Dass eine Millionenstadt wie Montreal jede Menge zu bieten hat, dürfte längst niemanden von uns mehr wundern. Doch wusstet ihr auch, dass ihr hier eine spektakuläre unterirdische Welt vorfinden könnt? Hier erfahrt ihr mehr zum Thema…

Montreal, eine pulsierende Hafenstadt im Südwesten der kanadischen Provinz Québec, ist nicht nur für ihre beeindruckenden Sehenswürdigkeiten und die interessante Mischung aus französischer und englischer Kultur sehr bekannt, sondern eben auch für die kalten und verschneiten Winter. Solltet ihr zu genau dieser Zeit im schönen Montreal sein, so sind nicht nur die schneebedeckten Landschaften in der näheren Umgebung ein Muss während eurer Sightseeingtour. Auch ein Besuch der Untergrundstadt Montreal, im Französischen gerne auch „Montréal souterrain“ oder „Ville intérieure“ genannt, darf keineswegs fehlen.

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Untergrundstadt Montreal – Zur Geschichte

Die Idee der faszinierenden Untergrundstadt geht bis in die 60er Jahre zurück. Es war im Jahr 1962, als der berühmte Wolkenkratzer Place Ville-Marie im Zentrum von Montreal erbaut worden ist. Mit der Eröffnung dieses Konstrukts, das ein unterirdisches Einkaufszentrum und sogar einen Tunnel mit einer Verbindung zum Hauptbahnhof enthielt, kam dem kanadischen Urbanisten Vincent Pont die Idee, weitere Teile des Stadtlebens unter die Erde zu verlagern. Waren es erst noch Metroverbindungen, so sind es heute sogar etliche unterirdische Strecken, die wichtige Hotels, Bars und Restaurants, Museen, Metrostationen und vieles mehr miteinander verbinden. Heute ist die Untergrundstadt Montreal übrigens sogar die weltweit größte ihrer Art. Ganz schön beeindruckend, wenn ihr mich fragt.

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Foto: tripadvisor

Das erwartet euch in der Untergrundstadt

Mittlerweile erstreckt sich die Untergrundstadt Montreal auf einer Tunnellänge von 32 Kilometern, die Fläche hat insgesamt eine Größe von zwölf Quadratkilometern. Man könnte fast meinen, dass es sich hier um eine eigene Stadt, ja sogar eine kleine eigene Welt handelt, denn sie besteht bereits aus mehr als 1000 Geschäften, etlichen Restaurants und Cafés, mehreren Banken, Theater- und Kinosälen sowie Hotels. Knapp 80 Prozent aller Bürogebäude, aber auch ganze 40 Prozent aller Geschäfte Montreals sind bereits mit dieser unterirdischen Stadt verbunden.

…warme Temperaturen sorgen vor allem im Winter für ein wohliges Einkaufserlebnis.

Dabei sind die vielen Etagen mit Aufzügen, Treppen oder auch Rolltreppen verbunden, wichtige Orte wie etwa der Hauptbahnhof von Montreal und weitere zentrale Treffpunkte sind dank der guten Metro- und Busverbindung bequem und schnell erreichbar.

Einige grüne Pflanzen, schicke Springbrunnen und speziell an die Jahreszeit angepasste Dekorationen schmücken die unterirdische Stadt, angenehm warme Temperaturen sorgen vor allem im Winter für ein wohliges Einkaufserlebnis. Einige Besucher genießen es sogar, im frostigen Winter, der gut und gerne mal bis zu Minus 30 Grad mit sich bringt, leger im T-Shirt rumzulaufen, da sie hier bestens vor Wind und Wetter geschützt sind. Eigentlich ist es kaum verwunderlich, dass diese einzigartige Untergrundstadt in den letzten Jahren sowohl bei Einheimischen als auch bei Touristen immer mehr an Beliebtheit gewonnen hat – und das nicht nur im Winter. 

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Wie wäre es mit einem Trip nach Montreal?

Gibt es schon die ersten Kanada-Fans unter euch, die nun auf den Geschmack gekommen sind und unbedingt einen Trip nach Montreal unternehmen möchten? Wenn ja:

Und jetzt nichts wie los! Schickt mir danach bitte unbedingt einen Erfahrungsbericht. ;)