Eine riesige Aschewolke des Vulkans Raung auf der indonesischen Hauptinsel Java, welcher bereits seit mehreren Wochen aktiv ist, legt nun den Flugverkehr lahm und sorgt damit für ein großes Chaos. Am heutigen Freitag sitzen damit zehntausende Touristen fest, unter anderem auch auf der beliebten Ferieninsel Bali, die etwa 150 Kilometer vom Vulkan entfernt liegt. Das Verkehrsministerium hatte die betroffenen Airlines am späten Donnerstagabend angewiesen, bis Freitagabend sämtliche Flugrouten in der Nähe des Vulkans zu meiden. So wurden auch Flughäfen in Lombok, Banyuwangi und Jember gesperrt und dadurch insgesamt 357 In- und Auslandsflüge gestrichen. Viele Reisende campierten daraufhin an den Flughäfen.

Vulkanausbruch auf Java sorgt für Chaos an den Fughäfen

Beim heutigen Ausbruch spuckte der Vulkan Schutt und Asche bis zu 3800 Meter in die Höhe, was für Flugzeuge eine große Gefahr darstellt, da hierdurch die Motoren beschädigt werden können, mal ganz abgesehen von der stark beeinträchtigten Sicht. Der 3300 Meter hohe Raung ist einer von knapp 130 aktiven Vulkanen in Indonesien und damit keine Seltenheit. Nach Aussage von Gede Suantika, dem Vulkanexperten der indonesischen Regierung, wurden Bewohner aus einem Radius von 3 Kilometern um den Vulkan aufgefordert, Atemmasken zu nutzen, sie müssen jedoch nicht evakuiert werden. Besonders betroffen vom Chaos an den Flughäfen sollen Australier sein, da Bali hier ein beliebtes Urlaubsziel darstellt und knapp ein Viertel der über 3 Millionen Besucher pro Jahr aus Down Under stammen.

Auch meine Leserin Lena berichtet von extremen Verspätungen und damit verbundenen chaotischen Zuständen.

„Ich sitze gerade am Flughafen in Singapur fest. Eigentlich sollte es schon vor einigen Stunden nach Bali gehen, doch bisher tut sich hier nicht viel. Mittlerweile hat man uns ein Hotel und Abendessen angeboten, damit wir nicht noch einen ganzen Tag am Flughafen verbringen müssen. Gegen 19 Uhr unserer Zeit soll es dann endlich losgehen. Ob das wirklich klappt, ist aber noch nicht sicher.“

Immer wieder unheimlich, wie extrem sich derartige Naturgewalten auf eigentlich alltägliche Dinge auswirken können…