraham Lake | Haffner Bucht | Niagara Fälle | Rideau Kanal | Montreal

Winter in Kanada

Abraham Lake

Dass der Winter in Kanada um einiges kälter ist als bei uns im Lande, ist euch sicherlich bewusst. So werden es in Kanada auch gut und gerne schnell mal minus 30 Grad, was den einen oder anderen See zum Einfrieren bringt. Was bis dato noch nicht ungewöhnlich ist, ändert sich schnell, wenn ihr euch das Bild anschaut. Sobald der Abraham Lake in der westlichen Provinz Alberta nämlich die Eisstarre erreicht, bilden sich lauter gefrorene Blasen unter der Wasseroberfläche. Diese unglaubliche Erscheinung beruht aber auf einem ganz simplen Naturphänomen: Die Pflanzen auf dem Meeresgrund stoßen Methangase aus. Gefriert das Methangas und gelangt an die kalte Oberfläche des Sees, bilden sich lauter Blasen, die unter der Eisdecke gefangen sind. Ein einzigartiges Naturschauspiel, das jedes Jahr aufs Neue unzählige Besucher und Fotografen anlockt.

Winter in Kanada Abraham Lake

Haffner Bucht

Als würde es nicht genügen, dass die Haffner Bucht im Kootenay Nationalpark mit ihrer malerischen Schönheit für Begeisterung und Berühmtheit sorgt. Nein, sobald der Winter in Kanada einbricht, legt sie noch eine Schippe oben drauf: Auch die steilen Felswände bleiben von den kalten Temperaturen nicht unberührt, sodass sich riesige Eiszapfen, nein, sogar Stalaktiten und ganze Eiswände bilden. Und das lockt natürlich erst recht Bergsteiger und Fotografen an.

 

Niagarafälle

Wer nach Kanada reist, sollte es sich auf keinen Fall entgehen lassen, einen Ausflug zu den Niagarafällen zu machen. Diese herabstürzenden Wassermengen live und in Farbe in die Tiefe stürzen zu sehen, ist ein unglaubliches Gefühl. Verschiedenste Emotionen steigen in einem auf, ein Gefühl der Unbesiegbarkeit und Grenzenlosigkeit machen sich im Körper breit. Aber könnt ihr euch vorstellen, was der kanadische Winter mit dieser Naturgewalt anstellt? Je nachdem, wie tief die Temperaturen sinken, verwandeln sich die Niagara Fälle in eine riesige Eislandschaft. Was vorher feucht fröhlich den Fall hinunterstürzte, bildet zu eisigen Zeiten eine enorme Kulisse aus Eis und Schnee.

Winter in Kanada

Rideau Kanal

Was wäre der Winter ohne Schlittschuhlaufen? Vor allem der kanadische Winter wäre ohne seine fast 8 Kilometer lange Eisbahn nur halb so faszinierend. Denn auch der Rideau Kanal in Ottawa, Ontario kann den eisigen Temperaturen nicht standhalten und gefriert zu einer riesigen Eisfläche – Natur pur! Während es einige Kanadier nur zum Spaß auf den zugefrorenen Fluss zieht, haben ganz Pfiffige bereits einen großen Nutze darin gesehen: Die schnellste Option, während der Rushhour von einem Ort zum anderen zu kommen, ist zur Winterzeit wohl die Eisbahn auf dem Rideau Kanal.

Winter in Kanada Rideau Kanal
Foto: iStock.com/gqxue

Montreal

Um den Winter in Kanada genießen zu können, muss aber nicht immer ein Naturphänomen herhalten. Wer sich an einem richtigen Winterwonderland erfreuen möchte, der sollte unbedingt zur Weihnachtszeit nach Montreal reisen. Als eine der schönsten Städte in Nordamerika trumpft Montreal zur Winterzeit nämlich noch mal richtig auf: Überall glitzert, blinkt und leuchtet herrliche Weinachtsdekoration – jeden Samstag im Dezember wird sogar ein Feuerwerk veranstaltet. Zahlreiche Events und Konzerte sollen Einheimische und Touristen zusätzlich auf die besinnliche Zeit einstimmen.

Winter in Kanada

Der Winter in Kanada ist wirklich etwas Besonderes. Wem die Minusgrade nichts ausmachen, sollte sich schleunigst seine warmen Sachen aus dem Schrank holen und den nächsten Flieger in Richtung Winderwonderland buchen. Und wenn ihr es ganz tradtitionell kanadisch mögt, dann spielt doch einfach mal eine Runde Eishockey mit den Einheimischen. Sie werden sich garantiert freuen. ;)