Vielleicht habt ihr es ja mitbekommen: Die 12 Finalisten des Praktikums deines Lebens stehen bereits fest. Mehr als 5000 Bewerbungen waren eingegangen, 100 heiße Anwärter durften sich dann beim großen Casting persönlich beweisen. Wer jetzt noch dabei ist, kann sich ernsthafte Hoffnungen auf den coolsten Praktikumsplatz der Welt machen.

Schon in wenigen Wochen geht es für den Kandidaten dann raus in die weite Welt. Andere Länder sehen, Hotels und Urlaubsziele testen und für unsere Leser herausfinden, welche Geheimtipps sich an den Urlaubsorten wirklich lohnen – das ist die Aufgabe des neuen reiselustigen Praktikanten. In den kommenden Tagen stelle ich euch die 12 Bewerber einmal genauer vor.

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Praktikum deines Lebens: 7 Fragen an Stefanie

Den Anfang macht Stefanie aus Düsseldorf, München oder doch aus Madrid? Sie hat die Jury mit Charme und einer außergewöhnlichen Hotelbewertung des „Hotel Guru“, einem fiktiven Hotel in Russland, von sich überzeugt.

Hallo Stefanie – Herzlichen Glückwunsch zum Einzug ins Finale zum Praktikum deines Lebens. Stell dich doch einmal genauer vor – woher kommst du?

Geboren bin ich in Düsseldorf, meine Kindheit und Jugend habe ich jedoch im (mehr oder weniger) schönen Ruhrpott verbracht. Diese Zeit hat wohl auch zu meiner großen Klappe und meinem etwas seltsamen Humor beigetragen. Zum Studium hat es mich dann ins beschauliche Paderborn verschlagen, aus dem ich dann aber schnell wieder flüchtete (jedoch mit einem neuen Lieblings-Fußballverein in der Tasche). Nach meinem Abschluss bin ich berufsbedingt ab nach München, hat mir aber auch nicht gefallen, zu viel Schischi. Die letzten zwei Monate habe ich mangels Plan und Aufgaben in Madrid verbracht.

Das hört sich schon mal sehr spannend an. Was machst du derzeit?

Ich habe einen Bachelor-Abschluss in „International Business Studies“, sowie Berufserfahrung im Personalwesen (Recruitment). Bald werde ich mein Master-Studium „Interkulturelle Europastudien“ beginnen. Dabei handelt es sich um einen trinationalen Master: Das erste Semester studiere ich in Frankreich, das zweite in Deutschland und das letzte Jahr verbringe ich schließlich in Spanien.

In meiner Freizeit versuche ich so viel Freude und Kraft aus dem Leben zu ziehen, wie nur möglich. Ich bin ein kleiner Streber was Fremdsprachen angeht und investiere viel Zeit und Mühe in die Verbesserung meiner Sprachkenntnisse. Ich liebe Musik und gehe unglaublich gerne auf Konzerte und Festivals – am liebsten Rock, obwohl mich ein alter Britney-Song immer noch zum Tanzen bringt. Fußball ist ein weiteres großes Hobby, aber leider nur von der Couch aus – und leider auch wieder in der zweiten Liga.

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Das klingt nach viel Abwechslung. Allein schon das trinationale Semester in Frankreich, Deutschland und Spanien bringt mich ins Schwärmen. Erleuchte uns: Bei so vielen unterschiedlichen Stationen im Studium – warum hast du dich dann überhaupt für das Praktikum beworben?

Man reist nicht nur für lau, man wird auch noch dafür bezahlt. Ein Träumchen. Ganz im Ernst, ich hätte es auch für umsonst gemacht ;) … aber Gehalt im Nachhinein streichen zählt nicht!

Ich liebe es zu reisen und ich bin selbst ein ziemlicher Fuchs was Reiseschnapper angeht. Ich stöbere oft und ausgiebig auf eurer Internetseite. Obwohl ich mir selbst schon günstige Reisen zusammengeschustert habe, bin ich des öfteren sowohl ent- als auch begeistert, wo ihr eure ganzen Angebote findet und für wie wenig Geld man doch die Welt entdecken kann.

Danke, das freut mich. :) Womit hast du die Jury von dir überzeugt? Was hat dich abgehoben von den 100 Mitbewerbern?  

Mein Auftritt war im Vergleich zu den vielen anderen unglaublich sympathischen und liebevollen Präsentationen eigentlich recht unauffällig. Ich denke, dass meine Ehrlichkeit, meine Lebensfreude und meine Schlagfertigkeit ihren Teil zu meiner Teilnahme am Finale beigetragen haben. Und vielleicht auch meine Bewertung eines dubiosen „Hotel Guru“ irgendwo in der russischen Einöde :)

Was hat du gedacht, als du dann den Anruf bekamst, dass du es mit deiner Bewerbung tatsächlich ins Finale geschafft hast?

Ich war zuerst einfach nur überrascht, eben weil mein Auftritt vor der Jury minimalistischer ausgefallen ist als derjenige manch anderer Kandidaten. Aber als ich dann meine Gelassenheit wiedergefunden hatte, hat die pure Freude überwogen – und mein Ehrgeiz und die Lust auf das Praktikum haben noch einmal einen ordentlichen Schub bekommen.

Versuch mal, in genau 20 Worten und mit einem Selfie auszudrücken, warum gerade DU den Praktikumsplatz am allermeisten verdient hast…

Ich bin für jede Ecke unserer Erde gewappnet, ob nah oder fern, ob Strand oder Arktis: Ich zeig es euch!

Steffi_auf_Reisen

Super, vielen Dank für das tolle Foto. So viele Details, das weiß man gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. :) Zum Abschluss noch die letzte und wichtigste Frage: Wenn du den Praktikumsplatz dann hast – worauf freust du dich am meisten?

Auf die vielen Eindrücke, die in der Welt da draußen auf mich warten. Fremde Kulturen entdecken und neue Freundschaften knüpfen. Und ich freue mich so sehr auf das Schreiben. Ich bin der geschriebenen Sprache verfallen, Journalismus ist einfach ein großer (und bislang leider unerfüllter) Berufswunsch von mir. Die Chance zu haben, meine beiden größten Interessen (und Talente) verknüpfen zu dürfen, ist etwas, von dem ich bislang nie zu träumen gewagt habe. Ich möchte Menschen auf meine Art und Weise für das Reisen begeistern, nicht so wie es die vielen 08/15 Reiselektüren versuchen. Bei euren Lesern die Neugierde auf fremde Länder zu wecken und ihnen Mut machen, endlich mal dort hin zu entfliehen, wovon sie vielleicht schon länger träumen, darauf freue ich mich am meisten.

Hach, das hast du schön gesagt. :) Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen! Danke für deine knackigen Antworten!