Habt ihr schon einmal von Uber gehört? In den USA ist der Anbieter von Mietwagen mit Fahrern schon dick im Geschäft. Gerade in den Metropolen New York und Los Angeles ist Uber die perfekte Alternative zu den Taxis, die häufig schon besetzt sind, wenn man sie am dringendsten braucht. Uber ist ein echtes Phänomen, denn mit dieser App haben die Entwickler genau den Nerv der Zeit getroffen. In über 40 Ländern operiert Uber bereits und wächst stetig weiter.

Das Prozedere funktioniert einfach: Man sucht sich in der App auf der Karte den Abholort aus, bekommt einen Preis für die Fahrt genannt, bestätigt die Zahlung online und kann komplett bargeldlos fahren. Nach der Fahrt bekommt man eine elektronische Rechnung und wird aufgefordert, den Fahrer zu bewerten. Dieses Angebot reiht sich ein in die vielen Services, die man mittlerweile bequem mit dem Smartphone buchen kann. Es ist noch nicht einmal notwendig, eine Kredit- oder EC-Karte dabeizuhaben. Einzig in Smartphone ist wichtig und das hat heutzutage doch jeder dabei, oder?

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Uber Pop als Taxi-Alternative

In Deutschland bietet Uber seine Dienste mittlerweile auch an, doch hier gibt es mächtig Gegenwind. In Berlin, Hamburg und weiteren Städten wurde das Geschäftsmodell durch die ersten Stadtverwaltungen eingeschränkt. Die Diskussionen und Streiks führen gerade dazu, dass Uber hier immer populärer wird. Vor noch wenigen Monaten war die App hier völlig unbekannt, doch allein während des Streiks der Berliner Taxifahrer konnte Uber seine Fahrten in der Hauptstadt um das Sechsfache steigern.

Grund für den Unmut ist vor allem, dass die Fahrer, die in den Diensten des Unternehmens fahren, keine Personenbeförderungslizenz benötigen und deshalb  günstiger arbeiten können als die Taxifahrer, die als Gewerbetreibende höhere Kosten haben.

Das Angebot von Uber geht über das der Taxifahrer noch hinaus. Während man mit Uber Black mit einem Chauffeur in schicken Limousinen fährt, kann man mit Uber Pop mit Privatwagen fahren. Genau dieses Angebot ist den Taxifahrern der große Dorn im Auge, denn diese Fahrer bleiben der Nachweis des Führerscheins der Personenbeförderungslizenz schuldig. Nun wird über fehlende Versicherungen diskutiert und vor allem über die Konkurrenz für die Taxi-Unternehmen.

Taxies in Manhattan

Uber kooperiert mit Tripadvisor und Starbucks

Uber expandiert sehr schnell und kooperiert bereits mit der Edel-Hotelkette Hyatt, den Starbucks-Cafés und neuerdings mit Tripadvisor und United Airlines. Das ist für Reisefreunde ganz besonders interessant. Denn bei Uber bekommt man demnächst nicht nur eine Fahrer, sondern außerdem auch Restaurant-Tipps und die Wegbeschreibungen zu den schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Ich bin gespannt, wie sich die Diskussion hier in Deutschland entwickelt – eine gute Alternative zum Taxi ist Uber insbesondere in den USA. Dort hat sich der Service schon perfekt etabliert. In Sachen Untenehmensstrategie haben sich die Amerikaner einen echten Experten ins Boot geholt. Neuer Senior Vice President Policy and Strategy wird David Plouffe, der ehemalige Wahlkampfleiter von US-Präsident Barack Obama.