Mara macht sich in Orlando auf den Weg in die Universal Studios. Wer nach Orlando fliegt, kommt eigentlich nicht drum herum, einen oder gleich mehrere der Freizeitparks zu besuchen. Tolle Bilder und einen aufregenden Erfahrungsbericht findet ihr hier.

Die Entscheidung, mir bereits im Vorfeld online ein Kombi-Ticket für die Universal Studios und den Park Islands of Adventure in Orlando zu holen, erwies sich morgens beim Anblick der riesigen Schlange um den Schalter, wo die regulären Tickets verkauft wurden, als goldrichtig. So konnte ich gemütlich nach einer kurzen Wartezeit in den Park spazieren.

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Ein Hinweis zu den Universal Studios

Bei meinem Parkbesuch hatte ich einen kleinen Rucksack auf, da ich meine Kamera und einen Pullover dabei hatte. Das bedeutete, dass ich vor dem Großteil der Fahrgeschäfte erst den Rucksack in einem der dafür vorgesehenen Schließfächer verstauen musste, wodurch ich ziemlich viel Zeit verlor. Der Andrang bei den Schließfächern war so groß, dass man manchmal bis zu 15 Minuten anstehen musste, nur um ein Schließfach zu ergattern. Um das zu vermeiden, würde ich euch auf jeden Fall dringend dazu raten, nach Möglichkeit weder Rucksack noch Tasche mitzunehmen, da man so viel Zeit sparen kann.

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Ich begann meinen Marathon an Achterbahnfahrten ganz gemütlich mit der ET Attraktion. Schon saß ich mit ET im Korb auf dem „ET Fahrrad“, das zunächst durch einige nachgebaute Filmlandschaften fuhr und sich den Weg am Mond vorbei bahnte, bis ich schließlich zu ET nach Hause auf den tausende Lichtjahre entfernten Planeten schwebte. Für den Anfang ganz nett, aber da hatte ich wohl zu Beginn gleich eine der Attraktionen erwischt, die mehr für die Jüngeren gedacht ist.
Erstaunt haben mich auch die Angestellten, die nach jeder Fahrt in Jubel ausbrachen, klatschten und überschwänglich Well done guys!“ oder „You did an awesome job!“ riefen. Ähm, ich saß die letzten 5 Minuten doch nur auf einem Fahrrad und habe dabei vermutlich dezent blöd aus der Wäsche geschaut – was um alles in der Welt habe ich denn jetzt Großartiges geleistet? Im Laufe des Tages gewöhnte ich mich dann an diese wohl typisch amerikanischen Gepflogenheiten:  Dieser über alle Maßen ausgeprägte Enthusiasmus, das Dauergrinsen und die enorme Begeisterung ist zu der doch eher zurückhaltenden deutschen Mentalität schon ein krasser Gegensatz. ;)

The Wizarding World of Harry Potter

Die nächsten Stunden tauchte ich komplett in die Welt Harry Potters ein und fühlte mich so richtig in meine Kindheit zurückversetzt. „The Wizarding World of Harry Potter“ (=  Die zauberhafte Welt von Harry Potter) ist ein großer Themenbereich bestehend aus der erst 2014 eröffneten Diagon Alley (=Winkelgasse) in den Universal Studios und dem Dorf Hogsmeade, das am Fuße des mächtigen Schlosses Hogwarts im Islands of Adventure Park liegt. Ich bin mir sicher, dass das nicht nur Harry Potter Liebhaber, sondern auch alle anderen Parkbesucher gleichermaßen begeistern wird.  Ich war jedenfalls restlos angetan! Attraktionen wie „The Escape from Gringotts“ und „Harry Potter and the Forbidden Journey“ haben mich durch die Kombination aus Achterbahn, 3D-Film und Simulator absolut gepackt. Auch die Achterbahn „Dragon Challenge“ lässt selbst hartgesottenen Achterbahnfahrern kurzzeitig den Atem stocken. Tipp: Fahrt die rote Achterbahn, die ist noch eine Spur schneller als die blaue.

Impressionen der Harry Potter Welt

Es ist unglaublich, mit wie viel Liebe und Detailtreue sowohl die Winkelgasse als auch das Dorf Hogsmeade den Harry Potter Büchern nachempfunden wurden. So findet man dort Läden wie „Weasleys Zauberhafte Zauberscherze“, „Eeylops Eulenkaufhaus“, „Madam Malkins Anzüge für alle Gelegenheiten“ oder den berühmten Zauberstabladen „Ollivander“. Auch in kulinarischer Hinsicht wird jeder Harry Potter Fan auf Wolke 7 schweben, dank Wirtshäusern wie „Die drei Besen“, dem Süßigkeitenladen „Honigtopf“ oder den zahlreichen Straßenständen, an denen das berühmt berüchtigte „Butterbier“ verkauft wird. In all den Läden kann man auch tatsächlich Harry Potter Souvenirs vom Zauberstab, Umhang, Schokofröschen bis hin zur Karte des Rumtreibers oder einem Eulenkäfig erwerben.

Weitere Highlights der Universal Studios und des Islands of Adventure Parks

Aber auch alleine das Schlendern durch den restlichen Teil des Parks war schon ein Erlebnis für sich. Mit jeder Minute kam man an einer neuen Kulisse aus Filmen wie Die Simpsons, Shrek, Die Minions und unzähligen weiteren Universal Studios Filmproduktionen vorbei.

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Auch verschiedene Street Performances und Straßenmusikanten luden immer wieder zum Verweilen ein. Gegen Ende bin ich noch die 3D-Simulations-Attraktion „The Amazing Adventures of Spiderman“ gefahren, die mir neben den ganzen Harry Potter Fahrten mit am besten gefallen hat.

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Blue Man Group Show

Abends habe ich mir zum krönenden Abschluss die legendäre Show der weltweit bekannten Blue Man Group angeschaut. Bei der Blue Man Group handelt es sich um eine Künstlergruppe, bei der immer drei Männer auftreten, die stets blaue Latex-Masken tragen und ganz in schwarz gekleidet sind. Ihre Show ist jeweils unterschiedlich und eine Kombination aus Musik, Comedy und irgendetwas dazwischen.

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Mit teilweise skurrilen Tricks, wie dem Fangen von 15 Marshmallows mit dem Mund aus 10 Metern Entfernung, aber auch kraftvollen Trommel-Perfomances haben sie das Publikum in den Bann gezogen. Mir hat die Show unterm Strich sehr gut gefallen, stellenweise gab es aber auch Momente, in denen nur meine Sitznachbarn in schallendes Gelächter ausbrachen – ob das an dem unterschiedlichen Humor lag oder daran, dass schon die Clowns im Zirkus früher schier daran verzweifelt sind, mich zum Lachen zu bringen, sei mal dahingestellt. ;) Die Tickets sind mit 60 US Dollar definitiv nicht günstig, aber für alle, die sich für Trommeln, bunte Farbe und einen skurrilen Humor begeistern können, durchaus das Geld wert. Tipp: Auch hier gilt, Tickets am besten im Vorfeld online bestellen.

 

Fazit

Rückblickend sind die Parks definitiv ein Erlebnis für Groß und Klein und besonders Fans der Universal Klassiker kommen hier voll auf ihre Kosten. Ich selbst muss zugeben, dass ich gegen Ende des Tages ganz schön geschafft war. Das lag zum einen an der ewigen Warterei vor den Attraktionen, wo man teilweise bis zu 60 Minuten anstehen musste. Zum anderen auch an dem ganzen Trubel und den Menschenmengen, durch die man sich den Tag über quetschen musste. Aber wer erwartet schon, in einem Vergnügungspark ungestört seine Runden ziehen zu können? Wie ich im Nachhinein herausgefunden habe, waren am Tag meines Besuches gerade Ferien in Florida, was die außerordentlich hohe Besucherzahl erklärte. Deshalb hier mein Tipp: Wenn man für mehrere Tage in Orlando ist und die Möglichkeit hat, sich zwischen verschiedenen Tagen zu entscheiden, am besten einen Wochentag und möglichst keinen Ferientag für den Besuch der Parks aussuchen.

Nach diesem schrillen, bunten und actionreichen ersten Tag in den USA, fahre ich nun weiter mit einem Mietwagen in den Süden Floridas, nach Miami Beach!