Die angekündigten Streiks der Ryanair-Piloten in Deutschland und einigen weiteren Ländern führen am morgigen Freitag zu 250 Flugausfällen von und nach Deutschland. Man spricht vom bisher größten Streik der Billigairline. Was das für Betroffene bedeutet und was die Piloten von Ryanair eigentlich fordern, lest ihr hier.

Schon am gestrigen Mittwoch, den 08. August, wurden deutschlandweit 250 Flüge abgesagt. Grund dafür: die Piloten des Billigfliegers Ryanair streiken. Dabei ziehen Piloten aus diversen Ländern, aber vor allem auch aus Deutschland, in den Streik, das hatte die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit verkündet. Die Piloten fordern eine bessere Bezahlung sowie verbesserte Arbeitsbedingungen und baten um ein neues Tarifangebot. Das sei nicht gekommen und so kündigten sie am gestrigen Tag unmittelbar ihren Streik für Freitag, den 10. August, an.

Streiks am Freitag, den 10. August

Ausgerechnet zur Sommerferienzeit: Die Streiks der Piloten von Ryanair in Irland, Belgien, Schweden und nun auch Deutschland haben Auswirkungen auf nahezu alle Ryanair-Verbindungen von und nach Deutschland. 250 von 2.400 Flügen seien annulliert worden, so heißt es auf dem offiziellen Twitter-Account von Ryanair. Auch die Flugbegleiter wollen sich dem Streik nun anschießen, denn sie stimmen den Forderungen der Ryanair-Piloten zu und möchten ebenfalls bessere Arbeitsbedingungen durchsetzen.

Starten wird der Streik schon am frühen Freitag und soll über 24 Stunden bis Samstagnacht um 2:59 Uhr anhalten. Planmäßig sollen aber die Flüge im Laufe des Samstags, den 11. August, wieder normal durchgeführt werden.

 

Ryanair gibt bekannt, dass man die Streikmaßnahmen und die mit ihnen verbundenen Flugausfälle und Verspätungen bedauere. Alle betroffenen Passagiere wurden laut der Airline bereits am gestrigen Tag per Mail und SMS über Flugausfälle informiert.


Das müssen Betroffene jetzt wissen

Ausgerechnet zur Hochsaison, während der Sommerferien, kommt es nun zu den angekündigten Streiks der Ryanair Piloten. Besonders ärgerlich ist dies natürlich für all diejenigen, die über die Ferien verreisen wollen – sei es, um Freunde und Familie zu besuchen oder um in den Urlaub zu fliegen. Was nun? Im Folgenden findet ihr aktuelle Hinweise für alle Betroffenen.

  • Sobald ein Flug annulliert wird, werden Betroffene umgehend via SMS oder E-Mail darüber benachrichtigt. Dies geschah bereits gestern. Außerdem kann man auf der Webseite der irischen Fluggesellschaft den Flug eingeben, um zu prüfen, ob dieser von den Streiks betroffen ist.
  • Alle Betroffenen sollen einen Anspruch auf einen Ersatzflug zum nächstmöglichen Zeitpunkt haben. In diesem Fall sollte man sich direkt mit der Airline in Verbindung setzen. Falls man diesen Service nicht in Anspruch nehmen möchte, kann man anstelle einer Umbuchung auf eine Rückerstattung bestehen – hierzu muss ein spezielles Online-Formular ausgefüllt werden.
  • Ist eine gewünschte Umbuchung auf den nächstmöglichen Ryanair Flug nicht mehr möglich, soll für einen Flug mit einer Partnerairline gesorgt werden. Hierzu gehören zum Beispiel Easyjet, Aer Lingus und Norwegian.
  • Mein Tipp: Auf einigen Websites der betroffenen Flughäfen findet ihr nützliche Infos zum aktuellen Flugplan.

Sobald es weitere Neuigkeiten zum Streik gibt, halte ich euch hier natürlich auf dem Laufenden.

Was haltet ihr vom Streik? Stimmt ab!

Was denkt ihr über den Ryanair Streik während der Hochsaison? Habt ihr Verständnis für die Piloten oder ärgern euch solche Maßnahmen?

Reaktionen und Aktuelles zum Ryanair Streik

Die ersten, gemischten Reaktionen nach der Bekanntgabe der Streiks bei Ryanair ließen natürlich nicht lange auf sich warten:


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