Wie genau sieht eigentlich der Besuch eines Museums bei euch aus? Durchlaufen, bewundern und zwischen der staunenden Menge hier und da mal ein beeindruckendes Kunstwerk fotografieren? Wenn ihr euch jetzt angesprochen fühlt, dann solltet ihr unbedingt weiterlesen!

Das Rijksmuseum in Amsterdam ist eines der beliebtesten und somit auch meistbesuchten Museen in Amsterdam. Das ganze Jahr über kommen Touristen und auch Einheimische in das nationale Museum der Niederlande, um eine Art Zeitreise zu erleben. Anhand einer chronologischen Zeitleiste, die seit der Renovierung und Neueröffnung im Jahr 2013 auf insgesamt vier Stockwerke und 80 neue Säle verteilt ist, wird ihnen hier im internationalen Kontext die Geschichte des Landes vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert nahegebracht. Von „Die Nachtwache“, einem der bekanntesten Gemälde Rembrandts, bis hin zu berühmten Meisterwerken aus dem Goldenen Zeitalter ist hier alles mit dabei. Doch was genau sehen wir eigentlich in diesen berühmten Kunstwerken und wie nehmen wir diese wahr?

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Willkommen beim „Drawing Saturday“ im Rijksmuseum

In der heutigen Welt, die geprägt ist von Mobiltelefonen und anderen Medien, wird ein Museumsbesuch häufig zu einer passiven und oberflächlichen Erfahrung“, so eine Aussage auf der offiziellen Webseite des Rijksmuseums in Amsterdam. Viele Besucher nehmen oftmals nicht die Schönheit und Magie der Kunstwerke dar, sondern sie eilen vorbei und versuchen jene Werke mit ihrer Kamera auf Bildern festzuhalten – Bilder, die man sich zu Hause häufig nicht mehr intensiv genug oder überhaupt gar nicht mehr ansieht. Und genau das möchte das Rijksmuseum nun ändern. Ganz nach dem Motto „Besuchern helfen, die Schönheit von Kunst und Geschichte durch Zeichnen zu entdecken und zu schätzen“ startete das Museum die Aktion #startdrawing.

… die Schönheit von Kunst und Geschichte durch Zeichnen zu entdecken und zu schätzen.

Jeden Samstag haben interessierte Besucher hier nun die Chance, die Werke, die sie bewundern, zu zeichnen. Dabei ist es ganz egal, ob sie talentierte Künstler sind oder nicht – jeder darf bzw. muss mitmachen, denn Fotografieren ist am sogenannten „Drawing Saturday“ strengstens untersagt.

Einen Zeichenblock und ein Bleistift braucht ihr nicht mal selbst mitbringen, denn die beiden wichtigsten Utensilien werden euch hier selbstverständlich zur Verfügung gestellt. Das Museum ist sich sicher: Während man zeichnet, beschäftigt man sich viel intensiver mit einem Kunstwerk. Fragen wie „Was berührt mich?“ oder „Was sehe ich hier überhaupt?“ beantworten sich dabei ganz von alleine. Man beginnt ganz neue Dinge zu sehen, die man vorher nicht gesehen hat, achtet auf kleinste Details und bekommt häufig ein Auge für die Intention des Künstlers, die hinter einem Kunstwerk steckt.

Ein Besuch lohnt sich – also auf nach Amsterdam!

Geöffnet hat das Rijksmuseum in Amsterdam täglich von 9 bis 17 Uhr. Erwachsene zahlen regulär 17,50€ Eintritt, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren erhalten kostenfreien Eintritt. Na, wie wäre es mit einem kurzen Städtetrip nach Amsterdam? Günstige Unterkünfte und eine passende Anreisemöglichkeit suche ich euch gerne heraus. Als Kind haben die meisten von uns es schließlich auch geliebt ein Bild zu zeichnen. Wieso sollte man das heute also nicht mehr tun? Meiner Meinung nach ist diese Aktion eine tolle Sache – und zwar für Groß und Klein. Was meint ihr dazu?