Jetzt mal ehrlich, wer findet Pinguine nicht einfach nur zuckersüß? Ihnen einmal hautnah zu begegnen, ist für viele ein echter Traum. Und auch ihr könnt diesen Punkt von eurer Bucketlist streichen, wenn ihr an einen dieser Orte reist.

In Fernsehdokumentationen und im Zoo haben wir sie alle schon mal gesehen, aber die Tiere live und in ihrer freien Wildbahn zu erleben, ist ein ganz besonderes Erlebnis. Wem dieses Glück widerfährt, der wird sich sein ganzes Leben lang an dieses besondere Ereignis erinnern. Gott sei Dank muss man sich dafür nicht gleich auf zum Südpol machen, sondern es gibt auch noch einige andere Orte auf der Südhalbkugel, an denen Kolonien von Pinguinen leben. Welche das genau sind und wie ihr dorthin kommt, das stelle ich euch heute vor.

Hier könnt ihr Pinguine sehen

Südamerika | Südafrika | Australien und Neuseeland

Pinguine in Südamerika

Südamerika ist die Heimat vieler verschiedener Pinguinarten. Die Gelegenheit, den liebenswerten Tieren auf einer Südamerika Reise einen Besuch abzustatten, sollte man sich also nicht nehmen lassen! Einige der größten Kolonien gibt es zum Beispiel im argentinischen Patagonien, wo mehr als eine Millionen Magellanpinguine zuhause sind, und auf den Falklandinseln, wo es gleich mehrere Arten zu sehen gibt. Auch im Süden Argentiniens, genauer in Ushuaia und Umgebung, auf dem chilenischen Feuerland und an vereinzelten Orten in Peru, brüten Pinguine. Meistens tun sie dies auf Inseln nahe der Küste, die ihr im Rahmen einer geführten Tour per Boot oder Flugzeug besuchen könnt. Das Ganze kann leider ein wenig kostspielig werden, aber es lohnt sich allemal! So nah kommen den Pinguinen nur selten Menschen. Selbstverständlich gilt aber: nur gucken, nicht anfassen! Man möchte schließlich sicherstellen, dass die Tiere durch den Tourismus nicht gestört werden.

Eine weiterer Ort in Südamerika für derartigen Pinguin Tourismus sind die Galapagosinseln. Die dort lebenden Galapagos Pinguine sind eine der seltensten Spezies, nicht nur aufgrund der Anzahl, sondern auch, weil sie die einzigen Exemplare ihrer Art sind, die nördlich des Äquators leben. Die Pinguine sind nur ein Bestandteil der einzigartigen Biosphäre der Galapagosinseln. Wenn ihr vor Ort seid, dann unternehmt am besten eine Motorboot-Tour entlang Punta Moreno für die höchste Wahrscheinlichkeit auf eine Begegnung mit Pinguinen. Aber auch beim Schnorcheln auf Sombrero Chino wird euch garantiert die eine oder andere Vogelfamilie über den Weg laufen.

Galapagosinseln Pinguine sehen Südamerika

Pinguine in Südafrika

Am Boulders Beach in Kapstadt, Südafrika, hat sich 1982 etwas Kurioses ereignet: Erst kamen zwei Pinguine und plötzlich war es eine ganze Kolonie, die heute circa 3.000 Exemplare misst. Die Rede ist von den Brillenpinguinen. Das rasche Wachstum der Population erfreut die Tierschützer, und auch Touristen lieben die putzigen Strandbewohner. Die Anwohner reagieren in letzter Zeit aber immer genervter auf die am Boulders Beach entstandene Kolonie und den durch sie verursachten Lärm. In Anbetracht der Tatsache, dass der Brillenpinguin immer noch vom Aussterben bedroht ist, finden sie sich aber gerne damit ab. Ihr könnt den Strand bedenkenlos betreten, da die Tiere an Menschen gewöhnt sind, solange ihr immer mindestens einen halben Meter Abstand haltet. Mit dem Mietwagen seid ihr von Kapstadt aus in nur 45 Minuten am Boulders Beach. Diesen Ausflug könnt ihr also ganz einfach und ohne große Unkosten unternehmen!

Pinguine in Australien und Neuseeland

Auch im wundervollen Australien habt ihr auf Phillip Island in der Nähe von Melbourne die Chance, Pinguine live zu erleben. Es sind die zuckersüßen Zwergpinguine, die dort leben. Ihnen könnt ihr bei Sonnenuntergang begegnen. Um an der sogenannten „Penguin Parade“ teilzunehmen, müsst ihr euch ein Ticket für 25 Australische Dollar kaufen. Für 47 Australische Dollar könnt ihr auf einer Aussichtsplattform eine besonders gute Sicht genießen. Mit dem Auto seid ihr schon in etwa 90 Minuten von Melbourne aus in dem Naturpark. Wem das trotzdem zu weit ist, der versucht sein Glück vielleicht lieber noch näher an Melbourne, denn auch in St. Kilda lebt eine kleine Gruppe von Pinguinen. Leider verhalten sich hier nicht immer alle Touristen korrekt und setzen dadurch das Wohlbefinden der Tiere aufs Spiel. Informiert euch also bitte vorher darüber, welches Verhalten angemessen ist. Fotografieren mit Blitz sollte beispielsweise dringend unterlassen werden, da die Augen der Zwergpinguine sehr empfindlich sind. Vieles sollte einem aber schon der gesunde Menschenverstand sagen. Auch auf Kangaroo Island in Südaustralien gibt es übrigens einige Pinguine.

Little Penguins (Eudyptula Minor) playing in the Waves, Australia (XXXL)

Neuseeland beheimatet neben den Zwergpinguinen noch weitere seltene Arten – den Gelbaugenpinguin und den Dickschnabelpinguin. Man kann ihnen nachts auf ihren Landgängen auf der neuseeländischen Südinsel und auf Stewart Island, der drittgrößten Insel des Landes, begegnen. Einige der beliebtesten Orte für Wildlife Touren auf der Südinsel sind Marlborough Sounds, Akaroa Harbour, Oamaru und Dunedin. Die Dickschnabelpinguine leben in den Regenwäldern von Haast, um den Moeraki See, im Fiordland Nationalpark und auf Stewart Island.

Gelbaugenpinguin Pinguine sehen Neuseeland
Ein seltener Gelbaugenpinguin

Vielleicht lauft ihr auf eurer nächsten Reise ja ein paar Pinguinen über den Weg – zumindest wisst ihr jetzt schon mal, wo ihr sie findet. Wenn ihr mir eine individuelle Reiseanfrage schickt, helfe ich euch auch gerne bei der Reiseplanung.

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