Heute möchte ich euch meine persönliche Top 12 der besten Sehenswürdigkeiten in Bulgarien vorstellen. Von der Hauptstadt Sofia, über die weite Natur des Rila Gebirges mit einer wirklich atemberaubend schönen Kirche, bis zu den UNESCO Welterbestätten in Bulgarien – das Balkanland bietet euch eine unglaubliche Vielfalt. Kommt mit und staunt!

Bulgarien verzaubert euch mit der quirligen Hauptstadt Sofia, verträumten Bergdörfern in unberührten Gebirgen, prachtvollen Kirchen und feinen Sandstränden. Den meisten Urlaubern ist allerdings nur die Küstenregion am Schwarzen Meer bekannt. Aber wer sich nur in den beliebten Touristenstädten bewegt, dem werden die top Sehenswürdigkeiten in Bulgarien womöglich entgehen. Welche Bulgarien Sehenswürdigkeiten ihr auf keinen Fall verpassen dürft, verrate ich euch in meiner Top 12.

Sehenswürdigkeiten in Bulgarien – Meine Top 12

Sofia | GrabstättenRila KlosterSehenswerte Gebirge | Plowdiw | Festung Assenow

Felsenkirche von Ivanovo | NessebarDevils Throat Cave | Wunderbrücken | WarnaRosental

Warum Bulgariens Sehenswürdigkeiten eine Reise wert sind

Bulgariens Geschichte wurde von den umliegenden Ländern und verschiedenen Kulturen stark beeinflusst. Griechen, Römer und das Osmanische Reich haben Bulgarien lange Zeit für sich beansprucht und geprägt, was heute an vielen kulturellen Überbleibseln zu sehen ist.

Bulgarien ist ein spannendes Reiseziel

So gibt es in Bulgarien zum Beispiel sehr viele antike Grabmäler und freigelegte alte Städte, die im Laufe der Zeit untergegangen sind, aber zum Glück wieder entdeckt wurden und heute zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten in Bulgarien zählen. Neben den kulturellen Sehenswürdigkeiten lockt Bulgarien außerdem mit einer unglaublichen Natur, die weitestgehend unerschlossen und wild ist. Das hört sich spannend an, oder? Da es in dem Balkanland aber noch so viele weitere Schätze zu entdecken gibt, will ich euch die Highlights in Bulgarien vorstellen.

Karte – Sehenswürdigkeiten in Bulgarien

Sofia, das Rila Gebirge, Nessebar, Varna und Co. – Die folgende Karte zeigt euch die im Artikel vorgestellten Sehenswürdigkeiten und Highlights auf einen Blick.


1. Die beeindruckende bulgarische Hauptstadt Sofia

Den Anfang in meinen Top 12 der schönsten Sehenswürdigkeiten in Bulgarien macht Sofia, die Stadt mit dem melodischen Namen. Schlendert den Vitosha Boulevard entlang und schaut euch die vielen kleinen Gassen in der Altstadt an. Am besten lauft ihr einfach immer eurer Nase nach. Egal, wo ihr landet, es wird sich lohnen! Sofias Straßen sind voller Charme und ihr entdeckt immer etwas Neues – vielleicht wartet ja hinter der nächsten Straßenecke euer neues Lieblingscafé?

Schlendert durch die kleinen Gassen der Altstadt und lasst euch verzaubern!

Bei eurem Spaziergang durch Sofia solltet ihr zudem auf jeden Fall einen Abstecher zu den berühmtesten Kirchen in Sofia unternehmen. Die Alexander-Newski-Kathedrale ist die größte Kirche in Bulgarien und hätte eigentlich sogar einen eigenen Platz in den beeindruckenden Sehenswürdigkeiten Bulgariens verdient. Die Kirche wurde im Jahr 1912 fertig gestellt und soll an die verstorbenen Soldaten erinnern, die im Kampf gegen die Osmanische Unterdrückung gefallen sind. Die Sophienkirche ist dagegen die Namensgeberin der Stadt und die zweitälteste Kirche in Sofia. Diesen geschichtsträchtigen Ort gab es sogar schon, als Sofia noch unter römischer Herrschaft stand und unter dem Namen Serdica bekannt war. Weniger bekannt, aber ebenso sehenswert ist die Kirche von Bojana in Sofia, die dank ihrer einmaligen Fresken bereits seit 1979 zum UNESCO Weltkulturerbe gehört.

Die prächtige Alexander-Newski-Kathedrale

2. Die thrakischen Grabstätten im Reservat Sboryanovo

Thrakisch… Das sagt euch nichts? Kein Problem, ich erkläre es euch: Die Thraker waren eine sehr große Volksgruppe, die zur Zeit der alten Griechen in der Antike lebte und den gesamten Balkan besiedelte. Selbst bei den alten Griechen galten die Thraker bereits als altes Volk, das schon lange vor ihnen existierte. Umso wertvoller sind deshalb die knapp 40 Grabstätten, die erst 1982 von Archäologen im Nordosten von Bulgarien gefunden wurden und mit weiteren 100 freigelegten untergegangenen Siedlungen und Heiligtümern das historisch-archäologische Reservat Sboryanovo bilden. In den bis zu 5 Meter hohen Grabkammern wurde übrigens ein Goldschatz gefunden – kaum zu glauben, dass dies alles so lange unentdeckt bleiben konnte! Das Grab von Sveshtari ist dabei eines der bedeutsamsten, denn es ist das völlig unversehrte sowie unglaublich eindrucksvolle Grab eines thrakischen Königs und wurde zurecht als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet. Völlig zurecht gehören die thrakischen Grabstätten also zu den top Sehenswürdigkeiten in Bulgarien, findet ihr nicht? In den Grabkammern befinden sich übrigens neben dem König noch seine Frau sowie zahlreiche Opfergaben, darunter auch einige Pferde. Besichtigen könnt ihr diesen mystischen Ort immer von Mittwoch bis Sonntag.

Von Außen eher unscheinbar: Das Grab von Sveshtari

3. UNESCO Welterbe Rila Kloster

Beim Sightseeing in Bulgarien werdet ihr um eins nicht herum kommen: Klöster. Im ganzen Land sind die wunderbaren Bauten verteilt, doch das wahrscheinlich schönste Kloster findet ihr in einem Tal auf der westlichen Seite des Rila Gebirges. Im Mittelalter war das Rila Kloster ein Zentrum für Geistige, Künstler und Schriftsteller. Von außen wirkt es wie eine Festung. Und der Eindruck trügt nicht, denn zu Zeiten der Unterdrückung durch das Osmanische Reich galt das Rila Kloster als sicherer Rückzugsort.

Mitte des 15. Jahrhunderts wurde die heilige Stätte geplündert und in Brand gesetzt. Aber seitdem das Kloster wieder aufgebaut wurde, strahlt es sogar noch mehr als zuvor. Besonders die Klosterkirche im Innenhof ist heute für Touristen sehenswert: Innen und außen findet ihr zahlreiche aufwändige Fresken, die ich so noch bei keinem anderen Kloster gesehen habe. Da ist es nicht verwunderlich, dass das Rila Kloster zum UNESCO-Welterbe ernannt wurde und in jedes Sightseeing Programm im Bulgarien Urlaub gehört.

Das Rila Kloster zählt zu den schönsten Sehenswürdigkeiten in Bulgarien

4. Sehenswerte Gebirge in Bulgarien

Wenn ihr bereits beim Rila Kloster seid, dann ist euch bestimmt die wunderbare Natur aufgefallen, die das Kloster umgibt und mit Fug und Recht zu den Highlights in Bulgarien gezählt werden kann. Das Rila Gebirge mit dem mit 2.925 Metern höchsten Berg der Balkaninsel, dem Musala, bietet euch unfassbar schöne Wanderwege und unberührte Natur. Mein persönlicher Tipp: eine Wanderung zu den Sieben Rila Seen. Auf eurem Weg dorthin werdet ihr an kleinen verschlafenen Dörfern vorbei kommen. Hier melkt man noch von Hand seine Kühe und niemanden stört es, wenn die Hühner vom Nachbarn durch den eigenen Garten spazieren. Die Zeit scheint in diesen sehenswerten Orten stehen geblieben zu sein. Unterkommen könnt ihr übrigens sehr gut im Dorf Borowez, dem ältesten Urlaubsort in Bulgariens Gebirgen.

Ein weiteres Gebirge, das den gleichnamigen Nationalpark beherbergt, wird euch mit Sicherheit das Staunen lehren: Das Pirin Gebirge, das im Pirin Nationalpark liegt. Während ihr hier im Frühling und Sommer bei Spaziergängen oder Ausritten die Seele baumeln lassen könnt, verwandelt sich der Ort Bansko in den kalten Monaten zum Paradies für Wintersportler. Von Mitte Dezember bis Mitte April könnt ihr hier die Pisten unsicher machen oder euren Schneemann bauen. Hättet ihr das gedacht?

Unterwegs im Pirin Gebirge

Die Rhodopen, eine Gebirgskette die sich östlich vom Rila-Gebirge befindet, bieten ebenfalls wunderschöne Naturschauspiele: Hochgebirgsseen, Höhlen und Wasserfälle ergeben ein idyllisches Bild und mit ihren sage und schweige elf Zweitausendern sind die Rhodopen eine Sehenswürdigkeit in Bulgarien, die naturgewaltiger und schöner nicht sein könnte. Eines vorweg: Drei weitere der schönsten Sehenswürdigkeiten in Bulgarien befinden sich ebenfalls in den Rhodopen, aber dazu später mehr.

5. Die Stadt Plowdiw

Von den bulgarischen Städten Sofia und Nessebar hat jeder schon einmal gehört. Aber kennt ihr auch die Stadt Plowdiw – auch Plovdiv geschrieben – die die zweitgrößte Bulgariens ist? Die reizvolle Stadt, die im Zentrum des Landes liegt, ist eine der Kulturhauptstädte Europas 2019 und bietet euch daher zahlreiche Highlights, die in der Liste der Bulgarien Sehenswürdigkeiten keinesfalls fehlen dürfen. Neben zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie dem Theater und dem Römischen Stadion, die bereits in der Antike erbaut wurden, lockt vor allem die historische Altstadt von Plowdiw mit ihren engen Gassen und typischen Häusern mit reich verzierten Fassaden. Weitere Highlights sind die zahlreichen Sakralbauten, zu denen sowohl orthodoxe Kirchen als auch eine Synagoge und die byzantinischen Moscheen, deren Minarette über der Stadt thronen, gehören. Ja, Plowdiw ist wirklich eine Sehenswürdigkeit Bulgariens, die ihr nicht verpassen solltet!

Die bulgarische Stadt Plowdiw

6. Ausflugstipp: Die Festung Assenow

Die Festung Assenow, die nur rund 20 Kilometer von Plowdiw entfernt liegt, bietet sich für einen Ausflug geradezu perfekt an. Inmitten der bereits vorgestellten Rhodopen gelegen, erwartet euch die mittelalterliche Festung nach einer kleinen Wanderung. Plant ihr ohnehin eine Wanderung in dem Gebirge, solltet ihr dem mittelalterlichen Bau unbedingt einen Besuch abstatten.

7. Die Felsenkirche von Ivanovo

Südlich der Stadt Ruse, in der Nähe zur Grenze zu Rumänien, befindet sich der kleine Ort Ivanovo, der sich seinen Platz in der Liste der tollsten Sehenswürdigkeiten in Bulgarien mehr als verdient hat. Als vor Millionen von Jahren der Fluss Lom Höhlen den weichen Kalksteinuntergrund formte, nutzten die Bewohner die natürlichen Behausungen als Wohnstätte. Es dauerte nicht lang und die Höhlen wurden auch als Kirchen und Klöster genutzt. Die aufwändigen Felsenmalereien wurden nicht umsonst von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Hier könnt ihr unter anderem die Felskirche der Jungfrau Maria, eine der Kirchen, in der sich die wohl schönsten Fresken befinden, ansehen. Ein Ausflug, der sich allemal lohnt!

Bulgarien Tipps Ivanovo

8. Die verträumte Stadt Nessebar

Ganz in der Nähe zum Sonnenstrand findet ihr das kleine Städtchen Nessebar. Die historische Altstadt verzaubert jeden Besucher mit ihren engen kopfsteingepflasterten Gassen und den alten malerischen Häusern mit Erkern. Wie so viele Sehenswürdigkeiten in Bulgarien wurde Nessebar ebenfalls von der UNESCO ausgezeichnet. Besonders die Jahrhunderte alte Kirche Christus Pantokrator auf dem Hauptplatz der Altstadt zieht seit ihrer aufwendigen Restaurierung zurecht alle Blicke auf sich.

Gurutipp: Wenn ihr in einem typisch bulgarischen Restaurant essen geht, solltet ihr unbedingt die kalte Joghurtsuppe Tarator probieren!
In Nessebar findet ihr neben einigen Ruinen und Häusern im typisch bulgarischen Baustil viele alte Kirchen, die zum Schwelgen in der Vergangenheit einladen und euch die spannende Geschichte Bulgariens näher bringen. Nach einem Stadtausflug könnt ihr euch in einem der zahlreichen Restaurants am Meer entspannen und die leckere bulgarische Küche genießen. Aber wundert euch nicht, wenn ihr direkt zu Beginn des Essens einen Rakija (Obstschnaps) angeboten bekommt. In Bulgarien trinkt man den Schnaps nämlich während des Essens und nicht, wie in Deutschland üblich, nach den Speisen. Eine Spezialität des Landes ist außerdem Joghurt (immerhin gibt es eine Bakterienkultur, die lactobacillus bulgaricus heißt), der zu vielen Gerichten gegessen wird.

Die Christus Pantokrator in der Altstadt von Nessebar in Bulgarien
Nicht verpassen: Die Christus Pantokrator in Nessebar. Foto: Ungvari Attila / Shutterstock.com

9. Die mystische Devils Throat Cave

Die Devil’s Throat Cave ist eine legendenumwobene 175.000 Jahre alte Höhle nahe Bulgariens Grenze zu Griechenland in den Rhodopen, deren Besuch bereits abenteuerlich beginnt, denn man muss zunächst über steile Treppen durch einen engen 150 Meter langen Tunnel in die mystischen Untiefen des Höllenschlunds hinabsteigen. Ist man schließlich angelangt, kann man bereits das Rauschen des 42 Meter hohen unterirdischen Wasserfalls hören, der durch die riesige Höhle schallt.

Legenden besagen, dass die Höhle ein direkter Zugang zur Hölle ist

Thrakische Legenden besagen, dass die Höhle der direkte Zugang zur Hölle ist, denn Orpheus soll durch den Teufelsschlund in die Unterwelt zu Hades gelangt sein, um seine Geliebte Euryidike zu befreien. Dies wird durch das in Stein gehauene Abbild des Teufels am Eingang der Höhle untermalt und der Aufenthalt in der Höhle lässt auch nichts anderes vermuten. Das Schallen des Flusses in der riesigen Höhle hört sich nämlich an wie das kochende Wasser der Hölle.

Der Eingang zur Devils Throat Cave

10. Chudnite Mostove – Die Wunderbrücken von Bulgarien

Rund 90 km von der Devils Throat Cave und ca. 80 Kilometer von Plovdiv entfernt, befindet sich eine weitere atemberaubende Sehenswürdigkeit in Bulgarien: Die Felsenbrücken. Die bis zu 100 Meter langen, von der Natur geformten Brücken sind ein tolles Naturspektakel, die genauso gut einer magischen Welt entsprungen sein könnten. Ihr könnt die Wunderbrücken von Bulgarien sogar besteigen oder einfach durch die Formationen spazieren und die euch umgebende Natur genießen.

11. Hafenstadt Warna

Die am Schwarzen Meer gelegene Stadt Warna – auch Varna geschrieben – ist das perfekte Ziel, wenn ihr das Sightseeing in Bulgarien mit einem Strandurlaub ergänzen möchtet. Warna liegt knapp 20 Kilometer vom Goldstrand und rund 95 Kilometer vom berühmten Sonnenstrand entfernt, weitere tolle Strände und beliebte Urlaubsorte befinden sich in unmittelbarer Nähe zur Stadt. Doch auch die Stadt selbst bietet einiges: Die wichtigste Sehenswürdigkeit Warnas ist die Muttergottes-Kathedrale, die mit ihren goldenen Kuppeln das prunkvolle Zentrum der Hafenstadt darstellt. Auch die römischen oder byzantinischen Thermen, die hier bereits ab dem 2. Jahrhundert erbaut wurden, sind einen Besuch wert. Ihr seht: Bulgariens Sehenswürdigkeiten stecken voller Geschichte. Warna verfügt übrigens über einen eigenen Flughafen, sodass ihr unkompliziert Anreisen könnt.

12. Das Rosental Rozova dolina

Die letzte Sehenswürdigkeit in Bulgarien, die ich euch ans Herz legen möchte ist das Rosental im Zentrum Bulgariens, das ein wichtiges Anbaugebiet der Damaszener-Rose ist. Das in Bulgarien aus der speziellen Rose gewonnene Rosenöl ist – nebenbei bemerkt – das wertvollste der Welt und wird unter anderem im weltberühmten Parfüm Chanel No°5 verwendet. Im Sommer erstrahlt das große Tal zudem in weiß, rosa und rot und ist somit nicht nur extrem wertvoll sondern auch eine Augenweide für jeden Besucher. Besonders spannend mit anzusehen ist hier aber vor allem die Rosenernte, denn sie wird von den Einheimischen groß mit Musik, Gesang, Tanz und traditionellen Gewändern gefeiert.

Bulgaren pflücken Rosen
Foto: istock.com/nikolay100

Eine Reise zu den Sehenswürdigkeiten in Bulgarien

Hat euch meine Top 12 der schönsten Sehenswürdigkeiten in Bulgarien überzeugt? Wie gefällt euch das Land abseits der Touristenhochburgen am Gold- und Sonnenstrand? Ich muss gestehen, dass ich von der Geschichte, der Kultur und den Sehenswürdigkeiten des Landes ziemlich beeindruckt bin. Wie so oft zeigt sich hierbei, dass man sich trauen sollte, von den beliebten Urlaubsorten abzuweichen – man weiß nie, welche tollen Sehenswürdigkeiten noch unentdeckt sind. Wie ihr seht, hat Bulgarien neben seinen beliebten Stränden noch jede Menge zu bieten! In meinem ausführlichen Bulgarien Reiseführer erfahrt ihr noch mehr über Land und Leute.

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