Paris erlebt eine extreme Zeit. Nach den Attacken am vergangenen Freitag haben Pariser und auch Touristen viele Fragen: Wie soll man mit einer Katastrophe wie dieser umgehen? Soll man Paris als Tourist zunächst meiden? Wie gefährlich ist es derzeit in der französischen Hauptstadt?

Frankreich erholt sich langsam vom Terror am vergangenen Freitag. Die Pariser gehen zu den Schauplätzen der Tragödie, legen Blumen nieder. Eltern bringen ihre Kinder wieder zur Schule, langsam öffnen Cafés, Geschäfte und auch die Metro fährt wieder. Doch los lassen die Pariser und auch die Touristen die Geschehnisse vom Freitag nicht.

Terror in Frankreich – Das müssen Reisende jetzt wissen

Frankreichs Präsident Hollande hat den nationalen Ausnahmezustand ausgerufen. Das Militär patrouilliert in den Straßen, Anwohner werden gebeten, in den Häusern zu bleiben und große Menschenmengen zu meiden. Das ist aber für viele keine Option. Stärke zeigen wollen sie gerade mit kleinen Gesten wie dem Besuch der vielen kleinen Cafés – den Orten, die die Terroristen als besonders schändlich betrachten. Wer also in diesen Tagen in Paris ist, kann beobachten, dass sich die Stadt langsam aber sicher wieder von der Attacke zu erholen scheint. Folgendes müssen Touristen allerdings wissen:

  • An Bahnhöfen und Flughäfen von Paris, aber auch im ganzen Land kommt es immer wieder zu Verzögerungen. Die Polizei ist sehr präsent, kontrolliert und wirft ein wachsames Auge auf ankommende und abreisende Passagiere.
  • Die beiden Reiseveranstalter TUI und Thomas Cook bieten ihren Gästen derzeit noch eine kostenlose Stornierung ihrer Paris Reisen an. Auch Lufthansa bietet kostenlose Umbuchungen für Reisen bis zum 18. November 2015 an.
  • Wer seine Reise nach Paris dagegen individuell geplant hat, bleibt vermutlich auf den Storno-Kosten sitzen. Das Auswärtige Amt hat keine akute Reisewarnung ausgegeben.
  • Für Touristen hat man ein Notfall-Telefon eingerichtet. Unter der Nummer +33 1 45 50 34 60 ist die Pariser Tourismusbehörde erreichbar.

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Macht es Sinn, Paris zu meiden?

Paris ist eines der beliebtesten Städtereiseziele der Welt. Jetzt, nach der Katastrophe, lebt die Stadt langsam wieder auf. Immer wieder ist die Angst im Alltag spürbar, doch die Pariser stellen sich der neuen Situation tapfer entgegen.

Reisende sollten in den kommenden Wochen ihrem Bauchgefühl folgen – es macht keinen Sinn in eine Stadt zu reisen, in der man sich nicht sicher fühlt. Polizei und Militär tun alles dafür, dass sich Anwohner und Touristen sicher fühlen können: Eine Garantie für die absolute Sicherheit ist das natürlich trotzdem nicht.

Viele Attraktionen wie der Eiffelturm oder der Louvre öffnen heute oder in den kommenden Tagen wieder, nach und nach kehrt der Alltag in Paris zurück. Trotzdem werden in den kommenden Monaten die Auswirkungen des Ausnahmezustands deutlich sichtbar sein.

Zur Begegnung von terroristischen Bedrohungen gilt in Frankreich der Plan „Vigipirate“, der je nach Bedrohungslage verschiedene Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vorsieht. Gemäß Vigipirate gilt für die Regionen Île de France/Paris und die angrenzende Picardie ein erhöhtes Schutzniveau.“ (Quelle: Auswärtiges Amt)

Ähnlich wie nach den Anschlägen in New York oder London wird aber auch in Paris in einigen Wochen das Leben wieder seinen normalen Gang gehen. Das ist der Stadt der Liebe auch zu wünschen.