Der Urlaub ist vorbei und statt erholsamen Tagen am Strand mit mediterranem Lebensgefühl steht für so manchen von euch wieder der graue Arbeitsalltag inklusive viel Stress und wenig Abwechslung bevor. Viele Urlauber fürchten sich schon beim Urlaubsbeginn vor diesen grauenhaften Stunden des Übergangs von purer Erholung zum Stress, wenn es wieder losgeht. Bezeichnet wird das Ganze übrigens als „Post Holiday Syndrom“. Dass es allerdings auch anders geht, und ihr euch nicht vor dem letzten Urlaubstag, geschweige denn dem ersten Arbeitstag fürchten müsst, sollen euch einige Tipps zeigen, die ich euch im Folgenden mit auf den Weg geben möchte. Schluss also mit endlosem Stress zwischen Urlaubsrückkehr und Arbeitsbeginn, stattdessen Bahn frei für ein schönes Ende des Urlaubs und langfristig anhaltende Erholung!

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Gute Vorbereitung vermeidet Stress

Die Anti-Rückkehrstress-Therapie beginnt schon oft direkt vor dem eigentlichen Urlaubsstart. So solltet ihr darauf achten, dass vor dem Urlaubsstart wichtige Aufgaben erledigt werden – sowohl Zuhause, als auch im Job. Räumt also z.B. ein paar Tage vor dem Urlaub auf, informiert eure Arbeitskollegen und unterrichtet eure Vertreter über die Aufgaben für diese Zeit. So vermeidet ihr zum einen, dass euch der Arbeitsstress bis an den Strand verfolgt, und andererseits ist es doch auch einfach schöner, daheim von einem ordentlichen und sauberen Zuhause und Arbeitsplatz empfangen zu werden. Müsst ihr allerdings am letzten Urlaubstag noch allerhand Aufgaben erledigen, euer Zuhause fast grundsanieren, und werdet am ersten Arbeitstag von einem chaotischen Schreibtisch regelrecht erschlagen, bleibt da nicht mehr so viel übrig von der gewonnenen Erholung. Übernehmt euch dabei aber nicht, sodass ihr am letzten Arbeitstag noch haufenweise Überstunden kloppen müsst, nur um schon Wochen vorgearbeitet zu haben.

Und auch die zeitliche Planung spielt eine sehr große Rolle. Startet ihr noch am Abend des letzten Arbeitstages in den Urlaub und kehrt erst am Abend bevor es wieder losgeht zurück, ist Stress vorprogrammiert. Nehmt euch lieber ein paar Tage vor und nach der Reise als Puffer zusätzlich frei. So könnt ihr vor der Abreise in Ruhe packen, das Nötigste zuhause erledigen und auch schon mal ein wenig entspannen, um nicht von 100 auf 0 runterfahren zu müssen – das ist oft zum Scheitern verurteilt. Genauso verhält es sich nach der Rückkehr: Lasst euch hier ein paar freie Tage Zuhause, um in Ruhe erstmal wieder anzukommen, das Erlebte sacken zu lassen und genauso nicht von völliger Erholung wieder in den absoluten Stress geworfen zu werden. Auch ist es, wenn möglich, sehr empfehlenswert erst an einem Mittwoch oder Donnerstag wieder in den Job zu starten, um erstmal langsam wieder hereinzukommen und nicht gleich eine ganze Woche vor der Brust zu haben.

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Den letzten Urlaubstag nochmal richtig genießen

Ist der letzte Urlaubstag dann aber doch gekommen, werden viele wehmütig und fallen in schon fast depressive Stimmung ob des bevorstehenden Comebacks im Arbeitsalltag. Doch das ist eigentlich genau der falsche Weg. Stattdessen solltet ihr den letzten Urlaubstag nochmal ganz besonders genießen. Denn dieser letzte Tag prägt am stärksten die Erinnerung an die freie Zeit – und ihr wollt doch sicher nicht mit schlechten Erinnerungen an euren letzten Urlaub zurückdenken. Genießt also nochmal die Ruhe, unternehmt vielleicht nochmal etwas Schönes, und lasst einfach nochmal die Seele baumeln. Am besten macht ihr das, wie gesagt, in heimischen Gefilden, um euch langsam wieder in das gewohnte Umfeld hineinzutasten. Und die letzten Tage müsst ihr dabei natürlich nicht auf dem heimischen Sofa verbringen, so gibt es genauso zahlreiche schöne Orte und Unternehmungen ganz in der Nähe, die ihr so im Alltag vielleicht gar nicht wahrnehmt. Übernehmt euch allerdings nicht mit großen Planungen für diese Tage und erwartet nicht DAS Highlight eures Urlaubs, denn so ist Enttäuschung oft vorprogrammiert.

Verbringt ihr die letzten Urlaubstage jedoch Zuhause, lässt sich auch hier schnell und einfach noch ein wenig mehr Urlaubsfeeling herbeizaubern. Wie wär’s mit einem netten Drink auf dem Balkon oder der Terrasse? Oder mal versuchen, die unterwegs liebgewonnenen exotischen Gerichte nachzukochen? Genauso ist jetzt die Zeit gekommen, euch eure Urlaubsfotos mal ganz in Ruhe zu Gemüte zu führen. Und glaubt mir, da kommt ganz sicher noch einiges an Urlaubsgefühlen wieder hoch. :)

Urlaubsfotos

So startet ihr erholt wieder in den Job – Und bleibt es auch

Doch jeder Urlaub ist irgendwann einmal vorbei und es geht wieder zurück ins Arbeitsleben. Aber das muss absolut nicht so grau sein, wie ihr es vielleicht manchmal im alltäglichen Trott wahrnehmt. Betrachtet in der freien Zeit einfach mal nur die schönen Seiten eures Jobs – Und ich verspreche euch, die gibt es! Ihr müsst sie nur teilweise erst erkennen. Dies klappt mit einem gewissen Abstand zum Ganzen jedoch ganz wunderbar. Reflektiert aber auch einmal negative Angewohnheiten oder Missstände, diese lassen sich mit dem frischen Wind durch euren Abstand aus einem ganz anderen Blickwinkel und somit auch viel einfacher angehen.

So könnt ihr auch für die Zukunft lernen, wie ihr einfach entspannter leben könnt. Setzt euch nicht das Ziel, von jetzt auf gleich die Welt zu verändern, sondern belasst es bei kleineren Vorsätzen wie einfach mal euer Mittagessen wirklich zu genießen. Auch ist es oft hilfreich, den Urlaub in gewisser Weise mit in den Alltag zu nehmen. Auch wenn ihr morgens am Rechner sitzt und nicht am Pool entspannen könnt – ein Urlaubsfoto als Hintergrundbild des Computers oder ein kleines Souvenir auf dem Schreibtisch erinnert euch an die schöne Zeit und lässt euren Alltag gleich ein kleines bisschen bunter werden. Oder nehmt euch ein paar nette Gewohnheiten und Erlebnisse mit nach Hause. Vielleicht habt ihr während eurer Reise ja ein ganz neues Hobby oder ein neues Lieblingsessen entdeckt – sowas auch Zuhause zu haben, ist oft gar nicht so unmöglich wie ihr vielleicht denkt.

Was ebenfalls helfen kann, ist die Vorfreude auf bevorstehende Ausflüge oder andere schöne Termine. Es muss ja nicht immer der nächste wochenlange Urlaub sein, denn auch Kurztrips wirken oftmals nahezu genauso erholsam. Gönnt euch öfter mal ein verlängertes Wochenende und erkundet dabei zum Beispiel eine euch noch unbekannte Stadt! Allein schon die Vorfreude auf solche Kurzreisen kann Wunder wirken, wenn ihr im grauen Alltag zu versacken droht. Zudem macht ihr euch und eure Erholung so nicht abhängig von einem einzigen Urlaubserlebnis pro Jahr, was natürlich leider auch mal ein Flop sein kann, aus welchem Grund auch immer.

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Ihr seht also, mit der richtigen Vorbereitung und Herangehensweise müsst ihr gar nicht mehr so große Angst vor dem Urlaubsende haben. Ich hoffe, dass euch diese Tipps ein wenig dabei helfen, auch langfristig etwas von eurem Urlaub zu haben und nicht nach wenigen Tagen schon wieder urlaubsreif zu sein.

Welche Tipps habt ihr denn so auf Lager? Wie schafft ihr es, nach dem Urlaub wieder in den Alltag zu kommen, ohne euch aus dem Fenster zu stürzen? ;-)