Nach einem unvergesslichen Roadtrip entlang des Highway 1 ist Mara endlich am Ziel angelangt – San Francisco! Welche Sehenswürdigkeiten sie außer der Golden Gate Bridge noch empfehlen würde und welche coolen Locations ihr unbedingt besuchen solltet, das erfahrt ihr in ihrem Bericht.

Orlando, Miami Beach, Washington DC, Chicago, Las Vegas, L.A. und zuletzt mein wunderschöner Roadtrip entlang des Highway 1 von L.A. nach San Francisco – lauter neue phantastische Eindrücke, doch so langsam begann sich mein grandioser Trip durch die USA leider dem Ende zuzuneigen. Jetzt hatte ich allerdings erstmal noch drei Tage Zeit, um die Stadt, die ihren Namen Franz von Assisi verdankt, unsicher zu machen.

Mara Cable Car Guru Pose

The North Beach Hotel in San Francisco

In San Francisco übernachtete ich drei Nächte im North Beach Hotel und kann zum ersten Mal in der Reihe meiner Hoteltests keine Weiterempfehlung aussprechen.
Wenn als Pluspunkt eines Hotels als erstes „die Lage“ genannt wird, sagt das bereits einiges über das Hotel aus. Angefangen damit, dass die gesamte Anlage des North Beach Hotels nicht mehr die Neueste ist, kommt hier im Gegensatz zu manch anderem, älteren Hotel in keinster Weise ein Wohlfühlfaktor auf. Das hat verschiedene Gründe: Die Zimmer sind zwar weitgehend sauber, aber unheimlich klein und erinnern eher an kleine „Zellen“ als an Hotelzimmer. Zudem verfügen sie, abgesehen von einem winzigen Waschbecken, über kein eigenes Bad. Wenn man von diesem Gebrauch machen will, muss man eine der geteilten öffentlichen Toiletten oder Duschen auf dem Gang benutzen. Bei circa 50-100 Hotelgästen auf einem Stockwerk sehen die Badezimmer dann häufig auch dementsprechend aus. Zwar werden sie einmal morgens gereinigt, was bei so einer regen Benutzung meiner Meinung nach aber definitiv nicht ausreichend ist. Oft kam es auch vor, dass alle Toiletten besetzt waren und ich einige Zeit warten musste, bis eine frei wurde.

Ein weiterer Punkt, der mich an diesem Hotel gestört hat, waren die teils strengen Kontrollen, mit denen einige Gäste besonders nachts beim Betreten des Hotels konfrontiert wurden. Der Grund hierfür war vermutlich, dass das Hotel die Möglichkeit eines „Extended Stay“ anbietet, wobei neben den normalen Hotelgästen einige Gäste über mehrere Wochen oder sogar Monate dort wohnen. Das kreierte eine merkwürdige Atmosphäre und trug zusätzlich dazu bei, dass ich mich nicht sonderlich wohl fühlte, da ich in den Gängen, egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit, allerhand schräge Gestalten antraf. Auch die Rezeptionisten waren aus unerklärlichen Gründen permanent schlecht gelaunt. Für alle Budgetreisende, die gerne auf jeglichen Komfort verzichten, wenn sie dafür sehr zentral und günstig unterkommen, ist das North Beach Hotel vielleicht eine Option. Wir vom Urlaubsguru haben es aber vorerst auf unsere schwarze Liste gesetzt und werden es nicht weiterempfehlen.

North Beach Hotel in San Francisco – Foto tripadvisor
Foto: tripadvisor

BEWERTUNG:
Lage ★ ★ ★ ★
Hotel & Zimmer ★
Sauberkeit ★ ★
Service ★ ★
Essen – es gab kein Essen
Preisleistungsverhältnis ★ ★

Das Wetter und San Francisco – eine Hassliebe

Bevor ich euch überhaupt irgendetwas über San Francisco berichte, muss ich eines vorweg nehmen: San Francisco mag eine großartige Stadt sein, aber sobald es um das Wetter geht, kann sich diese Stadt als große Diva entpuppen. Wenn gerade noch die Sonne scheint, kann gefühlt einen Wimpernschlag später der Himmel voller grauer Regenwolken sein und es weitere zehn Sekunden später in Strömen regnen. Somit ist eines klar: In dieser Stadt gibt es eine Sache, der man nicht vertrauen sollte – und das ist der Wetterbericht!

Golden Gate Bridge – Die bekannten Touri-Fotos vs. Realität

Unglück mit dem Wetter hatte ich auch als ich mal wieder ein Foto mit der berühmten Guru-Pose vor der Golden Gate Bridge machen wollte. Zunächst schien die Sonne, als ich schließlich jedoch auf die Brücke zulief, war diese auf einmal in einem dichten grauen Nebelschleier verschwunden. Von jetzt auf gleich schüttete es wie aus Kübeln, ich wurde sofort pitschnass und hatte das Foto beinahe schon abgehakt. Keine zwei Minuten später riss der Himmel wieder etwas auf, die Nebelschleier verzogen sich und gaben die Sicht auf die Brücke zumindest teilweise wieder frei. Zack, die Kamera gezückt und mein Guru-Foto mit einer wenigstens halbwegs sichtbaren Golden Gate Bridge bekommen.

Übrigens: Locals haben mir bestätigt, dass die Golden Gate Bridge dafür bekannt ist, im Winter so gut wie immer und selbst im Sommer sehr häufig fast vollständig im Nebel zu verschwinden. Somit ist es meist unmöglich, ein schönes Erinnerungsfoto zu schießen. Die besten Chancen auf den perfekten Shot hat man am ehesten vormittags oder am frühen Mittag.

Muir Woods

Mein Besuch im Muir Woods Nationalpark fiel aufgrund des strömenden Regens etwas kürzer als ursprünglich angedacht aus. Drei Meilen bin ich aber trotzdem tapfer, wenn auch pitschnass, zwischen den gigantisch großen Bäumen, die zu den größten auf der Erde gehören, umhergestapft. Den Kopf hatte ich dabei stets in den Nacken gelegt, um wenigstens zu versuchen, einen Blick auf die Baumwipfel zu erhaschen – Pustekuchen. Die Bäume waren so hoch, dass die Gipfel teils vollständig von Nebel und Regenwolken umhüllt waren.

Alcatraz

Wenn man schon einmal in San Francisco ist, würde ich definitiv dazu raten, die unheimlich spannende Alcatraz Tour zu machen. Eine kurze Fahrt mit der Fähre bringt die Tourteilnehmer vom Pier 33 auf die berühmt berüchtigte Gefängnisinsel, die 1963 aus Kostengründen schließen musste. Gleich zu Beginn bekommt man einen im Preis inbegriffenen Audioguide. Mag spießig und langweilig klingen – ich kann euch aber versichern, dass das hier nicht der Fall ist. Ich selbst bin normalerweise absolut kein Fan von solchen Audioguides, aber die komplette Audio-Führung durch Alcatraz ist so spannend und mitreißend gemacht, dass die zwei Stunden, die sie dauert, wie im Flug vergehen. Mein Tipp: Unter der Woche bekommt man Tickets oftmals auch noch am selben Tag, in den Ferien oder am Wochenende empfiehlt es sich, diese bereits einige Tage im Voraus online zu buchen. Und wenn ihr die Touri-Ströme weitestgehend meiden wollt, würde ich euch die Early-Bird-Tour empfehlen, die bereits um 8.45 Uhr morgens am Pier startet.

Cable Car fahren

Eines steht fest: Man kann San Francisco unmöglich verlassen, ohne Cable Car gefahren zu sein. Also habe ich die nächste Cable Car Station aufgesucht, dem Cable Car Schaffner 7 US Dollar in die Hand gedrückt und bin auf eines der bereits weihnachtlich dekorierten Cable Cars gesprungen. Wenn ihr Lust habt, euch einfach wie ich an den Rand des Cable Cars zu hängen und so im Stehen mitzufahren, steigt am besten an einer der Haltestellen in der Mitte einer Strecke ein, da die Sitzplätze im Cable Car immer zuerst vollständig besetzt sein müssen, bevor sich einer der Passagiere dann stehend an den Rand hängen kann.

Frühstücksklassiker in Dottie’s True Blue Cafe

Das Dottie’s True Blue Cafe gehört in San Francisco zu den populärsten Frühstücklocations schlechthin – Grund genug, dem Café selbst einen Besuch abzustatten und herauszufinden, ob es seinem Ruf gerecht wird. Meine Entscheidung, dort bereits um 8.00 Uhr morgens hinzugehen, erwies sich als goldrichtig, denn eine Stunde später begann sich bereits eine kleine Schlange vor der Tür zu bilden.

Maras Tipp:
Dottie’s am besten unter der Woche besuchen, da die Wartezeiten am Wochenende häufig weit mehr als eine Stunde betragen. Je früher ihr kommt, desto besser, und wenn ihr nicht mehr als zwei Personen seid, habt ihr gute Chancen, relativ schnell einen Platz zu ergattern.

Anstellen nur für ein Frühstück? Völlig normal im Dottie’s. Dottie’s ist neben seinen klassischen deftigen Rühreivariationen und seinen fluffigen Blaubeer-Pancakes bekannt für seine köstlichen selbstgebackenen Brote, deren Duft einem sofort nach Betreten des Cafés in die Nase steigt. Fazit: Das Essen ist wirklich so köstlich wie angepriesen, die Portionen sind riesig und das Café hat mit seinem 20er-Jahre Stil seinen ganz eigenen Charme – klare Empfehlung meinerseits!

Mission District – Graffiti in 16th & 17th Avenue

Auch in San Francisco war ich wieder fleißig zu Fuß unterwegs, immer auf der Suche nach schön bemalten Wänden. Der Mission District im Herzen der Stadt ist ein regelrechtes Street Art Mekka. Hierbei solltet ihr unbedingt einen Abstecher in die Clarion Alley (zwischen 17th & 18th Street) und in die Balmy Alley (zwischen 24th & 25th Street) machen.

Snacks, Kaffee & Kuchen – Green Heart Foods

Wenn ihr schon mal im Mission District seid, ist das Green Heart Foods Café in der 20th Street der perfekte Spot, um eine kleine Kaffee- und Kuchenpause einzulegen.
Das winzige Café besteht größtenteils aus einer offenen Küche, somit kann man den Angestellten beim Zubereiten der Gerichte mit stets frischen Zutaten oder beim Backen der Kuchen über die Schulter schauen. Neben leckeren frischgebackenen Muffins gibt es hier auch stets Frühstück, Mittag- und Abendessen. Unbedingt probieren solltet ihr die Quiche und die fluffigen Muffins – diese schmecken wirklich vorzüglich!

Green Heart Foods, k+Âstliche Quiche

Cheesecake Factory

Den USA-Experten unter euch wird die Cheesecake Factory, von denen es in den Staaten einige gibt, mit Sicherheit kein Geheimnis mehr sein. Nichtsdestotrotz will ich ein paar Zeilen zu der Cheesecake Factory in San Francisco schreiben, da diese einfach besonders schön ist. Obwohl die Cheesecake Factory zu einer Kette zählt, bekommt man dort köstliche Speisen eines hohen Standards serviert. All denjenigen, die aus dem Namen schließen, dass es hier nur Käsekuchen auf der Karte gibt, kann ich Entwarnung geben – es wird weit mehr als nur Süßes angeboten. Von Fleisch, Fisch bis hin zu vegetarischen Optionen findet man alles. Aber natürlich wäre es eine Schande, dieses Restaurant zu verlassen, ohne einen der über 30 verschiedenen Cheesecakes probiert zu haben. Meine Wahl fiel auf den Chris‘ Outrageous Cheesecake (Layers of Moist Chocolate Cake, Chewy Brownie, Toasted Coconut-Pecan Frosting and Creamy Chocolate Chip Coconut Cheesecake) – ein mächtiges Stück, aber unheimlich lecker!

Smuggler’s Cove – Eintauchen in eine Schmuggler Höhle

San Francisco ist bekannt für seine zahlreichen Themenbars – eine davon sticht aber besonders raus: Smuggler’s Cove! Hier will ich gar nicht allzu viele Worte verlieren, außer: Hingehen und selbst davon überzeugen, was für eine besondere, verrückte und kultige Bar das ist! Die gesamte Location, die Deko, die Piraten Drinks und die Musik – ein Erlebnis der ganz besonderen Art.

„…eine Stadt ganz nach meinem Geschmack“
San Francisco ist sowas von eine Stadt ganz nach meinem Geschmack und nach meinem dreitägigen Aufenthalt dort kann ich gut verstehen, warum jeder, den ich bisher auf meinem USA Trip getroffen habe, so sehr ins Schwärmen gerät, sobald San Francisco zum Thema wird.

Ein paar weitere Eindrücke von San Francisco

Nach den wunderbaren Tagen, die ich an der Westküste verbringen durfte, fliege ich jetzt wieder an die Ostküste, genauer gesagt in die über 4500 Kilometer entfernte Weltstadt NEW YORK – worauf ich mich riesig freue!