Mal wieder ist Frankreich dem Terror zum Opfer gefallen. Am Donnerstagabend fuhr ein LKW mit Absicht in eine Menschenmenge, die an der berühmten Promenade des Anglais gerade fröhlich den französischen Nationaltag feierte. Mehr als 80 Menschen ließen dabei ihr Leben, unter den Opfern werden sogar drei Deutsche vermutet.

Der Terror in Frankreich will einfach kein Ende nehmen. Gerade erst war man froh, dass die Europameisterschaft weitgehend friedlich und ohne Terroranschläge verlaufen ist, doch jetzt das: Nur wenige Tage nach dem Ende der EM 2016 trifft es Südfrankreich. Mitten im Herzen von Nizza raste ein Lastwagenfahrer in eine feiernde Menschenmenge. Aktuellen Medienberichten zufolge starben dabei mindestens 84 Menschen, unter ihnen auch eine Lehrerin und zwei Schülerinnen aus Deutschland.

Terroranschlag in Nizza

Das Unglück ereignete sich am 14.07.2016 gegen 23 Uhr Ortszeit. Auf der Promenade des Anglais, mitten im Herzen von Nizza, feiern gerade tausende Menschen den französischen Nationalfeiertag, als plötzlich ein weißer Lastwagen ungebremst in die Menge rast. Viele der Feiernden haben keine Chance zu fliehen, mindestens 84 Menschen sterben und weitere Dutzende erleiden teils schwere Verletzungen. Bei dem Attentäter, der ganze zwei Kilometer durch die Menschenmenge gerast ist, handelt es sich um einen 31-jährigen Tunesier, der nur wenige Minuten später von Polizisten erschossen worden ist. Die grausamen Bilder verbreiten sich in den Medien rasend schnell, ganz Frankreich ist bestürzt. Frankreichs Präsident Hollande zögert nicht lange: Er verlängert den Ausnahmezustand, der am 26. Juli hätte enden sollen, um weitere drei Monate.

 

Was Reisende jetzt wissen müssen

Das Auswärtige Amt hat Reise- und Sicherheitshinweise für Frankreich nach dem Anschlag in Nizza bereits aktualisiert: „In Nizza ist es am späten Abend des 14.07.2016 zu einem schweren Anschlag gekommen. Die französischen Behörden fordern Bewohner auf, zu Hause zu bleiben. Es wird dringend geraten, den Anweisungen der französischen Sicherheitskräfte Folge zu leisten und sich zur Lageentwicklung über die Medien und diese Reisehinweise informiert zu halten. Staatspräsident Hollande hat angekündigt, den Ausnahmezustand erneut zu verlängern.“

Auch deutsche Reiseveranstalter zeigen erste Reaktionen. So reagiert TUI zum Beispiel mit maximaler Kulanz: „Urlauber, die bis einschließlich 31. Juli eine Reise nach Nizza gebucht haben, können ihre Reise gebührenfrei umbuchen oder stornieren.“ Das Gleiche gilt für Reisende, die bei DER Touristik oder bei der FTI GROUP eine Reise nach Nizza gebucht haben. Die FTI GROUP betont außerdem, dass sie die Situation genau beobachte und in ständigem Kontakt mit dem Auswärtigen Amt sowie den zuständigen Behörden vor Ort stehe. Die Thomas Cook GmbH zeigt sich ebenfalls kulant und bietet allen Kunden, die bei ihnen eine Städtereise nach Nizza gebucht haben, bis einschließlich Sonntag, den 17. Juli, eine kostenfreie Umbuchung bzw. Stornierung an. Andere Reiseveranstalter hingegen empfinden die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes für maßgeblich: „Solange keine Reisewarnung seitens des Auswärtigen Amtes besteht, gelten unsere AGBs„, so eine Pressesprecherin der Alltours Flugreisen GmbH.

Über alle weiteren Stornierungs- bzw. Umbuchungsmaßnahmen halte ich euch hier selbstverständlich auf dem Laufenden.