In Istanbul hat sich am gestrigen Dienstag, um 10.20 Uhr Ortszeit, ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Es hat 10 Todesopfer gegeben, mindestens 15 Menschen wurden verletzt. Was Reisende jetzt wissen müssen, lest ihr hier.

In einem der beliebtesten Touristenviertel Istanbuls, dem Altstadtviertel Sultanahmet, hat sich gestern morgen um 10.20 Uhr Ortszeit eine Explosion ereignet. Ein Attentäter zündete in einer Menschengruppe eine Bombe, deren Erschütterung noch bis in benachbarte Viertel zu hören gewesen sein soll. Es hat 11 Tote und mindestens 15 Verletzte gegeben – unter den Opfern sind auch 10 Deutsche.

Aktuelle News zum Terroranschlag in Istanbul

  • Berichten zufolge hat sich der Attentäter ganz in der Nähe einer deutschen Touristengruppe in die Luft gesprengt. 10 Menschen wurden bei diesem Anschlag getötet, dabei soll es sich um 10 Deutsche einer Reisegruppe aus Berlin, Brandenburg und Hessen handeln. Mindestens 15 weitere Menschen wurden bei dem Angriff verletzt.
  • Das Auswärtige Amt in Berlin hat eine Reisewarnung für die Türkei rausgegeben: „Am späten Vormittag des 12. Januar ist es auf dem At Meydani in der Innenstadt von Istanbul zu einer Explosion gekommen. Dabei sind auch Menschen zu Schaden gekommen. Reisenden in Istanbul und anderen Großstädten in der Türkei wird dringend geraten, Menschenansammlungen auch auf öffentlichen Plätzen und vor touristischen Attraktionen vorläufig zu meiden und sich über diese Reisehinweise und die Medien zur Lageentwicklung informiert zu halten.“
  • Die türkische Regierung vermutet einen terroristischen Hintergrund. Laut des türkischen Staatspräsidenten Erdogan soll es sich bei dem Attentäter um einen Mann syrischer Herkunft handeln.
  • Um 10.20 Uhr Ortszeit, 9.20 Uhr deutscher Zeit, hat sich in Istanbul ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Die Explosion ereignete sich nahe der Hagia Sophia und der Blauen Moschee im beliebten Altstadtviertel Sultanahmet.

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Das müssen Reisende jetzt wissen

Immer wieder hören wir von Anschlägen, von verhinderten Angriffen und von möglichen Zielen in den kommenden Monaten. Auch jetzt verwundert die neue Nachricht aus Istanbul nicht. Für Reisende stellt sich jetzt die Frage:

  • Kann ich meinen geplanten Städtetrip jetzt kostenlos stornieren?

Die Antwort auf diese Frage lässt sich nicht ganz einfach beantworten. Grundsätzlich ist es möglich, den bereits gebuchten Istanbul Urlaub kostenfrei zu stornieren. Glaubt man nämlich der aktuellen Rechtssprechung, dann dürfte ein Kündigungsrecht wegen Gefährdung durch höhere Gewalt bestehen. Das heißt also konkret, dass der Citytrip bei vielen Veranstaltern kostenfrei umgebucht oder storniert werden kann. Wer allerdings eine Städtereise selbst zusammengestellt und Flüge und Hotel separat gebucht hatte, sollte sich im Einzelfall direkt beim Hotel bzw. der Airline melden und um eine kostenfreie Stornierung oder Umbuchung bitten. Häufig gehen Airlines und Hotels aus Kulanz auch ohne Rechtsbeistand ohne Probleme auf diese Forderung ein.

  • Wie verhalte ich mich jetzt, wenn ich mich gerade in der Stadt befinde?

Frank Walter Steinmeier gibt in der Pressekonferenz denjenigen, die sich gerade in der Stadt befinden einen wichtigen Rat. Es sei äußerst wichtig, die Sicherheits- und Reisehinweise des Auswärtigen Amtes genau zu verfolgen, so Steinmeier.

Das ist im Übrigen die sicherste Möglichkeit, handfeste und bestätigte Informationen zu erhalten. Gerade in den Stunden nach einem solchen Vorfall gibt es viele unbestätigte Meldungen, die oftmals nicht der Wahrheit entsprechen. Wer sich gerade in Istanbul befindet, sollte die Ruhe bewahren, Menschenansammlungen meiden und sich auf den Weg zurück ins gebuchte Hotel machen. Das Personal dort wird in der Lage sein, aktuelle Informationen direkt an die Gäste weiter zu geben.

Weiter sagt Steinmeier: „Wir verurteilen diesen barbarischen Akt auf das Schärfste. […] Wir stehen in diesen Stunden fest an der Seite der Türkei. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen und Opfern , aber auch bei denjenigen, die zu dieser Stunde noch im Ungewissen stehen.“ Leider müsse man davon ausgesehen, so Steinmeier, dass bei diesem Anschlag auch Deutsche verletzt worden sind, auch Tote könne man noch nicht ausschließen.