Flexibel oder spontan – ja, das trifft wohl auf so einige Backpacker zu, die um die Welt reisen. 5 Tage hier, 3 Tage da, keine Spuren hinterlassen, niemand, der auf eine feste Bindung aus ist – da sind One Night Stands keine Seltenheit.

Natürlich wollen wir hier nicht alle Backpacker in einen Pott schmeißen, aber wenn wir ehrlich sind: Sex im Hostel kommt schon ziemlich häufig vor. Richtig spannend wird es dann, wenn ein Liebesakt bevorsteht. Das Problem: Die geringste Priorität ordnet der Backpacker meistens seiner nächtlichen Unterkunft zu. Das wenige Geld gibt er lieber in der Bar als für ein privates Zimmer aus. So landen die meisten in einem Schlafsaal mit gut und gerne mal 27 anderen Genossen, die daneben, drüber oder drunter schlafen. Deswegen hier, für euren nächsten Backpacking-Trip: Die ultimativen Tipps für Sex im Hostel – so funktioniert’s garantiert!

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Hier vergeht keine Nacht ohne Quickie

Backpacker zieht es heutzutage in alle Ecken der Welt. Ganz vorne dabei: Thailand, Brasilien, Indien oder Vietnam. Vor allem die asiatischen Länder reizen mit ihren günstigen Preisen für Unterkünfte, Essen und Bars. Da kann man sich auch locker mal ein Hotelzimmer leisten – also ist auch der kurzfristige Quickie hier gar kein Problem. Anders sieht das in westlichen Ländern aus. Das Paradies für zahlreiche reisebegeisterte und zumal sexwillige Backpacker ist etwa das ferne und heiße Australien. Über 6,7 Millionen internationale Besucher verzeichnet das Land der wilden Kängurus im Jahr 2014. Alleine 168.000 kamen aus Deutschland.

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Ob als Work&Travel, Tourist oder Student – Australien ist vor allem bei jungen Menschen wahnsinnig beliebt. Gerade aus der Schule raus, die Welt liegt euch zu Füßen, ihr seid Single und flexibel. Da gehört zum Reiseerlebnis auch das ein oder andere Liebesglück. Vor allem in Sydney, Melbourne und entlang der Gold Coast rund um das Partystädtchen „Surfers Paradise“ tummeln sich die Rucksackreisenden und mit ihnen so einige Sexstories.

Sex, Goon und Hostels – Eine Hostelmitarbeiterin berichtet

Im Internet bin ich auf einen sehr amüsanten Erfahrungsbericht von Rhian Hughes gestoßen. Rhian arbeitet in der Arts Factory Lodge in Byron Bay und hat schon so einiges sehen und hören müssen. Byron Bay ist die Hippiestadt Australiens – Cannabis, Trommeln und Spiritualität ziehen jährlich Millionen Backpacker an. Für die Australierin Rhian sind Hostels wie „Speed Dating auf Steroiden. Menschen verschiedenster Nationen werden auf kleinstem Raum zusammengepfercht, gezwungen, miteinander zu essen, schlafen, Duschen zu teilen, da ist es kein Wunder, dass ungewöhnliche Partnerschaften passieren“, schreibt sie. Jedes Jahr sei es das gleiche Spiel, „der Sommer kommt, die Backpacker rollen ein und Sunnyboys treffen auf schüchterne Mädchen.“ In der Küche beginnt dann häufig der Rest des Lebens. „Es wird gequatscht, geraucht, dann kommt der Goon [australischer Billigwein] und 2 Stunden später sind alle Reisepläne über Bord geworfen, man ist unsterblich verliebt und will die Welt zusammen bereisen.“ Hemmungslos wird gequatscht, sich aufgeheizt, bis es nicht mehr zu unterdrücken ist.

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„Was ich bis heute nicht kapiere, ist, dass man tatsächlich das Bedürfnis hat, die neue Freundschaft in einem Etagenbett und einem Raum mit 9 anderen Leuten zu praktizieren,“ erzählt Rhian. Das Bedürfnis scheint aber tatsächlich sehr groß, denn fast täglich geht’s hier ab, sagt sie. „Manche Gäste werden richtig laut, die Betten wackeln, sodass andere Leute das Zimmer verlassen.“ Die Arts Factory Lodge bietet ebenfalls einen Campingbereich. Eigenes Zelt, keine Zuschauer, keine Probleme – denkt man! „Viele vergessen nach kurzer Zeit, dass das Zelt gerade mal so einen Millimeter dick ist und die Nachbarn, ja eigentlich der ganze Zeltplatz, jedes Geräusch hören können,“ schreibt Rhian. Aber auch die dunkelste Nacht kann zu visuellen Amüsements führen, besonders, wenn die Camper ein wenig Romantik auffahren. „Dann wird schon mal gerne eine Kerze oder ein Dimmerlicht angemacht und den anderen Campern eine ganz besondere Schattenshow geboten.“ Wie authentisch die Geschichten von Rhian sind, kann man natürlich nicht nachprüfen, deshalb habe ich einfach mal nach erfahrenen Reisenden gesucht, die ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern.

So einfach klappt’s mit Sex im Hostel

Ich habe zwei Backpacker ausfindig machen können, die etwas aus dem Nähkästchen plaudern. Kerstin kommt aus Amerika und hat vor einiger Zeit einen Trip durch Australien gemacht. Ben ist Australier und lebt mitten in Surfers Paradise. Beide haben schon so einige Hostel-Erfahrungen machen können, der eine geplant, die andere spontan.

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Kerstin kam gerade aus Byron Bay, ihr nächster Stop: Surfers Paradise. „Diese Stadt ist der Wahnsinn! Das Nachtleben ist einzigartig, non-stop Party, der wunderschöne Strand und mittendrin Dreamworld und Movie World.“ Kerstin checkte ins Sleep in Backpackers ein. Tagsüber ging’s in die Freizeitparks, am Abend auf einen Pub Crawl. „Das war mit Abstand die peinlichste Nacht meines ganzen Lebens!“ Viel Alkohol, wenig Hemmungen. „Ich war wahnsinnig betrunken und kam auf die brillante Idee, diesen Typen mit ins Hostel zu nehmen,“ erzählt sie. Kerstin hatte einen 6er Schlafsaal gebucht und schlief oben auf einem Etagenbett. „Irgendwann um 4 Uhr schafften wir es, Gott weiß wie, ins Zimmer und sogar hoch auf’s Bett. Ja, wir kamen uns immer näher und das Bett, tja, das hat ziemlich doll gewackelt.“ Die Zimmergenossen wurden immer genervter, die meisten verließen den Raum. „Kurze Zeit später kam der Manager ins Zimmer, schrie uns an und sagte mir, ich solle am Morgen auschecken.“

Stress mit einem Hostelmanager hatte Ben noch nie, er weiß mittlerweile das Problem zu umgehen. Ben ist fast jedes Wochenende in Hostels zugegen. „Da trifft man so viele coole Leute, alle wollen einfach nur eine gute Zeit haben, erzählen wahnsinnige Stories – das finde ich sehr inspirierend.“ Natürlich lernt er auch viele Mädchen kennen. „Die meisten sind nicht auf große Beziehungen aus, sondern wollen nur Spaß haben, genauso wie ich.“

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Ben lebt jetzt seit 5 Jahren in Surfers Paradise, kennt die schönsten Ecken und die coolsten Bars. „Ich zeige den Backpackern, wo die besten Partys steigen und nach ein paar Drinks wird die Stimmung häufig lockerer und ziemlich hemmungslos – das ist Surfers,“ lacht Ben. Das Problem mit den Schlafsälen kennt Ben nur zu gut. „Also Sex im Hostel ist echt ungemütlich, man muss immer ruhig sein, sonst werden alle anderen wach.“ Deswegen nimmt er seine Auserwählte lieber zu sich nach Hause. „Ich wohne nur 5 Minuten vom Zentrum entfernt, so ist es viel einfacher und entspannter.“ Als Masche würde Ben das nicht bezeichnen. „In Hostels ticken die Uhren einfach anders, alle wollen Spaß haben, da gehört Sex einfach dazu.“

5 Geheimecken im Hostel für ein bisschen Privatsphäre

Es gibt bestimmte Ecken in fast jedem Hostel, in die ihr euch für ein wenig mehr Privatsphäre zurückziehen könnt. Hier meine Top 5 der diskreten Plätze für Sex im Hostel:

  • 1. Die TV-Lounge: In nahezu jedem Hostel gibt es ein Fernsehzimmer, das häufig mit einer gemütlichen Couch oder Sitzsäcken ausgestattet ist. Nachts verläuft sich hier kaum jemand hin, sodass ihr hier garantiert mehr Privatsphäre habt. Checkt aber vorher, ob irgendwo Sicherheitskameras hängen, sonst bietet ihr dem Nachtpersonal eine unterhaltsame Show!
  • 2. Die Toilette: Ja, schön ist anders, aber manchmal geht es eben nicht anders. Toiletten haben den wahnsinnigen Vorteil, dass man sie abschließen kann. Keiner kann euch in flagranti erwischen und wer zuhören möchte, kann euch wenigstens am Morgen nicht wiedererkennen!
  • 3. Die Wäschekammer: Rosiger Duft, vier Wände, weiche Kissen – was wollt ihr mehr? Die Wäschekammer ist eine tolle Alternative für euer kleines Abenteuer. In der Nacht wird hier garantiert keiner hineingucken und ihr könnt unbeobachtet und ungestört loslegen.
  • 4. Der Poolbereich: In vielen Hostels gibt es einen großen Außenbereich mit entweder einem Pool, Billardtisch oder zumindest ein paar Bänken. Wenig Beleuchtung und viel Dunkel schaffen euch hier zahlreiche Ecken, in die ihr euch verziehen könnt.
  • 5. Der Private Room!: Ja, in Hostels gibt es tatsächlich auch private Zimmer. Wesentlich teurer sind sie kaum und das Beste: Sie können zumeist auch mitten in der Nacht noch gebucht werden! So habt ihr dann eure eigene kleine Spielwiese, vier Wände, ein Schloss und eine ganze Nacht ohne Störungen.

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Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig für euren nächsten Backpacking-Trip inspirieren! Sex im Hostel scheint ein echtes Thema zu sein. Wer jetzt Lust auf Hostelurlaub hat, bei trivago  findet ihr garantiert die besten Hostels. Den Bettgefährten, tja, den müsst ihr dann aber schon noch selbst finden.

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