Meine Leserin Thea hat vier afrikanische Länder bereist und mir von ihren unvergesslichen Erfahrungen berichtet. Was sie dabei alles erlebt hat, lest ihr hier.

Heute habe ich mal wieder ein echtes Schmankerl für euch: Meine Leserin Thea hat Afrika unsicher gemacht und gleich vier Länder bereist. Was sie in Südafrika, Namibia, Botswana und Sambia erlebt hat, berichtet sie uns heute und in den nächsten Tagen. Hier habe ich bereits den ersten Teil für euch. Viel Spaß beim Lesen!

Ihr habt auch eine tolle Reise gemacht und wollt mir und meine Lesern davon berichten? Dann kontaktiert mich unter redaktion@urlaubsguru.de. Ich freue mich über jeden Erfahrungsbericht.

Südafrika – Das Land der Weinberge, der rauen Küsten und der wunderschönen Strände

„Wir erreichen Südafrika über den Flughafen von Kapstadt, der heimlichen Hauptstadt Südafrikas. Unsere Mission: Eine dreiwöchige Campingtour durch Südafrika, Namibia, Botswana und Sambia.  Mit dem Taxi geht es vorbei an den äußeren Townships geradewegs auf den Tafelberg zu, an dessen Fuß sich Kapstadt erstreckt. Die ersten Eindrücke sind faszinierend und erschreckend zugleich. Auf der einen Seite bestaunen wir die großartige Felskulisse rund um Kapstadt, auf der anderen Seite werden wir direkt mit dem Elend Afrikas konfrontiert. Kilometerweit erstrecken sich die Townships vom Flughafen bis an die Stadtgrenze, eine Wellblechhütte steht neben der Nächsten und zwischendrin sieht man hier und da ein paar Menschen Wäsche aufhängen.

Camps Bay – Cape Town, South Africa

Nach der ca. 20-minütigen Fahrt haben wir unser Hotel erreicht und werden mit überschwänglicher Freundlichkeit von der Hotel-Rezeptionistin begrüßt. Man gibt uns unseren Zimmerschlüssel, zeigt uns kurz die Räumlichkeiten des Hotels und erklärt uns, wo man gut zu Abend essen kann. Nach unserem 17-stündigen Flug sind wir jedoch nur noch heilfroh angekommen zu sein und uns ausruhen zu können.

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Wale in Hermanus

Der nächste Tag beginnt vielversprechend. Wir haben eine Tour nach Hermanus gebucht, um dort saisonbedingt die Glatt- und Buckelwale zu beobachten. Jedes Jahr zwischen Juni und Dezember ziehen die eleganten Meeressäuger an der Küste vorbei, so dass man diese entweder von einem Boot oder von Land aus beobachten kann.

Alleine schon die Fahrt nach Hermanus ist ein Spektakel. Die Route führt vorbei an riesigen Weinbergen und Apfelplantagen. Viele dieser Weinsorten lassen sich nur in Südafrika und nirgendwo sonst auf der Erde finden.

„Whale watching in Hermanus, South Africa“

Angekommen in Hermanus verkündet der ortsansässige „Wal-Bläser“ durch das Blasen eines Schildrohrs, dass sich Wale in der Bucht befinden. Natürlich ist die Aufregung groß, denn gleich beginnt unsere Bootstour. Und tatsächlich, wir fahren keine 10 Minuten auf dem Meer, da entdecken wir schon die ersten Wale. Je weiter raus wir fahren, desto mehr werden es und am Ende tummeln sich ca. 19 Glatt- und Buckelwale um unser Boot. Wir sind überwältigt. Nach zwei Stunden ist der Ausflug vorbei und wir fahren zurück an der Küste entlang nach Kapstadt. Diesmal zeichnet sich die Landschaft durch wunderschöne Strände und malerischen Felskulissen aus.

Ausflug zur Robbenkolonie und zum Kap der Guten Hoffnung

Das Kap der Guten Hoffnung liegt auf der Kap-Halbinsel, genau so der Cape Point, der den südlichsten Punkt der Kap-Halbinsel bildet. Nicht zu verwechseln mit dem Cape Agulhas, dem südlichsten Punkt Afrikas. Die Fahrt führt also in südlicher Richtung raus aus Kapstadt, vorbei am Tafelberg und den teureren Wohnvierteln wie Clifton und Camps Bay. Auf halber Strecke machen wir Halt an einer Robbenkolonie. Mit einem kleinen Schiff geht es raus aufs Meer, wir werden von den hohen Wellen ganz schön durchgeschüttelt. Nach zehnminütigen Ankämpfen gegen die Übelkeit haben wir den Robbenfelsen erreicht. Völlig unbeeindruckt von den vielen Touristen liegen Hunderte Robben seelenruhig auf dem Felsen und sonnen sich. Einige wenige nutzen die Wellen des Bootes aus und spielen im kristallklaren Wasser, doch die Mehrheit ist am schlafen. Nach gefühlten 100 Fotos geht die schaukelige Fahrt wieder zurück ans Festland.

Das nächste Ziel ist das Kap der Guten Hoffnung, dort auf der Kap-Halbinsel kann es passieren, dass ein Strauß die Straße blockiert oder elegant neben dem Auto her schlendert.

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Im Prinzip ist das Kap der Guten Hoffnung nur ein Schild, worauf eben dieser Name sowohl auf englisch als auch auf afrikaans steht, womit jeder Tourist unbedingt ein Foto haben muss. Haben wir natürlich auch gemacht, sonst glaubt einem Zuhause ja keiner, dass man da war. Zum Glück kamen wir genau in den zehn Minuten, als kein großer Reisebus da war, sodass wir uns nicht in eine Schlange zum Fotos machen aufstellen mussten. Doch obwohl es nur dieses Schild ist, hat dieser Ort etwas Magisches. Ich kann nicht beschreiben woran es liegt, in jedem Fall fühlt man sich auf eine merkwürdige Art und Weise glücklich an diesem Ort gewesen zu sein.

Fantastische Aussichten am Cape Point

Der zweite Anlaufpunkt der Kap-Halbinsel ist der Cape Point, dessen Hauptanlaufpunkt der Leuchtturm ist. Auch wir wagen den steilen Anstieg, obwohl der sicherlich bequemere Weg mit der Seilbahn auch zur Verfügung steht. Die Belohnung, wenn man oben angekommen ist, ist dafür umso größer. Von hier oben, haben wir sowohl einen herrlichen Blick über die gesamte Halbinsel, als auch zum Kap der Guten Hoffnung. Auch die Fontänen von Walen können wir von hier oben sehen. Hin und wieder laufen uns auch Murmeltiere und kleine Eidechsen über den Weg.

Südafrika

Putzige Pinguine und einzigartige Flora

Das nächste Highlight ist die Pinguinkolonie von Südafrika. Auch wenn man annehmen könnte, dass es Pinguine nur am Südpol gibt, so haben sich doch ein paar Hunderte kleine Eselspinguine in Südafrika niedergelassen. Besuchen kann man diese putzigen Tierchen nur in einem Besucherzentrum, wobei man über einen Steg zu den Pinguinen kommt. Dabei kann es schon vorkommen, dass man den Tieren so nah kommt, dass man sie streicheln möchte. Vor einiger Zeit ist auch jemand auf die Idee gekommen, eines dieser kleine Tiere mitzunehmen, was ich bei der geballten Niedlichkeit vollkommen nachvollziehen kann. Einige tummeln sich in den Wellen, während andere ihre Nester bewachen oder einfach nur am Strand faulenzen. Einfach zu putzig.

Colony of african penguins on rocky beach in South Africa

Der letzte Stopp wird im botanischen Garten Kirstenbosch gemacht. Dies ist Südafrikas größter botanischer Garten und gilt als einer der schönsten auf der ganzen Welt. Was ich auch ohne weiteres unterschreiben würde. Neben Südafrikas Nationalblume, der Nelson Mandela Blume, lassen sich viele weitere uralte Bäume bewundern und sogar zwischen ihnen auf einer Brücke in luftiger Höhe hindurch laufen.

Auf nach Namibia…

Nach zwei Tagen in Kapstadt ist es für uns an der Zeit das bequeme Hotelbett gegen eine Matratze und ein Zelt einzutauschen und die Weiten dieses Landes kennenzulernen. Wir sagen ein letztes Mal auf Wiedersehen zum Tafelberg und seiner wundervollen Stadt und machen uns auf in Richtung Orange River an der namibischen Grenze. Es ist eine Zwei-Tagestour bis dorthin. Auf der Strecke bemerken wir besonders, dass Südafrika nicht mit anderen afrikanischen Staaten vergleichbar ist.

Africa Road

Wir fahren die komplette Strecke durch eine hügelige grüne Landschaft und müssen aufgrund von Sanierungsarbeiten an vielen Baustellen vorbei. Dennoch ist das Grün sehr angenehm, da auch die Campingplätze mit Rasenflächen ausgestattet sind. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten, ist, dass wir in Südafrika das letzte Mal Gras gesehen haben werden. Wir hätten es besser zu schätzen gewusst.“

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