Habt ihr schon die Sixt-Werbung gesehen, in der Roberto Blanco als Rapper die Vorzüge eines Mietwagens besingt? Ich habe mir den vierminütigen Clip schon ein paar Mal angeschaut und muss sagen, dass ich ihn immer wieder lustig finde. Das liegt vor allem an der Selbstironie, die Roberto Blanco hier an den Tag legt. Seine Gestik und Mimik in den unterschiedlichen Szenen ist einfach nur witzig anzuschauen.  Der Clip beginnt mit einer Szene, in der er dem Gerichtsvollzieher sein gesamtes Hab und Gut überlassen muss. Selbst der Rollrasen vor dem Haus wird von den Mitarbeitern des Schuldeneintreiber eingepackt und im Wagen verstaut. Alle Gegenstände erhalten ein Pfandsiegel.

Dann steigt die Spannung, denn der Gerichtsvollzieher fragt nach Blancos Auto. Da beginnen dessen Augen zu strahlen, denn das schwarze BMW-Cabrio, in das er dann steigt, kann er guten Gewissens behalten. Das hat er nämlich bei Sixt gemietet. Es folgt ein amüsanter Videoclip der „Sixt Rent a Car“-Productions mit dem Titel: „Ein bisschen Spar´n muss sein.“ Ein cooler Beat und die obligatorischen Backgroundsängerinnen dürfen natürlich auch nicht fehlen.

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Roberto Blanco rappt für Sixt

Man kann natürlich darüber streiten, ob sich ein angesehener Künstler wie Roberto Blanco nach dem Bekanntwerden seiner Pleite so präsentieren muss, doch eigentlich ist es dann auch schon egal. Es weiß ja bereits ganz Deutschland über seine finanzielle Misere Bescheid, dann kann er seine Prominenz auch selbstironisch nutzen und so wieder etwas Geld in die klammen Kassen spülen.

Für Sixt ist dies nicht die erste Werbung, die derart viel Beachtung findet. Auf der firmeneigenen Webseite findet ihr ein „Best of“ der unterschiedlichen Sixt Werbungen der letzten Jahre. Sixt weiß zu polarisieren und sorgt mit seinen Kampagnen immer wieder für Zündstoff. Aber das ist ja der Sinn von Werbung, oder? Langweilige Werbung schaut man sich nur an und vergisst sie direkt wieder. Wenn man nun aber ein Thema findet, dass die Menschen aufmerken lässt, hat man viel mehr Chancen, viele potentielle Kunden zu erreichen. Und Sixt ist derzeit in aller Munde, also haben sie mal wieder alles richtig gemacht. ;)

 

Headerbild: © Sixt