Anders als bei den Urlaubsmaschinen, die euch von Deutschland nach Mallorca bringen, gibt es in den Langstrecken-Fliegern wie dem Airbus A380 eine Menge zu entdecken. Denn es gibt mehrere Passagierdecks, unterschiedliche Eingänge und echt luxuriöse Klassen. Die Economy Class ist der in den Fliegern von Ryanair oder Germanwings gar nicht unähnlich. Meist gibt es mehr Sitze pro Reihe und auch die Anzahl der Reihen ist deutlich höher. Bei der Lufthansa läuft man beispielsweise gelegentlich als Economy-Passagier einmal durch die schicke Business Class. Die Fluggäste, die hier sitzen,  können es sich schon richtig gut gehen lassen. Es gibt ein leckeres Menü mit feinen Weinen und ein kleines Etui mit Kosmetik, Schlafmaske und Zahnbürste. Nach dem Essen kann man es sich hier unter einer Decke bequem machen, die Füße austrecken und einen Film schauen. In der First Class wiederum geht es noch exklusiver zu. Decke und Kissen sind flauschiger und die Menü- und Getränkeauswahl ist deliziös.

Singapore Airlines toppt all diese Angebote mit seiner eigenen Passagierklasse ganz lässig. In den Airbus A 380-Maschinen der Airline gibt es nämlich einige Suiten. Hier, im vorderen Bereich des Flugzeugs können wohlhabende Passagiere sich eine ganz eigene Oase der Ruhe erkaufen. Seit 2008 bietet Singapore Airlines diese Flugklasse an und scheint damit den Nerv der Zeit zu treffen. Wer entspannt und ohne jede Störung arbeiten will, kann dies in kleinen privaten Kabinen perfekt tun. Und wer sich ein paar Stunden entspannen will, der kann es sich in einem echten, gemütlichen Doppelbett gemütlich machen. Wenn es also demnächst in die Flitterwochen gen Asien geht, dann ist die Buchung einer Suite auf jeden Fall eine Überlegung wert.

Suite bei Singapore Airlines
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Derek Low testet die Suite von Singapore Airlines

Derek Low, eine junger Unternehmer aus San Francisco hat den Test gemacht und die Suite auf einem Flug von Singapur nach New York getestet. Herausgekommen ist ein wirklich interessanter Bericht mit tollen Fotos, die den ganzen Luxus der Suiten zeigen. Sein Flug kostet ihn für Hin- und Rückreise mehr als 14 000€. Theoretisch zumindest, denn Derek nutzt diverse Frequent Flyer Miles, um die Kosten zu minimieren. Ohne den Einsatz der Flugmeilen ist dieses Angebot für einen Normalverdiener nicht zu bezahlen.

Purer Luxus zwischen Singapur und New York

Dereks Reise startet am Flughafen von Singapur, der als der beste und modernste Airport der Welt gilt. Dort gibt es für die First und Suite Class Reisenden einen eigenen Luxus-Check-In. In den heiligen Hallen des Flughafens können Suite-Passagiere in einem eigenen „Private Room“ auf den Aufruf ihres Fluges warten. Hier wird feines Essen serviert und der Champagner lässt auch nicht lange auf sich warten.

Nach dem Essen geht es für Derek dann ins Flugzeug – selbstverständlich wird er durch einen eigenen Gang geleitet und persönlich mit Namen begrüßt. Im Flieger stellen sich ihm gleich alle für ihn zuständigen Mitarbeiter der Airline vor.

Ähnlich wie bei anderen Flügen bekommt Derek auch in seiner Suite ein kleines Etui mit allen wichtigen Kosmetikartikeln für die kommenden Stunden. Genauso wie die Ausstattung und die Accessoires der Suite sind alle Produkte von namhaften Designern hergestellt. Die Decken sind von Givenchy und alle Kosmetika kommen aus dem Hause Ferragamo.

Der zuständige Steward präsentiert Derek nicht nur feine Kaffeesorten und exklusiven Tee, sondern gibt auch Tipps bei der Auswahl des besten Filmes und serviert ein exklusives 5 Gänge Menü mit Kaviar, Gänsestopfleber und weiteren Köstlichkeiten. Den Abschluss bildet ein Vanille Dessert, das einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt.

Singapore Airlines bietet sogar speziellen Gourmet-Service an. Je nach Abflughafen kann sich der pfiffige First oder Suites Gast sogar ein von Spitzenköchen individuell zubereitetes Menü bestellen. So werden bestimmte Diäten oder Unverträglichkeiten bestmöglich „umkocht“.

Schlafen wie auf Wolken – über den Wolken

Nach einer kurzen Führung durch den riesigen Airbus ist es für Derek an der Zeit, schlafen zu gehen. Dafür wird seine Suite kurzerhand zu einem gemütlichen Doppelbett umgebaut. Er selbst ist von der ganzen Aktion derart beeindruckt, dass er sein Glück kaum in Worte fassen kann. Verständlich, denn Dereks Flug könnte außergewöhnlicher kaum sein. Ähnlich wie in einem Hotel gibt es auch hier einen „Do not Disturb“-Knopf. Drückt man diesen, kann man sich ganz seinem Schönheitsschlaf oder anderen Dingen widmen. Ich sage ja, diese Suiten sind perfekt für die Flitterwochen geeignet. ;)

Glückspilz Derek gibt nach der Landung zu, dass er am liebsten gar nicht ausgestiegen wäre, weil ihm der Flug so gut gefallen hat. Kein Wunder – bei so viel Luxus und zuvorkommendem Service. Ich kann mir vorstellen, dass gerade sehr berühmte Persönlichkeiten wie Leonardo DiCaprio (selbiger ist schon in einer der Suiten geflogen) diese Art des Reisens bevorzugen, weil sie selbst in der First Class nicht völlig entspannen können. Das liegt dann vermutlich gar nicht so sehr an aufdringlichen Passagieren, sondern daran, dass man noch nicht einmal aus Versehen mit offenem Mund schlafen kann, ohne dass irgendjemand vielleicht ein Foto macht und nach der Landung im Internet veröffentlicht. In solchen Situationen ist eine kleine private Suite die perfekte Lösung. Und wir anderen können uns an den Fotos erfreuen und von dem Tag träumen, an dem wir auch einmal das Glück haben, eine Langstrecke im puren Luxus zu verbringen.