Wer kennt nicht Frank Sinatras berühmten Song „New York, New York“, und wer erinnert sich nicht an die bekannten Zeilen „I want to be a part of it. New York, New York“? Richtig, so ziemlich jeder.

Dass der gute Frank den absolut richtigen Riecher hatte, beweisen die stetig steigenden Touristenzahlen, die mal mit 33,1 Millionen begannen und nun die 55 Millionenmarke geknackt haben. Damit auch ihr ein Teil von New York werden könnt, habe ich für euch gleich zwei Stadtspaziergänge ausgetüftelt, die die wichtigsten Stationen abdecken und euch Großstadtluft schnuppern lassen.

Ein Stadtspaziergang durch New York

Lower Manhattan und Statue of Liberty | Midtown Manhattan und Central Park | Plant eure Reise

Am besten nehmt ihr euch direkt ein Beispiel an den vielen New Yorkern, die schon morgens unglaublich busy durch die Stadt hetzen. Nein, abhetzen sollt ihr euch natürlich nicht, aber das „zu Fuß gehen“ dürft ihr euch gerne abgucken, denn die Straßen sind meist schon morgens so verstopft, dass die eigenen Beine einen schneller ans Ziel bringen. Vorher solltet ihr euch aber noch mit dem richtigen Schuhwerk ausstatten, denn auch, wenn High Heels oder Pumps unglaublich schick aussehen, so lässt es sich in Sneakern oder Joggingschuhen einfach besser laufen. Auch das wissen die New Yorker ganz genau, wie euch sicherlich schon aufgefallen ist. Oben business, unten casual. Bestens ausgestattet, könnt ihr nun aus einem der zwei Spaziergänge wählen; beide werdet ihr an einem Tag kaum schaffen.

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Stadtspaziergang New York: Lower Manhattan

Das wohl schönste Geschenk der Stadt: Statue of Liberty
Warum nicht gleich zu Beginn an einem DER Spots in Lower Manhattan starten, schließlich sieht man Lady Liberty in so vielen Filmen, dass man meinen könnte, sie schon ewig zu kennen. Da es jeden Tag nur eine begrenzte Anzahl an Tickets gibt, die euch einen Besuch der Freiheitsstatue erlauben, und diese auch noch immer unglaublich schnell vergriffen sind, wollen wir uns dem 92,99 Meter hohen Geschenk Frankreichs nur vom Wasser aus nähern. Die Staten Island Ferry, die vom gleichnamigen Terminal in Lower Manhattan abfährt, bringt euch kostenlos ganz nah an die Statue heran. Ich hoffe, ihr habt euch rechtzeitig einen guten Platz an der Reling geholt und die Kamera gezückt, denn auch von hier aus könnt ihr Lady Libertys Schokoladenseite wunderbar ablichten. Nachdem die Fähre auf Staten Island angelegt hat, solltet ihr warten, bis das nächste Boot wieder nach Lower Manhattan zurückfährt, um direkt den nächsten Punkt anzusteuern.

Statue of liberty near sunset blue sky extra large

Grün, grüner, Battery Park
Der angrenzende Battery Park ist die grüne Seele Lower Manhattans und diente zahlreichen Filmen als Kulisse. Vielleicht taucht er sogar in einem eurer Lieblingsfilme auf, wer weiß!? In dem Park könnt ihr nicht nur herrlich flanieren, ihr findet hier auch einige bedeutende Skulpturen und Denkmäler, wie beispielsweise das Mahnmal The Sphere. Früher zwischen den zwei Türmen des World Trade Centers aufgestellt, trägt es heute deutliche Spuren des Anschlags und erinnert unentwegt an die Ausmaße des 11. Septembers. Habt ihr etwas innegehalten, setzt ihr euren Weg in Richtung eines weiteren „Mahnmals“ fort, nämlich des Financial District.

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Foto: istock.com/JayLazarin

The Guru of Wall Street: Financial District
Der Charging Bull, an dem ihr während meines Stadtspaziergangs vorbeikommen werdet, begrüßt euch mit seiner angriffsbereiten Haltung im Financial District. Er und kein anderer hat die Aufgabe, den finanziellen Erfolg und Optimismus der Börsenhaie und Wertpapierjongleure zu symbolisieren. Schlendert vorbei an den finanziellen Machtzentren Amerikas, an den Banken und Anwaltskanzleien, die am Schwarzen Freitag im Jahre 1929 unter einem Börsencrash erzitterten. Dreht eine Runde in der 40. Straße und erlebt bereits hier den Machteinfluss des Präsidentschaftskandidaten Donald Trump, denn das Trump Building ist nur einer der vielen Wolkenkratzer, welcher von dem milliardenschweren Unternehmer angemietet und umgebaut wurde. Behaltet nach so viel Prunk und Protz noch das Auge für die kleinen, feinen Dinge, denn versteckt zwischen all den meterhohen Machtbauten könnt ihr auch ein kleines Juwel entdecken.

Vintage toned Wall Street at sunset, NYC.

Ein Zwerg zwischen Riesen: Trinity Church
Die Dreifaltigkeitskirche, oder auch Trinity Church, ist eine der bekanntesten Kirchen in Lower Manhattan. Kaum zu glauben, dass diese mit ihren 86 Metern mal das höchste Gebäude in New York City war, oder? Heute wirkt es eher so, als würden die umliegenden Hochhäuser nur darauf warten, die zerbrechliche Kirche zwischen sich zerquetschen zu können. Die Trinity Church ist nicht nur Gottesdienstort, sondern wurde sogar schon in Videospielen wie Crysis 2 oder Assassin’s Creed III als Schauplatz genutzt. Was eine unscheinbar wirkende Kirche nicht so alles an Potenzial haben kann, ist unglaublich, oder? Bei eurem Besuch solltet ihr auch den angrenzenden Friedhof besuchen, dort finden sich einige bekannte Persönlichkeiten der amerikanischen Gründungsgeschichte.

Street view of Trinity Church in Lower Manhattan
Foto: istock.com/Roman Babakin

Dem Terror die Stirn bieten: 9/11 Memorial
In unmittelbarer Nähe der Kirche werdet ihr auf die große Lücke treffen, welche die Anschläge vom 11. September 2001 nicht nur in die Herzen der Bevölkerung, sondern auch in das Stadtbild gerissen haben. Am 9/11 Memorial hält auch eine Großstadt wie New York die Luft an und selbst Touristen verstummen bei dessen Anblick. Mittlerweile wurden Wasserbecken in die „Fußabdrücke“ der Twin Towers eingelassen, in deren Umrandung alle 2983 Namen der Menschen eingefräst sind, die bei den Anschlägen ihr Leben verloren haben. Die Zwillingstürme als Bürokomplex wurden vom One World Trade Center abgelöst, welches das höchste Gebäude New Yorks und das vierthöchste der Welt ist. Ein ausgeklügeltes Sicherheitskonzept und die spezielle Architektur des Gebäudes machen es im Falle eines Falles leichter evakuierbar, sodass Menschen nicht mehr im Innern des Gebäudes eingeschlossen werden. Wer sich noch etwas mit der Geschichte rund um 9/11 beschäftigen möchte, findet im direkt angeschlossenen Museum eine detailreiche Sammlung, die mit zahlreichen Ausstellungsstücken aufwartet.

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Foto: CristinaMuraca/shutterstock.com

Vom Bad Boy zum Goldjungen: Meatpacking District
Nach diesem bewegenden, aber unablässigen Besuch sollten wir uns etwas weniger Belastendem zuwenden. Nach einem etwas längeren Marsch entlang des Hudson River heißt euer Ziel: Meatpacking District. Erschreckt nicht, wenn ich euch erzähle, dass dieses Viertel vor einiger Zeit noch durch seine zahlreichen Nachtclubs und Fleischfabriken bestach. Eine merkwürdige Mischung, nicht wahr? Da fällt es schwer zu glauben, dass der District heute bei den New Yorkern und Touristen ganz hoch im Kurs steht. Was seitdem passiert ist? Ganz einfach: Jungdesigner und alte Hasen haben diesen geschichtsträchtigen und irgendwie auch coolen, verruchten Ort für sich entdeckt und Geld in die Modernisierung zahlreicher Gebäude gesteckt. Heute findet ihr hier ein wahres Shoppingeldorado, das mit einem Mix aus Designermarken und weniger bekannten Brands besticht. Aushängeschild des Districts ist die High Line, eine zum Park umgebaute, ehemalige Güterzugtrasse. Grüner und lässiger lässt es sich nicht über die Dächer New Yorks flanieren.

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Foto: istock.com/ferrantraite

„Ciao bella“ in „Little Italy“
Vom Westen der Stadt und in Midtown-Nähe verschlägt es uns nun wieder Richtung Süden der Stadt. Denn seid ehrlich, was wäre ich für ein Guru, wenn ich euch nicht ein bisschen „bella Italia“ ins Großstadtfeeling mischen würde?! Ihr habt es sicherlich schon erraten, euer Weg führt euch schnurstracks in New Yorks „kleines Italien“. Größen wie Robert De Niro und Martin Scorsese wuchsen in dem ehemals 40.000 Einwohner starken District auf, heute finden sich hier nur noch wenige Überbleibsel des alten „Little Italy“. Dennoch solltet ihr hier für einige Momente verweilen, vor allem, wenn euch schon etwas der Magen knurrt. New Yorker schätzen das gute und sehr preiswerte italienische Essen, was ihr so wohl nur hier bekommen werdet.

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Foto: littleny/shutterstock.com

Die Traditionen bewahren: Chinatown
Dort, wo es ein „Little Italy“ gibt, kann auch „Chinatown“ nicht weit entfernt sein, denkt ihr? Damit liegt ihr gar nicht so verkehrt, denn nur einige Meter weiter werdet ihr auf das chinesisch geprägte Viertel New Yorks stoßen. Im Gegensatz zu „Little Italy“ wächst es heutzutage noch weiter und verleibt sich sogar andere Distrikte, wie beispielsweise das jüdische Viertel, noch mit ein. Nur gut die Hälfte der Einwohner Chinatowns spricht überhaupt Englisch, die chinesische Tradition ist hier noch präsenter als zu ihren Anfangszeiten Ende des 19. Jahrhunderts. Als Tourist könnt ihr das nicht nur an den zahlreichen Schriftzeichen oder exotischen Produkten erkennen, sondern auch hautnah miterleben. Nehmt euch im Columbus Park eine kleine Auszeit von der Lauferei und schaut den (meist älteren) Chinesen beim traditionellen Go oder Mahjong zu oder bewundert ihre Gymnastik- und Entspannungsübungen, die sie bei schönem Wetter im Park stattfinden lassen.

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Foto: istock.com/Peeter Visimaa

Auf dem Weg ins Herz Manhattans: Brooklyn Bridge
Das Highlight Lower Manhattans habe ich mir dann doch ganz für den Schluss aufgespart. Ihr Motiv zieren unzählige Postkarten, zahlreiche Filme haben sie als Schauplatz genutzt und Millionen von Autos sind schon über sie von Manhattan nach Brooklyn und wieder zurück gefahren. Auch einige Fußsohlen dürfte die Gute schon gesehen haben und eure sicherlich auch, dann nämlich, wenn ihr der berühmten Brooklyn Bridge einen Besuch abstattet. Was für ein irres Gefühl es ist, über den Köpfen der Autofahrer entlang zu spazieren, denn der Fußgänger- und Radfahrerweg liegt tatsächlich eine Etage über den motorisierten Fahrzeugen. Erinnert ihr euch noch an den Charging Bull aus dem Financial District und an seine Bedeutung? Natürlich ist auch so ein Monument wie die Brooklyn Bridge von großer Wichtigkeit für die Bewohner New Yorks. Weil sie direkt in die Mitte Manhattans, also in sein Herz führt, wird sie auch mit dem „Traum von einem besseren Leben“ in Verbindung gebracht. Ich glaube, in keiner anderen Stadt wird die Philosophie „Vom Tellerwäscher zum Millionär“ so sehr gelebt wie in New York City.

Brooklyn bridge from East river sunset with flare

Ihr seid ausgeruht und bereit für meinen zweiten Stadtspaziergang in New York oder ihr habt euch direkt für diesen hier entschieden? Dann nichts wie los, Midtown Manhattan wartet nur darauf, von euch entdeckt zu werden.

Stadtspaziergang New York: Midtown Manhattan

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Faszinierende Architektur: Flatiron Building
Wir starten im Herzen von Midtown Manhattan, nämlich am sogenannten Flatiron Building. Es ist nicht unbedingt anziehend oder erwähnenswert, was sich in dem Gebäude befindet, sondern eher, wie das Gebäude von außen aufgebaut ist. Findige Übersetzer haben sich das bestimmt schon zu Beginn gedacht, denn „Flatiron“ bezeichnet das gute, alte Bügeleisen. Denn genau so sieht dieses Gebäude an der Kreuzung 23rd Street, Broadway und Fifth Avenue auch aus. Der schmale Keil wächst 91 Meter in die Höhe und das macht es verdammt schwer, das witzige Fotomotiv wirklich komplett auf den Ausschnitt zu bekommen. Da ist schon etwas Fingerspitzengefühl gefragt.

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Dem Himmel so nah: Empire State Building
Von diesem kuriosen Bauwerk aus geht es nun entlang der Fifth Avenue geradewegs in Richtung des „Sehenswürdigkeiten-Ballungsraums“. Haltet auf eurem Weg entlang der Avenue nach dem zweithöchsten Bauwerk und seiner markanten Spitze Ausschau. Zwischen der 33. und 34. solltet ihr dann fündig werden, denn dort reckt sich das Empire State Building imposant in die Höhe. Wusstet ihr, dass das höchste der zwei Aussichtsdecks als Andockpunkt für Luftschiffe angedacht war? Der Wunsch wurde aber schnell verworfen, als man feststellte, dass die Winde in diesen Höhen viel zu stark waren. Anstelle von Luftschiffen kommen nun zahlreiche Touristen an diesen Punkt, um den beeindruckenden Ausblick über Manhattan zu genießen. Zudem ist das Empire State Building Austragungsort des gleichnamigen Run-Up, einem Treppenstufen-Wettrennen, das seit fast 40 Jahren jährlich stattfindet.

Goldener Sonnenuntergang, New York Empire State iStock_000052038616_Large

Der wohl schönste Bahnhof der Welt: Grand Central Terminal
Ich bezweifle ja, dass ihr schon jemals so einen großen Bahnhof wie das Grand City Terminal in Midtown Manhattan gesehen habt. Und darüber hinaus mutet er auch noch so wunderschön und majestätisch an. Über zwei Stockwerke hinweg verkehren auf insgesamt 44 Bahnsteigen Pendlerzüge, die Arbeiter aus den umliegenden Vororten, den sogenannten Suburbs, in die Großstadt bringen und auch anders herum. Ob Ankömmling oder Abfahrender, sie alle müssen durch die reich verzierte Durchgangshalle, die mit ihrem Sternenhimmel unter der Decke von entfernten Galaxien träumen lässt. Aber passt auf, dass ihr beim Betrachten nicht einen anderen Reisenden umrennt, weil ihr euren Blick nicht von ihr lösen könnt. Toll anzusehen sind auch die Fassaden der verschiedenen, dort untergebrachten Geschäfte, allen voran der Grand Central Oyster Bar. Werft doch mal einen Blick rein, denn ihr Deckengewölbe ist einfach atemberaubend und toll anzusehen.

Grand Central Station, New York iStock_000020368660_Large-2

Dekadenz im Waldorf Astoria…
Zwei eher ungewöhnliche Sehenswürdigkeiten folgen auf das Grand Central Terminal, die aber sicherlich nicht weniger schön anzusehen sind. Zumindest einmal im Leben solltet ihr in der Empfangshalle des Waldorf Astoria gestanden haben, das sogar einen eigenen, unterirdischen Zugang zum Grand Central Terminal besitzt, um seine prominenten Gäste vor unliebsamen Blicken zu schützen. Seid nicht so schüchtern, es wird euch schon keiner als interessierter Touri identifizieren. Dafür sind die Leute hier viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Die Empfangshalle des Luxushotels lässt keine Wünsche offen, was Extravaganz und Prunk betreffen. Die Böden sind mit tollen Mosaiken verziert, alles scheint golden zu glänzen und die Pagen wirken mit ihrem Frack wie aus einer anderen Zeit. Falls ihr noch nicht genug von Glanz & Gloria habt, solltet ihr euch unbemerkt in einen der Waschräume auf der unteren Ebene schleichen. Mehr Dekadenz ist kaum möglich!

The Waldorf Astoria New York City
Foto: istock.com/carterdayne

…trifft Extravaganz im Trump Tower und im Tiffany & Co. Flagshipstore
Obwohl, wenn ich es mir recht überlege, werdet ihr im nächsten Gebäude von der Dekadenz des Eigentümers schier erschlagen. Der Trump Tower in der 56th Straße zeugt auch von innen von dem milliardenschweren Vermögen Donald Trumps. Von außen in einem sanften Bronzeton gehalten, bestechen Gold und rosa Marmor von innen. Im Innern finden sich zudem noch einige Wasserfälle, von denen der höchste sich über ganze drei Stockwerke erstreckt und an einigen Stellen gekonnt illuminiert wird. Toll inszeniert wird auch das Prachtstück des angrenzenden Tiffany & Co. Flagshipstores. Er zeigt einen der größten, jemals entdeckten Gelben Diamanten, der jedoch leider nicht zum Verkauf steht. Und auch hier müsst ihr euch wieder keine Sorgen um euer „Touri-Auftreten“ machen, denn der Store öffnet für jeden Kunden die Pforten, denn man weiß ja nie, ob der barfüßige, grauhaarige Hippie mit dem grünen Hüfttuch nicht doch ein wohlhabender Mann ist. ;)

Trump Tower in the Fifth Avenue
Foto: istock.com/aluxum

Der Kunstpalast MoMa
Wohlhabend ist auch die nächste Einrichtung, denn das MoMa, das Museum of Modern Art, ist reich an bedeutenden und einflussreichen Kunstwerken der Modernen und Zeitgenössischen Kunst. So findet sich nicht nur Van Goghs ‚Sternennacht‘ oder Klimts ‚Hoffnung II‘ in ihren Hallen, sondern auch einer von vielen, von Ferdinand Porsche entwickelten, VW Käfer oder der Zickzack-Stuhl von Rietveld. Oder wer kennt nicht Andy Warhols beeindruckende und vor allem farbenfrohe Kunstwerke? Auch diese befinden sich unter dem Dach des MoMa. Kunstbegeisterte können sich hier genau so lange verlieren wie ein Shoppinghungriger in einer der vielen Malls oder Outlet Stores. Naturliebhaber und Stressgeplagte machen sich lieber auf den Weg zu dem nächsten Highlight des Stadtspaziergangs.

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Foto: Anton_Ivanov/shutterstock.com

Mensch gegen Natur: Central Park
Bestimmt ist euch dieses herrlich grüne Fleckchen schon von der Aussichtsterrasse des Empire State Building aufgefallen: Der Central Park ist DIE grüne Oase mitten im Herzen Manhattans. Die fast 350 Hektar große Fläche wird ringsherum von Wolkenkratzern eingerahmt, sodass es ausschaut, als würde ein ständiger Kampf zwischen Mensch und Natur stattfinden, aus dem keiner so recht als Sieger hervorgehen, sondern man lieber friedlich nebeneinander her leben will. Hier sieht man joggende Muttis mit ihren Kinderwagen, gemütliche Gassigeher oder aber verliebte Pärchen, die Hand in Hand ihre gemeinsame Auszeit genießen. In aller Frühe finden hier auch schon einmal Yogakurse statt, während abends Konzerte oder Lesungen die Parkgänger noch etwas länger verweilen lassen. Einen Tipp habe ich natürlich auch noch für euch parat: Legt euch doch mal auf eine der zahlreichen Grünflächen, schließt die Augen und konzentriert euch auf das, was um euch herum ist. Vogelgezwitscher, lachende Menschen, tobende Kinder, aber kein Verkehrslärm, oder? Beeindruckend, wie sehr die grüne Oase den Lärm der Stadt förmlich zu verschlucken scheint.

Central Park aerial view, Manhattan, New York; Park is surrounde

Farbenrausch am Times Square
Wenn sich so langsam aber sicher die Nacht über New York legt, solltet ihr euch zum letzten Highlight aufmachen, denn der Times Square entfaltet erst bei Dunkelheit seinen ganzen Charme. Schlendert vorbei an bunten, blinkenden Leuchtreklamen, trefft euch auf ein Foto mit dem Naked-Cowboy oder lasst euch von einem der Plakate zu einem Musicalbesuch ganz in eurer Nähe verleiten, denn die Shows am Broadway gehören zu den besten der ganzen Welt. Zudem findet jedes Jahr am 31. Dezember eine große Silvesterfeier auf seinem Boden statt und tagsüber kann man hier auch mal gut und gerne in eine spontane Yogastunde reinplatzen. Wollt ihr den Abend richtig ausklingen lassen, solltet ihr in das The View Restaurant & Lounge gehen und euch dort einen Drink genehmigen. Moment mal, haben wir nicht gerade noch auf das Rockefeller Center geblickt? Wer denkt, dass sein Gehirn ihm einen Streich spielen will, obwohl man erst einen Cocktail hatte, den kann ich beruhigen. Das The View ist eine sich drehende Bar, die 1 ½ Stunden braucht, um eine komplette Drehung zu vollführen. Gerade abends habt ihr hierbei einen nahezu traumhaft schönen Ausblick, der euch alles um euch herum vergessen lässt. Zugegeben, die Getränke sind nicht gerade preiswert und die Bar lässt es sich einiges kosten, dass ihr gerade abends einen tollen Ausblick habt, aber wer bei Eintritten oder Essen gespart hat, sollte spätestens hier zuschlagen.

Sunset At Times Square In New York City, USA iStock_000062864688_Large-2

Plant eure Reise

Schon allein bei so vielen Sehenswürdigkeiten will eine Reise in die Metropole New York gut geplant sein. Wollt ihr euch vor Beginn der Buchung noch einmal ausgiebig über euren Zielort informieren, empfiehlt sich ein Blick in mein Reisemagazin. Allen fest Entschlossenen wünsche ich schon einmal viel Vergnügen in der Stadt, die niemals schläft, und wenn euch nach meinem Stadtspaziergang New York doch einmal die Füße brennen sollten, dem sei die New Yorker Metro ans Herz gelegt. Diese bringt euch genau so zuverlässig wie eure Füße ans Ziel.