Zurzeit ist Praktikantin Mara auf den Kanaren unterwegs. Während ihrer Rundreise hat sie bereits Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote bereist. Jetzt fehlt also nur noch Teneriffa. Wie ihr die Insel und das Hotel Marte in Puerto de la Cruz gefallen, lest ihr hier.

Kaum zu glauben, dass es jetzt wieder weit über eine Woche her ist, dass ich in den Flieger nach Marrakesch gestiegen bin. Danach durfte ich tolle Tage auf Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote verbringen, von wo ich zu meinem letzten Stopp auf den Kanarischen Inseln geflogen bin – Teneriffa.

Hotel Marte – simple Zimmer, total zentral gelegen

Von der zentralen Bushaltestelle, an der ich ankam, waren es nur drei Minuten Fußweg zum Hotel Marte, das total zentral in Puerto de la Cruz, einer größeren Stadt im Norden Teneriffas, liegt. Trotz der zentralen Lage des Hotels konnte man nachts ruhig schlafen. Auch der Strand ist nicht weit entfernt, sondern in zehn Minuten gut zu Fuß zu erreichen. Im Hotel Marte wurde ich von einer freundlichen Dame an der Rezeption empfangen, die – wie in den meisten vorherigen Hotels auf den Kanaren – gut Deutsch sprach. Das ganze Hotel wurde in den 60er Jahren erbaut und dementsprechend war auch die Zimmerausstattung schon etwas älter (siehe z.B. der Fernseher auf dem Foto). Alles in allem war es recht simpel und nicht gerade eine Wohlfühloase, in der ich mehr Zeit als nötig hätte verbringen wollen, doch wer will das schon auf einer Insel wie Teneriffa? Wichtiger für mich ist, dass es sauber ist, was zweifelsohne der Fall war.

Teneriffa

Frühstücksbuffet mit einem kulinarischen Experiment inklusive: Rührei mit Pommes
Das Frühstücksbuffet war soweit in Ordnung, allerdings muss ich zugeben, dass ich mich dieses Mal nicht wie üblicherweise komplett durchprobiert habe, da die angebotene Rührei-Pommes-Kreation doch nicht ganz das war, nach dem mir frühmorgens um 7.00 Uhr am meisten gelüstete. Sowas sollte man aber stets mit Humor nehmen, wer trotzdem Rührei zum Frühstück genießen will, kann ja die Pommes einfach übrig lassen.

Traditioneller Gesang und Tänze
Als ich abends durch die Eingangstür des Hotels trat, klang mir laute Musik entgegen. Während ich mich noch fragte, ob das eine Live-Band sein könnte, betrat ich den großen Aufenthaltsraum bei der Bar und sah einige traditionell gekleidete Damen und Herren, von denen die eine Hälfte fröhlich musizierte und sang, und die andere paarweise das Tanzbein schwang. Das Hotel hatte für die Gäste einen kanarischen Abend organisiert. Während der traditionelle Tanz zwar nicht unbedingt mein Fall war, sorgte die Musik automatisch für gute Laune bei mir. Und dem begeisterten Klatschen und Grölen der überwiegend deutschen Hotelgäste konnte ich entnehmen, dass es ihnen sehr gut gefiel.

BEWERTUNG:
Lage ★ ★ ★ ★
Hotel & Zimmer ★ ★
Sauberkeit ★ ★ ★ ★
Service ★ ★ ★
Essen ★ ★ ★
Preisleistungsverhältnis ★ ★ ★

Garachico

Von Puerto de la Cruz kann man wunderbar Tagesausflüge in umliegende kleinere Orte und Städte unternehmen. Von einer Freundin hatte ich den Tipp bekommen, einen Abstecher in das mit dem Bus circa 30 Minuten entfernte Garachico zu unternehmen. Garachico ist ein 5000 Einwohner großes Fischerdorf an der Nordküste Teneriffas. Kleine verwinkelte Gassen, bunt gestrichene Häuser und urige Cafés tragen zu dem ganz besonderen Charme dieses Örtchens bei. Wenn es warm genug ist, kann man dort in einem der „Natural Rock Pools“ baden. Natürliche Wasserbecken, die im Laufe der Zeit in die Felsen an der Küste gewaschen worden sind, wurden durch Wege miteinander verbunden und erweitert. So entstand eine Art natürliches Schwimmbad mit Meereswasser, in dem man auch bei hohem Wellengang baden kann.

 Kleine verwinkelte Gassen, bunt gestrichene Häuser und urige Cafés tragen zu dem ganz besonderen Charme dieses Örtchens bei.

Pechschwarzer Strand
Wem das eine zu felsige Angelegenheit ist, der hat aber auch die Möglichkeit, sich an den kleinen aber feinen Strand Garachicos zu legen. Das Besondere an diesem Strand ist seine pechschwarze Farbe. Wie auf allen anderen Inseln der Kanaren findet man auch hier überwiegend schwarze Strände, da der Sand aus Lavasteinen entstanden ist.

Das tut dem Sonnenvergnügen aber keinen Abbruch, ganz im Gegenteil, man sollte nur darauf achten, bei praller Mittagshitze nicht barfuß über den Sand zu laufen. Dieser ist nämlich durch seine schwarze Farbe von der Sonne umso mehr aufgeheizt.

La Orotava

Fährt man ungefähr 15 Minuten mit dem Bus von Puerto de la Cruz in Richtung Süden, gelangt man nach La Orotava, ein kleines malerisches Städtchen am Fuß des mächtigen Vulkan Teides gelegen. Auch hier empfehle ich, sich durch die Gassen der Altstadt treiben und La Orotava auf sich wirken zu lassen. Folgt man einer der Gassen einige Minuten bergauf, hat man eine fantastische Aussicht über Puerto de la Cruz und die ganze Nordküste Teneriffas.

Maras Tipp:

Einfach durch die Gassen der zauberhaften Altstadt treiben und das schöne Städtchen auf sich wirken lassen. Läuft man einige Minuten bergauf, hat man eine fantastische Aussicht über Puerto de la Cruz.

Besonders beeindruckend ist es, Sonnenuntergänge von einem der Aussichtspunkte hier zu beobachten: In der Stunde bevor die Sonne hinter dem Horizont verschwindet, steigen häufig dichte Nebelschwaden auf, die den Fuß des Berges nach und nach nahezu mystisch umhüllen und einen entscheidenden Teil zu dieser beeindruckenden Szenerie beitragen.

Restaurants mit herrlicher Aussicht
La Orotava ist perfekt, um abends lecker essen zu gehen. Ob man sich für ein spanisches Restaurant oder klassisch für eine Tapas Bar entscheidet – an Auswahl mangelt es hier nicht. Wenn das Wetter es zulässt und es abends noch nicht zu frisch ist, kann ich euch nur empfehlen, eines der unzähligen Restaurants mit Terrasse zu wählen, sodass ihr beim Abendessen den wunderbaren Panoramablick über die Stadt und auf’s Meer genießen könnt.

Nach Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote war Teneriffa die letzte der kanarischen Inseln, die ich während des Praktikums meines Lebens besucht habe, aber mein Aufenthalt dort wird mit Sicherheit nicht der Letzte gewesen sein. Jetzt bin ich jedoch erstmal gespannt auf den nächsten großen Trip der ansteht: Es geht einmal um den halben Globus in die USA!