Hotelbewertungsseiten wie Holidaycheck oder TripAdvisior sind bei einer breiten Masse von Reisenden beliebt und werden oft angeklickt, um Hotels abzuchecken. Aber wie sich jetzt herausgestellt hat, kann das Verfassen einer negativen Kritik auch nach hinten los gehen und in einer Geldstrafe enden. Unfassbar, aber wahr! Denn wohl nicht alle Hotels halten es für legitim, wenn man auch mal weniger Gutes laut ausspricht.

Diese Erfahrung musste nun ein britisches Pärchen machen, die vom Blackpool-Hotel zu einer 125 Euro Strafe verurteilt wurden, weil sie eine schlechte Internetrezension geschrieben haben. Nachdem sie nach ihrem Urlaub im August von dem Hotel mehr als enttäuscht waren, wollten sie ihre Erfahrung mit der Welt teilen und anderen bei TripAdvisior von einem Aufenthalt dort abraten. Ihrer Meinung nach sollte das Hotel sogar geschlossen werden.

negative Hotelbewertung Geldstrafe
Foto: TripAdvisior

Wer Kritik äußert, muss bezahlen

Tapeten, die von der Wand abblättern, ein dreckiger Teppich und zerfetzte Vorhänge waren nur einige Kritikpunkte des Paares. Sie beschrieben das Hotel zudem als „von Muppets geführte, faule stinkende Bruchbude.“
Wenig später nach ihrer Bewertung wurde die Kreditkarte der Beiden mit 125 Euro belastet, weil sie gegen das Regelwerk des Hotels verstoßen haben. Denn in den Vorschriften des Blackpool-Hotels heißt es unter anderem, dass schlechte Rezensionen mit einer Strafe von maximal 125 Euro bestraft werden. Das Paar strebt nun eine Rückerstattung von der Geldstrafe an und zudem wird bereits überprüft ob das Hotel möglicherweise Handelsbrauch Vorschriften durchbrochen hat.

Allerdings ist dies nicht der erste Fall, wo Hotels für eine negative Bewertung eine Strafe verlangen. Das Union Street Guest House in New York sieht vor, dass bei jeder schlechten Kritik auf einer Webseite das Konto der jeweiligen Personen mit einer Geldstrafe von 375 Euro belastet wird. Erst, wenn der Verfasser seine geäußerte Meinung löscht, bekommt er das Geld zurückerstattet. Das Hotel hat diese Regelung sogar auf seiner Webseite veröffentlicht. Nachdem ein wahrer Shitstorm danach ausgelöst worden ist, erklärte der Chef, dass es lediglich ein Scherz gewesen sei und bisher noch nie jemand eine Strafe zahlen musste. Doch diese Einsicht kam zu spät, denn die Leute reagierten alles andere als erfreut auf diese Vorschrift und bewerteten das Hotel schlecht, obwohl sie noch nicht einmal da waren. Das ging dann wohl nach hinten los! ;-)

Tja, Kritik ertragen kann halt wirklich nicht jeder… Aber lasst euch nicht abschrecken und schreibt weiter fleißig eure Hotelbewertungen, um eure sowohl guten als auch schlechten Erfahrungen mit allen Reisenden zu teilen! :-)