Mara erobert London – und ihr seid hautnah mit dabei. Neben den vielen Sehenswürdigkeiten erkundet sie außerdem die vielen Märkte, die Londoner Streetart-Szene und macht den ultimativen Bagle-Test.

Das Praktikum meines Lebens geht auch im neuen Jahr fröhlich weiter. Zum Abschluss meines Europatrips, begonnen in Kopenhagen, über Berlin und Barcelona, machte ich nun noch für drei Tage in London Halt. Ich war jetzt zum dritten Mal in der Hauptstadt Englands und muss zugeben, dass es mir hier von Mal zu Mal besser gefällt!

Tune Hotel in Paddington

In einer Metropole wie London finde ich es immer am praktischsten, möglichst zentral zu wohnen, somit war das Tune Hotel in Paddington perfekt für meinen Aufenthalt. Keine drei Minuten zu Fuß benötigt man von dort zu der Metro Station und zu verschiedenen Bus Stopps, von denen man problemlos in die anderen Stadtteile gelangt. Obwohl ich bereits eineinhalb Stunden vor dem eigentlichen Check-In ankam, konnte ich sogar einchecken, ohne die Gebühr für den Early Check-In (2 Stunden früher 10£ ; 1 Stunde früher 5£) bezahlen zu müssen. Sehr freundlich! Mein Zimmer im Tune Hotel war sehr klein, dafür aber neu und sauber! Mein Fazit zum Tune Hotel ist alles in allem positiv – Ich habe mich dort rundum wohl gefühlt.

Bewertung:

  • Lage ★★★★
    Hotel & Zimmer ★★★★
    Sauberkeit ★★★
    Service ★★★★
    Essen: – (es gab kein Essen in dem Hotel)
    Preisleistungsverhältnis ★★★

Städtetrip nach London: Sehenswürdigkeiten, wohin man schaut

Das Tolle an Londons populärsten Sehenswürdigkeiten ist, dass diese alle so nah beieinander liegen, dass man die meisten an einem Tag anschauen kann, wenn man einfach gemütlich durch die Innenstadt spaziert. An dieser Stelle lasse ich lieber Bilder als Worte sprechen ;)

East End – Shoreditch, Brick Lane

Mein absolut liebster Stadtteil Londons ist definitiv Shoreditch mit seinem Herzstück, der Brick Lane. Die Brick Lane sowie sämtliche Nebenstraßen sind total bunt und voller Street Art. Zahlreiche Künstler haben die Häuserwände, Garagentore und Mauern mit unzähligen Graffitis verschönert. Wenn man die Brick Lane entlang schlendert und dabei auch die kleinen Nebenstraßen inspiziert, ist es, als würde man durch eine gigantische Open Air Galerie laufen.

Der ultimative Bagle Test in Brick Lane

Brick Lane ist nicht nur für seine Street Art, sondern auch für die angeblich besten Bagles Londons bekannt. Zum einen gibt es den „Beigel Shop“, und zum anderen den „Beigel Bake“, der der erste und beste Bagleshop Londons sein soll. Ich habe es mir natürlich nicht nehmen lassen, in beiden Shops nacheinander jeweils einen Bagle zu kaufen, um so den direkten Vergleich zu haben.

1. Beigel Shop

  • Bagle Geschmack ★★★★
    Preis ★★★★
    Service ★★★
    Frisch ★★★★★

2. Beigel Bake

  • Bagle Geschmack ★★★★★
    Preis ★★★★★
    Service ★
    Frisch ★★★

Fazit

Die Unterschiede zwischen den beiden Shops sind so minimal, dass man bedenkenlos in beide gehen kann, um den für London so typischen Bagle genießen zu können. Geschmacklich und preistechnisch gesehen liegt der Bagle von Beigel Bake für mich leicht vorne. Er hat mir besonders gut geschmeckt, da er mich ein bisschen an ein Laugencroissant erinnert hat. Vom Preis her ist der Unterschied nur minimal: Beim Beigel Shop kostet ein Bagle mit Cream Cheese, Lachs und Gürkchen 3,60£ und beim Beigel Bake 3,40£.

Die Verkäuferinnen in beiden Läden waren nicht sonderlich freundlich, was die geringe Bewertung an dieser Stelle erklärt. Die Bedienung im Beigel Bake hat dem Ganzen mit ihrer unfreundlichen Art jedoch die Krone aufgesetzt. Ungeduldig und mürrisch fragte sie pampig nach meiner Bestellung und klatschte mir daraufhin lieblos einen Bagle vor die Nase, mit zwei extra Gürkchenscheiben dazu in einen Pappbecher. An dieser Stelle geht ein weiterer Pluspunkt an den Beigel Shop. Dort werden sämtliche Bagles völlig frisch geschmiert und belegt, während im Beigel Bake einige Bagles bereits vorbereitet daliegen. Somit gibt es in dem Bagle Duell für mich keinen klaren Gewinner. In beiden Läden waren die Bagles sehr lecker, allerdings hätte ich mir aufgrund des Hypes um das Ganze ein wenig mehr erhofft und denke nicht, dass die Bagles dort so viel besser schmecken als in einem x-beliebigen Café um die Ecke.

Cronut – 2 zum Preis für 1

Wenn man nach so einem salzigen Bagle noch Gelüste auf etwas Süßes hat, kann man sich im Boxpark in Shoreditch, welcher sich keine 5 Minuten um die Ecke befindet, bei Dum Dum einen Donut oder sogar Cronut (den kennt ihr vielleicht schon aus New York) holen. Allen Sparfüchsen empfehle ich an dieser Stelle, unbedingt zwischen 18.00 und 19.00 Uhr zu kommen, da man dann zwei Stück zum Preis von einem bekommt. Somit zahlt man für zwei dieser köstlichen Gebäckstücke gerade mal insgesamt 3£.

DUMDUMS Donust & Cronuts – 2 fo 1 (3)

Märkte, Sehenswürdigkeiten & Kulinarisches

Camden Market

Der Camden Market ist zu Recht kein Geheimtipp mehr und sollte bei jedem Städtetrip nach London mit auf dem Programm stehen. Während die einen mehr von Klamotten, Schmuck, Taschen und allerhand anderer toller Sachen, die es hier zu kaufen gibt, begeistert sind, kommen andere (wie ich zum Beispiel) in erster Linie wegen dem großartigen Foodmarket her. Hier gibt es etliche kleine Foodstände mit richtig guten, teilweise außergewöhnlichen Kreationen aus aller Herren Länder. Ihr solltet unbedingt viel Zeit einplanen und mit einem ordentlichen Hunger kommen – denn wer will, wenn man schon mal hier ist, nach einem einzigen Burger schon satt sein? ;) Auch hier die Empfehlung für alle Sparfüchse, erst gegen Abend zu kommen. Dann hat man den Vorteil, dass es nicht mehr so überfüllt ist wie mittags und vielleicht auch das Glück, das ein oder andere Häppchen geschenkt zu bekommen, wenn die Stände anfangen zu schließen.

Tipp: Ich hatte zunächst eine gefüllte spanische Tortilla mit Käse und Champignons, dann vorzügliche polnische Pierogi mit Zwiebeln und zum Abschluss die legendären überaus fluffigen holländischen Minipancakes.

Broadway Market

Wem der bei jedem Touristen bekannte Camden Market zu überfüllt ist, der kann samstags alternativ auch auf den Broadway Market gehen. Dieser befindet sich im Herzen von Hackney, East London, und ist eine Kombination aus einem Foodmarket und einem normalen Markt, auf dem man frisches Gemüse, Obst, Gebäck, Wurst- und Käsewaren und andere leckere Produkte kaufen kann. Er zieht sich eine ganze Straße entlang, in der man zahlreiche kleine süße Cafés und Restaurants findet. Ideal, um einen Rundgang über den Markt in einem der Cafés gemütlich ausklingen zu lassen.

The Breakfast Club

Von Freunden habe ich ans Herz gelegt bekommen, zum Frühstück unbedingt „The Breakfast Club“ einen Besuch abzustatten und habe es definitiv nicht bereut. Hier gibt es ein überragendes Frühstück von salzig bis herzhaft, sodass man beim Betrachten der Speisekarte erstmal heillos überfordert ist, sich zwischen all den Köstlichkeiten zu entscheiden.
Meine Wahl fiel dann eher klassisch aus: Pancakes mit frischen Waldbeeren, Mapple Syrup und tonnenweise Schlagsahne! Die Portion war riesig, wie ihr auf dem Foto sehen könnt und hätte mit Sicherheit auch zwei Leute satt gemacht. Da die Pancakes aber so lecker und überdurchschnittlich fluffig waren, habe ich den ganzen Stapel alleine verdrückt.

Honey & Co

Die Stadt London, auch unter dem Namen „Melting Pot“ bekannt, ist berühmt für ihre Vielzahl an Restaurants aus aller Welt. Mehr oder weniger durch Zufall bin ich auf das Restaurant „Honey & Co“ gestoßen, ein winzig kleines israelisches Restaurant, keine fünf Minuten Fußweg von der Metro Station Portland entfernt. Honey & Co ist für alle Liebhaber der israelischen Küche und für all diejenigen, die es noch werden wollen, eine tolle Möglichkeit zu frühstücken, aber auch für das Mittagessen eine feine Option. Wenn man sich etwas Besonderes gönnen möchte, empfiehlt es sich, auch das Mittagsmenü hier zu probieren, welches zwar etwas teurer, aber sein Geld allemal wert ist. Ich selbst bin vergangenes Jahr über fünf Wochen durch Israel gereist und habe dort dementsprechend eine gehörige Menge an Falafel verspeist. Umso mehr begeistert hat es mich, als ich den ersten Bissen meiner Falafel nun im Honey & Co probiert habe. Was für eine Geschmacksexplosion! Ich hätte nie gedacht, dass ich die leckersten Falafel aller Zeiten außerhalb Israels, ausgerechnet in London essen würde.

Städtetrips ohne viel Aufwand

Wie bereits erwähnt, war London nach Kopenhagen, Berlin und Barcelona die letzte Station meines Europatrips. Obwohl ich in den meisten dieser Städte bereits mehrmals zuvor gewesen war, ist es immer wieder toll, dorthin zurückzukommen, da es in keiner dieser Metropolen jemals langweilig wird und es immer noch etwas Neues zu entdecken gibt. Das liebe ich einfach so sehr an Europa, dass man auch spontan, wenn man einen günstigen Flug erwischt, ohne großen Aufwand und Vorbereitung für ein paar Tage einen Städtetrip machen kann, auch wenn es nur über ein Wochenende ist.

Nach diesen überwiegend doch kalten Stationen war ich regelrecht aus dem Häuschen, als ich von meinen nächsten Zielen erfahren habe: Es geht weiter in die Sonne, nach Dubai und Abu Dhabi. Von dort darf ich Glückspilz dann auf eine wunderschöne Inselgruppe im Indischen Ozean nahe der Südspitze Indiens fliegen, die bekannt ist für ihre langen weißen Sandstrände, traumhaften Tauchspots und ihr herrliches Wetter: die MALEDIVEN!